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  1. Inaktiver User

    Re: Volljährige Kinder - Probleme? -

    Hallo,
    eure Berichte machen mich fassungslos.

    Wenn ihr zurückblickt: Wann hat dieses (wirklich a-soziale) Verhalten bei euren Kindern begonnen?
    Würdet ihr heute in dieser Anfangsphase die Dinge anders handhaben und glaubt ihr, (vermeidbare) Fehler gemacht zu haben?

    Ich habe eine 11jährige Tochter - noch sehr lieb und pflegeleicht - deshalb interessiert mich dieses Thema sehr.

    LG Xaloc

  2. Avatar von Ditsy
    Registriert seit
    11.08.2003
    Beiträge
    9

    Re: Volljährige Kinder - Probleme? -

    Hallo zusammen,
    ich selber bin "erst" 19, wohne seit 5 Monaten in meiner eigenen (Miet-)Wohnung und mit meinem Freund zusammen.
    Sicherlich gab es bei mir zu hause auch ein paar Streitpunkte, aber es war nie so, dass meine Eltern mir angedroht hätten, dass sie mich rausschmeißen, wenn sich nicht gravierend was ändert. Ok, ich war jetzt auch nicht so schlimm, wie Ellekes Sohn sich benimmt.
    Letztes Jahr, als ich mein Abi gemacht habe, hatten meine Eltern vollstes Verständnis dafür, dass ich nicht die Zeit für den Haushalt und Bügeln etc. hatte und haben es in dieser Zeit für mich erledigt; nachdem die Klausuren vorbei waren, habe ich alles wieder selber gemacht und meine Eltern als Dank auch ab und an mal nett bekocht. Das war alles selbstverständlich, kein Stress, keine schlechte Laune, nichts! Ich habe schon früh gelernt, selbständig für mich zu sorgen, musste mein Zimmer auch selber putzen, hatte zwar ein eigenes kleines Bad, aber das war auch von mir sauber zu halten. Alles gar kein Thema.
    Sicherlich habe ich nicht immer alles so erledigt, wie meine Eltern es sich gewünscht haben, es gab auch ab und zu mal einige strenge Töne, nach denen ich dann aber auch an meinem Verhalten gepfeilt habe.
    Dennoch: Kostgeld o.Ä. hätte ich nie zahlen müssen, auch, wenn ich selber verdient hätte. Meine Eltern haben eher von mir erwartet, dass ich meine Großeltern noch regelmäßig besuchen gehe und auch sonst familiäre Aktivitäten mitmache, was ich aber auch gerne mache. Das liegt sicherlich auch daran, dass meinen Eltern dies immer schon wichtig war und ich von kleinauf da rein gewachsen bin....
    Auch, wenn euch eure Kinder so aufregen: es sind immer noch eure Kinder!
    Von Schloss-Auswechseln halte ich persönlich nichts! Rede mit deinem Sohn, Elleke, streng, und wenn das dann immer noch nichts nützt, dann bleibt wohl leider keine andere Wahl, als ihn vor die Tür zu setzen. Aber ob sich dann dadurch das Verhältnis verbessert.... das bezweifle ich eher!
    Ich will niemanden angreifen, aber ich denke, wenn schon strenge Töne und Androhungen nichts mehr nützen, dann ist irgendwann an einem Zeitpunkt etwas schief gelaufen, an dem der/die Kleine hätte auf etwas bestimmtes hören sollen und es nicht getan hat. Vielleicht hätte man schon eher etwas härter durchgreifen sollen... dann würden sich die Sprößlinge vielleicht auch gar nicht erst trauen, sich so zu benehmen!?
    LIebe Grüße, bin ja mal gespannt, was sich weiterhin ergibt,
    Ditsy


  3. Registriert seit
    06.12.2003
    Beiträge
    118

    Re: Volljährige Kinder - Probleme? -

    Tja, wann hat es angefangen mit den Problemen?
    Ich würde sagen, mit 12-13 Jahren. Unser großer war immer schon schwierig und wollte schon als Kleinkind immer, dass alle anderen Kinder das spielen, was er will. Wollten sie das nicht mitmachen, wollte er nicht mit ihnen spielen. Auch im KiGa und Schule hat er immer ein schlechtes Sozialverhalten gehabt.Alle mußten sich ihm anpassen. Er war der King und hatte das Sagen.

    Er war nie ein Schlägertyp, hat nie geraucht und trinkt auch keinen Alkohol, damit gab es nie Probleme, aber er legt sich in Worten mit den anderen an. Kein Freund war ihm über längere Zeit gut genug. Und vor allem: er hat immer die Schuld bei den anderen gesucht, nie bei sich selbst. Andere Kinder waren "scheiße", wenn er nicht mit ihnen klar kam. Die Lehrer waren "sch....", wenn er schlechte Noten schrieb,die Eltern sind "sch..." wenn sie mit seinem Verhalten nicht klar kommen u.s.w., u.s.w.

    Und wir Eltern haben immer versucht, ihm zu erklären, dass er bei sich selbst anfangen muss, an sich zu arbeiten und nicht immer alles auf die anderen schieben darf.
    Aber geändert hat sich leider nichts.

    Unser "Kleiner" ist erst 9 Jahre alt, aber das Gegenteil vom Großen. Ich bilde mir ein, dass ich mit ihm auch nicht anders verfahre, als früher mit dem Großen. Aber vielleicht täusche ich mich darin auch. Er leidet besonders unter dem schlechten Verhältnis zwischen Bruder und Eltern, denn er liebt seinen Bruder und umgekehrt Gott sei Dank auch.

    Ich muss noch kurz was zum "Pizzas bezahlen" sagen:Dies tun wir, da wir das Kindergeld einbehalten und als Beamte noch einen Familienzuschlag bekommen.Lt. unseren Berechnungen übersteigen Strom, Wasser, Heizung, Lebensmittel (wie Pizzas u. Süßes!!)diesen Gesamtbetrag nicht. Außerdem ersetze ich natürlich nur einen Betrag, der sich noch im Normalmass bewegt. Er könnte nun nicht jeden 2. Tag einen Großeinkauf starten!!

    Und noch was:
    Vermeidbare Fehler erkenne ich mittlerweile durchaus. Ich war früher oft zu inkonsequent! Das ist das Schlimmste, was man machen kann! Wenn einmal etwas untersagt wurde, darf man sich nicht "belabern" lassen und dann wieder "umfallen"!!
    Jedenfalls nicht bei Kindern, die das sofort ausnutzen und dann ihren Vorteil daraus ziehen. Es gibt aber durchaus auch Kinder, die da etwas pflegeleichter sind. Aber eben nicht mein "Großer".

    Elleke

  4. Avatar von Rosenrot333
    Registriert seit
    16.01.2003
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    154

    Re: Volljährige Kinder - Probleme? -

    Hi ditsy,
    ich finde es sehr ritterlich das du deine Altersgenossen so verteidigst, aber ich muss dir leider sagen, das ich schon seit mein lieber Sohn in die Schule geht Problem dort mit ihm hatte, und auch sonst in anderen Dingen war er schon immer ein schwereer Fall....jetzt nachdem ich mir 12 Jahre den Mund fusselig geredet habe, wird es Zeit für Konsequenzen...ich liebe meinen Sohn und eben deshalb möchte ich ihm endlich auf die Sprünge helfen...eigentlich ja auch schon seit Jahren, aber auch sein Opa sagte schon, er hätte eine Zementbirne...und er hatte recht;-)
    Wenn er jetzt, nach jahrelangen schulischen Abhängen Nichts tut, muss er leider selbst sehen wo es lang geht. Wäre ich wohlhabend könnten wir das vielleicht 20 Jahre weiter durchziehen. Bin ich nicht, mein Mann und ich müssen hart und viel arbeiten für unsere Kröten und haben jetzt keinen Bock mehr uns das weiter anzusehen.
    Kinder können grausam sein, ich freue mich sehr für deine Eltern, dass sie es leichter mit dir hatten. Liebe Grüsse, rosenrot

  5. Inaktiver User

    Re: Volljährige Kinder - Probleme? -





  6. Registriert seit
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    1.085

    Re: Volljährige Kinder - Probleme? -

    Interessant erscheint mir, dass es das Problem des "Nesthockers" scheinbar vor allem bei Jungen gibt... Ich kann - da kinderlos - nur meine Erfahrungen als 'Kind' einbringen: Als Mädchen habe ich schon früh gelernt, im Haushalt zu helfen. Nicht im Übermaß, aber Spülen, Bügeln etc. waren Aufgaben, an denen ich mich - meist ohne großes Murren - beteiligt habe. Mein Bruder durfte meinem Vater beim Auto helfen etc., also Aufgaben erledigen, die ihm Spaß gebracht haben. Dafür bekam er auch immer den jeweils Gebrauchten meines Vaters. Ich bin nach dem Abi sofort ausgezogen (Studium in anderer Stadt), mein Bruder ist mit 32 (!) ausgezogen. Warum auch früher: Er hatte ein Zimmer für sich, wurde bekocht, seine Wäsche gewaschen und gebügelt, also sozusagen All Inclusive - für 200 DM im Monat "Kostgeld" (er hat gut verdient, das war also keine große Summe für ihn!). Solange es funktioniert...

  7. Avatar von Rosenrot333
    Registriert seit
    16.01.2003
    Beiträge
    154

    Re: Volljährige Kinder - Probleme? -

    Hi Laura,
    ich denke das man bei 20-jährigen wohl nicht von Nesthockern sprechen kann. Es geht ja auch nicht darum, die Kinder aus dem Haus zu bekommen, sondern ihnen zu verstehen zu geben, dass sie ihre Verhaltensmuster ändern müssen. Das die Kinder so früh ausziehen, ist im überigen eine typisch nordeuropäische Geppflogenheit. In südlichen Ländern ist es normal, mit 30 noch zu Hause zu wohnen.
    Liebe Grüsse, rosenrot

  8. Inaktiver User

    Re: Volljährige Kinder - Probleme? -

    Ja, Rosenrot, in südl. Ländern Europas wohnrn dir jungen Erwachsenen länger zu Hause - aber meist nicht ganz freiwillig, sondern weil der Verdienst in der Regel nicht für eine eigene Wohnung nicht reicht. Sozialleisungen wie hier gibt es auch nicht.

    LG, Frida

  9. Inaktiver User

    Re: Volljährige Kinder - Probleme? -

    @ Elleke

    Klar behaltet ihr das Kindergeld, sollte er das deiner Meinung nach denn auch noch bekommen? Er lebt bei euch, hat ein eigenes Zimmer, frisst euch die Kühltruhe leer, ihr zahlt Strom, Heizung, Wasser. Schön, wenn ihr da nicht draufzahlt, ich finde, er kommt ganz schön billig weg, da könnte er sich wenigstens benehmen.

    LG Selma

  10. Inaktiver User

    Re: Volljährige Kinder - Probleme? -

    Bzgl Pizza:
    warum zahlt Ihr ihm nicht die Differenz aus, dann soll er sich um seine Verpflegung selber kümmern? Das geht dann auch mehr in Richtung Selbstständigkeit.

    Bzgl Kleider ins Zímmer/Joghurtbecher:
    Der Respekt geht natürlich in beide Richtungen. Für Eltern endet meiner Meinung nach spätestens bei 18 an der Zimmertür ihr Territorium. Das ist bei anderen Vermietern nicht anders. Wenn da nicht gerade ein Wasserschaden droht...

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