Liebe Sina, lass dich mal trösten:und
und *streichel*.
Das mit dem Betreuten Wohnen hört sich doch ganz gut an. Eine Kollegin von mir hat ihren 18-Jährigen auch im Januar in so eine WG "verfrachtet", ihr zumindest geht es seither sehr viel besser. Sie meint auch, dass es an den Genen liegt.
Hört sich blöd an, aber ich bin auch dieser Meinung. Bei meinen Bekannten gibt es auch Geschwister der Eltern, die gar nicht "wohlgeraten" sind. Auch hier in der Bricom trifft man immer wieder auf Frauen mit mehreren Kindern, wo es immer wieder mit einem Probleme gibt.
Mach dich bloß nicht verrückt, du hast bestimmt nichts Schlimmes falsch gemacht. Wenn sein Vater auch so eine Ader hat -- warum nicht, kann doch sein, oder?
Viele liebe Grüße, Annílein
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22.02.2005, 11:08
Re: Volljährige Kinder - Probleme? -
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23.02.2005, 13:39
Re: Volljährige Kinder - Probleme? -
Hallo Sina,
seit vergangenen Sonntag ist es hier irgendwie ruhig geworden. Geben unsere kids gerade Ruhe? Oder was ist los mit den anderen??? cars hat auch nichts mehr von sich lesen lassen.
Vielleicht haben auch alle gerade keine Zeit zum lesen. Ich setz mich eigentlich immer mal zwischendurch an den PC umd zu sehen, was es Neues gibt.
Ich weiß nicht so recht, was ich dir raten soll!? Du kennst ja meine postings und weißt, dass ich mir genau die gleichen Gedanken mache über meinen Sohn. Ich kann mir auch überhaupt nicht erklären, wie dieses Verhalten entstanden ist und bin mittlerweile auch überzeugt, dass ein Großteil genetisch bedingt ist. Wir erziehen unseren Kleinen bestimmt ähnlich, mit einigen Abwandlungen natürlich, aber er ist total anders wie sein Bruder.
Ich habe beim Großen auch schon oft befürchtet, dass er in die Kriminalität abdriftet.
Und natürlich sind die Gefühle für das Kind da, aber meiner Meinung nach mußt Du momentan weiterhin konsequent bleiben und ihn die Konsequenzen, die evtl. noch kommen, selbst ausbaden lassen. Wie Du ja schon selbst geschrieben hast, tust du das ja für ihn.
Was sagt er denn zu Dir, wenn du ihn auf alles ansprichst? Oder weicht er auch immer aus, wie unser Sohn?
Lieber Gruß
Elleke
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24.02.2005, 11:57Inaktiver User
Re: Volljährige Kinder - Probleme? -
Hallo Elleke,
ich habe mich jetzt durch den ganzen Strang gelesen und wollte nun auch meinen Senf dazu abgeben.
Ich verstehe absolut, in was für einer Zwickmühle Du dich befindest.
Bist Du zu hart und streng, wird vielleicht das bisschen was noch an Beziehung da ist zerstört, bist Du zu weich guckst Du in die Röhre und wirst nach Strich und Faden verarscht und ausgenutzt, was ja schon an sich eine tiefe Enttäuschung ist.
Wie man das am besten regelt, tja da gibt es immer viele Ansätze.
Aus meiner Sicht (ich war auch eine Phase lang ein "Alptraum" für meine Eltern) kann ich nur sagen, ich kann zwar die Antihaltung junger Menschen die noch nicht ausgezogen sind irgendwo nachvollziehen, weil ich auch mal so war. Jedoch sind bei Dir und Deinem Sohn Grenzen überschritten, da hätte ich nie dran zu denken gewagt, als ich in seinem Alter war.
Was ich allerdings absolut nicht nachvollziehen kann, das in diesem Strang Argumente verteidigt werden, die da heißen :
Die Eltern sind verpflichtet zu zahlen, bis ich das und das erreicht habe. Oder es wird für die viel teurer wenn ich ausziehe....es ist eine Frechheit das Kindergeld zu behalten, obwohl Sohnemann reichlich Geld zur Verfügung hat......
Ich bin total entsetzt !!!!
Wo bleibt denn da der Respekt gegenüber den Eltern, die einen 20 Jahre lang aufgezogen haben, einen getröstet wenn man krank war, Geld gegeben haben,
Zeit, Nerven etc. investiert haben um dem Kind ein schönes Leben im Rahmen der Möglichkeiten zu gewährleisten ??????!!!!!
Was für ein "Quarakterschwein" muss man denn als junger Erwachsener sein, um da noch großartig Forderungen an die Eltern zu stellen ???
Ich bin wirklich fassungslos, wie man sich so verhalten kann, anstatt den Arsch zusammen zu kneifen und endlich mal Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen.
Ob man bei den Eltern lebt oder nicht, ist da eher unwichtig, denn man kann sowohl zuhause als auch in der eigenen Wohnung beweisen, das man auf eigenen Füssen steht und ein soziales Leben führt.
Ich meine, wir reden hier nicht von 14 jährigen sondern von über 18 jährigen !
Ich habe mit 20 Jahren den Hintern aus der elterlichen Wohnung getragen und eine eigene kleine Wohnung bezogen. Ich habe die Kaltmiete (300DM/Kindergeld) von meinen Eltern als Unterstützung erhalten und ansonsten vom 1. Lehrjahr an, alles selber bezahlt.
Das ging auch ! Und ich habe sehr, sehr, schnell gelernt, das ich meine "nervigen" Eltern sehr lieb habe, auch wenn ich nicht mehr mit ihnen zusammen leben wollte.
Was ich noch gelernt habe: Den Lebensstandard den meine Eltern mir geboten haben, kann ich mir aus eigener Kraft garnicht leisten !!!
Ich war später fast sauer darüber, das sie mich so verwöhnt haben, denn nun fiel es mir sehr schwer auf all die liebgewonnen Dinge (Skifahren)zu verzichten. Auch das meine Eltern mit dem wenigen Geld was sie hatten, das überhaupt ermöglicht haben !
Bevor ich ausgezogen bin, habe ich das nie so empfunden und ich schäme mich im Nachhinein das ich so gemein mit Ihnen gesprochen habe, vor allem weil ich Kostgeld zu Hause abgeben musste, als ich gejobbt habe.....
Meine Eltern hatten es für mich aufgehoben und mir nachher gegeben für die Einrichtung der Wohnung.Wie peinlich !
Fazit: Ich würde gaaaaaanz schnell (weil keine Andere Lösung in Sicht) dafür sorgen, das Dein Sohn den Wind von Vorne zu spüren beginnt und eine eigene Wohnung bekommt.
Du hast mein allergrößtes Mitgefühl und wenn ich heute nochmal 17-21 Jahre wäre, würde ich mit meinen Eltern anders umgehen. Gott sei Dank haben sie mir alles verziehen und heute sind wir ein Herz und eine Seele, das wünsche ich Dir auch !
Ich habe mit Mitte Zwanzig als meine "Sturm und Drang Zeit" vorbei war zu meinem Vater gesagt, als wir beide einen im Tee hatten:
Mit tut leid was damals war, aber:
"Solltest Du irgenwann sterben und ich kann nicht bei Dir sein, erinner Dich daran was ich Dir jetzt sage: Ich liebe Dich und Du wirst immer in meinem Herzen weiterleben, bis ich selber sterbe."
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24.02.2005, 15:29
Re: Volljährige Kinder - Probleme? -
Hallo Oemi,
danke dir für dein statement! du hast super geschrieben!!
Darf ich fragen, wie alt du denn mittlerweile bist?
Kannst du dich denn noch erinnern, was du damals für Gedanken hattest, als du dich deinen Eltern gegenüber mies verhalten hast? Ich wüßte einfach zu gerne, warum manche Kinder so gemein ihren Eltern gegenüber sind.
Ob unser Sohn wohl ein schlechtes Gewissen hat, dass er von uns alles angenommen hat und ja teilweise auch noch annimmt? Und er nichts zurückgibt? Ich wüßte es zuuuu gerne!! Früher hat er mal gesagt, er hätte ja schließlich ein Recht darauf, von unserem Lebensstandard zu profitieren. Womöglich sieht er das alles als Selbstverständlichkeit an??
Leider scheint unser Sohn vor uns Eltern keinerlei Respekt zu haben. Schön, dass du nicht so bist!! Ich selbst hätte mich früher auch nicht so verhalten wie Sohnemann, obwohl mein Vater sich uns Kindern gegenüber oft sehr ungerecht verhalten hat und mir innerlich auch oft "der Kragen geplatzt ist".
Ich versteh ja auch, dass heute die Jugend noch mehr "aufmuckt" wie wir damals, aber dass sich mein eigenes Kind einmal derart respektlos mir gegenüber verhalten würde?---- das ist unglaublich enttäuschend!
Ich hoffe, dass er, wenn es so weit ist, auch eine Wohnung finden wird und ich mir dann nicht auch noch darüber ständig den Kopt zermartern muß! Als Mutter macht man sich eben immer Gedanken über sein Kind, auch wenn es "missraten" (eher scherzhaft gemeint)ist, man liebt es ja trotzdem. Ich würde meinen Sohn nie total aus meinem Leben verbannen, aber ich weiß, dass es nun für eine gewisse Zeit sein muss und hoffe, dass er daraus seine Lehren zieht und dann unser Verhältnis sich wieder verbessert.
Liebe Grüße und nochmals danke für das , was du geschrieben hast,
Elleke
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25.02.2005, 14:07Inaktiver User
Re: Volljährige Kinder - Probleme? -
Hallo Elleke,
gestern hatte ich eine laaaange Antwort geschrieben, aber die ist wohl leider nicht gepostet worden, hat nicht geklappt.
Hier das wichtigste auf die Schnelle:Ich bin 34 jahre und verheiratet. Habe einen älteren Bruder und meine Eltern sind altersmäßig 15 Jahre auseinander.
Vater war 40 bei meiner Geburt.
Ich habe mich so aufgeführt, weil ich mich in dem Leben meiner Familie, wie in einer Zwangsjacke fühlte.
Ich musste und wollte mich abgrenzen, die jeweiligen Wertesysteme drifteten einfach meilenweit auseinander.
Gleichzeitig fühlte ich mich in meinem Anders sein, immer abgelehnt.
Also, die Werte die ich entwickelt hatte und die mir wichtig waren, waren für meine Eltern im gleichen Maße unwichtig wie ihre für mich.
Dadurch kam es immer wieder zu Konfrontationen.
Ich fühlte mich nicht wirklich wertgeschätzt und auf "Augenhöhe" wahrgenommen und ernst genommen. Es gab nur positives Feedback, wenn ich das tat was ihren Vorstellungen entsprach.
Ich fühlte mich wie eine Erwachsene ( was ich nur teilweise war) und wollte auch so behandelt werden.
Ich wollte eigene Erfahrungen, eigene Entscheidungen etc.
Wirklich über meine Ängste und Emotionen konnte ich nicht mit meinen Eltern sprechen, weil sie mich einfach nicht verstanden.
Sei konnten sich nicht in mich reinfühlen.
Sie waren für mich der Inbegriff von Engstirnigkeit, Spießigkeit, Langeweile, Sicherheitsdenke und Unflexibel. Das kam mir vor, wie die Vorstufe zum Tod. Das Leben kann doch nicht nur aus arbeiten, schlafen, essen, fernsehen und sport bestehen ?
Das artete dann in Streit aus, teilweise habe ich auch nur noch schriftlich mit ihnen kommuniziert, weil einfach jedes Gespräch in Streit, Verletzungen und Chaos endeten und ich so meine Gedanken besser ordnen konnte.
Es hat mich sehr verletzt, das ich so keine Akzeptanz meiner Person gespürt haben, das ich mich mit allen Mitteln gewehrt habe, um mich noch im Spiegel anzusehen zu können.
Diese ganzen Dinge sind aber nur die Spitze des Eisberges, ich denke, das es schon weit, weit vorher zu Grenzüberschreitungen welche Art auch immer in der Psyche gab, die dann im Ende zu sowas führen.
Ich fühlte mich ja nicht über Nacht so, denn es gabe eine Grundstimmung und die wurde durch die Pubertät und die darauf folgenden Abnabelungskämpfe noch verstärkt.
Ich hoffe das ein bischen nachvollziehbar. Manchmal muss man von einem harmonischen Miteinander ein zeitlang Abschied nehmen. Das ist für alle Beteiligten bitter, zumindest war es bei uns so.
Viel Glück Elleke !
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25.02.2005, 16:04
Re: Volljährige Kinder - Probleme? -
Liebe Elleke, liebe restliche Mütter...
ich habe mich 2 Stunden durch diesen Strang gelesen und mir damit selbst die Augen geöffnet. Mein 14-jähriger Sohn ist ein lieber Kerl, eine ehrliche Haut und für sein Alter überraschend naiv. Aber er ist verwöhnt, unselbstständig und nachlässig. Bisher habe ich immer gedacht, sein Phlegma würde sich von selbst geben, wenn er älter wird, aber jetzt sehe ich, dass ich es offenbar auch an der nötigen Konsequenz fehlen lasse und ihm viel zu viel abnehme. Heute abend (ich sitze gerade im Büro und arbeite furchtbar schwer....) werde ich unbedingt mit meinem Mann sprechen und ihn davon überzeugen, dass wir den kleinen Süßen viel härter "rannehmen" und auch darauf achten müssen, dass er seine Pflichten erledigt. Ich fürchte nämlich jetzt, dass ich selbst auf dem besten Wege bin, mir einen Pascha heranzuziehen. Hoffentlich ist es noch nicht zu spät! Ich werde diese Diskussion weiterhin gespannt verfolgen und hoffe, Elleke, dass du weiterhin dabei bleibst und uns auf dem laufenden hältst. Meine moralische Unterstützung hast du auf jeden Fall!
Eins würde mich noch interessieren: Spürt dein kleiner Sohne nicht die Spannungen, die es mit dem Großen gibt? Schaffst du es, den Großen nicht als schlechtes Vorbild hinzustellen? Ich stelle mir das verdammt schwierig vor, vergleichbar damit, wenn mich mein Mann auf eine linke Tour hintergehen und verlassen würde und ich mich dazu zwingen müsste, den Kindern zuliebe, nicht schlecht über ihn zu reden.
Viele Grüße von Regina
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26.02.2005, 10:31Inaktiver User
Re: Volljährige Kinder - Probleme? -
Liebe Annilein,
vielen Dank für deinen Trost, tut gut. Ich glaube, jeder fühlt sich verantwortlich, wenn die Kinder nicht so geraten sind, wie wir uns das vorstellen.Aber ich glaube, es gibt eben auch eine Zeit, in der wir die Verantwortung abgeben können, und uns sagen müssen, wir haben unser bestes gegeben, und jetzt sind eben unsere Kinder dran, ihren Weg ins Leben zu finden.
Liebe Elleke,
eins kann ich dir mit großer Gewißheit sagen: Sie müssen sich ekelhaft verhalten, sie können garnicht anders. Es gehört einfach zum Ablösungsprozeß, auch wenn es uns Eltern mehr weh tut, als unseren Sprößlingen. Es fällt immer schwer, das aus dieser Distanz zu sehen, vor allem wenn man in dieser Situation drin steckt und verletzt ist.
Es bleibt einem nichts anderes übrig, als so sachlich wie möglich, aber auch so konsequent wie möglich zu bleiben. Wenn ich meinen Sohn auf seine kurzfristigen Lebenspläne anspreche dann bekomme ich zu hören: das geht dich nichts an!
Ok, also habe ich folgende Regel aufgestellt, er bekommt von mir Essen und Wohnen, mehr nicht. Natürlich hat er auch noch andere Bedürfnisse, aber da sag ich ihm dann auch: das geht mich nichts an! Er ist dann zwar immer beleidigt, und es wäre viel einfacher, ihm seine Wünsche zu erfüllen, aber das Beleidigtsein dauert meistens nicht lange, und ich glaube wenn ich konsequent bleibe, respektiert er mich mehr, als wenn ich ihm seinen Wunsch erfülle. Denn ein erfüllter Wunsch ist immer sehr schnell vergessen.
Hab mich auch beim Jugendamt erkundigt, das Projekt betreutes Wohnen gibt es, aber leider sind keine Mittel dafür da. Das heißt, sie machen das schon, einen Betreuer zur Verfügung stellen und so, aber der Lebensunterhalt müßte komplett durch mich gesichert sein. Und das kann ich mir nicht leisten.naja, schade, aber einen Versuch wars wert.
Hab mir auch schon ein paar Gedanken gemacht, wie es weitergeht. Er wird ja dieses Jahr 18, dann muss sein Vater keinen Unterhalt mehr zahlen, weil er ja keine Ausbildung macht. Wie ist das wenn er weiter hier wohnen bleibt, hat er dann Anspruch auf Sozialhilfe, weil er ja kein eigenes Einkommen hat?
Klar wird dann zuerst wieder die Familie herangezogen, aber da müsste doch sein Vater auch noch einen Beitrag leisten, oder? Weiß das jemand von Euch?
Denn wenn Unterhalt und Kindergeld weg sind, dann weiß ich nicht wie ich die Wohnung etc. noch finanzieren soll.
viele liebe Grüße und Durchhaltevermögen
die Zeit geht vorbei, genauso wie das Windelnwechseln
sina
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26.02.2005, 20:10
Re: Volljährige Kinder - Probleme? -
@ Reginadelanoche:
Hallo Regina, na, da hat das Forum ja vielleicht jemandem noch rechtzeitig die Augen geöffnet??
Es MUSS ja nicht so sein, dass es bei Deinem Sohn auch so laufen würde, wie bei uns, aber Du hast schon Recht, frühzeitig einen Knopf an so manches inkonsequentes Verhalten zu machen. Viel Spaß dabei!!!?? Du wirst sehen, es ist seeeehr anstrengend!
Auf Deine Frage nach unserem Kleinen: Ja, er ist leider der Leidtragende dabei.Er spürt natürlich sehr wohl diese Spannungen. Aber ich bemühe mich, den Großen nicht schlecht zu machen. Wenn es mir doch mal "rausrutscht", kann es passieren, dass der Kleine mir sagt, dass ich aufhören soll, weil er gar nicht brauchen kann, dass ich über seinen Bruder schlecht rede. Er hat mir erst gestern gesagt, dass er sicher ist, dass unser Großer mich und meinen Mann lieb hat. Er könnte es nur nicht zeigen, weil die Jugendlichen halt immer so "cool" sein wollen!
@ Sina:
Ja, leider MÜSSEN sie offenbar ekelhaft sein! Den Ausspruch *das geht dich nichts an!* kenne ich leider auch zu Genüge!
Das, was du schreibst klingt so konsequent. Hört sich sehr gut an. Wenn ICH nur immer so konsequent gewesen wäre! Warst du das denn immer schon und wenn ja, warum benimmt sich Dein Sohn dann aus Deiner Sicht so daneben?? Ich dachte mir, dass eine konsequente Erziehung eher zu "wohlgeratenen" Kindern führt?
Oder denkst DU, dass es bei Deinem Sohn evtl. daran liegt, dass er mit Dir allein aufgewachsen ist?
Zu Deiner Frage bzgl. Sozialhilfe:
Ich denke, dass er, sobald er volljährig ist, Sozialhilfe bekommen muß. Ob allerdings das Sozialamt sich bei Dir einen Teil des Geldes wieder holen kann, da bin ich mir nicht sicher!
So, wie ich meine Rechtsanwältin verstanden habe, sind die Volljährigen z.B. in einem Fall wie Deinem, wo sich der junge Mann weigert, zu arbeiten oder eine Schule zu besuchen, auf sich allein gestellt. Sie meinte, und wenn sie dann unter der Brücke nächtigen, so ist das ihre eigene Entscheidung!! Damit haben dann die Eltern nichts mehr zu tun!
Aber ich hab dir ja schon mal geraten, doch eine Rechtsberatung zu machen. Ich denke wirklich, dass Du danach um einiges klarer siehst. Selbst wenn Du keine Rechtsschutzversicherung hast, dann bezahlst du halt diese einmalige Summe und weißt dann aber, woran Du bist!
Liebe Grüße und wir bleiben in Verbindung,
Elleke
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28.02.2005, 19:47
Re: Volljährige Kinder - Probleme? -
Hallo, da bin ich schon wieder,
vor einigen Tagen hatte ich Geburtstag.Ich bin schon ein blödes Huhn, aber ich hab doch tatsächlich gehofft, dass mein Sohnemann das vielleicht zum Anlaß nehmen könnte, wieder auf mich zuzukommen. Ich hätte noch nicht mal ein Geschenk erwartet. Er hätte mir ja nur zu gratulieren brauchen.
Aber was war?------------Seine Freundin war über Nacht da. Sie haben, da es Wochenende war, lange ausgeschlafen und dann in unserem Bad geduscht und danach ist Freundin gegangen. Sohnemann ist mir im Flur begegnet und wie immer nur wortlos an mir vorbei gegangen. --------------
Obwohl ich mit nichts anderem gerechnet hatte und nur gehofft hatte, es könnte ja anders ablaufen, war ich sehr enttäuscht und verletzt.
Ich habe ihm gestern die 150 Euro Kindergeld für Monat März in einem Umschlag zusammen mit einem Brief von mir auf seinen Schreibtisch gelegt.
Ursprünglich wollte ich ihm nur sagen, dass er von nun an das Kindergeld bekommt und seine Lebensmittel davon selbst kaufen soll.
Seit einigen Tagen habe ich aber ständig überlegt, ob ich nicht doch noch mal versuchen soll, mit ihm zu reden und ihn zu fragen, was er als Gründe ansieht, dass unser Verhältnis so schlecht ist.
Ich habe mich dann gestern dazu entschlossen, ihm einen Brief zu schreiben. Zuhören war ja noch nie seine Stärke, womöglich hätte er mich einfach stehen lassen, wenn ich mit ihm geredet hätte.
So habe ich ihm nun geschrieben, dass mich sein Verhalten der letzten Monate und Jahre sehr verletzt hat. Mir war aber auch wichtig, ihm zu schreiben, dass ich ihn liebe und immer für ihn da sein möchte, wenn er mal vor Problemen steht, die er allein nicht bewältigen kann. Ich hatte einfach das Bedürfnis, ihm das alles zu schreiben, obwohl die Fronten schon so verhärtet sind.
Ich wünsche mir natürlich, dass er darauf nun irgendwie reagiert, und wenn er seinerseits auch nur einen Brief mit seiner Sicht der Dinge schreiben würde.
Wahrscheinlich ist aber auch dies eine vergebliche Hoffnung und es wird gar nichts passieren.
Aber dann hab ich es wenigstens ein letztes Mal versucht. ( wie viele "letzte Male" wird es wohl noch geben???????????????)
Liebe Grüße von der immer noch auf ein Wunder hoffenden
Elleke
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28.02.2005, 20:07
Re: Volljährige Kinder - Probleme? -
Hallo liebe Elleke,
ich habe gerade deine letzte Meldung gelesen und bin entsetzt. Das darfst du dir nicht länger gefallen lassen!!!
Ich habe meinem Sohn vor einigen Tagen auch einen Brief geschrieben, weil ich das Bedürfniss hatte, habe aber auch geschrieben, dass es so nicht weitergeht. Hast du deinem Sohn auch die Konsequenzen seines Verhaltens aufgezeigt? Ich meine die unangenehmen Konsequenzen für ihn!!!!
Bei euch geht es nur noch Auge um Auge, Zahn um Zahn, oder "Lernen durch Schmerz"! Der Schmerz muss endlich auf seiner Seite liegen und nicht bei dir. Setze ihm ein Ultimatum und mach ihm nicht noch Geldgeschenke. Verzeih' aber warum gibst du ihm das Kindergeld? Er hat genug Geld und mit den 150 Euro ist noch lange nicht abgegolten, was er in eurem Haushalt für sich in Anspruch nimmt!!!!! Was den Ortszuschlag mit Kindern im öffentlichen Dienst betrifft, so musst du hier kein schlechtes Gewissen haben. Lass dir, wenn du es unbedingt willst, ausrechnen, wieviel weniger du mit nur einem Kind hättest. Das ist nur ein kleiner Betrag (Bin auch im öffentlichen Dienst!!!!)
Abgesehen davon geht es eurem Sohnemann überhaupt nichts an, wie sich euer Gehalt zusammensetzt!!!!!!
Was hältst du denn davon, ihm zu untersagen, seine Freundin bei euch übernachten zu lassen. Ihr seid doch kein Hotel, oder? Es kann doch nicht sein, dass sich so ein Mädel bei euch einnistet und dir nicht den geringsten Respekt entgegenbringt, oder ist die Dame zu dir freundlicher als dein Sohn? Schmeiß als erstes sie raus, es ist dein (euer) Haus!!! Spätestens an dieser Stelle wird dein Sohn den Mund aufmachen, wenn's ihm nicht passt, kann er ja gehen, genug Geld hat er ja!!!!!
Bitte zieh' es durch!!!!! Du musst überhaupt nichts erklären!
lg
Bodyshape


und
und *streichel*.
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