Ich auch nicht!Zitat von Inaktiver User
Das ist es auch, was mir Sorgen macht... Beruflich braucht sie im Moment nur Schere und Lockenwickler, aber schon wenn sie da mal einen Schritt weitermachen will, wird sie mit Sicherheit einen PC brauchen.
Ich bin da sozusagen im Gespräch mit ihr, aus genau diesem Grund! Aber, ihr Lieblingsspruch ist (seit etwas 15 Jahren): MAMA, ICH BIN MEIN EIGENER MENSCH! (Wäre eigentlich auch eine schöne Signatur - ich gebe hiermit das Urheberrecht frei)
Nun, sie nutzt hin und wieder ein Internecafe. (Aber weniger beruflich...).
So ganz ohne PC ist es halt auch nix![]()
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Antworten
Ergebnis 21 bis 30 von 59
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16.02.2008, 12:05
AW: Vereinsamen Jugendliche als Stubenhocker?
...want to make a memory
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16.02.2008, 12:13Inaktiver User
AW: Vereinsamen Jugendliche als Stubenhocker?
Zitat von diary
HA! Ich glaube ich kenne Deine Tochter. Meine Friseurin hat mir vor ein paar Monaten das gleiche erzählt. Dass sie keinen PC braucht und auch nicht mit umgehen kann. Sie schreibe keine emails, informiere sich dort über nichts.....
In irgendeiner Weise ist das auch bezeichnend. Die PC-Nutzung in der Bevölkerung läßt mit abnehmendem Bildungsgrad starkt nach. Wie kommt es, dass deine Kinder so verschieden sind?
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16.02.2008, 12:35
AW: Vereinsamen Jugendliche als Stubenhocker?
... sie haben verschiedene Väter - ob's daran liegt?
Zitat von Inaktiver User
Wobei: der Vater meiner Tochter war der gebildetere...
Nur: der Vater meines Sohnes meint natürlich, es läge ja der klare Beweis vor, dass unser Sohn seine Intelligenz von IHM geerbt hätte...
Aber zurück zum Threat: Ich denke, Kinder, die vor dem PC "sinnlos" herumhängen, oder gar süchtig werden - würden sonst eben woanders abhängen oder süchtig nach etwas anderem sein. Man kann seine Zeit mit vielen Dingen sinnlos vergeuden. Ob PC oder Disco. Aber gehört vielleicht alles zum Erwachsenwerden dazu.
Meine Kids sind beide nette, kommunikative, meistens glückliche und in der Gesellschaft beliebte Menschen. Ob mit oder ohne PC.
Berufliche Erfolg ist sicher mehr von meinem Sohn zu erwarten -a ber auch das ist nicht "vorprogrammiert"...
Na ja, und meine Tochter kann ja immer noch reich heiraten, Kinder kriegen und zu Hause bleiben...
...want to make a memory
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16.02.2008, 15:23
AW: Vereinsamen Jugendliche als Stubenhocker?
Ach meine beiden sollen die Intelligenz von ihren Vätern geerbt haben, meinen diese.
Zitat von diary
Ich bin der gleichen Meinung, weil: ich habe meine ja noch!!!
Aber ernst: meine Tochter ist 17 Jahre älter als ihr Bruder. In ihrer Pubertät gab es diese Problematik nicht. Sie nutzt den PC heute lediglich zur Information und als Schreibgerät.
Die Entwicklung deines Sohnes, diary, lässt mich ja vor Neid erblassen! Gleichzeitig lese ich deinen Bericht voller Hoffnung, weil genau so eine Antwort hatte ich eingangs ja erhofft. Im günstigsten Fall läuft es also so ab - aber ob jemand süchtig wird - egal wovon - weiß man ja immer erst hinterher.
Vor einigen Wochen lief die "Matrix"-Reihe im TV. Den ersten habe ich auch noch gesehen, danach hatte ich keine Lust mehr - gruselig! Mein Sohn und ich haben uns sehr angeregt über den Film unterhalten und er sinnierte vor sich hin: "Vielleicht ist diese Welt, von der ich glaube, sie ist real ja in Wirklichkeit auch bereits eine Matrix und ich merke nur nichts davon!"
Wenn ich ihn und seine Freunde heute über ihre Spielinhalte reden höre oder ihre Prioritätenliste betrachte, frage ich mich das oft auch...... nur verpassen sie sich ihre Matrix selber.
Der Punkt ist: du und dein Freund - ihr seid erwachsen und selbst verantwortlich.
Zitat von Selena
Unser Auftrag als Eltern bedeutet für mich in erster Linie, unseren Kinder die Welt zu öffnen, ihre Sinne und Fähigkeiten zu fördern und das pralle Leben aufzuzeigen - soweit es in unseren Möglichkeiten steht. Gerade weil uns dafür nur eine sehr begrenzte Zeit zur Verfügung steht, dürfen wir die sie nicht aus Bequemlichkeit und Pubertäts-Streitmüdigkeit vergeuden. Bevor ich meinen Sohn in seiner Entwicklung behindere, indem ich sehenden Auges das Elend geschehen lasse, suche ich nach Wegen, diesem entgegenzuwirken - solange mir das noch möglich ist.
Wäre mein Sohn ähnlich ehrgeizig wie diarys Sohn und obendrein würden ihm die Jungs und Mädels die Bude einrennen, weil er als soziales Wesen alle Kniffe drauf hat, wäre mir sein PC-Konsumverhalten auch schnurz.
Es ist ja nicht so, dass man ihm nicht zutrauen kann z.B. seine Freizeit selber erfüllend und gesund zu gestalten. Er hat ja alle Voraussetzungen dazu. Er ist schlau, gesund, groß und kräftig und hübsch finde ich ihn auch noch. Da kann es doch nicht sein, dass Online-Fussball ähnlich positiv gewertet wird wie selber über den Platz zu hecheln und echt zu schwitzen, tatsächliche Muskeln vor lebendigen Mädchen spielen zu lassen und die Kräfte mit wirklichen Kumpels zu messsen...?)
Meine Horrrvision: Sch...-Matrix, in der sich alle als großartige Helden fühlen können - WoW!!! Und sollte der Strom mal ausfallen, wirft man tunlichst keinen flüchtigen Blick auf das einsame Wesen im Spiegel: bleich und fett, mit plattgesessenem Hintern und zufrieden mit HartzIV.
Aber keine Sorge - der Strom wird schon nicht ausfallen.......
Es grüßt euch - die knickstromerinEs gibt nichts Gutes - außer man tut es.
Das Gute, das steht fest, ist das Schlechte, was man lässt.
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16.02.2008, 15:36
AW: Vereinsamen Jugendliche als Stubenhocker?
Brumby, das klingt jetzt irgendwie herablassend.
Zitat von Inaktiver User
Warum sollte jedermann mit gleichem Enthusiasmus auf den Bildschirm glotzen? Ich gehöre zwar auch zur Fraktion derer, die sich das Leben ohne Internet kaum vorstellen können, aber noch gibt’s Berufe und Menschen, denen das völlig Banane ist. Was ist für meinen Teil übrigens völlig in Ordnung finde.
Tatsache ist, dass die Internetsucht um sich greift und künftig noch mehr Opfer finden wird, gespeist aus der Generation unserer Kinder, sehr zum Leidwesen ihrer Eltern."Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
(John D. Rockefeller)
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16.02.2008, 15:58Inaktiver User
AW: Vereinsamen Jugendliche als Stubenhocker?
Das war nicht herablassend gemeint, sondern ist schlichtweg eine Tatsache.
Zitat von Nocturna
Nachzulesen z.B. hier. oder hier
Hier auszugsweise
Internetnutzung nach Schulbildung:
Hauptschule ohne Lehre 28 Prozent online
Hauptschule mit Lehre 43 Prozent online
Mittlere Reife 79 Prozent online
Hochschulreife 90 Prozent online
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16.02.2008, 16:53Inaktiver User
AW: Vereinsamen Jugendliche als Stubenhocker?
Naja, ein Kfz-Mechaniker wird beruflich sicherlich nicht so oft ins Netz müssen als ein Wissenschaftler.
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16.02.2008, 19:37
AW: Vereinsamen Jugendliche als Stubenhocker?
mein Sohn hatte bis zum Alter von 18 einige, wenn auch zuverlässige Freunde. Er hat sich in seinem Zimmer eingeigelt, wenig bis gar nicht telefoniert und außer schwimmen gehen und ab und zu Kino hat ihn wenig aus seiner Welt der Bücher, Sience Fiction und dem PC herauslocken können . Seine Freunde hatten die gleichen Interssen und kamen ab und zu zu Besuch. Manchmal hat er sich aufgerafft und einen Gegenbesuch gestartet. Ich habe ihm immer einen Fahrdienst angboten, auch in den späten Abendstunden - wir leben recht dörflich
5 Tage nach seinem 18. Geburstag, der oh Wunder groß gefeiert wurde, hatte er seinen Führerschein. Ab diesem Tag ward er selten gesehen, er hat mir unbekannte junge Menschen zu sich eingeladen und er freut sich wenn wir "Alten" für ein paar Tage das Haus verlassen. So feiert es sich doch erst richtig gut.
Er hat einen netten Freundeskreis und ich durfte die mir bis dato unbekannten jungen Menschen in großer Zahl kennenlernen und auch bewirten. Ich fand sie alle toll.
Ich freue mich nun, dass mein Sohn auch ein außerhäusiges Leben führt. Manchmal hatte ich schon die Befürchtung er wird ein Einsiedler.
Was ich damit sagen will: In meinem Bekanntenkreis bin ich nicht die einzige Mutter eines Jungen die diese oder ähnliche Erfahrungen gemacht hat. Aus Jungen werden Männer, und Männer brauchen für das eine oder andere manchmal etwas länger. - Nicht böse gemeint -
Onlinekontakte ersetzen kein Gegenüber der lacht, tränen wegwischt, einem in die Arme nimmt, einfach nur Blödsinn macht. Der ein Freund ist wenn man Freunde braucht und sich auch Zeit nimmt für Freunde und Familie da zu sein.
Muss Schluss machen - meine Familie such mich heim
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17.02.2008, 13:46
AW: Vereinsamen Jugendliche als Stubenhocker?
[QUOTE=Renardrouge]
Onlinekontakte ersetzen kein Gegenüber der lacht, tränen wegwischt, einem in die Arme nimmt, einfach nur Blödsinn macht. Der ein Freund ist wenn man Freunde braucht und sich auch Zeit nimmt für Freunde und Familie da zu sein.QUOTE]
Richtig! Hierzu ein Beispiel: mein Sohn sitzt als ich heimkomme vor dem PC mit einem dicken (mit unbekanntem) Schal um den Hals. Ich frage: hast du Halsweh oder findest du einfach den Schal so kuschelig? Er: der Schal ist so schön. - Wenig später: der gehört XY. Ich habe ihn nach der Schule heimgebracht. Ihm ist in der Schule schlecht geworden, da wollte ich, dass er gut nach Hause kommt. (XY wohnt ziemlich weit weg, wir direkt neben der Schule...). Es war so kalt, da hat er mir für den Rückweg seinen Schal geliehen...
Ich fand das echt süß. Und irgendwie symbolisch: mit dem echten Schal vom echten Freund vor der virtuellen Welt im PC. Das Bedürfnis nach echtem Kümmern und Kontakt im RL ist also noch da und wird gelebt. Wie gesagt: die Knaben sind 17......want to make a memory
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17.02.2008, 14:20
AW: Vereinsamen Jugendliche als Stubenhocker?
Hm, es ist wohl in jeder Generation so, daß die Alten ihre eigene Jugend verklären, ihre eigenen Leistungen als wesentlich höher einschätzen und der Lebensweise der Jungen kopfschüttelnd und kritisierend gegenüberstehen. Ich für meinen Teil würde weder mit meinen Großeltern oder Eltern getauscht haben wollen (Krieg, Entbehrung, Ungleichhheit der Geschlechter, schlechtere Bildungschancen, Züchtigungserfahrung usw usf) und diese Generation ist größtenteils nicht unbedigt scharf darauf heute noch einmal jung sein zu müssen. Den meisten ist der technische Fortschritt ein Greuel und Buch mit sieben Siegeln - in meinem Umfeld ist es lediglich meine eigene Mutter, die mir als geistig unverändert rege und dynamisch auffällt und nie aufgehört hat alle möglichen Trends und Strömungen wahrzunehmen - die könnte man auch nochmal als 20jährige ins hier und heute entlassen - der Rest der Meschpoke erzählt sich nur auf Dauer langweilige Anekdoten von früher und durchlebten und/oder sich anbahnenden Krankheiten, bedauerlich.


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