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Thema: Einschulung

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    Einschulung

    Hallo Bricom,

    wer von Euch hatte auch ein spät im Jahr geborenes Kind ...
    so ab Mitte Oktober, November, Dezember ...
    und stand daher schonmal vor der Entscheidung: wann schicke ich mein Kind in die Schule.

    Schule ich schon mit 5 Jahren ein .. das Kind wird dann erst im Laufe des Schuljahres 6 Jahre alt ... oder warte ich hin, bis es wirklich 6 Jahre alt ist und schule dann ein ...

    Meine Tochter ist jetzt 4 1/2 Jahre alt ... ein zartes Kind ... passt also teilweise auch noch in Bekleidung für 3jährige ... ansonsten lieb und lustig und aufgeweckt.

    Die KiGaLeitung hat mir nahegelegt, mit über den Sommer zu überlegen, ob ich mein Kind im Herbst für das Vorschulprogramm anmelden möchte ... verbindlich, versteht sich ...
    und eigentlich sollte meine Tochter dann ja auch nächstes Jahr eingeschult werden ...

    Neue Regelungen ... sie wäre dann eine der Jüngsten in der Klasse ... Geburtstag kurz vor dem Stichtag.


    Seitdem überlege ich hin und her.


    Im Moment ist hier die Regelung wohl noch dahingehend, daß die Eltern frei entscheiden können, ob sie ihr Kind so früh einschulen möchten ... der Trend soll nach PISA aber wohl dahingehen .. z.B. wie in Frankreich.

    Ein ärztl. Attest bräuchte ich wohl erst, wenn ich sie auch in 2 Jahren dann nochmal zurückstellen lassen wollte.


    Irgendwo hatte ich auch den Eindruck, im Kiga sind sie bemüht, Platz für nachgeborene Kinder zu schaffen ... ich denke, dort besteht irgendwo schon ein großes Interesse dran, freie Plätze für die vielen 3jährigen auf den ellenlangen Wartelisten zu bekommen.
    Und deswegen sehe ich da schon einen gewissen Interessenkonflikt.



    Meine 4jährige geht im Moment sehr gerne in den KiGa ...
    Ihr Bruder übrigens auch.

    Im Jahr darauf hätte ich dann sogar 3 Kinder in derselben Einrichtung ... was für mich selbst sehr praktisch wäre, vorausgesetzt natürlich ich Schule meine Große noch nicht ein.


    Also, wann habt ihr euere Kinder eingeschult .. eher früher ... oder lieber später ???

    Bisher habe ich im Bekanntenkreis hauptsächlich Stimmen gehört, die meinten: besser und klüger noch ein Jahr warten !


    Also: nicht 5jährige in die Konkurrenz mit fast 7jährigen zu schicken ... das würde sich spätestens in der 4. Klasse bemerkbar machen ... Kinder, die fast 2 Jahre .. in der Regel aber min 1 bis 1 1/2 Jahre älter wären, wären einfach viel weiter.

    Spontan würde ich sagen: ja stimmt und ist ja irgendwo auch logisch.

    Mein 3jähriger und meine 4jährige sind entwicklungsmäßig auseinander ... aber, in allen Bereichen.
    Und das soll jetzt nicht heißen, daß mein kleiner Bub jetzt irgendwie zurück und langsam wäre.


    Und beim Stichwort. Unterforderung, Kindergarten könnte langweilig werden ...
    da meinen die meisten: da kann man dann aber selber entgegensteuern.
    Ein Hobby anfangen, z. B. Instrument lernen lassen ... nochmal viel verreisen, bevor die Schule dann wirklich losgeht ...

    Meine Tochter ist jetzt also 4 Jahre alt und ganz normal, würde ich sagen.

    Sie malt und bastelt gerne ... fragt nach Buchstaben, zählt nicht so gerne, jedenfalls nicht auf Deutsch ... kann aber auf Englisch und Französisch und macht auch diese Vorschulhefte ganz nett, kann schwimmen, springt vom 1 Meter Brett, geht seit einem Jahr zur Ballettstunde und begleitet auch ihren kleinen Bruder zur Turnstunde, an der sie dann auch teilnimmt. sie hilft im Haushalt, kann einen Tischdecken und erklärt mir die Welt.

    Ich meine, ich könnte sie bestimmt auch ohne größere Probleme schon anmelden ...

    Aber, irgendwo .. ich weiß nicht ... im Moment wirklich noch nichts ... soll mich aber demnächst dann festlegen !!!

    ... mein Kind würde bestimmt gerne bei den "Großen" mitmachen ... sie ist zum Thema Schule bestimmt positiv eingestellt.


    Gruß, B.
    Geändert von Blondine (07.08.2008 um 12:38 Uhr)

  2. Inaktiver User

    AW: Einschulung

    Ein Gesichtspunkt, der von der Schule immer abgetan wird, aber der mir wichtig war: Wie ist es mit ihren Freundinnen?

    Meine Tochter ist die jüngste im Freundeskreis und in der Nachbarschaft, sie ist im Januar geboren. Hätten wir sie nicht vorzeitig (also mit 5 1/2) eingeschult, wäre sie als einzige aus dieser Gruppe eine Klasse darunter gewesen und ich befürchte, dass der Kontakt dann deutlich geringer geworden wäre. Zumal eben in dieser späteren Klasse keine Mädchen aus unserer Gegend gewesen wären, was einfach praktisch ist für gemeinsamen Schulweg, spontanes Miteinander-Spielen und mal schnell nach den Hausaufgaben fragen.

    Der Vorschlag mit der vorzeitigen Einschulung kam bei uns auch vom Kindergarten, aber ich habe noch alle anderen Quellen ausgeschöpft: Kinderarzt gefragt, Vorstellung beim Schulleiter (dem nicht auffiel, dass sie jünger ist und der sie sofort genommen hätte) und Schulreifetest. Erst als alles positiv war, haben wir sie für die Schule angemeldet.

    Ausschlaggebend war also: Sie wurde allgemein für schulreif gehalten; alle Mädchen aus der Nachbarschaft wurden in diesem Jahr zusammen eingeschult (insgesamt 8 Mädchen und 3 Jungen); der Schulanfang ist heute spielerisch und kindgerecht; sie wird so entweder ein Jahr früher mit der Schule fertig oder hat eine "Reserve", wenn es mal in der Pubertät nicht so klappen sollte und - wenn auch nicht maßgeblich - sie selbst wollte es auch.

    Die Erfahrungen sind insgesamt positiv. Sie ist inzwischen auf dem Gymnasium und wir sind mit ihren Leistungen zufrieden. Auch in der Klasse war und ist sie gut integiert, obwohl sie natürlich mit großem Abstand die Jüngste ist. Natürlich gab es auch Probleme, die von den Lehrern teilweise auf ihr Alter zurückgeführt wurden, aber ich glaube eigentlich nicht, dass da wirklich ein Zusammenhang bestand.
    Geändert von Inaktiver User (07.08.2008 um 13:06 Uhr)

  3. Inaktiver User

    AW: Einschulung

    Das verstehe ich jetzt richtig, dass du sie, wenn du sie jetzt fürs Vorschulprogramm im Kindergarten anmeldest, nächstes Jahr auf jeden Fall aus dem Kindergarten nehmen müsstest? Oder könntet ihr doch noch umentscheiden und ihr ein weiteres Jahr Kindergarten angedeihen lassen, wenn ihr im Laufe des Jahres feststellt, dass es doch noch zu früh für die Einschulung ist?

    Ich finde es irre schwer, diese Entscheidung jetzt schon zu treffen, Blondine. Wenn deine Tochter sich normal entwickelt und sich im Kindergarten wohlfühlt, würde ich aus dem Bauch raus sagen: Lass ihr die Kindergartenzeit, so unbeschwert wie jetzt wird sie es dann wahrscheinlich lange nicht mehr haben, der Schulstress wird sie früh genug einholen.

    Meine Tochter hat Ende September Geburtstag, wir überlegten damals auch, ob wir sie nicht schon mit knapp Ende 5 einschulen, da sie knappe 2 Monate später eh 6 geworden wäre. Hinzu kam, dass sie immer zu den größten Kindern der Gruppe gehörte, mit 5 sah sie aus, als ginge sie locker in die 2. Klasse. Im letzten Kiga-Jahr ernteten wir immer ganz erstaunte Blicke, weil sie noch in der Gruppe war, alle hielten sie für älter. Aber sie war, obwohl sie von der motorischen und geistigen Entwicklung her hätte locker eingeschult werden können, ein großes Träumerle und sehr verspielt. Ihre anderen Freundinnen waren ein paar Monate jünger und blieben eh noch ein Jahr im Kiga, wir entschieden uns daher, ihr dieses Jahr auch noch zu schenken. Die Kinder werden, gerade in unserem für meinen GEschmack sehr unausgegorenen und gemäß Trial and Error funktionierenden Schulsystem früh genug an die Härten des Lebens herangeführt. Und im Rahmen von G8 denke ich inzwischen ganz pragmatisch: Sollen sie doch dieses eine Jahr lang noch Kind sein dürfen, wenn sie können.

    LG,
    Zuza

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    AW: Einschulung

    Wir standen auch vor der Entscheidung (Sohn ist Anfang November geboren) und haben ihn dann erst mit 6 1/2 eingeschult - vom Grips her hätte er das locker hinbekommen, aber an sozialen Kompetenzen hat es noch gefehlt - wir haben damals an einem kleinen Bächlein gewohnt und ich habe immer erzählt, dass sein Schulweg so ausgesehen hätte: erst mal am Bach die Enten gefüttert und Steinchen von de Brücke geworfen, dann unterwegs herumgetrödelt und wenn ihm jemand mit Hund entgegen gekommen wäre, hätte er auf dem Absatz umgedreht und wäre nach Hause gegangen.

    Die Folge war, dass er sich dann in der Schule so gelangweilt hat, dass er am Ende der ersten Klasse gesprungen ist.

    Trotzdem glaube ich noch heute, dass die Entscheidung richtig war und er dieses eine Jahr Kindergarten gebraucht hat.

    Tabea, die froh ist, dass das zweite Kind "ganz eindeutig" war...
    Bis auf Weiteres a.D.

  5. gesperrt

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    AW: Einschulung

    Ja, Zuza

    ... so hatte ich es jedenfalls verstanden ...

    die Entscheidung für das Vorschulprogramm bedeutet auch, das Kind soll eingeschult werden.

    2 Jahre soll kein Kind das Programm mitmachen:
    Das wäre für die Kinder wohl zu langweilig bzw. nicht mehr neu und sie würden dann die anderen Kinder evtl. stören, wenn sie schon alles wüßten.

    Und erstmal antesten, wie das Kind mitmacht und daraufhin entscheiden ...
    ... irgendwo hat der KiGa damit ein Problem.


    Deswegen mache ich mir ja jetzt auch diesen Kopf ... finde es auch schwierig mich zu entscheiden.



    Perdita,

    ich denke, viele Kinder, mit denen meine Tochter jetzt spielt, kommen aber in andere Grundschulen.

    Teils, weil mehrere Schulen in Frage kommen ...

    ich pers. bevorzuge die Grundschule vorne bei uns am Eck ...
    ... aber es gibst auch Montessori ...
    ... und ein Schulmodell, wo die 1. und 2. Klasse in einem Jahr durchlaufen werden kann ...

    Teils, weil die Eltern in andere Stadtviertel umgezogen sind ...
    .. oder am Arbeitsort einschulen werden ...


    Ich denke also, ihre KiGaFreundinnen werden sich auch ganz schön zerstreuen.

    Die Buben aus unserer direkten Nachbarschaft sind dann ein paar Wochen jünger ... die werden bestimmt erst in 2 Jahren eingeschult.

    Gruß, B.
    Geändert von Blondine (07.08.2008 um 13:21 Uhr)

  6. Inaktiver User

    AW: Einschulung

    Blondine,

    Du hast in den Postings Deine Tochter immer eher als fein von der Körperstatur und sensibel beschrieben..

    Vor diesem Hintergrund frag ich mich, ob ein Jahr später nicht auch noch früh genug wär, dann könnte sie sich besser zur Wehr setzen und behaupten...darauf kommts in einer Schule fast hauptsächlich an.

    Ein anderes Problem ist allerdings, dass Du das Gefühl hast, die Erzieherinnen wollen ausräumen für die nächsten Kinder...
    dafür wäre meine Tochter nun nicht da, darauf würd ich überhaupt gar keine Rücksicht nehmen.
    Allerdings musst Du u.U. eine andere Lösung suchen, dem möchte ich mein Kind nicht aussetzen, unterbewusst, warum ist denn die noch da....

    Persönlich tendiere ich eher dazu, den Kindern so lange wie möglich ihre Kindheit zu lassen, zur Schule können sie noch lange gehen...
    Und meiner Erfahrung nach hängt Erfolg in der Schule eher von einer gefestigten Persönlichkeit ab als von erlerntem Wissen...

    Ich war fast immer überall die Jüngste, ich fands nicht sooooo lustig...

    Grüsse
    Monsoon

  7. Inaktiver User

    AW: Einschulung

    Liebe Blondine,

    genau vor Deiner Entscheidung standen wir damals auch. Meine Große (jetzt 10 1/2 mit eindeutiger Gymnasialempfehlung) wollte mit ihren Freundinnen aus dem Kindergarten mit 5 1/2 (Geburtstag Ende Januar) eingeschult werden. Im Kindergarten hat man uns auch dazu geraten.
    Wir haben sie dann probehalber an ein, zwei Veranstaltungen des I-Dötzchenclubs (Vorschulprogramm im Kindergarten) teilnehmen lassen. Und zwar nicht an den Terminen mit Happeningcharakter wie Besuch der Sternwarte oder der Waffelfabrik (Lecker!!!!!), sondern beim "Bearbeiten" des Blanki-Schulkindpasses (Ausmalen, Zählen, Schleifen binden etc.) und beim Uhrlesen. Also an Inhalten, die genau das erfordern, was in der Schule auch wichtig ist: Konzentration, Stillsitzen, ordentlich Mitmachen. Und, siehe da: Nach zwei Terminen fand sie das alles zu "streßelich" (O-Ton ) und hat entschieden: noch ein Jahr warten ist netter. Allerdings ist sie auch heute noch Eine, die dem Begriff "faul" einen schlechten Beigeschmack gibt. Aber egal, die Entscheidung hat im Wesentlichen Sie getroffen. Und wir haben nur Beobachtet. Im Kiga hat man uns erzählt, sie sein ganz bestimmt weit genug für die Schule. Nach der Teilnahme am I-Dötzchenclub haben die dort aber auch zugegeben, Warten könne keinen Schaden anrichten. Und das hat es auch nicht getan. Sie hat einen Stall voller neuer Freundinnen gefunden, trifft sich aber auch noch regelmäßig mit den Kindergartenfreundinnen.

    Kann man das bei Deiner Tochter nicht auch versuchen: probehalber am Vorschulprogramm teilnehemn lassen? Und dann nachfragen, wie der Kindergarten es sieht, wie sich Deine Tochter fühlt und erst dann eine Entscheidung treffen?

    Ich würde es wieder so machen, stünde ich wieder vor der Entscheidung.

    Und nur Mal am Rande: Deine Tochter ist die Älteste, mit zwei kleinen Geschwistern. Sie benimmt sich, wie Du einmal beschrieben hast, sehr fürsorglich ihren Geschwistern gegenüber. Ist es da nicht netter, sie noch ein Jahr im Kindergarten ohne größere Verantwortung spielen zu lassen??

    Eine glückliche Hand bei der schweren Entscheidung wünscht

  8. Inaktiver User

    AW: Einschulung

    Meine Tochter wurde planmäßig nach Stichtag eingeschult, obwohl sie da schon sieben war. Stichtag war der 30.06. Geburtstag im Juli.
    Obwohl sie damals schon lesen und schreiben konnte habe ich die "späte" Einschulung keine Sekunde bereut.

    Sie übrigens auch nicht!

    Lass sie (oder ihn) noch ein Jahr spielen, der "Ernst" des Lebens beginnt früh genug.
    Geändert von Inaktiver User (07.08.2008 um 13:52 Uhr)

  9. User Info Menu

    AW: Einschulung

    Meine Tochter hat Anfang Oktober Geburtstag und ich mußte auch überlegen, ob ich sie mit 5 einschule und sie wird dann schnell 6 oder halt 1 Jahr später. In Rücksprache mit den Erziehern des Kindergartens, der Kinderärztin und Freunden habe ich sie mit 6 eingeschult.

    Vom Kopf her wäre es sicher auch schon mit 5 (kurz vor dem 6. Geb.) okay gewesen, aber da sie erst mit gerade 5 einen KiGa-Wechsel hatte und sich dort sauwohl fühlte sowie von den sozialen Kompetenzen noch nicht so weit war (fanden wir alle), war's mit 6 echt okay.

    Im nachhinein denke ich, es war genau richtig so.
    Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.

  10. Inaktiver User

    AW: Einschulung

    Hallo Blondine,

    irgendwie ärgert mich das gerade, dass durch die Haltung des Kindergartens nun schon bei Vierjährigen die Entscheidung über die zu erwartende Schulreife getroffen werden muss ... aber das hilft Dir ja nun auch nicht weiter.

    Bei uns stand mal die vorzeitige Einschulung (seitens der Erzieherinnen) im Gespräch, sie meinten dann aber doch: besser regulär einschulen und dann ggf. in/nach der ersten Klasse springen lassen. (Die Daten sind aber noch anders als bei Euch.)

    Ich würde in Eurem Fall alles daransetzen, dieses kommende Jahr als Beobachtungsjahr und zur Entscheidungsfindung nutzen zu können; sonst empfände ich dieses Vorschulprogramm als einen (vom KiGa) selbstgelegten Malefizstein! In dieser Hinsicht würde ich die Erzieherinnen wohl ein bißchen "triezen" - nicht böse gemeint.
    Oder könnte evtl. bis zur Hälfte des kommenden Jahres ein Entscheid -ob sie an diesem Programm teilnimmt- getroffen werden?

    ... geht man denn völlig baden, wenn man nur ein "halbes" Vorschulprogramm aufzuweisen hat?

    Gruß, T.

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