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  1. Moderation

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    Sohn im Internat - Schuldgefühle von außen - kennt ihr das auch?

    Hallo,

    mein Sohn (11) geht seit diesem Schuljahr ins Internat. Das Internat ist nur für Jungs, gehört aber zu einem gemischten Gymnasium, ein separates Mädcheninternat gibt es auch noch. Mit dem Auto sind es von uns daheim bis zur Schule ca. 35 min, also kein Problem, am Schulleben teilzunehmen (Elternabende, Konzerte, ...). Das war mir sehr wichtig.

    Da die Sprachenfolge in dieser Schule anders ist als auf seinem "alten" Gymnasium, wiederholt er die 5. Klasse freiwillig. Er ist, seit er dort ist (übrigens auf eigenen Wunsch), förmlich aufgeblüht. Statt Dreier und Vierer (und gelegentliche Fünfer) schreibt er nur noch Einser und Zweier (auch bei neuem Stoff und in der neuen Fremdsprache), Schule macht plötzlich wieder Spaß, seine Handschrift ist viel ruhiger und ausgeglichener, die Hefte ordentlich.

    Wenn er zwischendurch anruft oder am Wochenende daheim ist, merkt man, dass es ihm richtig gut geht.

    ABER: Von einem Teil meines Umfelds (Nachbarn, Bekannte und Kollegen, Freunde und Verwandte weniger) wird ständig versucht, mir ein schlechtes Gewissen einzureden. Man könne doch ein so kleines Kind nicht wegschicken, Internate per se wären doch schrecklich, nur was für auffällige Kinder, ich würde es mir bequem machen, meinen Sohn einfach abzuschieben, usw.

    Natürlich ist mein Alltag jetzt etwas leichter zu organisieren (bin geschieden und alleinerziehend, habe auch noch eine Tochter (8) und bin sowohl angestellt als auch zusätzlich selbstständig berufstätig).

    Nun haben mein Sohn und ich das ja gemeinsam entschieden (nach vielen Überlegungen, seinem Vater war es egal, Hauptsache, er muss nichts bezahlen) und es gefällt ihm dort. Ich hab mir die Entscheidung nicht leicht gemacht (sind ja auch finanzielle Überlegungen) und als ich ihn zum Schuljahresanfang hingebracht habe, ging es mir dabei deutlich schlechter als ihm.

    Gibt es hier jemand, die das auch erlebt (hat)? Wie reagiert man da?

    Vielen Dank und liebe Grüße,
    izzie
    Geändert von izzie (16.10.2007 um 13:53 Uhr)
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    Moderation von:
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  2. Inaktiver User

    AW: Sohn im Internat - Schuldgefühle von außen - kennt ihr das auch?

    Solange es deinem Sohn gut geht, ist das doch eine gute Lösung. Er ist doch am Wochenende da.

  3. Inaktiver User

    AW: Sohn im Internat - Schuldgefühle von außen - kennt ihr das auch?

    Hallo izzie,

    ich habe damit keine Erfahrungen, doch ich würde sagen, wenn ihr euch das gut überlegt habt und es deinem Sohn da gut geht, ignoriere die Kritiken. Es geht darum was gut für deinen Sohn ist, alles andere ist nicht so wichtig. Wenn er sich nicht abgeschoben fühlt ist doch alle in Ordnung. In anderen Länder gehen sehr viele Kinder auf Internate und es geht ihnen nicht schlechter, wie den Kindern hier in Deutschland, die auf "normale" Schulen gehen.

  4. Inaktiver User

    AW: Sohn im Internat - Schuldgefühle von außen - kennt ihr das auch?

    Izzie, ich habe noch keine Erfahrung mit diesem Thema - mein Sohn ist gerade mal 14 Monate alt. Ich habe aber Erfahrung mit Leuten, die einem in solche Entscheidungen reinquasseln, da ich schon wieder arbeite, seit mein Sohn 5 Monate alt ist.
    Am besten belanglose Antworten auf solche Kommentare überlegen, die nicht zu wilden Diskussionen führen. Und dann denken "rutsch mir den Buckel runter, du weißt ja gar nicht, was bei uns los ist."

    Denn ich finde auch, es klingt so, als sei es für Euch alle eine super Lösung. Du hast sehr viel um die Ohren, und ich denke, wenn Dein Sohn abends anruft oder am Wochenende zu Hause ist, hast Du alle Zeit der Welt für ihn - gerade auch, weil so Alltagskram wegfällt. Und ihm gefällt es dort sehr gut und er wollte da hin. Gerade, weil es so nah ist, bist Du bzw. ist er ja nicht aus der Welt. Ich denke, Ihr habe für Euch eine sehr gute Lösung gefunden.

    Alles Gute, Tigerente

  5. Inaktiver User

    AW: Sohn im Internat - Schuldgefühle von außen - kennt ihr das auch?

    Lass doch die anderen reden.
    Deinem Sohn macht die Schule Spaß.
    Das ist doch klasse und für ihn genau das richtige.
    Er fühlt sich wohl und die Noten sind bombig.
    Du fühlst dich auch wohl, es ist nicht zu weit weg.
    Also bitte.

    Was willst du mit den anderen Leuten ?
    Die leben weder dein Leben, noch leben sie sein Leben.
    Sie helfen ihm nicht bei Schwierigkeiten bei der gewöhnlichen Schule, sie wissen nicht wie es ihm geht. Das interessiert sie auch gar nicht. Sie reden nur Dummfug. Alleine schon, daß Internate nur was für Auffällig sind. Die verwechseln da was.

    Was willst du mit den anderen ?
    Die kennen deine Sorgen nicht, können dir die Schmerzen nicht nehmen, stecken nicht in deiner Haut. Du bist den anderen keine Rechenschaft schuldig. Einzig und alleine dir und vielleicht noch deiner Familie.

  6. User Info Menu

    AW: Sohn im Internat - Schuldgefühle von außen - kennt ihr das auch?

    Wenn sich die Leute mal um ihren Kram so kümmern würden, wie um die Belange von anderen Menschen, wäre allen geholfen.

    Wenn es deinem Sohn Spaß und Freude macht, dann ist die Entscheidung richtig und gut. Ein anderes Kriterium ist nicht wichtig und um das Geschwätz des besserwissenden Umfelds würde ich mich nicht kümmern.

    Ich hatte in meiner Gymnasialzeit viel Stress mit Schule und Eltern, ich wäre gern in ein Internat gegangen.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)

  7. Inaktiver User

    AW: Sohn im Internat - Schuldgefühle von außen - kennt ihr das auch?

    Ich habe auch keine Erfahrung damit, aber kann dir nur raten: Lass die Leute labern.

    Eure Lösung klingt toll und man kann fast annehmen, dass dein Umfeld schlicht neidisch ist.

    Außerdem ist man mit 11 nicht mehr klein, sondern kann sowas gut mitentscheiden. Wenn es um 6jährige Kinder geht, sehe ich es etwas differenzierter.


  8. User Info Menu

    AW: Sohn im Internat - Schuldgefühle von außen - kennt ihr das auch?

    Hallo Izzie,
    mein Mann ist früher in einem Internat gewesen, er schwärmt heute noch von der Zeit!!
    Wichtig finde ich, dass dein Sohn es selber will, und wo soll denn das Problem sein? Wahrscheinlich sind der eine oder die andere neidisch, weil sie denken, du musst wohl mehr Geld haben als sie... (Neid ist eins der Hauptmotive für solche Redereien).
    Mein älterer Sohn ist auch 11, und ich denke schon, dass sie da schon ein gutes Stück Reife haben und selber merken, ob sie es ohne Mama aushalten oder nicht.

    Viele Grüße blaueshaus

  9. Inaktiver User

    AW: Sohn im Internat - Schuldgefühle von außen - kennt ihr das auch?

    hallo izzie,

    Lass dich nicht beirren. Mein Sohn, jetzt 22, war auch im Internat, allerdings ca. 250 km entfernt, der Junge war auch schon älter. Seine Komilitonen äußern sich neidisch zu seinem Internatsaufenthalt.

    Wir hatten trotzdem einen sehr engen Kontakt, der auch jetzt im Studium anhält. Ich nehme an, der Deinige kommt aam Wochenende heim und unter der Woche ist telefonischer Kontakt jederzeit möglich.

    Wenn dein sohn sich wohlfühlt, ist diese Lösung ideal. Mutter-Sohn-Verhältnis ohne leidige Schulkonflikte, sinnvolle Freizeitgestaltung statt pausenlosem vor-dem-Computer-Hängen!

    Auch halte ich die teilweise symbiotischen Mutter-Sohn -Beziehungen für problematisch. Im Internat spielen die Gleichaltrigen, das Leben in der Gruppe für das Kind die Hauptrolle. So etwas gibt's heute in den mehrheitlichen 1-2-Kind Familien nicht mehr. Dein Sohn wird es in manchem leichter haben. Die exclusive Beziehung zur Mutter wird bleiben, Ihr seid ja nicht weit von einander entfernt.

    Lass dir kein schlechtes Gewissen machen!

    Pir

  10. User Info Menu

    AW: Sohn im Internat - Schuldgefühle von außen - kennt ihr das auch?

    Hallo Izzie,

    ich habe auch keine Erfahrungen, aber ich denke auch: Solange Dein Sohn glücklich mit der Situation ist, lass die Leute doch quatschen. Egal, was man macht, es gibt immer welche, denen irgendwas nicht passt... Da kann man nichts machen, man sollte es nur nicht zu ernst nehmen.

    LG Hornilla
    Am 3. Juni 2011 kam unsere kleine Maus zur Welt - unser größtes Geschenk!


    Die Liebe trägt unsere Seele wie die Füße unseren Leib.


    Unsere Gedanken und Gebete sind bei Colina und Ticklish und ihren Familien und bei allen anderen Sternenkindern.




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