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  1. Avatar von Leuchtfee
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    AW: Volljährige Kinder - Probleme? -

    Hallo Mitternachtsblau,

    Ich lebe in NRW.
    Wie gesagt, hoffe das er in spätestens 10 Tagen hier wieder raus ist. Liegt jetzt alles an Genehmigung vom Jobcenter.

    Du hast Recht, ich mach mir über seine Dinge schon wieder viel zu viele Gedanken. Ich muss auch aufpassen, dass ich ihm das Leben hier nicht zu angenehm mache. Ist schwierig, weil ja alles vorhanden ist, was das Leben schön macht.

    Mein Mann hat ihm gestern zum wiederholten Male gesagt, er soll zusehen, dass er hier so schnell wie möglich wieder verschwindet.
    Auch eine Reise von tausend Meilen fängt mit dem ersten Schritt an.

  2. Avatar von Mitternachtsblau
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    AW: Volljährige Kinder - Probleme? -

    Zitat Zitat von Leuchtfee Beitrag anzeigen
    Mein Mann hat ihm gestern zum wiederholten Male gesagt, er soll zusehen, dass er hier so schnell wie möglich wieder verschwindet.
    Das würde ich unbedingt versachlichen!!

    Also, ihm sagen, er darf dableiben bis zum xx.xx. (realistisches Datum, in der Spanne muss er zumindest eine Chance haben, was zu bewegen), er bekommt etwas zu essen, darf duschen und die Waschmaschine benutzen.
    Der gesteckte Rahmen sollte unbedingt eng und tendenziell unbequem sein, also auch Bett/Ecke/Schrankfach zuweisen, er hat sich nicht weiter auszubreiten.

    Zum genannten Datum ist er entweder von selbst weg oder mit eurer Hilfe oder dein Mann lädt ihn und seine Siebensachen vor dem nächsten Heim der Heilsarmee ab.

    Hackerei nach dem Motto "Verschwinde schnellstmöglich" ist unsachlich, böse und definitiv keine Hilfe.
    Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten.

    Oscar Wilde


  3. Registriert seit
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    AW: Volljährige Kinder - Probleme? -

    Zitat Zitat von Leuchtfee Beitrag anzeigen


    Wie gesagt, hoffe das er in spätestens 10 Tagen hier wieder raus ist. Liegt jetzt alles an Genehmigung vom Jobcenter.
    Nein, das liegt nicht am Jobcenter! Das ist wieder sowas Richtung Verantwortung abwälzen auf andere.
    Er muss sich kümmern. Er hat doch alle Zeit der Welt!
    Den Wind können wir nicht ändern, aber wir können ihm eine andere Richtung geben (Aristoteles)
    Weisst du warum dein Kopf rund ist ? Damit deine Gedanken eine andere Richtung nehmen können

  4. Avatar von Leuchtfee
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    AW: Volljährige Kinder - Probleme? -

    Zitat Zitat von farfalle61 Beitrag anzeigen
    Nein, das liegt nicht am Jobcenter! Das ist wieder sowas Richtung Verantwortung abwälzen auf andere.
    Er muss sich kümmern. Er hat doch alle Zeit der Welt!
    Es liegt schon an der Entscheidung des Jobcenters, ob die Miete von ihnen gezahlt wird. Er war ja gestern mit allen Papieren dort und hat jetzt für nächsten Freitag Termin bekommen
    Auch eine Reise von tausend Meilen fängt mit dem ersten Schritt an.


  5. Registriert seit
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    AW: Volljährige Kinder - Probleme? -

    Liebe Leuchtfee,

    dir bleibt auch nichts erspart. Ich verstehe, dass ihr ihn nicht weider weggeschickt habt, aber ihr helft ihm damit nicht.

    Mein Sorgenkindle war gestern da. Er macht seit 3 Wochen tagsüber Therapie undmeinte, er will noch ein Urlaubssemester beantragen, die Therapie von 3 Monaten wäre nicht ausreichend.
    In Wirklichkeit hat er Angst vor den ganzen Prüfungen, die er seit 4 Semestern vor sich herschiebt. Er ist langsam einsichtig, eventuell erst einmal eine Lehre zu machen.

    Eigentlich darf er kein Urlaubssemester mehr einlegen, er macht schon das zweite (und studiert jetzt zum 2. Mal ein MINT-Fach, obwohl er im Abi in Mathe, Chemie und Physik äusserst dürftige Noten hatte).

    Es tut einem in der Seele weh, wenn junge Leute sich selbst so im Weg stehen.

    Schönen Sonntag mit dem Enkel!

    lg luci
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH

  6. Avatar von schafwolle
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    AW: Volljährige Kinder - Probleme? -

    Zitat Zitat von Leuchtfee Beitrag anzeigen
    Ich muss auch aufpassen, dass ich ihm das Leben hier nicht zu angenehm mache. Ist schwierig, weil ja alles vorhanden ist, was das Leben schön macht.

    Mein Mann hat ihm gestern zum wiederholten Male gesagt, er soll zusehen, dass er hier so schnell wie möglich wieder verschwindet.
    Offen gestanden, liebe Leuchtfee, glaube ich kaum, dass Du ihm das
    Leben derart schön machen könntest, dass er das, was Dein Mann zu
    ihm - und das auch noch wiederholt - sagt, zugunsten von ein paar
    Annehmlichkeiten ausblenden könnte.

    Vielleicht kannst Du ja die Zeit, in der er bei Euch wohnt, dazu nutzen,
    Deine Frage, was wohl schiefgelaufen ist, mit ihm gemeinsam zu eruieren?


  7. Registriert seit
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    AW: Volljährige Kinder - Probleme? -

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen
    Offen gestanden, liebe Leuchtfee, glaube ich kaum, dass Du ihm das
    Leben derart schön machen könntest, dass er das, was Dein Mann zu
    ihm - und das auch noch wiederholt - sagt, zugunsten von ein paar
    Annehmlichkeiten ausblenden könnte.

    Vielleicht kannst Du ja die Zeit, in der er bei Euch wohnt, dazu nutzen,
    Deine Frage, was wohl schiefgelaufen ist, mit ihm gemeinsam zu eruieren?
    Das würde ich so nicht so eng sehen.
    Ebend das es dem jungen Mann soviel ausmacht was der Vater ihm sagt. Dann würde er da schon nicht wieder auf der Matte stehen, wenn er das so schlimm fände das Papa sagt in 10 Tagen bist du hier wieder weg. Und das Mama einen Nervenzusammenbruch kriegt.
    Solange es da keine klare Linie gibt wird er immer wieder kommen, weil ja alles nicht klappt, er ja gar nichts dafür kann etcpp.
    Den Wind können wir nicht ändern, aber wir können ihm eine andere Richtung geben (Aristoteles)
    Weisst du warum dein Kopf rund ist ? Damit deine Gedanken eine andere Richtung nehmen können

  8. Avatar von Ivonne2017
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    AW: Volljährige Kinder - Probleme? -

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen
    Offen gestanden, liebe Leuchtfee, glaube ich kaum, dass Du ihm das
    Leben derart schön machen könntest, dass er das, was Dein Mann zu
    ihm - und das auch noch wiederholt - sagt, zugunsten von ein paar
    Annehmlichkeiten ausblenden könnte.

    Vielleicht kannst Du ja die Zeit, in der er bei Euch wohnt, dazu nutzen,
    Deine Frage, was wohl schiefgelaufen ist, mit ihm gemeinsam zu eruieren?
    Das seh ich auch so.
    Ohne den ganzen Strang gelesen zu haben: So redet man mit keinem Hund.
    LG Ivi


  9. Registriert seit
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    AW: Volljährige Kinder - Probleme? -

    Zitat Zitat von Leuchtfee Beitrag anzeigen
    Als ich vom einkaufen kam, saß unser Sohn mit Sack und Pack bei uns in der Küche.

    Also ist er jetzt hier.
    Zitat Zitat von Leuchtfee Beitrag anzeigen
    Ich habe in seiner Tasche ungeöffnete Briefe von der Krankenkasse gesehen.
    Zitat Zitat von Leuchtfee Beitrag anzeigen

    Ja, es ist sein Weg und wenn er ihn dann auch alleine gehen würde, wäre es ja gut. Aber er bindet uns immer wieder mit ein.
    Zitat Zitat von Leuchtfee Beitrag anzeigen
    Wie gesagt, hoffe das er in spätestens 10 Tagen hier wieder raus ist. Liegt jetzt alles an Genehmigung vom Jobcenter.

    Du hast entschieden, wie du entschieden hast.
    Ob die Einsicht echt oder geheuchelt ist.
    Er ist da.

    Bei den Ämtern hat er alles erledigt, sagt er also.
    Was in Bezug auf mindestens die Krankenkasse schonmal nicht stimmt...

    Briefe ungeöffnet - Die Krankenkasse ist sein Thema, nicht deins.


    So kann er seinen Weg gar nicht alleine gehen. Das wurde ihm von dir wieder abgenommen.

    Du hast aktiv entschieden dich wieder einzubinden.
    Niemand sonst.
    Und für deinen Mann gleich mit? Oder seid ihr rausgegangen, habt euch besprochen und tragt diese Entscheidung nun gemeinsam?
    Die Äußerungen deines Mannes wecken in mir die Vermutung, dass er möglicherweise gerne anders entschieden hätte.
    Nimmt er zuviel Rücksicht auf dich?


    Wann euer Sohn, dieser längst erwachsene Mann, wieder bei euch auszieht, liegt in keiner Weise an der Entscheidung des Jobcenters!
    Dieser Zeitpunkt liegt in deinen und deines Mannes Händen!
    Ihr entscheidet. Du entscheidest.

    Im Interesse des erwachsenen Sohnes, setze ein klares Datum an.
    An diesem Tag muss er gehen.
    Ohne Diskussion. Ohne Aufschub.
    Wohin, ist seine Verantwortung, seine Sache, sein Thema.
    Nicht deines.


    Ihr steckt in alten Mustern fest.
    Du lässt dich erweichen, statt klarem Kurs schlingerst du mit unruhigem Bluck mal links, mal rechts, sowohl Ziel als auch Weg aus den Augen verloren.
    Ebenso schlingert er durch das Leben.

    Besser wäre meiner Meinung nach, du würdest mit festem Blick dein Ziel fixieren, den Weg dahin immer im Auge behalten.
    Hilfe ist Hilfe zur Selbsthilfe.
    Eine kleine Stärkung, ein, zwei Adressen/Anlaufstellen, an welche er sich wenden kann.
    Prüfend, erinnernd ins Gespräch seine aktuelle Zielsetzung einfließen lassen.
    Ihn mit einer Umarmung, einem "Du schaffst das!" auf SEINEN Weg zurückschicken.
    Geändert von Lizzy1234 (16.06.2019 um 20:50 Uhr)

  10. Avatar von Mitternachtsblau
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    AW: Volljährige Kinder - Probleme? -

    Zitat Zitat von Ivonne2017 Beitrag anzeigen
    So redet man mit keinem Hund.
    Mein persönlicher Eindruck:
    Das ist das System in Familie Leuchtfee: Sohn bringt nichts zustande, Vater motzt und stänkert, Mutter jammert und weint. Letztlich nehmen ihm beide trotzdem sein Leben ab.

    Sohn reitet weiter sein Leben zuschanden. Vater motzt mehr, Mutter weint mehr. Letztlich nehmen weiter trotzdem beide sein Leben ab.

    Und so dreht sich die ungute Spirale immer weiter...alle Beteiligten bleiben in ihren Rollen gefangen.

    Wut vom Vater, Kummer der Mutter erreichen einen neuen Höhepunkt, Sohn investiert sämtliche Energie dahin, seine Eltern dazu zu bringen, sein Leben wieder zu übernehmen bis dahin, dass sie ihn wieder aufnehmen - statt in sein eigenes Leben.

    Alle drei sind in dieser systemischen Interaktion gefangen. Alle drei sind auf ihr System konditioniert.
    Ich glaube, ohne Hilfe von außen kann man das gar nicht aufbrechen.

    Der Gedanke ist daraus entstanden, dass der Vater den Sohn derart anpöbelt, aber trotzdem wieder reinlässt. Er hätte schließlich auch die Freiheit gehabt, ihn stattdessen freundlich, aber konsequent zum nächsten Obdachlosenheim zu verweisen.

    Edit: das entspricht ziemlich genau dem, was Lizzy an ihr Post noch angehängt hat.
    Dem Gedanken nachzugehen ist offenbar nicht so ganz falsch.

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