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    Als falsch erkannte Gewohnheiten rund um die Nahrungsaufnahme

    Hallo zusammen,

    es gibt so einige Gedanken die ich mir um mein Essverhalten mache. Vielleicht ist schon das ein (paar) Gedanke(n) zuviel rund um das Thema Ernährung / Nahrungsaufnahme? Habe ich nichts Besseres zu tun?

    Es geht bei mir um Gewichtsabnahme (ca. 15 kg), es geht um zuviel essen, ordne ich gerne in das Thema Esssucht ein, weil, was ist es sonst, dass ich trotz einigermaßem Sättigungsgefühl, immer noch eine zweite Portion mir auf den Teller fülle? Und auch bei mir muss es, wenn, dann meistens die ganze Tafel sein, also am besten gleich gar nichts kaufen. Damit fahre ich am besten, oder ich gestehe mir Zartbitterschokolade zu, da schaffe ich es dann auch nur zwei Riegel zu essen - nur erfreut mich Zartbitter eben nicht ;) ist dann eher dem Zweck gezollt, diesen erfüllt Zartbitter ;)

    Es sind diese Gewohnheiten, die mir eine Abnahme erschweren.

    Die interessanteste Entdeckung bei mir bezüglich meiner Analysen bezüglich meines Essverhaltens:

    Zwang "Hunger zu haben".

    Es ist z.B. so: ich wache früh auf. Es kann auch mal sein, dass ich keinen Apetitt habe oder keine Lust auf Kaffee habe (auch so ein endlos-Thema bezüglich Kaffee-Abstinenzwunsch). Ich mache dann so lange rum, bis ich doch irgendwas zu mir nehme ...

    Es ist so, als will ich mir vorweg nehmen später hungrig zu sein, dann aber gerade nichts essen können: Job, Sonstiges.

    Aber selbst wenn ich Zeit habe habe ich das Phänomen, mir "Hunger selbst zu kreieren", z.B. damit ich den ganzen Koch-, Verzehr-, Aufräum-Vorgang hinter mich bringen kann, da mir das sonst auch im Nacken hängt, da ich gerne das erledigt haben möchte ohne z.B. abends zu müde dafür zu sein und das alles (aufräumen) dann nicht bis zum nächsten Tag verschieben möchte, da sich alles schneller anzuhäufen scheint wie umgekehrt

    Gerade jetzt musste ich auch zur zweiten Frühstücksportion greifen, ansonsten hätte ich ständig den Dialog in mir gehabt: soll ich (mir jetzt noch mal die kulinarische Freude machen, Gaumenfreude, Geschmacksfreude ....) oder soll ich nicht (lieber mir keine orale Freude bereiten, standhalten, nicht essen, es dabei belassen, wenn auch nur eine Portion genügt, denk an dein Abnehmwunsch und - ziel ...) - nein, ich nahm das zweite Stück .... ich denke, dass ich zumindest für diesen Moment den psychischen Punkt erreicht habe, kein weiteres Stück zu mir nehmen zu wollen.

    Im Netz finde ich nur sowas wie Zwang zu essen, oder Zwang, weiterzuessen, obwohl man sich bereits gesättigt fühlt ..

    aber Zwang Hunger zu haben lese ich nicht - gibt es vielleicht auch nicht, ist vielleicht auch nur der Zwang zu essen, oder - was glaubt ihr, was könnte sich noch dahinter verbergen?

    Höchst interessanter Gedanke der hinter dem Thema Esssucht stecken könnte: man will mehr vom Leben, als dieses für einen hergibt.

    Selbst wenn das stimmen sollte, wie kann man dann diesen fehlgeleiteten Hunger in die richtigen Bahnen leiten? Man kann versuchen, sich in seinem Leben genauer umzusehen und überlegen, wo steht Veränderungsbedarf ...aber ...in all dieser Zeit besteht doch dieser Apetitt dann weiterhin? Und was, wenn man zu keiner Lösung kommt oder die Ziele schier einfach nicht erfüllbar sind, weil es konkrete Gründe dafür gibt die nicht von der Hand gewiesen werden können?

    Diese Erkenntnis kann doch auch den dann wohl eher psychischen Hunger nicht auflösen, so dass Hunger nur noch auf der physischen Ebene gestillt wird?

    Geändert von Sonne_am_Horizont (01.06.2014 um 07:06 Uhr)
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    AW: Als falsch erkannte Gewohnheiten rund um die Nahrungsaufnahme

    Hi Sonne! :-)

    weil, was ist es sonst, dass ich trotz einigermaßem Sättigungsgefühl, immer noch eine zweite Portion mir auf den Teller fülle?
    Es kann sein, dass dir ein Teller in der Tat nicht reicht. Es kann sein, dass die Qualität des Essens nicht die Richtige ist, sodass auch ein voller Magen keine echte Sättigung bringt. Es kann sein, dass nach einer Viertelstunde Warten sich ein anderes Gefühl einstellen könnte.

    Was meinst du denn genau mit "einigermassen" Sättigungsgefühl? Das Gefühl, dass es im Magen Inhalt hat? Oder das Gefühl, dass du wunschlos glücklich bist? - Echtes Sättigungsgefühl ist "wunschlos glücklich", wenn du das nicht hast, fehlt noch körperlich (!) etwas.

    Es ist z.B. so: ich wache früh auf. Es kann auch mal sein, dass ich keinen Apetitt habe oder keine Lust auf Kaffee habe (auch so ein endlos-Thema bezüglich Kaffee-Abstinenzwunsch).
    Hast da dafür einen bestimmten Grund wie zB Magenprobleme oder Schlaflosigkeit oder ist das etwas, wovon du denkst, das müsse einfach so sein?

    soll ich (mir jetzt noch mal die kulinarische Freude machen, Gaumenfreude, Geschmacksfreude ....) oder soll ich nicht (lieber mir keine orale Freude bereiten, standhalten, nicht essen, es dabei belassen, wenn auch nur eine Portion genügt, denk an dein Abnehmwunsch und - ziel ...) - nein, ich nahm das zweite Stück .... ich denke, dass ich zumindest für diesen Moment den psychischen Punkt erreicht habe, kein weiteres Stück zu mir nehmen zu wollen.
    und was meldet dein Körper? Ist da Bedarf vorhanden noch etwas zu essne, und wenn ja, Bedarf woran? Eher Fett, eher süss, eher frisch, eher bitter, eher knusprig...?

    Selbst wenn das stimmen sollte, wie kann man dann diesen fehlgeleiteten Hunger in die richtigen Bahnen leiten?
    durch üben, auf die Botschaften des Körpers zu hören und diese immer genauer zu interpretieren.

    gruss, barbara

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    AW: Als falsch erkannte Gewohnheiten rund um die Nahrungsaufnahme

    Hallo Bae,

    deine Fragen sind schwierig für mich zu beantworten, da bei mir ein vermutlich und höchstwahrscheinlich komplett verdrehtes Ernährungsmuster zugrunde liegt.

    Was meinst du denn genau mit "einigermassen" Sättigungsgefühl? Das Gefühl, dass es im Magen Inhalt hat? Oder das Gefühl, dass du wunschlos glücklich bist? - Echtes Sättigungsgefühl ist "wunschlos glücklich", wenn du das nicht hast, fehlt noch körperlich (!) etwas.
    Ich denke an gaaaaanz früher, da tat das Bäuchlein irgendwann weh und ich wollte nicht mehr an Essen denken, geschweige denn etwas zu mir nehmen, aber wie lange das anhielt, weiß ich nicht.

    Ich erinnere mich aber daran, dass ich verwandtschaftlich ständig dazu angeholten wurde etwas zu essen: ach hier noch was, da noch was - und die Ernährungsphilosophie bestand darin: je mehr ich aß um so besser - und Süßigkeiten gab es in unkontrollierten Mengen.

    Sowas wie "wunschlos glücklich" .. das erreiche ich wohl eher mit Produkten die während einer Diät wohl nicht zu empfehlen sind und in Mengen, die dafür noch weniger ratsam sind. Eine Drosselung der Mengen habe ich in gewisser Weise schon erreicht, es erscheint immer noch zuviel.

    Es fühlt sich auch zuviel und nicht richtig für mich an. Ich wünsche mir ein Essverhalten, dass "sich richtig anfühlt". Kann man sich sowas wünschen?

    Zwecks Nahrungswert von Lebensmitteln: habe schon vieles ausprobiert ...am liebsten scheine ich doch Nudeln und Kartoffeln zu mögen und das Ganze Körner - und sonstiges Getreide wie Hirse, Quinoa usw. eher nicht, außer ich kann es nicht richtig zu bereiten, bin was kochen betrifft leider nicht so das Talent *kicher*

    @ Kaffee-Abstinenz-Wunsch:

    bin leider von Bluthochdruck :( betroffen. Es heißt zwar immer, Kaffee hat auf BHD keine Auswirkungen, aber mir geht es besser ohne Kaffee, trotzdem mag ich nicht ohne Kaffee :/ Hatte schon längere Abstinenzphasen, kam aber immer wieder auf Kaffee zurück, während der Abstinenz fühlte ich mich gut, und es fühlte sich "richtig" für mich an. Der Drang nach Kaffee ist aber immer stärker und wertvolle Nahrung scheint das ja nicht zu sein. Mit Schlaf habe ich eher keine Probleme, auch wenn ich Probleme habe nicht. Ich gehöre zu den Leuten, die wenn sie Probleme haben, sich erst einmal schlagen legen

    und was meldet dein Körper? Ist da Bedarf vorhanden noch etwas zu essne, und wenn ja, Bedarf woran? Eher Fett, eher süss, eher frisch, eher bitter, eher knusprig...?
    Ich glaube, es ist nur ein psychisch stattfindender Dialog. Es ist kein wirklicher körperlicher Hunger - aber meine Aufmerksamkeitsübungen sollte ich schon mal in diese Richtung lenken ... kann gut sein, dass ich da "über der tatsächlichen Aufmerksamkeit körperlicher Selbstwahrnehmung bin" :O

    durch üben, auf die Botschaften des Körpers zu hören und diese immer genauer zu interpretieren.
    ja, ich werde es mal versuchen, sehen, wie ich mehr Aufmerksamkeit in meinen Alltag bringen kann.

    PS: seit meinem letzten Beitrag hier nichts gegessen :) nur Kaffee steht parat und ich freue mich auf einige Schluck Kaffee :) - macht ja auch Spaß ..

    Gerne versuche ich auch die Strategie: mehr Entspannung durch weniger streng erhobene Zeigefinger .. aber .. dann wird es doch eher ausufernd bei mir - habe sogar wieder Sachen eingekauft, die ich schon soo lange nicht mehr eingekauft habe: Fertigpommes und Ketchup z.B. :O

    Andererseits: alles in Maßen, das könnte doch auch eine sinnvolle Variante sein. Hauptsache, dazwischen sind genug essenfreie Zeiträume, nicht?

    lg
    Geld, Glück, Gesundheit, Geld für dieses Jahr! Alles, alles Gute!

  4. gesperrt

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    AW: Als falsch erkannte Gewohnheiten rund um die Nahrungsaufnahme

    Zitat Zitat von Sonne_am_Horizont Beitrag anzeigen
    Ich denke an gaaaaanz früher, da tat das Bäuchlein irgendwann weh und ich wollte nicht mehr an Essen denken, geschweige denn etwas zu mir nehmen, aber wie lange das anhielt, weiß ich nicht.
    Bauchschmerzen bedeuten nicht "satt" sondern einfach "Klumpen im Magen"



    Sowas wie "wunschlos glücklich" .. das erreiche ich wohl eher mit Produkten die während einer Diät wohl nicht zu empfehlen sind und in Mengen, die dafür noch weniger ratsam sind.
    Wenn das Essen von guter Qualität ist, reichen erstaunlich kleine Mengen für "wunschlos glücklich". Allerdings, Fett muss genug drin sein. Gutes Fett, von hoher Qualität.

    Wie ist denn so generell die Qualität des Essens? Achtest du auf Bio, Frische, Hochwertigkeit? Bist du bereit, viel Geld auszugeben für dein Essen?


    Eine Drosselung der Mengen habe ich in gewisser Weise schon erreicht, es erscheint immer noch zuviel.
    Sagt wer, aufgrund von was?



    Es fühlt sich auch zuviel und nicht richtig für mich an. Ich wünsche mir ein Essverhalten, dass "sich richtig anfühlt". Kann man sich sowas wünschen?
    nur, wenn man dann auch anfängt zu üben. Übung ist alles. Wahrnehmung schulen, prüfen, welchen Effekt hat welches Nahrungsmittel auf mich, experimentieren...


    Zwecks Nahrungswert von Lebensmitteln: habe schon vieles ausprobiert ...am liebsten scheine ich doch Nudeln und Kartoffeln zu mögen und das Ganze Körner - und sonstiges Getreide wie Hirse, Quinoa usw. eher nicht, außer ich kann es nicht richtig zu bereiten, bin was kochen betrifft leider nicht so das Talent *kicher*
    Kartoffeln und Nudeln isst du ja wohl nicht ohne nichts, nehme ich an, sondern mit Sauce / Butter / Käse / Gemüse etc dazu?

    Der Drang nach Kaffee ist aber immer stärker und wertvolle Nahrung scheint das ja nicht zu sein.
    Kaffee ist eher Medikament als Nahrungsmittel, und hat angeblich viele positive Eigenschaften, zB für die Leber.



    Andererseits: alles in Maßen, das könnte doch auch eine sinnvolle Variante sein. Hauptsache, dazwischen sind genug essenfreie Zeiträume, nicht?
    Ich halte mich an das Prinzip der Vielfalt, und "das hab ich noch nie probiert" ist für mich einer der besten Gründe, etwas zu essen.

    gruss, barbara

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    AW: Als falsch erkannte Gewohnheiten rund um die Nahrungsaufnahme

    Eine ganz laienhafte küchenpsychologische Frage:

    Worauf hast du wirklich Hunger?
    Heißt: Wonach sehnst du dich, was du mit essen gelernt hast zu koppeln, da es in "echt" nicht zu kriegen war/ist?

    Bei mir hat essen/genießen ganz viel mit Gefühlen zu tun.

    LG Karla
    The original Karla
    est. 2006


  6. Moderation

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    AW: Als falsch erkannte Gewohnheiten rund um die Nahrungsaufnahme

    Ich denke, wenn man nicht zufrieden ist, auch nach einer Wartezeit von ca. 20 Minuten nicht, wenn auch keine Alternative hilft (Tee trinken, Spazierengehen, Hausarbeit, ...), dann ist man nicht satt, und fertig. Dann braucht man eben mehr, und wenn man sich das zu standhaft versagt, läuft man in Probleme (Freßanfälle, schlechte Laune, chronische Unzufriedenheit, doppelte Portion beim Mittagessen, ...). Das Regulationssystem "Hunger" berücksichtigt viele Variablen, nicht alle davon kannst du bewußt wahrnehmen -- manche melden sich nur als vage Emotionen oder Befindlichkeiten, nicht als Lautgeben oder in-Knoten-winden des Magens. Was man für Essucht hält, ist oft nur Hunger, wenn man versucht, ein Gewicht zu halten, daß die Veranlagung nicht für einen vorsieht, oder versucht, gesellschaftlich akzeptieren Nahrungsregeln zu folgen auch wenn sie einem nicht gut tun.

    Kurzfristig kann man zu ein paar Tricks greifen, z.B. jede Mahlzeit mit einer Suppe anzufangen, damit etwas warmes und volumniöses im Magen ist, oder immer erst mal ein Glas Wasser trinken. Allerdings sind "Tricks" immer ein naher Verwandter falscher Gewohnheiten. Wenn man eine Neigung zu Eßstörungen (oder generell Angststörungen oder Zwangshandlungen) hat, kann das ein Schritt in die falsche Richtung sein.

    Bei mir selber habe ich allerdings eine Denkgewohnheit festgestellt, und weitgehend behoben: Die (durch jahrelange Diäten verinnerlichte) Ur-Angst, daß es später nichts mehr zu essen gibt. Eine Weile hatte ich das sehr gut im Griff, indem ich mir einfach immer wieder klargemacht habe, daß es wirklich genug zu essen gibt, und auch immer wieder gute Sachen, und das ich das alles jederzeit haben kann, mir niemand was wegnimmt, und ich es deswegen nicht alles gleich jetzt haben muß. (Zur Zeit läuft das nicht so gut, andere Geschichte.)
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  7. Moderation

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    AW: Als falsch erkannte Gewohnheiten rund um die Nahrungsaufnahme

    @Kaffee: Sorry im Voraus, wenn ich hier was ganz triviales sage, aber: Entkoffeinierten Kaffee? Dann hast du den Geschmack aber nicht den kreislaufanregenden Effekt... außer vielleicht als Placebo...

    Ich hab gemerkt, daß unerklärliche Appetitanfälle sich bei mir oft mit einer Tasse Kaffee regeln lassen.

    @"Richtige" und "falsche" Nachrungsmittel: mMn baut man so systematsich "Jieper" auf, die dann zum Mißbrauch von drei Blechen Apfelstrudel oder ähnlichem führen. Besser, experimentell vorzugehen: Was könnte ich mir jetzt vorstellen, was mir wirklich guttut? Alles mal im Kopf durchgehen, wo "klickt" es? Dann ein bißchen davon, und gucken, ob es das war. Oder auch mal ganz viel davon und gucken, wo liegen die Punkte für "nicht genug", "ok", "glücklich", "macht noch Spaß" und "mir ist schlecht".

    Ich hab ein paar Mal (jieperbedingt) strikt wissenschaftlich motivierte *hüstel* Fast-Food- oder Fertigkuchen-Exzesse veranstaltet und dann festgestellt, es schmeckt nie so gut wie in der Erinnerung. Seither kann ich dem Appetit auf Fast Food oder Fertigkuchen sagen, "du bist eine Falschmeldung" und weitergucken, was das Richtige für den Moment ist.

    Solange man abwechslungsreich ißt und die Energiebalance hinkommt, kann man nmE essen worauf man lustig ist, und so verteilt, wie man's braucht.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  8. Inaktiver User

    AW: Als falsch erkannte Gewohnheiten rund um die Nahrungsaufnahme

    Ich bin auch so eine "Zweite-Teller"-Esserin - ich bin bei manchen Speisen tatsächlich von einem Teller hungriger als vorher.

    gerade versuche ich, etwas, hm, schlanker zu werden. Aber richtig dick war ich nie; schon als Kind konnte ich die x-fache Menge essen und war genauso schlank wie alle anderen.

    Was bei mir eher funktioniert - viel essen von Dingen, die viel Wasser enthalten, Nährstoffe.

    Ich liebe Suppe, Salat.

    Und nix "danach" essen, lieber esse ich ein Dessert zwei Stunden später. Zum Kaffee.

    Auf den ich NIE verzichten wöllte.

    Kann es sein, dass du dir zuviel versagst (Gruß an Karla ...), dir nix gönnst?

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    AW: Als falsch erkannte Gewohnheiten rund um die Nahrungsaufnahme

    Morgen zusammen, danke für eure Antworten :)

    Hallo Bae,

    Wie ist denn so generell die Qualität des Essens? Achtest du auf Bio, Frische, Hochwertigkeit? Bist du bereit, viel Geld auszugeben für dein Essen?
    ich denke schon, dass mein Essen vollwertig ist. Kommt drauf an, was du unter volwlertig verstehst ... Also .. ich habe eine ganze Zeit lang wenn Nudeln, dann Vollkornnudeln gegessen, Tomatensoßen selbst gemacht, allerdings eher mit passierter Soße statt mit selbstgemachten Tomaten, aber ansonsten alles selbst. Obst und Gemüse kam auch viel auf den Tisch ... ich glaube, ich geriet etwas in den Zeitstrudel - Gemüsezubereitungen wurden mir zuviel, das geriet immer mehr in den Hintergrund und ich hatte auch keine Lust mehr, Gemüse wegzuwerfen.

    Mein Drang nach Essen bleibt aber unabhängig davon, ob die Nahrung vollwertig ist oder nicht ....

    Es kann sein, dass dir ein Teller in der Tat nicht reicht.
    Ja, das mag sein ... aber in meinem Fall ist es eher problematisch, da aufgrund von Körperfülle und Körperlänge ich unter übergewichtig laufe ... und aus gesundheitlichen Gründen soll da einfach Speck runter .... Gerade scheint mir, dass das meiste zuviel an Menge ist ...Bewegung baue ich mittlerweile besser in den Alltag ein, aber auch nur minimal...

    Kartoffeln und Nudeln isst du ja wohl nicht ohne nichts, nehme ich an, sondern mit Sauce / Butter / Käse / Gemüse etc dazu?
    ne, ich mach dann schon irgendwas dazu ...brate etwas Gemüse dazu an. Ich mache aber auch gerne Bratkartoffeln ^^ Gekochtes Gemüse schmeckt mir nicht so ...

    wegen der Menge: ja, also zu Zeiten, als ich mehrere Portionen mittags zu mir nahm, habe ich mich auf zwei runtergeschraubt, und das fühlt sich angenehm an, aber wenn es darum ginge wenn ich könnte wie ich wollte ... deshalb ist es für mich wichtig, den Daumen drauf zu halten ..

    fast so, wie wenn ich das Willi-Prader-Syndrom hätte .... bin da bei google zufällig drüber gestolpert, klar, habe ich nicht ..

    Das mit üben und Aufmerksamkeit will ich gerne versuchen :) Schon lange habe ich auch vor, Ernährung weniger praktisch anzugehen, sondern auch auf schöne Servietten usw. zu achten - geht im Alltag halt immer schnell unter ..seufz

    @ Karla48:

    Worauf hast du wirklich Hunger?
    Heißt: Wonach sehnst du dich, was du mit essen gelernt hast zu koppeln, da es in "echt" nicht zu kriegen war/ist?

    Bei mir hat essen/genießen ganz viel mit Gefühlen zu tun.
    Genau dasselbe dürfte es bei mir sein, ich werde im Netz auch fündig auf Seiten wie "emotionaler Hunger" - bisher schaffe ich aber nur ein verstandesgemäßes Verständnis .. die Umsetzung scheint schwierig ... bischen mehr Entspannung in den Alltag bringen konnte mir schon etwas helfen, aber dann immer der Drang zu denken

    "Habe ich jetzt Hunger, könnte ich Hunger haben, sollte ich jetzt was essen...." - es ist aber nicht so, dass ich nichts anderes denken würde - sondern, diese Essen-Gedanken setzen sich da einfach obendrauf ...

    ich arbeite daran ...

    @ Wildwusel:

    habe schon viel probiert, um der Kaffee-Gewohnheit aus dem Weg zu gehen ....länger als ca. 2 Monate schaffte ich es meistens nicht .... entkoffeinierter Kaffee war auch dabei .. und ... meine ersten obligatorischen Schlücke hatte ich heute natürlich auch schon ...ist halt auch eine schöne Angewohnheit .. aber gut? So langsam glaube ich, dass alle positiv-Meldungen in Bezug auf Kaffee auch der Kaffee-Industrie gezollte sind - Vermutung und Unterstellung aus.

    Seither kann ich dem Appetit auf Fast Food oder Fertigkuchen sagen, "du bist eine Falschmeldung" und weitergucken, was das Richtige für den Moment ist.
    Ja, da ist was dran. Gestern hatte ich mir eine 100 g Tafel Vollmilch-Schokolade "gegönnt". Ich aß sie komplett, der leckere Geschmack ist dann einfach zu lecker. Hinterher dachte ich dann auch: also mensch, und wegen dem Geschmack mache ich jetzt son Gedöns und hat mir das jetzt was gebracht?? War dann auch tapfer und nach der Schokolade folgte dann nichts Weiteres mehr drauf. War auch ok so.

    Das mit der Suppe oder ein Glas Wasser vor einer Mahlzeit will ich allerdings mal ausprobieren!
    Bei mir selber habe ich allerdings eine Denkgewohnheit festgestellt, und weitgehend behoben: Die (durch jahrelange Diäten verinnerlichte) Ur-Angst, daß es später nichts mehr zu essen gibt. Eine Weile hatte ich das sehr gut im Griff, indem ich mir einfach immer wieder klargemacht habe, daß es wirklich genug zu essen gibt, und auch immer wieder gute Sachen, und das ich das alles jederzeit haben kann, mir niemand was wegnimmt, und ich es deswegen nicht alles gleich jetzt haben muß. (Zur Zeit läuft das nicht so gut, andere Geschichte.)
    Also das kenne ich auch! Ich hätte gerne auch mal einen leeren Küchenschrank, dann könnte ich eher wahrnehmen, so denke ich, auf was ich Lust habe und könnte mir das dann besorgen (nächstes Problem: mit Apetitt einkaufen gehen, aber gut, dann könnte ich auch erst einen großen Schluck Wasser nehmen).

    Ich denke dann auch immer: prinzipiell weiß man wirklich nicht was sein könnte ... usw.

    Hast du nicht wenigstens ein paar Konserven irgendwo vorrätig gelagert, weil die sich ja lange halten .. und wer weiß??

    @ Sugarnova:

    Ich bin auch so eine "Zweite-Teller"-Esserin
    jupp. Bei mir können es aber auch drei Teller werden .... wenn ich nicht schon darauf achte, eine gewisse Menge zu kochen, Reste im Topf können nämlich verführersich wirken, ein Wunder, dass es gestern bei mir nur zwei Portionen wurden, während es noch zu einer halben weiteren Portion gereicht hätte ...

    ich bin bei manchen Speisen tatsächlich von einem Teller hungriger als vorher.
    zur Zeit fällt mir auch das Seltsame auf, dass wenn ich so ein Apetitt auf etwas habe und dem irgendwie nachgehe..dass das dann nicht weg ist, im Gegenteil ... danach könnte dann gleich richtig aufgetischt werden, so, als hätte ich etwas gestupft und dann sei was geplatzt bidlich versucht zu sprechen

    gerade versuche ich, etwas, hm, schlanker zu werden
    ja, ich auch, ich auch :) - es ist Sommer, es ist Bikini-Zeit ... und .... überhaupt ....Gesundheit und so ... (Übergewicht und Bluthochdruck )


    Kann es sein, dass du dir zuviel versagst (Gruß an Karla ...), dir nix gönnst?
    na ja, also in letzter Zeit eher nicht ... Knabberzeug, Fastfood, Schokolade ... ich versuche allerdings immer in Maßen zu essen, versuche, nicht das ganze Produkt aufzuessen. Dass es z.B. nur die Hälfte ist, wie gesagt, wenn ich könnte wie ich wollte .... also, da habe ich (leider) einen großen Spielraum.

    Eine Dose Ravioli, lass es zwei sein, dann könnte es vielleicht passen - äh, ja, auch zu Ravioli in der Dose habe ich in letzter Zeit mal wieder gegriffen, blieb aber bei einem Mal ....war aber lecker, habe gesehen, dass es von alnatura (bio) im dm auch eine Dosenporion Ravioli gibt, sogar nur mit Gemüse, wäre auch eine kleinere Porion .. aber eben Fertigprodukt ..

    Vielleicht brauche ich eine komplette Neuorientierung - in allem, und auch was Nahrungszubereitung zu mir nehmen betrifft ....

    @ Aufmerksamkeit:

    ja, das war heute morgen zwar gewohnheitsmäßig gemütlich, aber Kaffee und ein Stück Fertigkuchen ging so nebenbei ...

    die Idee, nur an einem einzigen Platz essen und sonst nirgends, könnte sinnvoll sein ..

    und: Essen nicht sichtbar herumstehen lassen - alles im Schrank am besten verstauen. Kennt ihr bestimmt: man läuft dran vorbei und denkt: ach lecker, könnte ich doch gleich mal .. oder: ach, Apfel könnte ich auch mal wieder. Apfel ist zwar nicht schlecht, aber doch auch wieder eher apetittanregend als stillend, für mich jedenfalls.

    eine konkrete Zeit einzuhalten in der ich nicht esse fände ich gut. Für Entspannung, Spaß, Ausgelassenheit kann ja trotzdem gesorgt werden, das muss ja nicht Essen sein!

    Joah, Kaffee behalte ich auch erstmal bei vorerst ^^

    lg
    Geändert von Sonne_am_Horizont (02.06.2014 um 08:39 Uhr)
    Geld, Glück, Gesundheit, Geld für dieses Jahr! Alles, alles Gute!

  10. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Als falsch erkannte Gewohnheiten rund um die Nahrungsaufnahme

    Zitat Zitat von Sonne_am_Horizont Beitrag anzeigen
    ich denke schon, dass mein Essen vollwertig ist.
    ich schrieb nit "vollwertig", sondern "hohe Qualität" - was mit den Bedingungen zu tun hat, unter denen es hergestellt wird. Es ist nicht dasselbe, ob eine Tomate in Spanien im Plastikzelt und womöglich auf Vlies wächst, oder in der Erde unter freiem Himmel. Es ist nicht dasselbe, ob eine Frucht unreif gepflückt und dann nachgereift wird, oder ob sie reif ab Strauch gepflückt wird.

    Also .. ich habe eine ganze Zeit lang wenn Nudeln, dann Vollkornnudeln gegessen,
    Die Frage wär eher, waren die Eier in den Nudeln von glücklichen Hühnern oder nicht? War das Getreide bio oder nicht? War das Salz ein hochwertiges Meersalz oder industriell reines NaCl?

    Mein Drang nach Essen bleibt aber unabhängig davon, ob die Nahrung vollwertig ist oder nicht ....
    Dann frag ich noch einmal: wie hältst du es mit der Qualität der Grundzutaten? Hast du da schon mal darauf geachtet? - wenn nein, ein Versuch wär es wert. Ich finde, es lohnt sich.

    Ja, das mag sein ... aber in meinem Fall ist es eher problematisch, da aufgrund von Körperfülle und Körperlänge ich unter übergewichtig laufe ... und aus gesundheitlichen Gründen soll da einfach Speck runter .... Gerade scheint mir, dass das meiste zuviel an Menge ist ...Bewegung baue ich mittlerweile besser in den Alltag ein, aber auch nur minimal...
    so viel ich weiss, hat man die höchste Lebenserwartung zwischen BMI 25-30, und auch wenn es höher geht, wär es womöglich sinnvoller, erst mal auf den Fitnessaspekt zu schauen, nicht auf das Gewicht.


    aber wenn es darum ginge wenn ich könnte wie ich wollte ... deshalb ist es für mich wichtig, den Daumen drauf zu halten ..
    Und was meint dein Körper eigentlich, was er will und braucht? Das ist gar nicht das, was man offensichtlich meint ("drei Tafeln Schokolade, heruntergespült mit zwei Packungen Chips!"), sondern das ist in der Regel genau das, was du brauchst.

    Es ist allerdings ein grosser Schritt, sich dem Körper und seiner Weisheit anzuvertrauen, weil da als Erstes tatsächlich der Besuch beim MacDonalds anstehen könnte. Aber das regelt sich bald, wenn man darauf hört, was wirklich das Bedürfnis ist.

    Das mit üben und Aufmerksamkeit will ich gerne versuchen :) Schon lange habe ich auch vor, Ernährung weniger praktisch anzugehen, sondern auch auf schöne Servietten usw. zu achten - geht im Alltag halt immer schnell unter ..seufz
    Achtsamkeit ist SEHR praktisch. :-)

    gruss, barbara

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