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  1. Inaktiver User

    Re: Volljährige Kinder - Probleme? -

    Hallo Ihr Lieben,
    ja gerade an so Feiertagen wie Ostern kommt man ans grübeln. Mein älterer Sohn wurde gestern 36 Jahre und ich war mit meinen Gedanken auch in der Vergangenheit.
    Aber das hilft alles nichts, wir können die Zeit nicht zurück drehen und müssen aus der Gegenwart das Beste machen.
    Ich habe inzwischen auch gelernt, nichts mehr zu verschweigen. Da ich seit 40 Jahren im gleichen Stadtteil lebe, werde ich natürlich oft angesprochen und gefragt, was machen die Söhne. Mittlerweile sage ich ganz lapidar, der jüngere tut nichts und ernte meistens ein ungläubiges Staunen. Trotzdem bekomme ich jedesmal einen Schlag in den Magen, wenn ich dann höre, meiner hat studiert oder er ist glücklich verheiratet usw. und so fort.

    @ Leuchty, wünsche dir gute Besserung und mach etwas für deine Gesundheit.

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    Re: Volljährige Kinder - Probleme? -

    @Leuchty: Ich wünsch Dir von Herzen gute Besserung. Pass auf Dich auf.
    @ alle: Ja, ich denke jeder muss mit seinen privaten Miseren umgehen, wie er umgehen kann. Ich kann manchmal gar nicht drüber reden und manchmal provoziere ich mit meinen Aussagen meine Umwelt, indem ich knallhart sage: Beide leben mehr oder weniger auf der Strasse. Man kann Leute damit natürlich auch verprellen, aber ich werde nicht lügen. Ich stehe zu meinen 2 Großen und das soll die ganze Welt wissen. Die beiden machen mir das Leben nicht unbedingt leicht - aber sehr bunt!!!! Wenn ich anfange zu lügen oder irgendwelche Geschichten zu erzählen, bin ich mir absolut sicher, daß mir jeder anmerkt, dass ich lüge - weil ich's gar nicht kann. Ich würde mich in Ungereimtheiten verstricken. Aber wie gesagt, bei manchen Leuten kann ich gar nicht reden und wiederum bei anderen muss ich es knallhart sagen, wie es ist.
    Und trotzdem bin ich manchmal fast am Verzweifeln: Ich hatte mir mein Leben soooo ganz anders vorgestellt! Lorolli, da sind wir uns doch einig, oder? Auch Du wolltest doch sicherlich irgendwann das "Haus leer haben" und wieder ein bisschen nur an Dich denken?! Und jetzt? Ich bewundere jedenfalls Deine ruhige Ausstrahlung im thread und bin froh, daß wir uns hier alle ausweinen können und Verständnis finden.
    Morgen kommt z.B. die Patentante von runaway 1, sie wohnt 300 km entfernt und am Telefon habe ich ihr natürlich nieee was von unseren Problemen erzählt. Sie ist so der Typ "Schöner Wohnen" mit erfolgreichem Mann, wohlerzogenen Kindern und Jill Sander Kostüm. Bin gespannt wie sie reagiert. Bei ihr m u s s ich provozieren (natürlich bin ich aus der Pubertät raus, natürlich bin ich schon über 50, natürlich habe ich das nicht nötig... aber vielleicht ist auch das Selbstschutz).
    Liebe Grüße
    flyaway

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    Re: Volljährige Kinder - Probleme? -

    Hallo Ihr,

    danke für die Besserungswünsche ich kann sie echt brauchen wenn ich diese Woche wieder zur Magenspiegelung antrete....

    Nein es ist nicht so, daß ich lügen würde denn das würd ich dann auch nicht mehr blicken und hundertpro Mist bauen. Aber ich verschweige bestimmten Menschen einfach einiges. Das tue ich teils um Nachfragen zu entgehen, teils zum "Schutz" meiner Zwerge. Ob es richtig ist oder falsch, ich weiß es wirklich nicht, aber ich hab so sehr die Nase davon voll mich bei jedem Menschen rechtfertigen zu müssen. :(

    Lieben Gruß
    Leuchty

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    Re: Volljährige Kinder - Probleme? -

    Hallo Pummel,
    Im Alltagstrott merkt man aber oft auch gar nicht, dass man die Verbindung verliert.
    Auch Eltern können mal einen Fehler eingestehen, das würde Größe zeigen.
    Ich würde sie zu einem versöhnl. Gespräch bitten und ihr sagen, dass sie vermisst wird. Ihr sagen, dass sie jederzeit nachhause kommen kann

    Einerseits bin ich ja froh über Deine Meinung - das wollte ich ja so haben -
    und eine Diskussion anregen - andererseits höre ich die Worte von meinem Bruder wieder....
    Also, 1. gibt es keine perfekten Eltern ! Jeder macht Fehler, aber man hat doch auch
    seine Grundsätze in der Erziehung, und die bestimme ICH und nicht meine Kinder!
    Mein Sohn meint auch , ich wäre zu streng ! Er möchte gerne mit knapp 15Jahren
    werktags länger wie 22 Uhr ausgehen , ausserdem keine Hausarbeiten machen,
    rauchen dürfen , unbegrenzt am PC sitzen, unbegrenzt TV schauen, etc.etc,
    - Da hab ich meine Grundsätze und da lass ich mir von den Kindern nicht reinreden!-
    Meine Tochter möchte eigentlich nur Party feiern, zum Shoppen in die Stadt,
    Nichts lernen für die Schule, zu Hause sich nicht an den Hausarbeiten einbringen,
    kommen und gehen wie im Hotel, Schule schwänzen wenns Ihr passt ....
    So komisch es auch klingen mag, aber ich hatte und habe die Verbindung nicht verloren - wenn Sie denn mal zu Hause war, haben wir oft am Küchentisch gesessen und geredet
    über alles mögliche und Abends wenn mein Mann nach Hause kam , da saßen wir immernoch
    mit dem ganzen Mittagsgeschirr am Tisch .....
    Ich weiss auch, daß Ihr das wirklich wehtut, dass ich Sie aus dem Haus gebeten habe !
    Sie weiss aber auch, daß Sie jederzeit willkommen ist, wenn Sie sich an die üblichen
    Regeln hält, die es nunmal in einer Familie oder auch Gemeinschaft gibt !
    Ihr Verhalten kam ja nicht von einem Tag auf den anderen, sondern das geht schon länger so und NATÜRLICH haben wir auch über ALLES bereits gesprochen.
    Ich habe Ihr ja angeboten mit meinem Einverständnis dass sie zu Ihrem Freund zieht ,
    aber das wollte Sie nicht ( warum wohl?? Weil sie an Ihrer Familie hängt und dann
    müsste sie Kompromisse machen im Leben mit dem Freund und sich eben dort im Haushalt einbringen - aber Kompromisse und Rücksicht das will sie halt nicht !)
    Sie hat ein Recht auf Bildung/Ausbildung und Unterstützung.

    Eine Ausbildung will sie auch nicht - sie hat sich selbst die Schule ausgesucht !
    Aber sie meint halt, dass ein mittelschlechtes Zeugnis reicht und öfters schwänzen
    würde auch nichts ausmachen ! ( eben ein bequemes,faules Mädchen !(noch !!))
    Wie gesagt, Sie weiss dass ich sie liebe und vermisse (ansonsten hab ich wohl ganz versagt! und sie weiss aus unseren Gesprächen, dass Sie jederzeit willkommen ist -
    aber ich dabe diesen Schritt getan, damit sie daraus lernt und ich finde es wäre ein
    RIESENGROSSER FEHLER, wenn ich sie zu einem versöhnlichen Gespräch bitte, denn
    sie muss den 1.Schritt tun , damit ich sicher sein kann, dass sie das endlich verstanden hat, was ich eigentlich bezwecke! Ansonsten fängt doch wieder alles von vorne an....... und sie macht wieder was sie will......
    Ausserdem bin ICH nicht schuld, wenn sie die Schule schmeisst, nur weil sie nicht mehr zu Hause wohnt, schlieslich hat sie vorher schon geschwänzt!!!!!!
    Da hab ich doch keinen Einfluss darauf und auch der Wohnort hat keinen Einfluss darauf - wenn SIE die Schule WILL dann machts Sie sie auch fertig !!!
    Ausserdem finde ich nicht , dass ich sie massregle !!!!!
    Entschuldigung , aber wo bleibt denn die Institution FAMILIE, wenn JEDER TUT WAS ER
    WILL !!!!!!!!!! Wie kommt man denn im Leben weiter WENN JEDER TUT WAS ER WILL OHNE
    RÜCKSICHT AUF ANDERE ?? Kompromisse und Regeln gehören einfach dazu !
    LG
    Ingrid

    P.S. Letzte Woche hat Ihre Lehrerin angerufen, und gesagt, daß Jetzt wirklich die
    allerletzte Warnung sei, dann fliegt sie von der Schule wegen unentschuldigtem Fehlen !Das täte ihr sehr leid, denn auch in Gesprächen in der Lehrerkonferenz, hat man ihre
    überdurchschnittliche Intelligenz festgestellt!
    Vor einigen Tagen hat dann eine Freundin der Familie meine Tochter getroffen und
    meine Tochter sagte , dass sie viele Fehler (auch mit mir) begangen hätte und sich jetzt sich ernsthaft in der Schule einbringen will. Ich kann mich leider noch nicht darüber freuen, weil Worte und Taten bei meiner Tochter nicht das gleiche bedeuten müssen ! Aber ich kann ja noch hoffen !!!!

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    Re: Volljährige Kinder - Probleme? -

    Hallo Ihr Lieben,
    Flyaway,Espoir,Lorolli,Leuchty,Anne41,Klarinette,G oldmund und Pummel

    schäme mich fast ein bischen, wenn ich von meinen "kleinen" Problemen erzähle,
    wo ich von Euch so vieles an Enttäuschung,Trauer,Hoffnungslosigkeit usw.usw.
    lese. Darum dieses kleine Gedicht von mir, für Euch alle,
    mit gaaaaaanz lieben Grüssen

    Hoffnungswind

    Wenn der Hoffnungswind
    leise Melodien in Herzen weht,
    kehrt Ruhe ein
    in Gedanken derer,
    die ziellos umherwandern,
    läßt die Herberge zum inneren Frieden
    weit ihre Tore öffnen
    und gedankenstill einkehren.
    Gönne deiner Seele diese Ruhezeit,
    Atem zu holen, um gestärkt
    den Zielbahnhof des Trostes zu erreichen.


    LG PeCe
    http://www.oyla2.de/cgi-bin/designs/...serid=24249473

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    Re: Volljährige Kinder - Probleme? -

    hallo pece,

    natürlich hast du im prinzip mit allem recht,was du da geschreiben hast. kann auch sein,das du im moment gerade sehr verletzt und unglücklich bist über die ganze situation mit deiner tochter... dazu hast du sicher allen grund!!
    sicher hat auch jeder grundsätze in der erziehung,die man nicht bei jedem starken wind übe den haufen schmeissen darf. aber grundsätzlich gehört es auch dazu sich selbst mal zu hinfragen. muss ja auch nicht immer alles richtig sein,was man selbst so beschlossen hat..und man muss auch nicht immer auf die durchsetzung seiner prinzien beharren...nur um nicht das gesicht zu verlieren.
    ich denke schon, dass du recht hast...in einer familie kann nicht jeder tun was er will. aber ich finde es immer am besten wenn man sich zusammen setzt und die regeln auch zusammen aufstellt. dabei kann man doch ruhig mal kompromisse eingehen.
    ich hab auch einen 15 jährigen sohn, der mir immer erzählt...."ALLE" anderen dürfen viel mehr ...klar um ihn nicht dauernd mit meinem "NEIN" zu entmutigen, lasse ich mich schon ab und an auf einen deal ein.
    und was das "auf-dich-zugehen-müssen" von deiner tochter angeht...hast du natürlich auch in prinzip recht. aber ich weiß aus eigener erfahrung wie schwer das für so ein jugendlichen in dem alter ist, auch wenn sie wissen wie groß der mist ist,den sie verbockt haben. ich habe damals in einer wirklich furchtbaren situation einfach mal gedacht...ich springe über meinen schattern und biete ihr eine hand. und das war die bisher beste entscheidung meines lebens. vielleicht lernt sie für ihr leben mehr daraus als du denkst....
    ganz liebe grüße an dich und kopf hoch
    petra

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    Regeln

    Liebe PC und Petra,

    mein Problem mit Regeln war, die Regeln zu finden, die ich konsequent durchhalten kann, die Regeln, hinter denen ich voll stehe! Das ist schwierig, wenn diese Regeln von anderen aufoktrojiert werden (vom Partner, der andere Ansichten hat, oder von besserwisserischen Außenstehenden). Solche Regeln hält man nicht durch, man wird inkonsequent und die Kids wissen nicht, woran sie sind.

    Diese Regeln habe ich zu spät gefunden!

    Goldmund

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    Re: Volljährige Kinder - Probleme? -

    Hallo PeCe,
    Seit sie 12 Jahre alt ist, habe ich, bzw. wir nur Probleme mit ihr, denn Sie will sich den Regeln, die Ihre Eltern aufstellen nicht fügen = 6 Jahre! Sie wehrt sich geschlagene 6 J. gegen DEINE/Eure Regeln. Egal in welchem Alter, auch ein Kind/Jugendlicher sollte ein Mitspracherecht haben. Es gibt zudem Erz.Beratungsstellen. Warst du dort? Oder weisst du alles selber? Anschein. hat es nicht gefruchtet.
    Wenn WIR Ihr nicht quer kommen, kann sie sehr freundlich sein heißt für mich, bei Entgegenkommen eurerseits ist sie freundlich od bereit zu kooperieren. Wenn ihr ihr QUER kommt, stellt sie auch um auf QUER.
    Zureden und 1000x Warnungen , daß wir so ein Verhalten nicht tolerieren Warnungen=Drohungen!?? Wer ist da schon gesprächsbereit?
    ohne unserer finanzielle Unterstützung !Schliesslich belohnen wir so ein Verhalten nicht auch noch finanziell Erst komplimentierst du sie hinaus u. dann soll sie auf den Knien angekrochen kommen u. um Unterstützung betteln? Wovon soll sie leben? Tut mir leid,für mich hört sich das nach Erpressung/Kräfte messen an. Du willst ihr praktischen Unterricht geben, wer hier der 'Boss' ist, derjenige hat das sagen welcher die finanz.Mittel hat, also Du.
    mein mann und mein Sohn (15J.) haben Verständniss und finden das o.k. also die ganze Familie gegen sie. Sehr aufbauend. Da ist Geschwisterstreit für die nächsten Generationen vorausprogrammiert.

    Tut mir leid PeCe. Schon bei deinem letzten Beitrag kam mir zuviel 'Macht' rüber.
    Du rebellierst jetzt noch gegen jedwegige Einmischung seitens deiner Familie. Vielleicht meinen dies es auch nur gut, so wie du mit deiner Tochter!? Ihr seid beide gleich, keine läßt sich was sagen. Was soll sich dann ändern?

    Pummel

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    Re: Volljährige Kinder - Probleme? -

    ....und wieder bin ich in dieser Schiene, dass ich mich verteidigen muss...
    aber ich will eigentlich nicht mehr !
    Auch ich hatte den Eindruck, dass ich nicht die richtigen Worte gefunden habe,
    um mich zu erklären.. denn ich bin gar nicht so kompromisslos, wie es scheint ,
    auch nicht so stur - eigentlich eher eine weiche,herzensgute Person, die sich
    vieles viel zu ernst nimmt und nah am "Wasser gebaut" hat , ... auch unser
    Familieninternes ist hier zu ungenau dafür müsste ich einen Roman schreiben
    Um hier einen Abschluss zu finden, habe ich eine kleine Geschichte gefunden,
    und möchte hier, für mich, das Thema erledigen, da ich nur mir selbst Rechenschaft
    schuldig bin und mit den Konsequenzen selber fertig werden muss und leider haben
    mir auch verschiedene Meinungen nicht gutgetan, manche sehen mich hier zu streng
    zu konsequent und komischerweise verurteilt mich meine Familie weil ich mit
    meiner tochter zu freizügig und zu locker war .. also ist besser ich höre wirklich
    nur noch auf mich selbst.
    Danke troztdem allen für Euren guten Willen !
    LG PeCe

    Mütter - die Stützen der Gesellschaft und doch an allem schuld?
    von Dorothee Wolf-Stiegemeyer

    Die Mütter sind nach Aussagen von Politikern die Stützen der Gesellschaft. Sie übernehmen eine wichtige Aufgabe in der Erziehung der Kinder. Sie sind es, die ein Fortbestehen unserer Gesellschaft garantieren.

    Da erstaunt es doch, wie fahrlässig oft mit den Leistungen dieser Frauen umgegangen wird. Sie tragen eine hohe Verantwortung und erbringen ihre Leistungen zumeist unentgeltlich. Und doch stehen sie immer unter Beobachtung, ob sie ihre Aufgaben auch wirklich gut erfüllen. Kommt z.B. ein mit Behinderung lebendes Kind zur Welt, so wird sie schnell recht vorwurfsvoll gefragt, ob sie denn keine Fruchtwasseruntersuchung gemacht habe. Frei nach dem Motto: "Wie kannst Du Dich und die Gesellschaft nur mit solch einem Kind belasten?"

    Zeigt das Kind irgendwelche Auffälligkeiten, lutscht es am Daumen, ist vielleicht in der Schule unkonzentriert: Ganz einfach: "Die Mutter ist schuld."

    Dies ist leider keine von mir erdachte Hypothese, sondern Realität in unserer Zeit.

    Selbst wenn in späteren Jahren Probleme auftreten, stellt sich sofort die Frage: "Wie war denn die Mutter-Kind-Beziehung?" Egal was die Mutter gemacht hat, sie hat mit Sicherheit zuviel oder zuwenig getan; war zu streng oder zu lasch in der Erziehung; sie war zu liebevoll und hat dadurch ihr Kind eingeengt oder hat dem Kind zuwenig Liebe gegeben.

    Da ist es ganz nützlich, dass gerade Mütter eine besondere Neigung dazu haben, sowieso die Schuld bei sich zu suchen, wenn mal etwas schief geht: "Hätte sie doch auf die wärmeren Socken bestehen sollen, die dann eventuell die Erkältung des Kindes verhindert hätten?" "Vielleicht wäre ihr Kind heute besser zufrieden, wenn sie den Kleinen nicht gestern Abend in der Obhut eines Babysitters gelassen hätte?"

    Da ergänzen sich die persönlichen Neigungen vieler Mütter zu Schuldgefühlen wunderbar mit den durchaus üblichen Schuldzuweisungen von Außen.

    Von wem erfährt die Mutter überhaupt eine Achtung ihrer herausragenden Tätigkeit? Ab und zu gibt es Lobeshymnen über den Wert der Familie und der besonderen Leistung der Mütter. Besonders beliebt in Zeiten der Wahl und natürlich am Muttertag. Und den Rest des Jahres sind die Mütter die Frauen, die von Pädagogen und diversen "Experten" belächelt werden als unkompetente Erziehungsspezialisten, die ihre Kinder natürlich völlig falsch einschätzen. Es sind die Frauen, die letztlich die Entscheidung treffen, ob eine Behandlung oder Therapie durchgeführt wird, zu der die Ärzte zwar raten, wofür aber niemand anders eine Verantwortung übernehmen möchte. Dies sind Mütter, die in den Augen "wohlmeinender" Nachbarn ihr Kind nicht höflich genug erziehen, aber gleichzeitig viel zu viele Grenzen setzen. Es sind Mütter, die von ihren eigenen Müttern hören, dass man/frau halt als Mutter auf vieles einfach verzichten muss. Das ist halt schon seit Generationen so.

    Letztendlich bleiben die Frauen in der Kindererziehung alleine gelassen in ihrer Verantwortung. Aber das Ergebnis dieser Erziehung wird sehr kritisch von Außen beurteilt.

    Mütter lernen damit zu leben, dass "keine Kritik" ein Lob ist. Und dass sie letztlich an allem schuld sind, wenn mal etwas nicht den Ansprüchen anderer Menschen entspricht.

    Da wünsche ich mir einfach von Herzen, dass vor jedem kritischen Gedanken der Satz Anwendung findet: Wer ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein.

    Dadurch bekommen zwar die Mütter nicht die ihnen zustehende Wertschätzung. Sie werden jedoch auch nicht durch immer wiederkehrende direkte oder indirekte Kritik abgewertet!


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    Re: Volljährige Kinder - Probleme? -

    .. also ist besser ich höre wirklich nur noch auf mich selbst.
    Liebe PC,

    das ist meines Erachtens immer das Beste.

    Nimme es den Kritikern nicht übel! Wir kennen Dein Verhalten und Deine Situation nur aus Deinen Beiträgen hier. Vielleicht hast Du wirklich nicht die richtigen Worte gefunden, wie Du selber schreibst, vielleicht warst Du zu erregt. Aber auch ich hatten den Eindruck, dass in Deinen Beiträgen eine Empörung darüber mitschwingt, dass Deine Tochter sich Dir nicht bedingungslos fügt. Versuche einmal Deine Zitate

    denn Sie will sich den Regeln, die Ihre Eltern aufstellen nicht fügen !

    oder

    Trotz gutem Zureden und 1000x Warnungen , daß wir so ein Verhalten nicht tolerieren macht sie weiterhin, was SIE will!

    aus der Sicht einer volljährigen, sich erwachsen fühlenden jungen Frau zu sehen. Ich könnte mir vorstellen, dass sie sich nicht respektiert fühlt und daher ausbricht. Einen Rauswurf per SMS finde ich im Übrigen nicht gut. Das hätte ich Auge in Auge geklärt.

    Dass wir uns nicht falsch verstehen: Ich finde es auch nicht toll, dass Deine Tochter es so schleifen lässt, aber ich glaube nicht, dass Deine Reaktionen geeignet sind, sie wieder auf den von Dir gewünschten Weg zurückzubringen.

    Einen Punkt, den Du mehrmals ansprichts, finde ich wichtig:

    Für die Einen war meine Erziehung zu frei - für die anderen war meine Erziehung zu streng
    Ich habe ja bereits mal von mir erzählt, dass mich dieses Hin- und Hergerissen-Sein zwischen "zu streng" und "zu frei" auch belastet hat. Du selbst beschreibst Dich ja als weichherzig. Kann es sein, dass Du, je nach Einfluss, zwischen den beiden Extremen geschwankt hast?

    Goldmund

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