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  1. Registriert seit
    23.04.2019
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    Vertrauen zum eigenen Körper aufbauen

    Hallo ihr Lieben,
    ich habe mich heute hier registriert um mich mit euch über das intuitive Essen, die Natürlich-Schlank-Methode bzw. das diätfreie Abnehmen auszutauschen. Seit eineinhalb Jahren beschäftige ich mich mit diesem Thema und lebe auch so.

    Literaturmäßig bin ich gut versorgt, ich habe Bücher von Renate Göckel, Martina Leukert, Andreas Winter, Paul McKenna und Geneen Roth gelesen.
    Bei allen AutorInnen geht es zwar um abnehmen, allerdings auch um Zufriedenheit, falsche Glaubenssätze und damit zusammenhängende Gewohnheiten. Ich bin mittlerweile so weit, dass die Nachholphase der vorher verbotenen Lebensmittel abgeschlossen ist und ich sehr froh bin entspannt mit Lebensmitteln umgehen zu können. Das ist mir eigentlich wichtiger als alles andere. Ich möchte euch natürlich auch nicht vorenthalten, dass ich in dem Jahr zunächst mal einiges zugenommen habe.
    Ich sehe das aber gelassen.

    LG Gacela

  2. Inaktiver User

    AW: Vertrauen zum eigenen Körper aufbauen

    Hallo Gacela,

    danke für diesen Strang - er hat noch gefehlt, finde ich.

    Ich habe mich auch mit dem IE-Konzept beschäftigt (Podcasts von Mareike Awe, ist inhaltlich wohl den von Dir genannten Autoren sehr ähnlich) und finde es spannend.
    Vorneweg: Ich lebe nicht nach IE, sondern bin überzeugte 16:8-Intervallfasterin, was ja in bestimmten Aspekten ein Gegensatz zu IE ist.

    Von IE habe ich allerdings einige tolle Impulse in mein Leben integriert:
    • Die Hunger-Skala: Benutze ich genau entgegengesetzt wie im IE, weil ich ja gerade nicht gleichbleibende Sättigung anstrebe, sondern sowohl wohliges Gefülltsein als auch Hunger schätze. Bei der Hunger-Skala finde ich so klasse, dass man lernt, seinen (echten Körper-)Hunger wahrzunehmen. Hunger und Sättigung intensiv zu spüren ist für mich eine Lebensbereicherung gegenüber der Zeit, als ich wegen vielen kleineren Mahlzeiten über den Tag verteilt nur Appetit, nie echten Hunger gespürt und beides somit oft verwechselt hatte.
    • Das Erspüren des optimalen Verhältnisses von KH/Eiweiss/Fett: Vor einer Mahlzeit spüre ich in mich hinein, welches Verhältnis der drei Komponenten mein Körper jetzt gerade möchte, und wähle danach die Lebensmittel aus. Dieses bewusste Sich-Befragen sowohl vor dem Essen als auch die Evaluierung danach (Hat mich das Verhältnis optimal befriedigt?) habe ich durch IE gelernt.
    • Grundsätzlich finde ich am IE-Konzept gut, dass man nur auf sich hört, statt sich von Tabellen, Konventionen (feste Essenszeiten, "gesunde"/"ungesunde" Lebensmittel), Belehrungen von außen,..., fremdbestimmen zu lassen.


    Ich freue mich auf den Austausch in diesem Strang!

    Edit:
    Das Thema wird in der Bri übrigens sehr kontrovers gesehen.
    Es gibt eine sehr überzeugte IE'lerin unter den Usern hier - ich hoffe, sie findet hierher.
    Dann gibt es sehr viele, die sich vehement gegen IE aussprechen, meinen, es sei eine Illusion, dass das klappen könne. Diese Sicht teile ich nicht: Ich meine, für viele Menschen, aber eben nicht für alle, kann IE ein Königsweg sein.
    Geändert von Inaktiver User (23.04.2019 um 20:05 Uhr)


  3. Registriert seit
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    AW: Vertrauen zum eigenen Körper aufbauen

    Hallo Galah,
    ich dachte vielleicht finde ich hier Gleichgesinnte. Für mich persönlich ist das ein Weg um einfach entspannt zu leben.
    Danke für deine netten Worte :)
    Ich dachte mir schon dass hier sowohl Befürworter als auch Gegner von intuitivem Essen sind, aber ich denke jede/r muss für sich wissen was sich richtig anfühlt - missionieren erzeugt immer Widerstand und das ist auch nicht das Ziel dieses Threads.

    LG Gacela

  4. Moderation
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    33.755

    AW: Vertrauen zum eigenen Körper aufbauen

    Für mich war IE und HAES wirklich ein Durchbruch, weil es mir gehofen hat, über all diese "ich muß" (Magerquark essen) und "ich darf nicht, es hat ohnhin keinen Sinn" (Sport treiben, der mir Spaß macht) und all die anderen eingeschliffenen Vorurteile und Ängste wegzukommen. Ich verwende das immer noch zur Orientierung, aber da ich das Gewicht nicht mag, daß ich mit IE und HAES allein hätte (das hat gerade mal 10 Kilo runtergebracht) mußte ich noch zu ein paar rabiateren Methoden greifen.

    Was ich verwende, ist, wirklich innezuhalten und mich zu fragen, "Was brauche/will ich jetzt?" Oft ist es Wasser, eine Wärmflasche, oder Schlaf, und gar nicht was zu futtern... Und ich habe seit zehn Jahre nicht mehr acht Äpfel und dann ein Stück Schokolade gegessen, weil ich versucht habe, die Schokolade nicht zu essen.
    ** Moderatorin in Sparforum, Freundschaftsforum, und "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **


  5. Registriert seit
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    AW: Vertrauen zum eigenen Körper aufbauen

    Hallo wildwusel,
    für mich ist abnehmen grade gar nicht so im Fokus. Ich bin froh, dass ich endlich alles essen kann und mir keine großen Gedanken machen muss.
    Es ist sehr befreiend für mich.
    Auch mein Umgang mit Emotionen hat sich verbessert, meine Selbstakzeptanz und meine Selbstliebe sind gewachsen. Ich fühle mich so gut wie schon lange nicht mehr, all das habe ich der intuitiven Lebenseinstellung zu verdanken.
    Ich genieße es sehr.

    Gut, dass du mit dir zufrieden bist und auf dich achtest. Das ist Gold wert!

    LG Gacela


  6. Registriert seit
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    AW: Vertrauen zum eigenen Körper aufbauen

    Hi wildwusel,
    wie lange beschäftigst du dich eigentlich schon mit IE?
    Ich persönlich finde, dass ein ganz wichtiger Punkt Zeit ist. Also dass man sich quasi ohne Netz und doppelten Boden komplett auf diesen Prozess einlassen kann. Bei mir hat es lange gedauert um das Gedankengefängnis der Diäten zu verlassen.

    Ach ja, Galah, die Podcasts von Mareike Awe kenne ich. Das Programm habe ich allerdings nie gemacht.
    Aber ich finde den Ansatz gut.

    LG Gacela

  7. Moderation
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    AW: Vertrauen zum eigenen Körper aufbauen

    Ich habe 2005 das erste Mal von HAES gehört (ich erwähne das, weil es für mich absolut zentral darin war, Änderungen anzustoßen), das weiß ich noch so genau, weil ich mir davon ausgelöst wieder ein Fahrrad gekauft habe, um endlich das 2001 geklaute zu ersetzen. IE muß dann so 2008 gewesen sein, ich bin der Debatte im Internet interessiert gefolgt.

    Für mich war der Moment, das über IE gelesene umzusetzen im Frühjahr 2009. Da kamen ein paar Sachen zusammen, soweit ich das heute rekonstruiren kann:

    Ich hatte 2008 gemerkt, daß ich die Mittel und Möglichkeiten hatte, mir passende und gut aussehende Klamotten zu kaufen, und hab's gemacht. Das war einerseits ein Mindestmaß von Respekt gegenüber dem eigenen Körper, aber andererseits auch ein "hey, ich hab Geld" und "hey, ich bin eine autarke Person, die ihre eigenen Entscheidungen trifft", und daraus kam "Ich kann essen, was ich möchte. Ich kann an Futter kaufen, was ich möchte. Es gibt morgen wieder was, und übermorgen, und Sonntag, und jeden Tag danach. Niemand hindert mich dran. Niemand nimmt mir etwas weg. Wenn ich heute was in den Kühlschrank tue, habe ich morgen was zu essen. Ich brauch nicht alles zu essen, was da ist, weil man nie weiß, wann es wieder was gibt, und nur was im Magen ist, einem keiner wegnehmen kann."

    Etwa zeitglich habe ich aufgehört, chronische und akute Rückenschmerzen als unvermeiclih zu betrachten ("ich bin eben fett, da hat man das, und kann irgendwann nicht mehr wie früher lange Rucksackwanderungen machen, schwere Umzugskisten schleppen, Bogenschießen, mittelalterlichen Schwertkampf machen, oder sich vom Stuhl lehnen und eine Katze streicheln, wenn man nicht anschließend tagelang Ibus fressen will als kämen sie aus der Mode, um nur halbwegs funktional zu bleiben...") und mir von der Physiotherapeutin in der Muckibude ein Reha-Programm geben lassen. Auch da: Respekt vor dem eigenen Körper, anstatt ihn als "hoffnungsloser Fall" abzuschreiben.

    Da ich ja jetzt essen konnte, was ich wollte, mußte ich entscheiden, was ich denn wollte, und da kam IE wieder ins Spiel, zusammen mit ein paar Überlegungen, was meiner geänderten Lebensweise und meinem geänderten Selbstbild angemessen war.

    Leider bin ich, wie gesagt, von der "reinen Lehre" aus Eitelkeit wieder ziemlich stark abgewichen, ich nutze das jetzt nicht mehr als ganzheitliches Konzept, sondern nur als Hilfe bei Momententscheidungen. Aber auch das hilft und ich bin immer noch den Großteil meiner Essenphobien los. (Nicht alle. Ich denke, man kann nicht ein Leben in einer Diätkultur verbringen und 8 entscheidende Jahre daran teilhaben (teils freiwillig, teils gezwungen) ohne einen Schaden davonzutragen, und die "Intuition" in IE ist ja eine Simulation natürlicher Intuition, die man lange verloren hat. Aber gut genug.)
    ** Moderatorin in Sparforum, Freundschaftsforum, und "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **


  8. Registriert seit
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    AW: Vertrauen zum eigenen Körper aufbauen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es gibt eine sehr überzeugte IE'lerin unter den Usern hier - ich hoffe, sie findet hierher.
    kann das sein, dass du mich meinst

    Den Begriff "intuitiv" mag ich nicht so. "bewusst" ist mir lieber.
    Da der Vorgang, den eigenen Körper zu befragen "was brauch ich jetzt?" nicht so viel anders ist, wie in Google eine Frage einzugeben und dann zu gucken, was als Antwort kommt. Also es geht wesentlich um die Fähigkeit, auf die im Körper gespeicherten Informationen zugreifen zu können und sie zweckmässig zu interpretieren. "Intuition" scheint mir da höchstens ein Teil dieses Puzzles zu sein.

    Kontrolliertes Essen, wenn ich das versuche, schmeisst mich schnellstmöglich in Obsessionen. Nichts erzeugt in mir mehr Lust auf Schokolade, als ein Verbot, eben diese zu essen.

    Eventuell wäre das anders bei Phasen von kontrolliertem Essen, ich glaube, ich könnte schon, wenn der Grund gut genug wäre für mich, eine Woche oder auch einen Monat ohne Schokolade auskommen, wenn ich weiss, danach gibt's wieder welche und das nach Herzenslust. aber eben, für so etwas würde ich einen sehr guten Grund brauchen.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao


  9. Registriert seit
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    AW: Vertrauen zum eigenen Körper aufbauen

    Wow wildwusel,
    das freut mich grade sehr für dich!
    Das was du über den wertschätzenden Umgang mit dir beschrieben hast finde ich wirklich toll.

    Dass Eitelkeit dazu kommen kann und man nach dem fallenlassen in den IE-Prozess die eine oder andere Sache bewusst hinzufügt, ist ja okay. Solange man das nicht macht weil man sich dazu zwingt oder weil man glaubt, dass das von einem erwartet wird.
    Es sollte sich halt gut anfühlen.
    Für manche Menschen ist ja auch das weglassen bestimmter Lebensmittel ein Genuss, weil damit gesundheitliche Probleme gemildert werden.

    Ich empfinde nur diese Verkopfung und einen Tagesablauf der nur ums Essen und die Figur kreist als lebensqualitätmindernd. Drum find ich IE sehr gut und positiv. Ich konnte so eine richtige Zufriedenheit entwicklen und mich akzeptieren. Gleichzeitig nehme ich auch andere Menschen anders wahr, indem ich selbst mit mir entspannt umgehe werte ich andere nicht aufgrund ihrer Figur ab (in meinem Diätdenken war das nämlich so, muss ich zugeben. Die Frau ist dicker? Oh super, ich fühle mich besser weil dünner. Genauso natürlich umgekehrt). Im Nachhinein erkenne ich das.

    LG Gacela


  10. Registriert seit
    29.07.2013
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    32

    AW: Vertrauen zum eigenen Körper aufbauen

    @wildwusel
    IE = Intuitive Ernährung
    HAES =
    Ich komm da echt nicht drauf

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