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  1. Registriert seit
    01.10.2004
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    Re: Volljährige Kinder - Probleme? -

    Hallo Elleke,

    dein Sohn weiss, dass du in sein Zimmer gehst, um dein Geschirr rauszuholen. Trotzdem hat er die gefälschte Kopie offen liegen lassen. Ich würde ihn darauf ansprechen und ich muss zugeben, wäre es einer meiner Söhne, ich würde ihm eine Standpauke halten, dass ihm die Ohren abfallen.

    Es ist eine Urkundenfälschung. Sollte er mit der Bewerbung erfolgreich sein und die Fälschung entdeckt werden, wird er fristlos entlassen, selbst wenn er sich inzwischen bewährt hätte. Das läßt kein Arbeitgeber mit sich machen. Wie seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt danach aussehen, kann er sich an den fünf Fingern einer Hand abzählen.

    Außerdem würde ich ihn darauf hinweisen, dass er sich eine zweite Ausbildung gut überlegen soll, denn ihr seid nicht verpflichtet, die zu finanzíeren.

    Im übrigen bin ich der Ansicht und habe das mit meinem Ältesten auch praktiziert, ein Kind, das ein Gehalt bezieht und bei den Eltern wohnt, kann zu seinem Lebensunterhalt beitragen. Mein Ältester hat eine Lehre gemacht und musste von seinem Azubi-Gehalt ein Drittel abgeben. Zwei Drittel standen ihm zur freien Verfügung. (Dass ich dieses Geld gespart habe und ihm, als er nach Ende der Lehrzeit auszog, gegeben habe, damit er sich Möbel kaufen konnte, ist eine andere Geschichte.)

    Grüße

    merde


  2. Registriert seit
    20.07.2002
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    42

    Re: Volljährige Kinder - Probleme? -

    Mit großem Interessse habe ich eure Berichte gelesen. Vor ca. 1 Jahr hatte ich ein ähnliches Problem mit unserem Sohn, allerdings kam da noch das Kiffen dazu. Er ist ja mittlerweile ausgezogen und ich weiß nicht ob ich es gut oder schlecht finde. Auf der einen Seite habe ich ein ruhigeres Leben, da der tägliche Streit weg fällt und ich nicht mehr sehe was er treibt (oder auch nicht). Auf der anderen Seite mach ich mir ständig Sorgen und manchmal auch Vorwürfe, da er mit dem alleine Leben nicht klar kommt. Unser Verhältnis hat sich nicht wirklich gebessert.

  3. Inaktiver User

    Re: Volljährige Kinder - Probleme? -

    Hmm, das Fälschen finde ich auch nicht gerade wirklich prickelnd .
    Eventuell doch mal ruhig ansprechen, ob er sich im Klarem ist, WAS er da getan hat.
    Und das ohne weitere wertende Kommentare , nur sagen : "ich wollte es nur mal loswerden, damit Du weißt, das das Urkundenfälschung ist, kann ja sein, daß Dir das nicht klar ist."
    Dann umdrehen und weg, damit keine Diskussion entsteht.
    Damit denke ich, hat man sein Erwachsenen-Pflicht/Elternpflicht genüge getan.

    Für eine weitere Lehre,wenn sie nicht im unmittelbarem Bezug steht zum ersten Beruf, also darauf aufbaut oder ähnlich ist oder eher als Weiterbildung zum erlernten Beruf steht, seid ihr nicht mehr unterhaltsverspflichtet.
    Auch ein Studium muß sozusagen anhängig und im Zusammenhang gesehen werden.
    Er könnte ja theoretisch arbeiten in seinem erlernten Beruf und IT-System-Kaufmann und Fachinformatik im Abendstudium machen.

  4. Re: Volljährige Kinder - Probleme? -

    Merde, nee...

    "Außerdem würde ich ihn darauf hinweisen, dass er sich eine zweite Ausbildung gut überlegen soll, denn ihr seid nicht verpflichtet, die zu finanzíeren."

    DAs würde ich eben nicht tun, damit kann er sie ganz schön reinreiten. Wenn er sich dann unter Druck gesetzt fühlt, bricht er evtl die, die er jetzt macht ab und DANN MÜSSEN ihn die Eltern weiter finanzieren!

    Und nochmal wegen Kostgeld: Wie gesagt, das ist NUR fair, wenn ihr denen dafür das Kindergeld auszahlt!!! Es ist gsetztlich nunmal so dass Eltern unterhalspflichtig sind und wenn sie wollen, dass die Kinder ihr essen oder so selbst finazieren, dann stht den KINDERN das Kindergeld zu. Da gibt es sogar Gerichtsurteile zu, dass das kindergeld eigentlich ab 18 an die KINDER ausgezahl werden soll! DANN könne sie sich davon am Haushaltsgeld betieligen (eben ihr eigenen Essen kaufen, Kleidung kaufen sich die meisten Kinder in dem Alter ja eh selbst, obwohl Eltern laut Gesetzt sogar DAZU verpflichtet wären).

    Ich finde das unfair, wenn die Kinder ausziehen, müssten die Eltern fett löhnen und weil die Kinder zu hause bleiben sparen die eltern nicht nur den Unterhalt, sondern behalten auch noch das Kindergeld ein UND verlangen dann auch noch Kostgeld und DANn auch noch 1/3 - das finde ich ei FRECHHEIT. Da wäre ich, schon alleine, damit meine Eltern zahlen müssen, sofort ausgezogen!

    LG

    Natalie

  5. Avatar von Rosenrot333
    Registriert seit
    16.01.2003
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    154

    Re: Volljährige Kinder - Probleme? -

    Hi murmel,

    komisch das du das eine Frechheit findest, wenn man von dem Kind Kostgeld verlangt. Hast du dir schon Mal überlegt, dass es auch Familien gibt die jeden Cent 2x umdrehen müssen(ich zum Beispiel) und sich bei Kostgeldabgabe, die Qualität des Speiseplans doch erheblich verbessern könnte. Wenn ich mir zum Beispiel vorstelle, alle buckeln sich krum, der, der wunderbar lebt, wäre mein Sohn, haute sich jeden Tag Mc Doof und Pizza rein, hätte immer Geld, Klamotten ect. und seine Geschwister sässen daneben und staunten, nee, das wäre es glaube ich auch nicht. Ich bekomme ja kein Kindergeld, aber selbst wenn, würde ich schon auch Kostgeld verlangen, im angemessenen Rahmen natürlich.Ich denke auch dass, dieses auch mit zur Erziehung beiträgt. Da man aber hier in Spanien in der Ausbildung kein Geld verdient, ist das Thema für mich eh uninteressant. Mein Sohn bekommt ja nur 30 Euro Taschengeld im Monat, mehr ist einfach nicht drin. Scheint ihm ja zu reichen...
    Liebe Grüsse, rosenrot

  6. Re: Volljährige Kinder - Probleme? -

    Die Frechheit bezog sich eher so auf 1/3 - das finde ich sehr viel. Ich finde zwar Kostgeld in der Ausbildung generell nicht so gut, aber eine Frechheit hätte ich das nicht genannt.

    Ich sehe das eher so:

    1) Würden die Kinder ausziehen, ginge es finanziell noch schlechter
    2) Fält ja schonmal das Taschengeld an ddas jetzt verdienende Kind weg, wodurch ma etwas einspart.

    Meine Eltern waren auch nie reich oder so. Im Gegenteil wir hatten auch Schulden usw. aber trotzdem...

    Mein Freund ist mit bei meinen Eltern eingezogen als ich 16 war. Er war da 17. 2 jahre lang haben sie ihn quasi so mit durchgefüttert und als er moit 19 eine Ausbildung begann, hat mein Papa halt gesagt, jetzt hätte er gerne Kostgeld von ihm. Das fand ich auch völlig ok, denn für ihn bekam er ja kein Kindergeld (er hätte eigentlich schon die Jahre vorher das Kindergeld von seinen Eltern verlangen sollen). Jedenfalls bekam mein freund dann mit 19 das Kindergeld von seinen Eltern ausgezahlt (was ja auch juristisch richtig so ist!) und bezahlte DAVON dann das Kostgeld bei meinem Vater. Etwas mehr gab er schon. Mein Freund verdiente damals 900 DM und hatte eben das Kindergeld und gab insgesamt 200 DM bei meinem Papa ab. Das war also ca. 1/5 des Einkommens und ich fand das auch ok so. Alles über 1/4 finde ich echt übel...

    Und es ist ja auch eine Sache, wie man das dem Kind vermittelt. Wenn man mit dem Kind redet und sagt: hör zu, wir haben nicht viel. Du kannst dir hetzt plötzlich viel mehr leisten als wir uns und wir fänden es nur fair, wenn du uns davon was abgibst, denn das kommt auch dir zu Gutem dann können wir auch besser einkaufen etc. Das wär ja gar kein Thema.

    Aber wenn mir Eltern sagen würden (die wohlmöglich nicht mal jeden Cent umdrehen müssen) - so zack 1/3 Geld her - denen würde ich was husten, da würde ich ausziehen...

    Der Ton macht ja auch die Musik. Wenn hier mal jemand geschrieben hätte: "ich nehme meinen Kindern das Geld ja nicht gerne ab, aber es geht nunmal nicht anders - ok. Aber hier klingt es so, als wäre das eine absolute selbstverständlichkeit egal, wie die Geldtaschen der Eltern aussehen. Und wenn die Eltern eigentlich gut Geld haben, find eich es Aubeuterei von dem Mini-Lohn noch etwas abzuzwacken. Eine Ausbildung ist auch ein voller Job!
    Die Ausbildungsgehälter sind echt übel klein find ich. Davon noch 1/3 abgeben das wär aj heftig. Das hätte bedeutet, dass mein Freund für 600 DM - also 300 Euro 40 Stunden die Woche gearbeitet hätte... neee, das würde ich nicht mitmachen. Immerhin musste er davon ja dann auch Kleidung, Schulmaterial, Bücher, Auto, Sprit etc. selbst kaufen. da blieb auch so nicht so viel...

    LG

    Natalie

    P.S. Ich fände es ok, dem Kind das Kindergeld auszuzahlen und eben zu sagen, dass davon auch eigene Lebensmittel eingekauft werden müssen oder dann eben eine Haushaltskasse zu machen in die das Kind etwas einzahlen soll für Lebenmittel, Hygieneartikel, Telefonkosten etc. Das sollte dann aber wirklich fair gerechnet werden, dass er davon wirklich nur seinen Teil oder vielleicht etwas mehr trägt. Aber erst KG einbehalten und dann 1/3 Lohn fordern finde ich einfach frech.

  7. Avatar von Rosenrot333
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    Re: Volljährige Kinder - Probleme? -

    Hi murmel,

    , so ähnlich sehe ich das dann auch.

    Grüsschen, rosenrot

  8. Avatar von Rosenrot333
    Registriert seit
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    Re: Volljährige Kinder - Probleme? -

    @ mother.

    Genauso würde ich das auch handhaben.

    LG rosenrot


  9. Registriert seit
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    11

    Re: Volljährige Kinder - Probleme? -

    Hallo, nun muss ich auch mal meinen Senf dazu abgeben. Ich habe Verhaltensgestörtenpädagogik studiert und das passt hier vielleicht ganz gut... ;-)
    Ich sage jedoch gleich, dass ich natürlich nicht! glaube, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben! Will nur sagen, was mir eingefallen ist.
    1. Hat sich schon mal jemand in den Sohnemann reinversetzt? Man kann von außen nicht feststellen oder beurteilen, wie es soweit gekommen ist. Aber wie fühlt er sich wohl? Hat er überhaupt Freunde, wenn er sich angeblich allen überlegen fühlt? Fühlt er sich vielleicht gottverdammt einsam??? Fühlt er sich innerlich leer und will dies mit seinen Einkäufen betäuben? Ist er vielleicht auch eifersüchtig auf seinen kleinen und im Vergleich zu ihm ach so lieben Bruder?? Was ist die Folge, wenn man sich einsam fühlt, gleichzeitig auf den kleinen Bruder eifersüchtig ist? Sagt man das? Gibt man das gerne zu?? Oder ändert sich da vielleicht ganz eventuell allmählich das Verhalten? Man lässt keinen mehr an sich ran, dann kann man auch nicht enttäuscht werden! Oder ganz simpel: Man provoziert, um wenigstens etwas Aufmerksamkeit zu erreichen.
    2. Vielleicht wird in der Familie viel geredet, aber nichts gesagt?
    3. Eine effektive Erziehungsmethode: Konsequenz!! Nicht strafen, v.a. nicht körperlich, das ist ja wohl echt arm!! Nicht nur reden, sondern auch tun. Handeln wie angekündigt. Warum fällt Konsequenz so schwer? Einerseits ist es - auf kurze bis mittelfristige Sicht - anstrengend. Andererseits hat man oft das Gefühl so Macht abzugeben. Indem man z.B. nicht nur 10 mal sagt, dass der TV jetzt gleich abgeschaltet wird, nicht ewig diskutiert, ob wirklich und nicht doch noch 5 Min. länger... sondern indem man wirklich ausschaltet, gibt man die scheinbare Macht der eigenen Worte ab - an die Tat. Bißl verkopfte Theorie aufs erste, aber einen zweiten Gedanken wert.
    4. Systemtheorie. Wenn sich ein Teil des Systems ändern soll, fällt dies leichter, wenn sich das ganze System ändert, also in dem Fall die Familie als erstes. Der Große ist nicht der Sündenbock!!!!! Wie sieht deine Ehe denn z.B. aus? Werden durch das Riesenproblem Sohnemann vielleicht andere Probleme gar nicht mehr gesehen? Hat das Problem Sohn so gesehen quasi einen Sinn?
    4.b) System Ausbildung. Kann Kontakt mit Ausbildern / Lehrern aufgenommen werden? Sehen andere von außen das Problem auch?

    So, dies alles ist mir beim Durchlesen eingefallen, als ein paar Denkanstöße in der scheinbar verfahrenen Situation!

    Sommerregen.


  10. Registriert seit
    01.10.2004
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    35

    Re: Volljährige Kinder - Probleme? -

    Murmeltier, manches an deiner Argumentation ist juristisch nicht ganz korrekt.

    Du scheinst davon auszugehen, dass jedes volljährige Kind, dass sich noch in der Ausbildung befindet, dass Recht hätte, auszuziehen und von seinen Eltern dann Unterhalt zu verlangen. Das ist nicht richtig. Eltern können den Unterhalt in "Naturalien" leisten. Wenn dem Kind in der Wohnung der Eltern ausreichend Platz zur Verfügung steht und die Eltern dafür sorgen, dass das Kind ausreichend verpflegt wird, haben die Eltern ihre Verpflichtung grundsätzlich erfüllt.

    Sonst muss das Kind schon nachweisen, dass sein Verhältnis zu seinen Eltern unheilbar zerüttet ist, um Unterhaltsanspruch geltend zu machen.

    Was du ebenfalls nicht zu wissen scheinst, es gibt kein Kindergeld mehr für die Eltern, wenn die Ausbildungsvegütung des Kindes einen gewissen Betrag überschreitet.

    Auch deine Ansicht " Würden die Kinder ausziehen, ginge es finanziell noch schlechter" ist so nicht richtig. Ich glaube fast, du machst dir falsch Vorstellungen von der Höhe des Unterhaltsanspruchs. Der liegt zur Zeit bei 600 € monatlich und es wird die Ausbildungsvergütung und (wenn es noch gezahlt wird) das Kindergeld angerechnet.

    Wir haben zum Glück ein sehr gutes Verhältnis zu unseren Söhnen. Aber mein Ältester kann auch ganz gut rechnen und er war sich absolut darüber im Klaren, dass er sehr viel mehr Geld zur eigenen Verfügung hatte solange er bei uns wohnen blieb. Und das, obwohl er ein Drittel abgeben musste. Denn wie ich geschrieben hatte, er hatte seine zwei Drittel zur "freien" Verfügung. Er brauchte davon weder Kleidung noch Schulmaterial zu bezahlen, Auto hatte er zu der Zeit kein eigenes, ihm stand meines zur Verfügung und den Sprit brauchte er auch nur zu bezahlen, wenn er das Auto ausnahmsweise mal mit fast leerem Tank übernahm.

    merde

    PS: Mein Sohn hat im ersten Lehrjahr knapp über 800 DM verdient, im zweiten etwas mehr als 900 DM und im dritten knapp über 1000 DM. Ich fände es eine Frechheit, hätte er dieses Einkommen für sich behalten und von uns weiter erwartet, dass wir für seinen Lebensunterhalt aufkommen.

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