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  1. Registriert seit
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    AW: Vertrauen zum eigenen Körper aufbauen

    Guten Morgen,

    da mich die Galah so nett eingeladen hat (hätte ich nicht gedacht, Danke )

    gebe ich auch noch einen Tipp und zwar zum lesen, nicht zum essen

    Susan Orbach (alle Werke)

    Meiner Ansicht nach DIE Ikone sowohl bzgl. Essen und Frausein.

    Interessant finde ich dass, Orbach in einem Interview mal sagte, das, was heute als "gesundes Essverhalten" sogar von teilw. der WHO propagiert wird, in den 80er Jahren glasklar als Essstörung diagnostiziert wurde (z. B. Dinner cancelling)
    Das Interview ist schon älter und ich weiß nicht mehr wo (Brigitte??). Dinner cancelling war damals in und strukturell der Vorläufer des Intermitt. Fasting.


  2. Registriert seit
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    AW: Vertrauen zum eigenen Körper aufbauen

    Zitat Zitat von maryquitecontrary Beitrag anzeigen
    Ich habe, allerdings nur kurz, Erfahrung mit intuitive eating gemacht und gefunden, dass es nicht für mich passt.

    Doch Mary, du isst intuitiv.

    Das ist ja das intuitive. Dass man bemerkt, was einem gut tut. Und dass man das dann macht.

    IE kann doch sein, dass man einen gewissen Plan der Mahlzeiten hat und eben weiß, ohne Struktur ===> Chaos und Chaos blöd.

    Ich brauch bei allem Struktur. Warum sollte es dann ausgerechnet beim essen anders sein.
    Mit Struktur für mich meine ich: für mich ist es seelisch besser, wenn ich weiß, was es gibt und wann.

    Ich neige bei Kummer und Angst und Stress eher dazu dann nicht zu essen. Und ich habe mich schon oft im späteren Leben dazu gezwungen" was zu essen. Oder wenigsten einen großen Kaba zu trinken.
    Und jedesmal festgestellt, dass es mir sofort besser geht und gut tut. Default wäre "nix bis Stress vorbei".

    Aber das habe ich als Mist erkannt. Inuition ist nicht komplett abgekoppelt von Ratio und dem Rest der Bande .
    Intuition generiert sich aus Ratio und Emotionen. Meiner Meinung nach wie ein Filtrat mit mehr Gefühl als Kalkül.


  3. Registriert seit
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    AW: Vertrauen zum eigenen Körper aufbauen

    @Bae: Diese Supermarkt-Tigerei kenne ich auch von mir. Auch das plötzliche Sattsignal. Oder dass man mengenmäßig nicht so viel schafft wie früher.

    Bei mir zuhaus liegen oft sämtliche angebrochenen Packungen von diversem Knabberzeug, Süßigkeiten, Tiefkühlobst, etc.
    Für mich ist das enorm beruhigend, dass dieser innere Drang alles aufzuessen verschwunden ist. Zu Diätzeiten war einfach alles was nicht in den Plan passte superinteressant und Sport einfach mühsam.
    Jetzt ist Essen toll wenn ich Hunger habe und genau das esse was mir schmeckt und ansonsten eher unwichtig. Bewegen tu ich mich dann wenn ich will ohne auf verbrannte Kalorien zu achten. Einfach weil mir mein Körper oder meine Laune signalisiert, dass bisschen Action gut tut.

    LG Gacela


  4. Registriert seit
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    AW: Vertrauen zum eigenen Körper aufbauen

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen
    Inuition ist nicht komplett abgekoppelt von Ratio und dem Rest der Bande ..
    Ja, drum mag ich den Begriff "intuitiv essen" nicht. Irgendwie übersetzen das viele als "Essen ohne erst nachzudenken" oder "alles in sich reinstopfen ohne Sinn und Zweck" und auf andere, ähnliche, nicht zweckführende Weisen.

    Gerade weil diese Ernährungsform im Kollektiv recht schlecht verankert ist zum aktuellen Zeitpunkt, sind ein paar absolut und rein rationale Aspekte durchaus wichtig. Zum Beispiel die Idee "das Gewicht (über-normal-unter) ist unabhängig von Gesundheit/Krankheit". Denn wenn man annimmt, dass Übergewicht und Krankheit einander entsprechen, sowie Normalgewicht und Gesundheit einander entsprechen - bringt man sich selbst geistig in die Bredouille, falls es dem Körper einfallen sollte, sich auf ein Gewicht einzustellen, das als "Übergewicht" gilt. Eventuell dito mit "Untergewicht"

    Es braucht durchaus ein gewisses Mass an Mut und Störrisch sein, um dem eigenen Körper und dessen Nachrichten mehr zu vertrauen als den Statistiken, die Ärtzinnen oder Ernährungsberater einem unter die Nase halten. Speziell wenn man sich grad in Bereichen der Statistik finden sollte, wo die Nase gerümpft wird.

    Und das sind Entscheidungen, die man durchaus gegen gewisse Widerstände aufrecht erhalten muss, sollte man sich dazu entscheiden, die höchste Autorität in Ernährungsdingen nicht ausserhalb, sondern innerhalb zu suchen.

    und vieles davon ist rein rational - denn schliesslich sagen unsere Emotionen auch, pass dihc dem Mainstream an, nimm den allgemeinen Stallgeruch an, es ist so viel leichter, dies zu tun!

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao


  5. Registriert seit
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    AW: Vertrauen zum eigenen Körper aufbauen

    Zitat Zitat von Gacela Beitrag anzeigen
    Jetzt ist Essen toll wenn ich Hunger habe und genau das esse was mir schmeckt und ansonsten eher unwichtig.
    Essen ist mir wichtig. Ich mag gutes Essen, und bin bereit, durchaus einiges an Zeit und Mühe auf mich zu nehmen, um die Qualität zu kriegen, die ich gerne mag. Aber das hat dann mit Vorfreude zu tun, nicht mit Obsessionen, Schuld und Verboten


    Bewegen tu ich mich dann wenn ich will ohne auf verbrannte Kalorien zu achten. Einfach weil mir mein Körper oder meine Laune signalisiert, dass bisschen Action gut tut.
    Kalorien zähle ich nicht, aber im Bewegen habe ich durchaus so meine Gewohnheiten und Routinen.

    Rein rational passe ich auch mein Essen dem Training an, besonders das Timing - zu wenig essen im Voraus ist nicht gut, zu viel essen auch nicht, da esse ich schon gelegentlich einfach rein aus dem Kopf, weil ich später nicht umkippen oder krank werden will, auch wenn ich in dem Moment keinen riesigen Appetit haben sollte.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao

  6. Avatar von Blue2012
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    AW: Vertrauen zum eigenen Körper aufbauen

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Denn wenn man annimmt, dass Übergewicht und Krankheit einander entsprechen, sowie Normalgewicht und Gesundheit einander entsprechen - bringt man sich selbst geistig in die Bredouille, falls es dem Körper einfallen sollte, sich auf ein Gewicht einzustellen, das als "Übergewicht" gilt. Eventuell dito mit "Untergewicht"
    Ganz witzig, wie du eigene Aktionen (Essen) abgibst an etwas scheinbar Passives ("falls es dem Körper einfallen sollte").
    Ne, es ist nicht so, dass sich dein Körper auf das Gewicht "einstellt": DU bist diejenige, die bestimmt, was und wieviel dein Körper bekommt. Das Gewicht ist die Konsequenz von dem, was DU (aktiv) zuführst.

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Es braucht durchaus ein gewisses Mass an Mut und Störrisch sein, um dem eigenen Körper und dessen Nachrichten mehr zu vertrauen als den Statistiken, die Ärtzinnen oder Ernährungsberater einem unter die Nase halten.
    Genau. Wozu brauchen wir eigentlich noch Ärzte, wozu Wissenschaft...?
    Sorry, Bae, aber bei solchen Aussagen könnte ich spontane Wutausbrüche bekommen!
    Be a voice not an echo.


  7. Registriert seit
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    AW: Vertrauen zum eigenen Körper aufbauen

    @Rokeby und Bae: Auch hier kann ich euch beipflichten, intuitiv essen ist nicht gleichzusetzen mit "alles was geht reinstopfen". Und ich denke, dass genau dieser Aspekt oft missverstanden wird, wenn von Kontrolle abgeben gesprochen wird.

    Ich habe auch lange Zeit gebraucht, bis sich eine innere Ruhe eingestellt hat. Dadurch wurde das "reinstopfen" schließlich überflüssig. Es ist eh immer Essen da. Und jetzt bin ich allgemein viel ausgeglichener.

    Schön, dass sich hier viele Mitglieder finden, die an diesem Thema Interesse haben.

    LG Gacela


  8. Registriert seit
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    AW: Vertrauen zum eigenen Körper aufbauen

    Zitat Zitat von Blue2012 Beitrag anzeigen
    Wozu brauchen wir eigentlich noch Ärzte, wozu Wissenschaft...?
    Hi Blue2012,
    gibt es immer nur schwarz und weiß?
    Bae hat ja nicht gesagt, dass man Ärzte und Wissenschaft abschaffen soll. Euer Disput geht mich nicht wirklich was an, aber es interessiert mich wie du die Dinge siehst.

    Oder...hast du da vielleicht ein Aua und möchtest einen Blumenstrauß aus Brokkoli, Frühlingszwiebeln und Karottengrün? Sorry, das konnte ich mir nach deinem fröhlich-sarkastischen Post von gestern wirklich nicht verkneifen.

    LG Gacela


  9. Registriert seit
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    AW: Vertrauen zum eigenen Körper aufbauen

    Zitat Zitat von Blue2012 Beitrag anzeigen
    Ganz witzig, wie du eigene Aktionen (Essen) abgibst an etwas scheinbar Passives ("falls es dem Körper einfallen sollte").
    Mein Körper ist doch alles andekre als passiv. Der ist eine lebendige Entität, die auf eine Milliarden Jahre alte Datenbasis von gesammelten Erfahrungen zurück greift und dabei Milliarden von Entscheidungen in jeder Sekunde trifft und umsetzt. "passiv" geht anders in meinem Verständnis.

    Ne, es ist nicht so, dass sich dein Körper auf das Gewicht "einstellt": DU bist diejenige, die bestimmt, was und wieviel dein Körper bekommt. Das Gewicht ist die Konsequenz von dem, was DU (aktiv) zuführst.
    nein, ist bei mir nicht der Fall. Ich sage mir nicht "ich muss jetzt 135 g Schnitzel zuführen und 250 g weissen Spargel", sondern ich sag mir "oh Schnitzel, das klingt lecker, und hmmm Spargel, mjam", dann besorg ich mir das und esse, soviel ich davon mag - und wenn ich nicht mehr mag, was mir mein Körper mitteilt durch Sattheit oder beginnende Ekelgefühle, dann höre ich auf. Egal ob bei 95 g oder 135 g oder 245 g. Was ja auch jeden Tag wieder anders ist.

    Den Rest pack ich in den Kühlschrank und freu mich drauf, den später noch zu verspeisen.


    Wozu brauchen wir eigentlich noch Ärzte, wozu Wissenschaft...?
    Die haben schon ihren Sinn und Zweck, bloss zum Thema Ernährung bedecken sich sowohl die real existierenden Ärzte wie auch die real existierende Wissenschaft nicht gerade mit Ruhm, so im Schnitt. mit einigen wenigen löblichen Ausnahmen.

    nun, das bessert sich hoffentlich wieder mal, dem alten Hippokrates oder auch Paracelsus hätte ich wohl lieber zugehört als den meisten ihrer modernen Kollegen.

    man kann durchaus auch Wissenschaft dazu nutzen, um zu wissen, wie man am besten mit Ungewissheit und unbekannten Faktoren umgeht. "Antifragility" von Nicholas Nassim Taleb ist da hervorragend. inklusive seriöser wissenschaftlicher Aufarbeitung. Grundtenor: variiere, variiere, variiere - und "via negativa" (also zB Lungenprobleme durch Weglassen von Tabak behandeln, nicht durch Hinzufügen einer Lungenreinigungspille...)


    aber bei solchen Aussagen könnte ich spontane Wutausbrüche bekommen!
    bitte, krieg halt einen, wenn dir das zusagt.

    Ein Beispiel mehr, dass ein Körper keineswegs eine passive Angelegenheit ist, der kommt bei so einem Wutausbruch ja so richtig in Fahrt.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao


  10. Registriert seit
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    AW: Vertrauen zum eigenen Körper aufbauen

    Zitat Zitat von Gacela Beitrag anzeigen
    Und ich denke, dass genau dieser Aspekt oft missverstanden wird, wenn von Kontrolle abgeben gesprochen wird.
    Für Leute, die gewohnheitsmässig kontrolliert essen, ist bei Aufgabe dieser Kontrolle ja auch das Erste, was geschieht: erst mal aufholen!

    Da kann's durchaus vorkommen, dass man erst mal eine Woche lang nur von Eiscreme, Kuchen oder Schokolade lebt. Speziell wenn es nicht nur ein paar Tage oder Wochen sind, sondern Jahre und Jahrzehnte, die man kontrolliert gegessen hat.

    Dann darauf zu vertrauen, dass dies eine Phase ist, und nicht ewig weiter geht... muss man auch erst mal aushalten können. und auch rein rational für wahr halten können.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao

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