Hallo Ihr Lieben,
ich bin das Thema Diäten einfach leid und mein Körper auch. Ich habe einen drastischen Strich gezogen. Ich werde mir einen Schlauchmagen machen lassen. Die Entscheidung war reiflich überlegt und nach dem Magenband, die beste Lösung für mich! Warum und weshalb? Egal, ich habe es gründlich abgewogen und in 14 Tagen ist es soweit. Ich habe mich endschlossen alles in einem Blog niederzuschreiben gejammert wird morgen (Tagebuch) vielleicht hilft es jemanden, der auch mit dem Gedanken spielt.
Wie gesagt, es ist mein Weg und kein ALLHEILMITTEL. Aber ich habe mich dazu entschlossen.
Allen einen schönen Sonntag
Silke
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Thema: OP
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26.06.2016, 13:52
OP
Geändert von Inaktiver User (27.06.2016 um 23:34 Uhr) Grund: Link entfernt
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26.06.2016, 14:43Inaktiver User
AW: OP
Du erwartest hoffentlich nicht, dass alle deinen Entschluss, ein gesundes, funktionsfähiges Organ amputieren zu lassen beklatschen und bejubeln.
Ich zumindest tu das nicht. Ich halte diesen Entschluss - außer in sehr begründeten Einzelfällen für das absolute Wegknicken vor dem Modediktat und Schlankheitsfetisch.
Und das Lesen deines ersten Eintrags bestätigt mir diesen Eindruck. AussehenHübschseinSchlankseinKlamöttchenKlamöttche n und dann noch der "Prinz". Ethischer Konkurs eines Möchtegernprinzesschens.
Und dann "kommen" natürlich noch die Straffungs-OPs, dann wird hier noch geschnippelt, da noch genäht, und fertig ist das neue Kunstprodukt. Der Mensch als Schneiderware seiner selbst. Dazu dann passend die künstliche Ernährung. Denn dass du lebenslang Vitamine etc. zuführen musst, weil du nur löffelweise Essen verträgst bzw. zu dir nehmen DARFST weil sonst Wiederzunahme droht, ist dir hoffentlich klar in deinem Endlichschlankundschick-Rausch.
Weitere Neben"wirkungen" wie Dumpings, Depressionen, Platzbauch sagen dir hoffentlich was. Mach dich auch diesbezüglich kundig, denn das wird von den Herren Doktoren gern mal verschwiegen - klar, denn an Dickies verdient man tüchtig Kohle.Geändert von Inaktiver User (26.06.2016 um 14:54 Uhr)
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26.06.2016, 15:40Inaktiver User
AW: OP
Ich sehe die ganze Adipositas Chirurgie auch sehr sehr kritisch. Ich würde das nur bei lebensbedrohlichem Übergewicht machen lassen und auch dann eher den Schrittmacher anstatt die Magenverkleinerung.
Problematisch finde ich auch, dass einem das Magenband u.ä. schon sehr oft und auch in meinen Augen unbegründet vorgeschlagen wird - man darf nicht vergessen, dass das eine Gelddruckmaschine ist. Daran kann der Arzt echt eine Menge verdienen.
Die Leute die ich mit Magenband o.ä. kenne (es sind immerhin schon 5) haben alle erstmal abgenommen - allerdings gar nicht besonders viel. Irgendwann stagnierte das gewicht und dick sind die immer noch. Man kann tatsächlich lernen, sich auch zuviel Hochkalorisches in dann eben kleinen Mengen zuzuführen. Gesundes Essverhalten ist was anderes.
Allerdings eine Frau hat davon profitiert. Sie hat bestimmt 60 Kilo abgenommen und bereut die OP gar nicht. Allerdings ist sie trotzdem noch übergewichtig, aber eben nicht mehr sooo.
Tja, ich wünsche dir Glück - es muß ja nicht zwingend etwas schiefgehen und die aufgeführten Argumente hast du sicher auch schon alle gehört - muß jeder eben für sich entscheiden. hast du ja gemacht.
Insofern: alles Gute.
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26.06.2016, 16:46Inaktiver User
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26.06.2016, 17:40Inaktiver User
AW: OP
Seh ich genauso, wird aber leider ncht unbedingt so praktiziert. ich bin durchaus der Meinung, dass Menschen mit Essstörungen i Richtung binge eating oder Bulimie gar kein Magenband o.ä. bekommen sollten, bevor ihre Essstörung nicht therapiert wurde.
Besonders gefährdet sind die sog. Sweet-eater - die finden ganz leicht raus, dass man Nutella verflüssgen und trinken kann, Magenband hin oder her.
leider wird es eben so nicht gehandhabt. Ein Skandal in meinen Augen.
Aber solange "man" glaubt, dass eine bloße Kaloriendrosselung fürs dauerhafte Abnehmen ausreicht, wird das wohl noch lange so weitergehen. mit der Adipositas-Chirurgie.
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26.06.2016, 19:00Inaktiver User
AW: OP
Ist dir klar was für eine enorme Belastung es ist, mit den Folgen der OP dauerhaft klar zu kommen?
Meinst du du wirst zufrieden sein, wenn du mit den Einschränkungen leben mußt?
Ich kenne 3 Fälle in meinem Umfeld.
1. Magenband
2. Schlauchmagen
3. Komplette Magenentfernung, aber nicht zur Therapie der Adipositas
1. ist im Gegensatz zu 2 und 3 als richtig harmlos zu bezeichnen. 3 hat wirklich erhebliche Probleme sich noch zu ernähren. Wobei auch hier die Probleme von Person zu Person unterschiedlich sind. Man weiß aber nie im Vorraus wie der Körper darauf reagiert.
2. Hat ca. 80% der Probleme die 3. hat.
Du bist auf jeden Fall gezwungen deine Ernährung drastisch umzustellen, denn mit deiner bisherigen Eßweise kommt der Körper nicht mehr klar. Hältst du dich nicht daran, gehts dir durchaus oft sehr dreckig. Anders kann man es nicht mehr beschreiben. Du kommst also nicht um eine drastische Ernährungsumstellung herum und ruinierst dir das betreffende Organ zusätzlich.
Zudem gibt es einige Studien die belegen, dass eine Schlauch-OP nicht erfolgversprechend ist, wenn eine Gewichtsabnahme mit Magenband schon nicht funktioniert hat.
Mit dem Schlauchmagen hast du immer noch das Problem, dass du dessen Kleinheit durch etwas anderes Essen umgehen kannst. Also anstatt fülliger Sachen dann eher z.B. Traubenzuckerbonbons, Nutella, Kakao, Sahniges, Eiscreme etc. nehmen oder Pralinen was weiß ich. Eben alles sehr kalorienhaltige mit geringem Füllanteil. Ergo wirst du nicht viel abnehmen und deinen Stoffwechsel damit entgültig ruinieren und in die Diabetes abgleiten. Die Gefahr auf diese Schiene abzurutschen ist sehr sehr groß, denn du hast ja ein ungelöstes Problem was dich zum essen zwingt.
Wenn eine große psychische Komponente dahinter steckt, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch das es so laufen wird. Die Psyche wird mit der OP nicht geheilt. Und dann stellt sich die Frage wie du dann reagierst um dich sozusagen psychisch abzureagieren.
Hast du einen "ruinierten" Grundumsatz, hilft dir auch der Schlauchmagen nichts.
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26.06.2016, 20:12Inaktiver User
AW: OP
Vielleicht ist es daher ratsam, im Vorfeld und dann begleitend eine professionelle Ernährungsberatung aufzusuchen. Inwieweit eine psychologische Unterstützung hilfreich sein kann, kannst du auch selber abschätzen.
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26.06.2016, 21:34
AW: OP
Naja.. eine blosse Kaloriendrosselung reicht zum abnehmen, dauerhaft auch wenn man dabei lernt warum man zugenommen hat und lernt die richtigen Portionen zu essen. Aber: so eine Operation ist sinnlos wenn man nicht schon vorher gelernt hat warum man zuviel isst und kann oft sinnlos sein wenn man es lernt da man dann auch so abnehmen und das Gewicht halten kann. Also bei psychischen Problemen kaeme so eine Operation meiner Meinung nach einer Koerperverletzung gleich weil der Patient eben nichts gelernt hat.
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27.06.2016, 18:31Inaktiver User
OP
Habt ihr den Blog gelesen?
Silke hatte bereits vor fünfzehn Jahren (!) eine Magenband-OP. Sie kennt sich also damit aus - sowohl mit den Nach- und Nebenwirkungen der Operation selbst, als auch mit dem Marathon durch diverse Instanzen.
Eine derartige Operation bekommt man nicht einfach "so" verschrieben.
Man muß von Pontius zu Pilatus, vom Hausarzt zum Internisten, man muß wochen- und monatelang Ernährungstagebücher führen und wird psychisch und physisch auf links gekrempelt, bevor es das OK gibt.
Silke weiß, wie sich Dicksein anfühlt und sie weiß, wie sich Dünn(er)sein anfühlt.
Und wenn sie es nur auf diese Weise schaffen kann, sich besser zu fühlen: warum nicht?
Jeder Jeck is anners.
Ich spiele übrigens nicht mit dem Gedanken an so eine Methode und darum kann ich hier auch keinen großartigen Erfahrungsaustausch anbieten, aber ich kenne es sooo ermüdend gut, wenn man einen Entschluss fasst und dann Bemerkungen kommen wie: "Du passt aber schon auf, daß du bei deiner Diät nicht magersüchtig wirst?" oder "Dir ist aber schon klar, daß man auch mit einem Magenband/zusammengenähten Zähnen/einem veritablen Bandwurm im Gedärm/ausgesetzt auf einer einsamen Insel/etc. beim Abnehmen schummeln kann?"
Ach nee, echt?!
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27.06.2016, 19:11Inaktiver User
AW: OP
Ähm...15 Jahre?
ich las eben nochmal nach: Silke hat ihren OP Termin erst in ca. 2 Wochen.
Dass man die blöden Sprüche übers Essverhalten, Diät, Figur etc. niht mehr hören kann, kann ich allerdings auch gut nachvollziehen.
Und wenn sich jemand nun für Schlacuhmagen oder was auch immer entschieden hat - auch ok. Das kann man ja nur immer für sich selbst entscheiden, denn sonst würde man im Hin und Her der unterschiedlichen Meinungen steckenbleiben. das kann es ja nicht sein.
Nichtsdestotrotz sehe ich ja die ganze Adipositas Chirurgie mehr als kritisch und halte die auch für keinen guten Weg - aber ich finde auch Tattoos blöd und dennoch lassen sich Leute welche stechen.
Will sagen: wem es einem damit gutgeht - tja, dagegen lässt sich nichts sagen.
Bei mir wäre schon die Angst vor einer solchen OP wesentlich größer als mein Wunsch, dünn(er) zu sein.


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