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  1. User Info Menu

    Re: Volljährige Kinder - Probleme? -

    Ich muss Tigress voll und ganz zustimmen. Wenn dein Sohn 570 € verdient, brauchst du ihm das Kindergeld überhaupt nicht auszuzahlen. Das ist sozusagen die Miete für seine Wohnung. Dabei kommt er günstig weg. Wenn er mit seinem Lohn nicht auskommt, und sogar noch Schulden macht, wird es höchste Zeit, dass er mit seinem Geld haushalten muss.

    Er wird sonst später in der berühmten "Schuldenfalle" landen. Ich sehe das glaube ich nicht zu pessimistisch. Wenn ich sehe, was die Freunde/freundinnnen meiner Kinder zur Verfügung haben, ist das mehr als reichlich.
    Ich würde ihm klipp und klar sagen, dass du mit seinem Verhalten nicht einverstanden bist und dass er nach Abschluss seiner Lehre innerhalb von 3 Monaten ausziehen muss.
    Manche brauchen wohl manchmal einen Tritt in den Hintern -- in jedem Alter! :schild uups:

  2. Inaktiver User

    Re: Volljährige Kinder - Probleme? -

    Habe gerade voll Spannung das Forum entdeckt:

    Bei aller Diplomatie sind ja auch irgendwo Grenzen, wo sich die Wut nicht zurückhalten lässt! Verzeihung, wenn ich es so direkt ausspreche, doch wenn jemand 200 € aus dem Tresor stielt (und die Entdeckung des Zettels erfolgte ja nicht aufgrund von hinterhältiger Schnüffelei) muss man ihn doch direkt zur Rechenschafft ziehen können. Und wenn das nicht geschieht spüren diese laxe Art unsere Kinder und tanzen uns dann ja gerade auf der Nase herum. (und die 125 Verpflegung, also hochgerechnet 500€ im Monat sind ja wohl reines privates Luxusvergnügen)

    Da gefällt mir weiter oben ein Beitrag sehr gut, wo eine Mutter ihren Sohn beim Schwänzen des Praktikums entdeckt und energisch in seine Grenzen weist (wenn du dein Leben nicht änderst schmeiß ich dich mit 18 raus) -und dem Beitrag zufolge hat sich das Verhalten ja auch geändert. Ich weiß, es ist nicht leicht, den richtigen Tonfall zu finden. Klarheit gibt Kraft!

    Warum nur packen wir unsere Kinder ständig in Watte und haben auch noch ein schlechtes Gewissen, nicht fürsorglich genug zu sein?!

    Heute war ich mit unserem 19 jährigen Sohn ein erstes mal auf Wohnungssuche (wegen oben ausführlich geschilderter Probleme - nach einer freundlichen Aufforderung zum Auszug vor einigen Monaten jetzt Auszugsfrist zum 31.3.). Habe ihm schon angekündigt, es wäre doch schade, wenn ich das Schloss wechseln müsste. Mittlerweile ist er bereitwillig, doch die Absicht in die Tat umzusetzen............

    Der Entschluss zum Rausschmiss ist das eine, doch die Umsetzung:

    Es beginnt schon bei der Wohnungsgröße: das Lehrgeld wird bisher für die Handyrechnung verpulvert und bei der Wohnungswahl will er am liebsten auch auf zu großem Fuße leben.

    Wie kann man da als Eltern vertrauensvoll eine Bürgschaft dem Vermieter geben, die ja zumeist gefordert wird.

    Die Finanzierung des Projekts ist möglich, zumal bei unserem Sohn zu der Ausbildungsvergütung neben dem Kindergeld auch der Ortszuschlag im öffentlichen Dienst hinzukommt (es gibt ja noch mehr finanzielle Zuwendungen wärend der Ausbildung).

    Bleibt zu hoffen, dass die Lebenwirklichkeit letztlich seine Geldströme regeln wird.

    Es bleibt spannend: wird er bei aller Trägheit dranbleiben und sich für eine Wohnung entscheiden?
    Muss ich doch das Schloss wechseln?

    Wieweit sind von uns Eltern Verständnis und Unterstützung gefragt, wieweit klare (harte) Grenzen.

    Cars.

    P.S. dürfen hier auch Väter mitmachen?

  3. Inaktiver User

    Re: Volljährige Kinder - Probleme? -

    Hallo,
    habe auch gerade dieses Forum entdeckt und freue mich so mich mal austauschen zu können denn in meinem ganzen Bekanntenkreis gibt es solche Probleme nicht.
    Habs noch ein bisschen schwieriger, bin alleinerziehend, mein Sohn ist jetzt 17 und hat nach dem Quali eine Lehre angefangen. Die hat er allerdings nach 6 Wochen hingeschmissen, davon hab ich auch erst erfahren, als schon alles zu spät war.
    ( Er hat halt so getan als ginge er zur Arbeit, hat gewartet bis ich aus dem Haus war, und ist dann wieder nach Hause. Briefe von seinem Arbeitgeber hat er verschwinden lassen, also folgte Kündigung)
    Zu dem Zeitpunkt ging es dann auch zu Hause los, er hat sich von mir nichts mehr sagen lassen, und hat nur noch gegrinst wenn ich was von ihm gefordert oder verboten habe und gesagt: Was willst du denn machen, wenn ich es nicht mache?
    Daraufhin hab ich ihm gesagt: Du hast drei Möglichkeiten:
    Du suchst dir wieder Arbeit, gehst wieder zur Schule, oder du suchst dir jemand anderen der dich finanziert. Darauf mein Sohn: Du kannst dich verpissen, du musst mich finanzieren.
    In meiner Not hab ich mich ans Jugendamt gewandt, es war ein harter Kampf, denn es gibt zwar jede Menge Hilfe für Jugendliche, die mit ihren Eltern nicht klarkommen aber nicht umgekehrt. Ich habe es durchgesetzt, dass er in eine Wohngruppe vom Jugendamt kommt, Problem war nur, ich konnte es mir nicht lange leisten.
    Das kostet 130 ! Euro pro Tag, wird zwar vom Staat bezuschußt aber du mußt bis zur Existenzminimumgrenze mitzahlen. Das hätte für mich bedeutet, ich hätte meine Wohnung aufgeben müssen etc. Ausserdem hab ich es auch nicht eingesehen, dass ich wegen ihm am Existenzminimum leben muss. Es war schon hart genug, ihn alleine groß zu ziehen, und nebenbei noch die Schulden seines Vaters zu bezahlen, ich wollte nicht schon wieder ganz unten sein. Also hab ich ihn nach 8 Wochen wieder nach Hause kommen lassen, mit Unterstützung vom Jugendamt, er hat eine Betreuerin bekommen, die ihn 1-2mal die Woche besucht hat, mit ihm Bewerbungen schrieb etc.
    Hat alles nichts gebracht, keine Lehrstelle gefunden, also haben wir nach anderen Möglichkeiten gesucht. Da sein eigentlicher Berufswunsch Polizei war, er dazu aber mittlere Reife braucht, war der Vorschlag, wieder zur Schule zu gehen, er war damit einverstanden. Einzige Möglichkeit war Privatschule, hab ich finanziert, 6 Wochen lang, dann war das gleiche Spiel wie bei der Lehrstelle.
    Seither macht er nix, schläft den ganzen Tag, abends steht er auf, setzt sich vor den Computer, seine Kumpels kommen, ( die alle arbeiten, Ausbildung machen oder zur Schule gehen)wenn sie ihn einladen geht er weg, und hat keinen Grund sich um seinen Lebensunterhalt selbst zu kümmern. Das Jugendamt hat auch schon aufgegeben, denn die Unterstützung wäre ja für ihn gewesen, und wenn er nicht will, machen die auch nichts mehr.
    Was wir aus der ganzen Situation gelernt haben, ist dass er Recht hat:
    Ich muss ihn finanzieren, habe aber ansonsten keine Rechte mehr.
    Im Dezember wird er 18, und ich denke auch schon an Rausschmiss, wenn ich auch noch nicht weiß ob sich das praktizieren läßt.
    Hab ihm das auch schon angedroht, aber es wirkt nicht, ist noch viel zu weit weg.
    Es kam nur von ihm: dann land ich auf der Straße und du bist schuld!
    Muß ich ihm auch Unterhalt zahlen, wenn er keine Ausbildung macht?
    Und wie halt ich das noch ein Jahr aus? Ohne Aussicht auf Besserung? Denn ich bin ja nicht nur sauer, ich mache mir ja auch Sorgen.
    lg sina

  4. User Info Menu

    Re: Volljährige Kinder - Probleme? -

    Hallo Sina,

    als ich eben Dein posting gelesen habe, dachte ich mir:

    Schöne Sch....! Sehr ähnlich wie bei uns, aber immerhin hat mein Sohnemann den Realschulabschluß und bald seine Lehre fertig ( hoffentlich!!).

    Ich denke, solange er noch nicht volljährig ist, mußt du ihn tatsächlich verhalten
    (sprich: Naturalunterhalt), d.h. für Essen und Trinken mußt du sorgen. Da er aber mutwillig keine Arbeit aufnimmt und Schule nicht weitermachen will, bist Du nach meiner Ansicht zu MEHR nicht verpflichtet!!

    Du hast ja sicher gelesen, was meine Rechtsanwältin mir alles gesagt hat. Aber das bezog sich natürlich auf Volljährige.

    Meiner Meinung nach mußt du SCHLEUNIGST einen Rechtsanwalt aufsuchen und Dich beraten lassen. Wenn Du eine Rechtsschutzversicherung hast, brauchst Du für diese Erstberatung nichts bezahlen und auch das Schreiben, das mir meine Rechtsanwältin geschickt hat, ist kostenlos.
    Du wirst sehen, dass man Dir einige ganz gute Ratschläge geben kann. Such Dir einen guten Anwalt, der auf Familienrecht spezialisiert ist!!

    Dein Sohn scheint dieselben Allüren zu haben wie meiner, bzgl. Faulheit, Trägheit und Frechheit seinen Eltern (vor allem Mutter!!!) gegenüber.

    Und du hast Recht, da die Volljährigkeit noch so weit entfernt ist, fühlt er sich noch sehr sicher, dass ihm nichts passieren kann!

    Du mußt lernen, konsequent alle Annehmlichkeiten für ihn einzustellen. ( Du hast ja gelesen, womit ich zu kämpfen habe ) Das fällt sehr schwer, ich muß auch jeden Tag mit mir kämpfen und dazulernen!!!

    Gibst du ihm noch Taschengeld? Wenn ja, streich es!
    Was tust Du sonst noch alles für ihn? Stell alles nach und nach ein!
    Kündige Deine Konsequenzen an, ändert er sein Verhalten nicht, zieh es durch!!

    Wir bleiben am Ball!!!!

    LG

    Elleke

  5. User Info Menu

    Re: Volljährige Kinder - Probleme? -

    Liebe Sina, deine Probleme kenne ich von einem befreundeten Elternpaar. Sie haben alles versucht, nichts half. Er hat Hauptschulabschluss, 2 Lehren abgebrochen, Besuch eines Berufsbildungswerks abgebrochen .... die ganze Palette.
    Sie müssen ihm GARNICHTS geben, auch als er noch nicht volljährig war. Sobald sie 18 sind, gibts noch nicht mal mehr Kindergeld, aus. Er bekommt kein Taschengeld, er kann nicht telefonieren, er hat keinen Führerschein, nichts.
    Wenn er nicht essen will, was zuhause da ist: Pech gehabt. Sie wäscht ihm nicht die Wäsche, kocht ihm nichts extra usw.
    Das geht schon über 2 Jahre so, er ist jetzt 20 geworden.
    Es war letztes Jahr so schlimm, dass er alle Verwandten um Geld angebettelt hat. Sie haben durchgehalten, es war furchtbar.
    Seit 6 Monaten arbeitet er jetzt als Hilfsarbeiter in einer Fabrik. Sein Vertrag läuft bald aus, sie wissen nicht ob er übernommen wird.
    Ich fürchte, da kann man als Eltern irgendwann nichts mehr machen, man muss ihn rauswerfen. Die Eltern machen sich kaputt, der Filius lacht sich eins.
    Das Jugendamt ist vielleicht hilfreich, aber ob er wirklich aufwacht?
    Wenn er ganz auf sich allein gestellt ist, gehts ihm evtl. mal wirklich schlecht und dann rafft er sich vielleicht auf? Sch...Situation!

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    Re: Volljährige Kinder - Probleme? -

    Hallo cars,

    selbstverständlich dürfen hier auch Väter mitmachen!! Welche Frage!!
    Vielleicht sogar ganz gut, wenn man auch mal die Sichtweise des männlichen Erziehungsparts hört/liest.

    Meinst Du Deine *freundliche Aufforderung zum Auszug* ironisch oder hast du tatsächlich fertig gebracht, ihn *freundlich* aufzufordern???

    Hattet Ihr ähnliche Probleme wie die von mir im thread geschilderten?

    Wieviel verdient Dein Filius?

    Mein Sohnemann gibt bis jetzt auch fast sein ganzes Verdientes für Handys, PC-Zubehör ,Stereoanlage etc. aus.
    Ich bin ja schon froh,dass er wenigstens nicht raucht, trinkt oder andere Drogen nimmt. (zumindest ist es mir noch nie aufgefallen und ich glaube auch, dass er dazu einfach zu geizig wäre!).

    Er wird aus allen Wolken fallen, wenn er erfährt, dass er ausziehen muss!!!denn ich denke, es ist ihm schon bewußt, dass er sich dann nichts mehr leisten kann.
    Aber es muß sein!!

    Ich bin auch gespannt, wie und ob eine Wohnung gefunden wird. Eine Bürgschaft ist doch bei Volljährigen nicht notwendig! Aber mir ist natürlich auch klar, dass es schwer sein wird, eine Wohnung zu finden, ohne dass die Vermieter Kontakt zu den Eltern haben.

    Andererseits müssen unsere "Großen" selbst die Erfahrung machen, sich mit Vermietern auseinanderzusetzen. Ich habe meine erste Wohnung auch alleine gesucht und gefunden und war damals auch noch in Ausbildung.

    Wenn man WILL, dann geht es auch!!!

    LG

    Elleke

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    Re: Volljährige Kinder - Probleme? -

    Hallo Sina,
    es ist so:
    Wenn dein Sohn 18 ist, kannst du ihn rausschmeissen und zwar wie folgt nach der Frechheit. Mit einem Zettel (dass ein Zusammenleben nicht zumutbar ist, er ist schließlich beim Jugendamt bekannt!!!!!!!) zum Sozialamt schicken. Dort wird ihm eine Bleibe verpasst und Unterhalt, den man sich bei der wiederholt, falls du zahlen kannst. Auf der anderen Seite wird von deinem sohn erwartet, dass er einem geregeltem Leben nachgeht und/oder Geld verdient. Er kann eine Schulausbildung (vernünftig, ohne Schwänzen usw. machen), er kann eine Ausbildung machen (sein Lehrgeld wird dann angerechnet und du bist aus dem Schneider) oder er kann als Hilfsarbeiter jobben und sein Geld verdienen. Sollte er sich verweigern, ist das Sozialamt berechtigt, seine Bezüge zu kürzen. Wer nur auf der faulen Haut liegt, kann auch in ein Wohnheim einquartiert werden. Du musst dann gar nichts zahlen.

    Der Schritt ist schwer, aber so wie jetzt kannst du auch nicht weiterleben. Tipp bis es soweit ist: mach' ihm das Leben möglichst unbequem. Tu gar nichts für ihn. Er muss dir im Haushalt helfen lt Gesetz, gib ihm kein Taschengeld usw. Wie du mir so ich dir!!!!!!

    lg Bodyshape

  8. Inaktiver User

    Re: Volljährige Kinder - Probleme? -

    Hallo Elleke,

    irgendwie verstehe ich die finanzielle Situation mit deinem Sohn nicht ganz. Also: dein Sohn erhält eine Ausbildungsvergütung von 570 Euro und behält den kompletten (?) Betrag für sich. Das Kindergeld (154 Euro) bekommt ihr, die Eltern. Dein Sohn genießt zu Hause also Vollpension für 154 Euro. Frühstück, Mittag-, Abendessen, Miete, Heizung, Strom, Wasser, Telefon, gewaschen & geputzt wird auch - alles für 154 Euro. Da du ihm jetzt auch noch die 125 Euro für Lebensmittel gegeben hast, hat er für 29 Euro den ganzen Monat bei euch gelebt und fast 700 Euro für sich zur Verfügung gehabt. Das ist natürlich ein Ding!

    Ich habe folgende Info im Internet aufgegabelt: Der Bedarf eines volljährigen Kindes mit eigener Wohnung ist amtlich auf 600 Euro festgesetzt. Voll angerechnet werden Kindergeld und eigenes Einkommen.

    Demnach müsste dein Sohn, würde er eine eigene Wohnung beziehen, von seiner Ausbildungsvergütung + Kindergeld seinen Lebensunterhalt (incl. Miete!) bestreiten. Dass er unter diesen Umständen nicht ausziehen will, ist ja klar! Und ich bin ziemlich sicher, dass er das auch weiß. Die Blagen wissen sonst nix, aber DAS wissen sie.


    "Allerdings hatte ich mir überlegt, ab nächstem Monat Sohnemann das Kindergeld auszuhändigen und ihm zu erläutern, dass er von nun an keine Rechnungen mehr von uns bezahlt bekommt. Das findet mein Mann angemessen."

    Und dann? Soll er dann ganz umsonst bei euch leben? Obwohl er volljährig ist und eigenes Einkommen hat? Glaubst du wirklich, dass er sich dann auch selbst verpflegen wird? Willst du den Kühlschrank abschließen? Also nein! Ich denke, er müsste für Kost und Logie noch (zusätzlich zu dem Kindergeld) etwas von seinem Einkommen abgeben!!! Die Ausbildungsvergütung ist doch ein Einkommen und kein Taschengeld - auch wenn dein Sohn das ganz offensichtlich anders sieht!


    "Aber wie begründe ich dann, dass wir das nicht schon viel früher so verlangt haben???"

    Du brauchst ihm einfach nur die Wahrheit zu sagen: dass du dich erst jetzt informiert hast. Punkt.

    Wenn es dir so schwer fällt, mit ihm zu reden, so schreibe ihm einfach einen Brief.

    LG Aysha

  9. User Info Menu

    Re: Volljährige Kinder - Probleme? -

    @ Aysha:

    Ja, ja, ja, ich weiß, dass sich das für Außenstehende total idiotisch anhört und viele uns für gutmütige Trottel halten. Aber ganz so ist es nicht.

    Sohn muß für Zugfahrkarte monatlich ca. 100€ bezahlen. Das war der Grund dafür, dass wir zu Beginn der Lehre sagten, dass er kein Kostgeld abgeben muß. Im 1. Lehrjahr war ja auch der Verdienst noch um ca. 150€ geringer. Später hat man es eben weiterhin so hingenommen, dass er kein Geld abgibt.

    Dann hatte er einen Unfall mit seinem Auto gemacht und mußte dafür Geld berappen usw.
    Es gab immer wieder Gründe, wo wir alle Augen zugedrückt haben, weil "der arme Junge"
    ja eh kein Geld hat. Klar, er hat mich immer wieder "vollgelabert" und eingewickelt.
    Und Muttern hat es sich bieten lassen!!!!

    Ich weiß schon, wo der Hase begraben liegt. Es hat eben seeehr lange gedauert, bis ich endgültig "die Schnauze gestrichen voll hatte". Aber nun ist es wirklich ENDGÜLTIG!!!! Und trotzdem fällt es mir schwer, so hart zu sein. Aber das ist das Lehrgeld, das ich zahlen muß für die jahrelange Gutmütigkeit.

    Man liest ja hier auch von einigen anderen, denen es ebenso erging.
    Meine Enttäuschung ist so groß, weil ich einfach nicht verstehe, wie ein junger Mensch, der aus meiner Sicht Eltern hat, mit denen er wundervoll auskommen könnte, die ihm vieles ermöglichen würden und ihm immer hilfreich zur Seite stehen würden, diese derart vor den Kopf stoßen kann ohne ersichtlichen Grund!

    Natürlich möchte ich auch kein Kind, dass sich opportunistisch verhält, mir ins Gesicht "schön tut", um zu bekommen, was es will und hinter meinem Rücken feixt.
    Ein ganz normales soziales Verhalten würde mir schon genügen.

    Was das Kindergeld angeht, habe ich schon weiter oben mal erwähnt, dass Beamte noch einen Familienzuschlag erhalten, sodass bei uns eine monatliche Summe von ca. 300€
    herauskommt. Das ist schon eine ganze Menge. So viel verbraucht Sohn nicht für Kost und Logis.
    Aus diesem Grund ist mein Mann auch dafür, ihm das Kindergeld von 150€ von nun an zu geben, damit er sein Essen und Trinken selbst davon bestreiten kann. Er meint:
    "Schließlich wollen wir ja nicht an unserem Sohn verdienen!"

    Würden wir sagen, er bekommt von nun an keinen Einkauf mehr von uns ersetzt und muß alles von seinem Verdienst bezahlen, würden wir uns ja besser stellen und das findet mein Mann nicht gerechtfertigt.Ich selbst würde momentan aus Enttäuschung wahrscheinlich rigoroser vorgehen, aber ich schließe mich seiner Meinung an, weil er evtl. im Moment etwas objektiver urteilt als ich.

    Außerdem ist es bei Sohn so, dass ich keine "Angst" haben muss, dass er sich aus unserem Kühlschrank bedient, denn ihm schmecken die Dinge, die wir essen, nicht. Er ist nämlich schon zu faul, sich mal ein Brot zu belegen, außerdem schmecken ihm Wurst und Käse und Joghurt etc. nicht.

    Man kommt nach Hause, schaltet den Backofen an und "schmeißt" eine "Wagner-Pizza-Pepperoni", sowie einige "Piccolinis" in die Röhre und 20 Minuten später stapelt man es sich auf einen großen Teller, nimmt es mit in sein Zimmer und verspeist es dort genüsslich!!! Diese Prozedur läuft so seit ca. 2 Jahren ab!!!
    Manchmal variiert man und macht sich eine 5-Minuten-Terrine warm oder "Maggi-Schinkennudeln" und ähnliches. ( Ich kann das nur noch mit Ironie ertragen!!)

    Der Rest der Familie rümpft schon jedesmal die Nase, wenn der "Duft" aus der Küche zieht. Aber wenn's schmeckt???!!!

    Ich bin mir auch sicher, dass Sohn weiß, dass er sich nichts mehr leisten kann, wenn er in einer eigenen Wohnung wohnt. Das wird ein schöner Schreck für ihn!!

    LG

    Elleke


  10. Inaktiver User

    Re: Volljährige Kinder - Probleme? -

    Liebe Elleke,
    annilein, cars,bodyshape...
    danke für euren Zuspruch tut echt gut, zu wissen, ich bin nicht allein mit dem Problem.
    Ich schwanke derzeit auch immer zwischen dem Gefühl, machtlos zu sein und andererseits habe ich das Gefühl, ihn im Stich zu lassen, dass er irgendeine Hilfe ( und wenn es der Tritt in den Hintern ist) von mir braucht, die ich ihm aber nicht geben kann.
    Habe heute nochmal mit seiner Betreuerin gesprochen, auch wenn die Maßnahme vom Jugendamt schon seit Oktober beendet ist, sie ist schon fast eine Freundin von mir geworden. Sie hat mir geraten mich nochmal beim Jugendamt zu erkundigen, es gibt hier auch das Projekt :Betreutes Wohnen für Jugendliche ( geht von 16- 30!)
    Das heißt, es wird vom Jugendamt eine Wohnung angemietet und die Jugendlichen bekommen einen Betreuer, der sich so ca 10 Stunden in der Woche drum kümmert, dass alles in Ordnung ist und die aufgestellten Regeln eingehalten werden.
    Find die Idee grundsätzlich nicht schlecht, einerseits Selbstständigkeit,aber doch nicht ganz allein gelassen. Mal sehen, wie das finanziell aussieht.
    Denn so wie jetzt kann es nicht weitergehen, er macht jetzt seit 1 1/2 Jahren nichts, bis auf die kurze Unterbrechung als er 6 Wochen in die Schule ging.
    Ich glaub auch nicht, dass irgendwas passiert, was die Situation ändert.
    Taschengeld kriegt er keins von mir, ok,neue Klamotten hab ich ihm zu Weihnachten geschenkt, waschen und bügeln tu ich schon seit 2 Jahren nicht mehr für ihn, mit dem Erfolg, dass seine Klamotten garnicht mehr gewaschen werden. ( echt, ich schäme mich für ihn, aber er trägt die T-shirts monatelang, ohne dass sie einmal in der Waschmaschine waren)
    Ich hab irgendwie nichts mehr, was ich ihm noch streichen könnte.
    Aber irgendwie hab ich das Gefühl, das ich was machen MUSS, ich kann doch nicht einfach zusehen!
    Werd mich morgen mal erkundigen, wie das genau abläuft, mit dem betreuten Wohnen, vielleicht ist das ja auch für euch interessant?

    Jedenfalls arbeitet er auch daraufhin,in Jugendarrest zu kommen ( er ist ja noch schulpflichtig und müsste einmal die Woche in die Berufschule, für letztes Jahr hat er ein Bußgeld bekommen, 100 Euro, hab ich nicht bezahlt, wahlweise Sozialstunden, die müsste er jetzt ableisten, aber das macht er auch nicht, letzte Konsequenz eine Woche Jugendarrest... aber ihr braucht nicht meinen, dass er deshalb jetzt zur Schule geht)

    naja, ich werd versuchen, das durchzustehen, denn er muß mal Konsequenzen spüren, aber ehrlich gesagt, ich mach mir Sorgen, dass er dann auch noch in die Kriminalität abrutscht...

    aber das allerschlimmste ist, ich kann nicht nur sauer sein, er ist auch immer noch mein Kind,und ich hab ihn lieb..
    und das Gefühl steht dann immer im Weg, aber ich denke mit zusehen und dulden helfe ich ihm nicht.
    Ich frag mich oft, was da so schiefgelaufen ist,in meiner Erziehung, ich war eigentlich nie nachgiebig und inkonsequent,( zumindest nicht oft) es kam irgendwie ganz plötzlich, ein Aufbegehren seinerseits und ich hatte plötzlich keine Gegenmittel mehr...
    Oder sind gewisse Charakterzüge in den Genen verankert und du kannst machen was du willst, du kannst es nicht ändern?
    (Sein Vater ist auch einer, dem das leben auf Kosten anderer sehr leicht fällt, er hatte zwar nur ein Jahr Kontakt zu ihm, aber es gibt viele Dinge, die erinnern mich an seinen Vater)

    ich wünsch euch einen schönen Abend



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