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  1. Re: Volljährige Kinder - Probleme? -

    "Was du ebenfalls nicht zu wissen scheinst, es gibt kein Kindergeld mehr für die Eltern, wenn die Ausbildungsvegütung des Kindes einen gewissen Betrag überschreitet."

    Doch klar weiß ich das... Dann ändert sich die Situation. Sobald die Eltern kein Kindergeld mehr bekommen, müssen die Kids halt zumindest einen Teil ihrer Lebensmittelkostens elbst tragen. Dass ist aber wenn überhaupt erst in späten Lehrjahren der Fall (bei meinem freund war das nur das letzte halbe Jahr!) und dann verdienen die auch mehr, so dass das Abgeben weniger weh tut.

    Dass mit den 600 Euro weiß ich, bekomme ich ja auch monatlich. Klar ist da das Kindergeld mit drin. Kindergeld sind ca. 150 Euro - heißt noch 450 Euro Differnez. Das gehlt des Kindes wir meines Wissens nach zwar berücksichtigt, aber nicht voll angerechnet (ist zumindest bei BAfög so). Aber auf jeden Fall hätten die ELtern das Kindergeld nicht mehr und müssten die Differenz zu 600 Euro zahlen und ich glaube schon, dass das oft mehr ist als das was so ein Kind tatsächlich im Monat an Nahrung verbraucht...


    "Du scheinst davon auszugehen, dass jedes volljährige Kind, dass sich noch in der Ausbildung befindet, dass Recht hätte, auszuziehen und von seinen Eltern dann Unterhalt zu verlangen. Das ist nicht richtig. Wenn dem Kind in der Wohnung der Eltern ausreichend Platz zur Verfügung steht und die Eltern dafür sorgen, dass das Kind ausreichend verpflegt wird, haben die Eltern ihre Verpflichtung grundsätzlich erfüllt."

    Ja, formal - damit kommt man aber kaum durch. ich weiß einen Fall der vor Gericht ging mit genau dieser Argumentation im Bekanntenkreis. Der Sohn bekam Recht, weil es ab einem gewissen Alter verständlich ist, dass man nicht mehr zu hause wohnen will. Allerdings war der Sohn schon 25.

    LG

    Natalie


  2. Registriert seit
    01.10.2004
    Beiträge
    35

    Re: Volljährige Kinder - Probleme? -

    Nicht nur "formal", murmeltier. Es gibt auch genügend Gerichtsurteile, in denen die Eltern Recht bekamen.

    Und wenn ich das mal so nachrechne, war ich eigentlich schön blöd, dass ich ihn nicht rausgeschmissen habe. (vorsichtshalber hinzugefügt, das ist ironisch gemeint)

    600 € Unterhalt stehen ihm zu, 150 € davon sind Kindergeld, er hat nie weniger als umgerechnet 400 € verdient. Selbst wenn der Verdienst nicht komplett angerechnet wird, mehr als 150 bis 200 € hätten wir ihm bestimmt nicht zahlen müssen.

    Das ist garantiert weniger, als wir für ihn ausgegeben haben, als er hier wohnte. Mit Essen und Trinken allein ist es ja nicht getan. Wir haben für seine Kleidung gesorgt, wir haben den Strom bezahlt, den er verbraucht hat, wir haben seine Telefonate bezahlt, er hat Müll hinterlassen, für dessen Abfuhr wir zahlen mussten, er hat Wasser verbraucht und, und und...

    Nein Murmeltier, deine Rechnung geht nicht auf.

    merde

  3. Inaktiver User

    Re: Volljährige Kinder - Probleme? -

    Murmeltier, du hast insofern recht, dass es natürlich nicht fair ist, Kostgeld UND Kindergeld zu kassieren, ABER: in den meisten Fällen gibt es gar kein Kindergeld mehr, sobald die Kids in der Ausbildung sind, weil sie zuviel verdienen, auch wenn das *Zuviel* herzlich wenig ist. Unser Sohn lag im Jahr etwa 100 Euro über dem Höchstverdienst, also gab es gar nichts mehr, will heißen 12x130 Euro weniger PLUS weniger Kindergeld für die anderen Kinder, weil sich das nach der Kinderzahl richtet. Und daher fand ich ein Drittel seines Nettoverdienstes fair, das ich, wie Merde, für ihn angespart habe, ohne dass er das wusste.

    Ansonsten: unser Sohn, jetzt 21, lebt seit über einem Jahr in HH, 450 km entfernt von uns, macht seinen Zivildienst, verdient dort 400 Euro, von denen er lebt, wir unterstützen ihn nicht, weil wir weitere 3 Kinder zu versorgen haben, und er sagt, er würde sich schämen, wenn er in seinem Alter nicht für sich selber sorgen könnte. Sicherlich lebt er nicht wie die Made im Speck, aber er lebt und einen unglücklichen Eindruck macht er auch nicht.

    LG Selma

  4. Inaktiver User

    Re: Volljährige Kinder - Probleme? -

    @Sommerregen,
    zu Deinem Punkt 1 und 2 kann ich sagen, daß ich sehr vor einigen Tagen, zu Anfang dieser Diskussion, ähnliches in jemandem GB reingeschrieben habe, was inzwischen gelöscht wurde.
    So ein Verhalten entsteht nicht von heute auf morgen,da isr massig vorher schon schief gelaufen. Stelle immer wieder fest, da´Eltern und Kinder nicht mehr dieselbe Sprache sprechen.
    Ob solch eine zerstörte Basis wieder neu zu erichten wäre? Ich möchte da zweifeln.



  5. Registriert seit
    06.12.2003
    Beiträge
    118

    Re: Volljährige Kinder - Probleme? -

    Hallo,

    wie ich ja bereits mal geschrieben hab, müßten wir, würde unser Sohn ausziehen, ca
    200€ monatlich bezahlen. Das wäre weniger, als wir momentan für ihn ausgeben.

    Er hat mir ja schon oft genug gesagt, dass er weiß, dass er wesentlich billiger fährt, wenn er zu hause wohnen bleibt.

    Elleke

  6. Re: Volljährige Kinder - Probleme? -

    Selma, wenn man kein Kindergeld mehr bekommt ist das natürlich etwas anderes.

    Dass dein Sohn von seinem Zivildienstgehalt alleine lebt, ehrt ihn sehr finde ich. Ich mag auf den Unterhalt von meinen Eltern nicht verzichten - ich habe aber auch keine 3 Geschwister, da ist die Situation natürlich angespannter! Da ich noch studiere ist es aber bei und eh etwas anderes, denn das Bafög-Amt rechte meinen Bedarf aus, sagt, was es selbst dazu gibt und den Rets müssen halt meine Eltern zahlen... Die ersten 1 1/2 Jahre, als ich ausgezogen bin und noch zur Schule ging, hab ich auch viel wneiger bekommen, weil da noch kein Bafög-Amt war, was meinen Eltern mitteilte, was sie mir zu zahlen haben ;-)

    Das Geld für die Kinder anzusparen finde ich einen sehr feinen Zug!

    @ Elleke, dann ist es natürlich was anderes. Ich kann halt nur von meinem Bruder sprechen (auch 20) und für den geben meine Eltern KEINE 200 Euro im Monat aus. Der macht gerade sein FSJ, wohnt noch zu Hause und muss kein Kostgeld abgeben, weil er wirklich so gut wie nix verdient (knapp 300 Euro) und dafür echt HART arbeiten, an WE, im Schichtwechsel, auch Nachtschicht etc. und ihm davon noch was abzunehmen fänd ich sehr gemein. Den Job den er da macht, würde ich keine 3 Wochen aushalten, schon gar nicht für den Hungerlohn (Altenpflege). Aber meine Eltern bekommen auch das Kindergeld und mehr geben die monat auch sicher nicht für ihn aus! Er muss Fahrgeld selbst zahlen, telefoniert kaum ist eh fast immer weg und isst dann unterwegs u.ä. Kleidung und Hygieneartikel kauft er sich eh seit Jahren selbst. Da würden meine Altern FETT Minus machen, würde der ausziehen...

    Aber wenn das bei euch anders ist, ist das ja auch egal... Außerdem ist das Geld ja euch wohl eh nicht das primäre Problem...

    LG

    Natalie

  7. Inaktiver User

    Re: Volljährige Kinder - Probleme? - *DELETED*

    Nachricht gelöscht durch Mocca
    Grund:
    gelöscht auf Wunsch der Userin

  8. Inaktiver User

    Re: Volljährige Kinder - Probleme? -

    Gut, eine verfahrene Situation bei Elleke zuhause und viele Fragen zum Thema Finanzen. Aber mal etwas anderes: Höre ich hier irgendwo heraus, dass "tolle" Elternhäuser automatisch geratene Kinder produzieren und anders herum?

    Klar, dass man gucken muss. Aber manchmal steht man auch vor Rätseln und es scheint naturgegeben oder altersgemäß zu sein, wie sich so manch ein junger Erwachsener zeitweilig aufführt. Da scheint das Leben auf eigenen Füßen mit all seinen Lehren in meinen Augen die beste Lösung zu sein - das hat nichts mit einem Rausschmiß zu tun.

    Zuhause WOLLEN viele einfach nicht begreifen, dass für ein gedeihliches Zusammenleben auch "unangenehme" Dinge wie das Übernehmen von Pflichten und das Halten von Ordnung von Bedeutung sind. Woran das liegt? Keine Ahnung. Vielleicht steckt es ja bei manchen in den Genen, dass sie es früher kapieren als andere. Glücklicherweise ist ja aus so manchem Rebellen später doch noch etwas geworden, manchmal eben über den steinigen Umweg. Ich selbst erinnere mich heute beschämt, dass ich im Alter von ach so erwachsenen 18 Jahren meinem alleinerziehenden Vater ein "Ich bin nicht Deine Putzfrau" an den Kopf geworfen habe. Und ich war überzeugt von mir!!!

    Ich weiß nicht, ob später bei uns zuhause alles so toll gelaufen ist - zumindest haben wir unsere Kinder immer ernst und wichtig genommen, sie an Entscheidungen beteiligt, Probleme und sonstiges offen behandelt usw. Ich habe ihnen auch versucht, Werte wie Hilfsbereitschaft und Rücksichtnahme durch Vorleben und Worte zu vermitteln. Gehapert hat es am Setzen von Grenzen und konsequentem Verhalten. Auch ich habe zwei im Übermaße diskutierfreudige Kinder, was ihnen das Leben manchmal recht schwer macht. So also sah es bei uns zuhause aus. Und welches Ergebnis darf ich zur Zeit beobachten?

    Eine Tochter, 19 Jahre alt, die durch Egoismus und Rücksichtslosigkeit geradezu besticht. Ihre Gedankenlosigkeit ist durch nichts zu übertreffen, höchstens durch Unordnung und Chaos, welches sie verbreitet und wortreich zu entschuldigen weiß. Werden die Dinge, die ich ihr vorzuleben versucht habe, irgendwann noch fruchten? Na, ich hoffe es doch Aber erst einmal gehört dieses Kind ins Leben.

    Grüße
    convoco



  9. Registriert seit
    06.12.2003
    Beiträge
    118

    Re: Volljährige Kinder - Probleme? -

    Hallo Convoco,

    ich bin begeistert, wie du geschrieben hast!
    Ich dachte beim lesen, genau meine Gedanken wiederzuerkennen!
    Wenn du alle postings gelesen hast, hast du ja sicher auch gelesen,was ich über das Vermitteln von Werten gegenüber unserem Sohn geschrieben habe. Genau wie bei dir hat es bei mir auch am konsequenten Handeln gehapert.

    Wie du ja auch gelesen und sicher bemerkt hast, habe ich unseren Sohn fast genau so beschrieben wie du deine 19-jährige Tochter.
    Mit dem Unterschied, das mein Sohnemann vielleicht etwas weniger Unordnung verbreitet, wie sich das bei deiner Tochter anhört.
    Den Ordnungssinn hat er evtl. von mir geerbt. In seinem Zimmer herrscht nur dann Chaos, wenn er besonders schlecht gelaunt ist und dann keine Lust hat, aufzuräumen.
    Ansonsten ist er manchmal sogar zuuu pingelig.

    Sein Ordnungssinn hört aber meistens da auf, wo derjenige der restlichen Familie beginnt. Z.B. wenn er sich einfach von mir und meinem Mann Dinge ausleiht und sie dann einfach bei sich im Zimmer behält und nicht wieder dorthin zurücklegt, wo sie hingehören. Das finde ich dann sehr unfaires Verhalten.

    Ich hatte auch gedacht, dass wir unserem Sohn Werte wie Hilfsbereitschaft und Rücksichtnahme vorgelebt haben. Von Fremden bekomme ich auch oft zu hören, was für einen charmanten und höflichen Sohn wir doch haben. Das zeigt mir, dass wir ihm doch wohl auch einiges Positive vermittelt haben. Leider kann er es innerhalb der Familie
    sehr gut verbergen!!

    Ich habe ja auch überhaupt nichts gegen Rebellentum. Es sollte aber wenigstens fair ablaufen. Ich verstehe ja, dass man manches als junger Mensch anders sieht als die Eltern und dass man es als lästig empfindet, wenn man Rede und Antwort stehen soll, wo man nachts gewesen ist usw. usw......
    Das hab ich mir auch alles schon lange abgewöhnt, aber kann man denn nicht wenigstens grüßen, wenn man sich über den Weg läuft? Wenn man morgens fast zur gleichen Zeit aus dem Haus geht, wie die anderen Familienmitglieder, kann man da nicht wenigstens "tschüß" sagen? Ist denn das schon ein lästiges Übel?

    Was hast du denn mit deiner Tochter nun vor? Sprichst du mit ihr über ihr Verhalten und wie reagiert sie darauf?

    Gruß

    Elleke

  10. Inaktiver User

    Re: Volljährige Kinder - Probleme? - *DELETED*

    Nachricht gelöscht durch Mocca
    Grund:
    gelöscht auf wunsch der userin

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