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  1. Avatar von Sneek
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    AW: Volljährige Kinder - Probleme? -

    Ich weiß nicht, wie man das festlegt, ob jemand emotional wirklich erwachsen ist. Manche werden es wohl nie, und man kann es nicht mal daran festmachen, ob jemand selbst schon Kinder hat.

    Fest steht aber, dass man mit Erreichen der Volljährigkeit, spätestens mit 21 (strafrechtlich gilt man bis dahin noch als Heranwachsender, soweit ich weiß) für seine Taten und Fehler selbst einstehen muss. Wenn ich mich auf einer Party besaufe und den ganzen nächsten Tag über dem Klo hänge, ist das halt so. Es ist nicht mehr die Aufgabe anderer Leute, mich davor zu bewahren.

    Das heißt ja nicht, dass man als Erwachsener nicht auch mal einen Rat von anderen Menschen annimmt, aber das ist vom Alter unabhängig.

  2. Avatar von Rowellan
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    AW: Volljährige Kinder - Probleme? -

    Zitat Zitat von Paraplumeau Beitrag anzeigen
    Ich auch. Und was für grauenvolle Aussichten für die Eltern.

    Ich war mit 18 in jeder Hinsicht erwachsen. Völlig unabhängig in jeder Hinsicht. Mit Ende 20 war ich in 10 Jahre im Beruf, hatte ich drei Kinder, Ehemann und Haus.
    Ich glaube, da spielt auch der Ausbildungsweg eine Rolle. Ich war fast 7, als ich eingeschult wurde, also 19,5 beim Abi, 20 bei Studienbeginn - da hätte ich mich als alles, nur nicht erwachsen bezeichnet. Kam aber auch dazu, daß "selbständig auf eigenen Füßen stehen" kein Erziehungsziel meiner Eltern war. Ich habe dann zwar mit Anfang 20 geheiratet und bin ein paar hundert Kilometer weg von Zuhause gezogen, im Nachhinein muss ich aber sagen, ich hab da nur "erwachsen" gespielt, so richtig mit beiden Füßen im Leben war ich auch erst Ende 20. Da war das Studium zuende (14 Semester bis Abschluss Diplomarbeit war bei uns Standard), ich hatte schon diverse Nebenjobs ausprobiert und kam dann auch irgendwann mal im Berufsleben an.

    Jemand, der mit 16 oder 17 eine Ausbildung macht, direkt eigenes Geld verdient und vielleicht auch direkt mit 18 in eine eigene Wohnung zieht, der wird deutlich schneller erwachsen.
    *lost in the woods*

  3. Avatar von Paraplumeau
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    AW: Volljährige Kinder - Probleme? -

    Ich glaube eher, da spielen innere Befindlichkeiten eine Rolle.

    Ich bin mit 6 eingeschult und hatte mit 18 Abitur, zwischen 18 und 21 habe ich mein "Handwerk" studiert, habe aber seit 18 schon Geld verdient.

    Ich war allerdings mit 5 im Kopf schon ziemlich unabhängig, klingt verrückt, ist aber so gewesen.
    Mit 16/17 wurde ich - ausgelöst durch die politischen Verhältnisse - extrem schnell erwachsen und einsichtig.

    Es ist ein soziologisch erforschtes Phänomen, dass sich die Phase der Jugend inzwischen bis weit ins dritte Lebensjahrzehnt streckt.
    Persönlich finde ich das peinlich und stehe daher als Feuerwehr, Partyveranstalter und Partyaufräumer für alle meine Kinder ab 18 Jahren nicht mehr zur Verfügung.

    Irgendwann muss mal Schluss sein damit.
    Wenn ich anderer Leute Innerstes sehen wollte, wäre ich Gerichtsmedizinerin geworden.

  4. AW: Volljährige Kinder - Probleme? -

    Zitat Zitat von Sneek Beitrag anzeigen
    Fest steht aber, dass man mit Erreichen der Volljährigkeit, spätestens mit 21 (strafrechtlich gilt man bis dahin noch als Heranwachsender, soweit ich weiß) für seine Taten und Fehler selbst einstehen muss. Wenn ich mich auf einer Party besaufe und den ganzen nächsten Tag über dem Klo hänge, ist das halt so. Es ist nicht mehr die Aufgabe anderer Leute, mich davor zu bewahren.
    Zitat Zitat von Paraplumeau Beitrag anzeigen
    Es ist ein soziologisch erforschtes Phänomen, dass sich die Phase der Jugend inzwischen bis weit ins dritte Lebensjahrzehnt streckt.
    Persönlich finde ich das peinlich und stehe daher als Feuerwehr, Partyveranstalter und Partyaufräumer für alle meine Kinder ab 18 Jahren nicht mehr zur Verfügung.

    Irgendwann muss mal Schluss sein damit.
    Dieses Phänomen ist an mir vorbei gegangen.

    Wir leben hier in einer Hausgemeinschaft.
    Gemeinschaftlich genutzt werden ein riesiger Raum gerade auch für Parties, ein Dachgarten, ein Café.

    Alle Parties werden angefragt, alle unter Volljährigkeit benötigen einen verbindlich verantwortlichen Erwachsenen - auch rein rechtlich.

    Die Räumlichkeiten müssen natürlich gesäubert werden.

    Bei Hauskids läuft das i. d. R. ohne Probs.

    Externe Parties haben wir abgeschafft.

    In Feuerwehrsituationen ist man da nicht dankbar, wenn es eine Feuerwehr gibt, und hilft man da nicht, wenn Hilfe geboten ist, aber keine Feuerwehr zur Hand?

    Wenn mir die Gefahr für Feuerwehrsituationen zu hoch ist, dann gibt es bei mir keine Party.
    Now, bring me that horizon.

    Mein Avatar zeigt Euch Smashie. - Sie wurde nur 3 Jahre alt.

    Sie kam als Streuner mit einem Trichter um die Beine, den sie sich dann selbständig ausgezogen hat.
    NYC's ACC platzierte sie auf der berüchtigten **Kill List**
    Kein Foster - keine Rettung.
    Smashie starb am 17.09.2016.
    Ihre grünen Funkelaugen gibt's nicht mehr.
    Sie war eine sehr liebe, menschenliebende zarte Fee.

    Es ist ein Privileg die tägliche **Kill List** zu bekommen.


  5. Registriert seit
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    AW: Volljährige Kinder - Probleme? -

    Zitat Zitat von Paraplumeau Beitrag anzeigen
    Ich glaube eher, da spielen innere Befindlichkeiten eine Rolle.
    Das glaube ich auch. Auch bei meinen Eltern war "zur Selbständigkeit erziehen" nicht erste Priorität, denen wäre es am liebsten gewesen, ich wäre zum Studieren gar nicht ausgezogen, aber ich wollte unbedingt weg, es gab dann einen Kompromiss (2 Jahre noch zu Hause, dann aber richtig weit weg). Und ich wollte nicht weg, um wilde Parties zu feiern, sondern um endlich nicht mehr ständig so eine Gluckenmutter hinter mir zu wissen.

    Ich habe im Job sehr viel mit jungen Menschen im Alter zwischen 18 und 28 Jahren zu tun, und ich habe immer den Eindruck, dass es sehr auf die Persönlichkeit und weniger auf's Alter ankommt, wie "erwachsen" die sind. Allerdings sehe ich auch, dass gerade junge Männer zwischen 18 und 21 noch massiv nachreifen, weshalb ich inzwischen auch verstehe, wieso so oft in der Altersspanne noch nach Jugendstrafrecht geurteilt wird.


  6. Registriert seit
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    AW: Volljährige Kinder - Probleme? -

    Zitat Zitat von Paraplumeau Beitrag anzeigen
    Ich glaube eher, da spielen innere Befindlichkeiten eine Rolle.
    Das denke ich auch.

    Ausgezogen und (auch finanziell Dank Bafög) unabhängig gelebt bin/habe ich nach dem Abi, mit 19. Ich habe damals alles alleine organisiert, Studium, Studentenbude, die erste Monate Bafög vorfinanziert, Umzug, Krankenversicherung, Konto, usw, und ich war relativ schlecht vorbereitet, konnte z.B. kaum kochen, Waschmaschine durfte ich zu Hause nicht bedienen, besaß kaum Kleidung, Töpfe, Einrichtung. Trotzdem hat es recht problemlos geklappt. Stolz war ich darauf nicht, eher traurig, dass es niemand für nötig hielt, mehr als Tschüß zu sagen.

    Erwachsen geworden bin ich mit Ende 30. Als das erste meiner Elternteile gestorben ist.

    Erwachsen handeln und erwachsen sein sind zwei ganz verschiedene Dinge. Zum Erwachsensein gehört für mich, Verantwortung für sein Leben zu übernehmen, es aktiv zu gestalten, bewusst Prioritäten zu setzen, nicht nur so vor sich hinzutrudeln. Letzteres habe ich bis Mitte 30 gemacht. Nicht schlecht, guter Abschluss, guter Job, Partnerschaft, usw. aber alles ohne Ziel vor Augen, wie es hat gerade kam. Ein konkretes Ziel habe ich heute immer noch nicht, aber abstrakte in dem Sinne, dass ich weiß, was mir wichtig ist, schon.

    Erwachsen gehandelt habe ich vorher schon. Die besagte Party hätte ich mühelos schon mit 16 organisiert.


  7. Registriert seit
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    AW: Volljährige Kinder - Probleme? -

    Pia, das kenne ich ähnlich. Bei meinem 18. Hat meine mutter finanziert aber kaum noch organisiert, Feuerwehr war auch bei keiner einzigen Party nötig. Ich war trotzdem nicht erwachsen, schon dadurch nicht, dass ich finanziell abhaengig war. Wie soll man jemanden erwachsen nennen der nie finanziell unabhängig von den Eltern war?

  8. Avatar von AweSomeOne
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    AW: Volljährige Kinder - Probleme? -



    Das war mal ein richtig guter, interessanter Strang, mit vielen hilfreichen Kommentaren. Auch oft klare, offene Worte, die man erstmal sacken lassen muss.

    Aber zumindest mit Lösungsvorschlägen oder Verständnis für die Sorgen und Nöte von Eltern/Müttern, die erwachsene Kinder mit kleinen oder auch wirklich großen Problemen haben.

    Und die damit irgendwie an ihre Grenzen geraten. Die Rat, Hilfe oder einfach nur ein bisschen Trost suchen.

    Mittlerweile schreiben hier fast nur noch Menschen, die ihr eigenes Leben scheinbar perfekt im Griff haben und von Anfang an hatten. Und die deshalb auch ihre Kinder perfekt auf den richtigen Weg gebracht haben.

    Das ist ja sehr schön und bewundernswert. Hilft aber denen, bei denen das nicht so ist, leider gar nicht.

    Eigentlich hab ich hier mal wieder vorbeigelesen, weil ich selbst grad echt gerne mal eine andere Meinung/Ansicht zu einer "Kinderangelegenheit" gehört hätte.

    Aber nach den letzten Seiten der Selbstbeweihräucherung hier lass ich das lieber. Das ist ja fast nur noch ein Wettbewerb , wer wann am frühesten, am besten und überhaupt am aller-allererwachsensten war.

    Echt schade um den Strang.
    'Every saint has a past, and every sinner has a future.'
    — Oscar Wilde —


  9. Registriert seit
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    AW: Volljährige Kinder - Probleme? -

    In so mancher Anekdote findet man sich selber ja wieder, ich hoffe allerdings, dass sich der besagte Sohn der TE in den letzten 14 Jahren davon überzeugen ließ, das vertraute Elternhaus doch zu verlassen.
    Mit 20 mag man ja noch zu Hause leben, aber mit Mitte 20, Ende 20 oder sogar mit Mitte 30 sollte ein Kind doch selbstständig genug sein, um ein eigenes Leben zu führen.
    Also liebe Matratze, wir hoffen dann mal lieber doch, daß sich die TE nicht noch mal diesbezüglich meldet ;)

    Zitat Zitat von Matratze Beitrag anzeigen
    Wir machen hier gerade einen ziemlichen Abstecher.
    Das ist ja nicht unbedingt das Thema der TE.
    Wir schweifen ab...
    Ich hoffe, liebe TE, Du meldest Dich zurück!
    Wobei ich es erschreckend finde, daß es Kinder gibt, die so selbstverständlich bei den Eltern leben und sich gar nicht einbringen.


  10. Registriert seit
    06.08.2019
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    AW: Volljährige Kinder - Probleme? -

    Ich hirne über die Probleme von Bekannten:
    Sohn drogenbedingt in einer Schizophrenie.
    Tochter in dem Prozess zum Mann.

    Ich bin ratlos.

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