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  1. Avatar von Murkami
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    Stirnrunzeln Mobbing in der Schule

    Hallo, Ihr Lieben aus dem Erziehungsforum,

    mein Sohn geht seit diesem Schuljahr in die 5. Klasse eines kleinen, eher familiär geführten Gymnasiums.
    Mittlerweile hat sich folgendes Problem entwickelt:

    Drei Jungen aus seiner Klasse machen ihm das Leben zur Hölle. Anfangs waren es nur Hänseleien, weil mein Sohn nicht die entsprechenden "in"- Klamotten an hat, aber relativ selbstbewusst lange Haare trägt. Gerade die langen Haare boten natürlich viel Angriffsfläche für Sprüche aller Art. Er reagierte, indem er sie ignorierte und versuchte, seinen Ärger nicht zu zeigen. Natürlich in der Hoffnung, dass sie dann das Interesse verlieren, ihn zu ärgern.

    Mittlerweile hat sich die Situation aber massiv zugespitzt. Sie leeren ihm zwischen den Stunden die Schultasche aus und werfen den Inhalt im Klassenzimmer herum, schickanieren ihn in den Pausen und haben auch im Kunstunterricht sein Bild kaputt gemacht, in das er viel Arbeit investiert hat.

    Was ich getan habe:

    Gespräche mit den Lehrkräften, mit dem Direktor der Schule und der Schulpsychologin.

    Antworten:

    Diese Jungs sind "Problemkinder", zu kleinen arroganten Fatzkes erzogen worden (Zitat Direktor). Die Eltern wurden einbestellt und übten derart Druck auf die Schule aus, dass Verweise zurückgezogen wurden. Die Eltern der Kinder sind selber Lehrer in einem benachbarten Ort.
    Mir wurde schulterzuckend gesagt, mein Sohn müsste einfach selber damit fertig werden, er müsse aus eigener Kraft aus der Opferrolle raus und mehr Selbstbewusstsein zeigen.
    Die Schulpsychologin riet, auf Konfrontation zu gehen, auch wenn es bedeutet, dass es zu Schlägereien kommen kann.

    Mittlerweile hat mein Sohn Schlafstörungen und Angst vor jedem Schultag.
    Ein Schulwechsel kommt nicht in Frage, da wir auf dem Land leben und das nächste Gymnasium sehr weit entfernt liegt.
    Für mich kann es auch keine Lösung sein, dieser Problematik einfach davon zu laufen.

    Doch was tun? Habt Ihr einen Rat für mich, wie ich meinem Sohn aus dieser schwierigen Situation raushelfen kann?
    Meine Versuche, ihm den Rücken zu stärken, scheinen jeden Tag weniger zu fruchten.

    Liebe Grüsse
    eine ratlose
    Murkami
    Wenn es so ist, dass wir nur einen kleinen Teil von dem leben können,
    was in uns ist - was geschieht mit dem Rest?

    Pascal Mercier

  2. Inaktiver User

    AW: Mobbing in der Schule

    ...
    Geändert von Inaktiver User (30.03.2007 um 21:12 Uhr)

  3. Avatar von Mittwoch
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    AW: Mobbing in der Schule

    Kannst du dich an eine nächsthöhere Instanz wenden (z.B. im Schulamt)? Es kann ja nicht sein, dass Verweise zurückgezogen werden, die ihre Berechtigung hatten, nur weil jemand "Druck" macht.

    Wie sieht denn der Druck aus, bzw. wieso wurden die zurückgezogen? Irgendeine Begründung muss es doch dafür gegeben haben (auch wenn das nicht das Problem löst).

    Ist dein Sohn denn eher so der Schüchterne, der sich wirklich in die Tasche stecken lässt oder könntest du ihn evtl. "aufstacheln"?

    Wo ist die Raumaufsicht? Wenn die Jungs den Ranzen ausleeren, dann soll die Schule eine Aufsicht abstellen und die Jungs den Ranzen wieder aufräumen lassen. Ebenso die Pause und der Kunstunterricht, wo ist da die Aufsicht??

    Könnte dein Sohn in die Parallellklasse wechseln oder ist er schon zweiggebunden?

    VG
    Mittwoch
    Der Weg ist das Ziel - und dann ist das Ziel weg.


  4. Avatar von Murkami
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    AW: Mobbing in der Schule

    Vielen Dank für Eure Antworten.

    Kannst du dich an eine nächsthöhere Instanz wenden (z.B. im Schulamt)? Es kann ja nicht sein, dass Verweise zurückgezogen werden, die ihre Berechtigung hatten, nur weil jemand "Druck" macht.
    Die Verweise:

    Die Information, dass die Verweise zurückgezogen wurden, habe ich vom Lateinlehrer meines Sohnes, der ein früherer Klassenkamerad von mir ist. Er gab mir diese Info im Vertrauen, da er von den Vorgängen im Direktorat einiges mitbekommen hat. Was hinter der verschlossenen Tür des Direktors genau besprochen wurde, weiss keiner. Fakt ist nur, dass der Lateinlehrer, der die Verweise auch ausgestellt hatte, davon unterrichtet wurde, dass die Situation "intern" geklärt wurde und es nicht nötig gewesen wäre, sie auszustellen und sie zurückgenommen wurden. Eine sehr schöne Umschreibung.
    Da diese Information inoffiziell ist, würde ich meinen Klassenkameraden in etwas verwickeln, was ich keinesfalls möchte. Ich gebe zu, mir bleibt die Luft weg, wenn ich darüber nachdenke, was da so alles vorgeht....


    Ist dein Sohn denn eher so der Schüchterne, der sich wirklich in die Tasche stecken lässt oder könntest du ihn evtl. "aufstacheln"?
    An sich ist er ein in sich gekehrter Träumer, der Konflikte gerne verbal löst, denn bei Wortgefechten fühlt er sich eher überlegen als körperlich.

    Ich habe mir überlegt, ob ich ihn ermutigen soll, Ellenbogen zu zeigen, im wahrsten Sinne des Wortes, bin mir aber nicht sicher, ob das sinnvoll ist. Löst das nicht u.U. noch größere Aggressionen bei den anderen aus? Ich weiss es nicht.

    Wo ist die Raumaufsicht? Wenn die Jungs den Ranzen ausleeren, dann soll die Schule eine Aufsicht abstellen und die Jungs den Ranzen wieder aufräumen lassen. Ebenso die Pause und der Kunstunterricht, wo ist da die Aufsicht??
    Das sind gute Fragen!

    Raumaufsicht gibt es nicht. Wie sieht dieses System aus? Wer übernimmt diese Aufgabe normalerweise?

    Frage ich meinen Sohn, ob denn von der Aufsicht niemand etwas bemerkt, sagt er, die Aufsicht wäre natürlich immer gerade nicht da, der Pausenhof ist groß.
    In den Umkleidekabinen ist es ähnlich. Wenn sie ihn nach dem Sportunterrricht in der Kabine gängeln, ist die Lehrkraft unten in der Halle. Einmal wurden die Jungs erwischt und bekamen einen Verweis.

    Könnte dein Sohn in die Parallellklasse wechseln oder ist er schon zweiggebunden?
    Er könnte wechseln.

    Meine Überlegung war die, ob es sinnvoll ist, diesen Jungs auszuweichen. In den Pausen würden sie sich weiterhin sehen, im Sportunterricht auch und wenn sie merken, er weicht aus, indem er einen Rückzieher macht und die Klasse wechselt, stachelt es sie vielleicht noch mehr an.
    Ausweichen? den Problemen stellen, aber wie? Ist es gut für das Selbstbewusstsein, wenn er geht?
    Das sind alles Fragen, die ich mir stelle und ich wäre sehr dankbar, wenn wir das miteinander diskutieren könnten. Ich bin selber darin zu sehr verwickelt, als dass ich einen neutralen Blick auf die Lage werfen kann.


    Liebe Grüsse und vielen Dank,

    Murkami
    Wenn es so ist, dass wir nur einen kleinen Teil von dem leben können,
    was in uns ist - was geschieht mit dem Rest?

    Pascal Mercier

  5. Avatar von Nocturna
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    AW: Mobbing in der Schule

    Ein schlimme Geschichte, das mit deinem Sohn. Ich bin ziemlich unerfahren, was Mobbing angeht, aber mein Mann hat damals im Gym ebenfalls sehr unter dem Spott, heute würde man Mobbing sagen, seiner Klassenkameraden gelitten. Er ist wirklich traumatisiert, wenn es um die Erinnerungen an seine Schulzeit geht, erst im Studium hat er sich wohl gefühlt.

    Er hat sich die ersten zwei Jahre ziemlich gequält gefühlt, bis dann in der 7. Klasse ein (schlagkräftiger) Neuzugang kam und die beiden Freunde wurden. Ab da war es einigermaßen erträglich und es gab keine Übergriffe mehr.

    Die Frage ist, willst du solange warten? Und wer garantiert, dass es besser wird? Ich kann mich an einen Jungen in meiner Klasse erinnern, der zwar nie aktiv gemobbt wurde, aber dafür während seiner gesamten Schullaufbahn in die Einzelgängerrolle gedrückt wurde. Auch nicht der Hit.

    Kennt dein Sohn denn irgendjemand aus seiner Klasse auch in der Freizeit? Gibt es einen Jungen, den er mal zu sich einladen könnte? Könnte man einen der weniger radikalen Mitläufer herausfiltern und versuchen den vor den eigenen Karren zu spannen?

    Wenn dein Junge keinen Freund als Anker in der Klasse findet, wird es hart werden. Das blöde ist allerdings, dass keiner vorhersagen kann, ob es nach einem Klassenwechsel besser wird. Ich habe schon von Fällen gehört, da hat erst ein Schulwechsel das gewünschte Ergebnis gebracht.

    Letztendlich musst du deinen Sohn genau beobachten. Ab wann ist die Grenze des Zumutbaren erreicht? Wann knickt er unter dem Druck der Klasse ein und verliert die Lust am Lernen, an der Schule und überhaupt. Spätestens dann ist der Eingliederungsversuch gescheitert und du musst ganz neue Wege beschreiten.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”


  6. Registriert seit
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    AW: Mobbing in der Schule

    Bitte lasse Deinen Sohn nicht die Klasse wechseln, wenn er es selbst nicht möchte. Sein Selbstwertgefühl würde darunter leiden. Wenn er es durchsteht, stehe zu ihm, bestärke ihn darin, daß zum guten Schluss doch die Gerechtigkeit siegt.

    Aaaber, was Du tun solltest: Informiere Dich bei der nächstliegenden Polizeidienhststelle, welches der zuständige Jugendkooperationsbeamte ist. Schildere ihm die Zustände in Eurer Klasse, wahrscheinlich kennt er die Schule und kann dann von sich aus tätig werden. Wenn es sein muss, unter dem Deckmäntelchen der Verschwiegenheit.

    Was kann er tun: Es gibt ein Deeskalationsprogramm, was mit den Kiddis durchgeführt - während der Schulzeit - durchgeführt wird. Da bleibt was hängen.

    Wenn möglich, fahre in den Pausen mal zur Schule hin. Stelle Dich ziemlich auffällig mit dem größpten Feldstecher, den Du auftreiben kannst, an den Schulhofrand und schaue durch das Fernglas.
    Es ist schnurzepiepe, ob Du was siehst, Du wirst gesehen...

    Außerdem wurde an unserer Schule das Lehrer-Raum-Konzept eingeführt. Vielleicht kannst Du so etwas anregen.
    Die Kinder sind in den 5-Minuten-Pausen alle unterwegs, um den nächsten Klassenraum zu erreichen. Zum Stänkern ist da keine Zeit, denn die ist knapp.

    Als bei uns die Mobbing-Angelegenheit auf dem Höhepunkt angelangt war, hatten wir alale 14 Tage einen Elternabend eingerichtet, zu dem nicht "geladen", sondern "vorgeladen" wurde.
    Alle Vorkommnisse der vergangenen 2 Wochen wurden an den Elternvertreter weitergegeben, der diese dann, ohne Namen zu nennen, vortrug.
    Es wurde weiterhin von mehreren Eltern Hospitationstermine im Unterricht wahrgenommen. Die "Kontzbrocken" merkten also, daß es ernst wurde.
    Es hat vielleicht ein Vierteljahr gedauert, aber die Situation in der Klasse hat sich extrem verbessert.
    Und es war mehr, als Taschen ausleeren.
    Unsere Klassenlehrerin zum Zeitpunkt war jung, dynamisch, unerfahren und ...blond.
    Sie hatte eigentlich den richtigen Zeitpunkt zum Eingreifen verpaßt. Trotzdem konnten wir Eltern, als wir richtig Dampf gemacht haben, die Situation für unsere Kinder retten.

    Ich hoffe, ich konnte Dir Mut machen.

    Die ganze Sache ist jetzt gut 2 Jahre her, wir haben einen neuen Klassenlehrer, die Kotzbrocken mussten wiederholen, also Friede, Freude, Eierkuchen - und Junior, einer der Leidtragenden damals, sagt heute noch, daß er auf keinen Fall hätte die Klasse wechseln wollen, er hat ja nichts gemacht...

    Gruß willmitspielen
    Leben und leben lassen

  7. Inaktiver User

    AW: Mobbing in der Schule

    Hallo,
    ich würde mir für meinen Sohn professionelle Hilfe holen, aber nicht beim Schulpsychologen. Das hat bisher wohl nicht viel gebracht. Aber, selbst wenn Dein Sohn sein Verhalten ändert und auf Konfrontation gehen kann, wird er weiterhin attackiert. Das kann manchmal gut gehen, aber ich rate in den meisten Fällen dann doch zu einem Schulwechsel. Hier wird es dann auf Grund des veränderten Verhaltens nicht mehr zum Mobbing kommen. Ein echter Neuanfang ist dann möglich. Mobbing kommt zunehmend an Schulen vor, da seid ihr kein Einzelfall. Zur Not würde ich mein Kind auf ein Internat schicken. So hätte ich keine ruhige Minute mehr.
    Liebe Grüße Nettie

  8. Inaktiver User

    AW: Mobbing in der Schule

    ...
    Geändert von Inaktiver User (30.03.2007 um 21:12 Uhr)

  9. Avatar von Murkami
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    AW: Mobbing in der Schule

    Nocturna und Willmitspielen, danke für Eure Antworten

    Die Frage ist, willst du solange warten? Und wer garantiert, dass es besser wird? Ich kann mich an einen Jungen in meiner Klasse erinnern, der zwar nie aktiv gemobbt wurde, aber dafür während seiner gesamten Schullaufbahn in die Einzelgängerrolle gedrückt wurde. Auch nicht der Hit.
    Es muss etwas geschehen, das sehe ich auch so. Natürlich habe ich auch Angst, dass er in eine Einzelgängerrolle verfällt. Einmal da drin, kommt man da kaum noch raus.

    Kennt dein Sohn denn irgendjemand aus seiner Klasse auch in der Freizeit? Gibt es einen Jungen, den er mal zu sich einladen könnte? Könnte man einen der weniger radikalen Mitläufer herausfiltern und versuchen den vor den eigenen Karren zu spannen?
    Er hat noch einen Freund in seiner Klasse, mit dem er auch in der Freizeit etwas macht. Ich habe versucht, die Beiden als Team gegen die drei Jungs fit zu machen, aber der Freund meines Sohnes ist so eingeschüchtert, dass er sich nicht traut, sich mit ihm zusammen gegen die drei zu stellen, im Gegenteil, er flüchtet eher. Leider. Die Drei scheinen so massiv aufzutreten, dass alle anderen in der Klasse versuchen, ihre eigene Haut zu retten und möglichst nicht in deren Scheinwerferlicht kommen wollen. Das verstehe ich.
    Dennoch finde ich die Idee, Klassenkameraden mit einzubeziehen sehr gut. Da könnte man etwas draus machen!

    Bitte lasse Deinen Sohn nicht die Klasse wechseln, wenn er es selbst nicht möchte. Sein Selbstwertgefühl würde darunter leiden. Wenn er es durchsteht, stehe zu ihm, bestärke ihn darin, daß zum guten Schluss doch die Gerechtigkeit siegt.
    Ich habe bei meinem Sohn vorsichtig vorgefühlt, was er zu einem Klassenwechsel denkt und er wurde wütend und meinte, das würde er als grosse Niederlage empfinden. Daher denke ich auch, dass wir erst einmal alles andere versuchen müssen. Es wäre schlimm für ihn zu gehen.

    Es gibt ein Deeskalationsprogramm, was mit den Kiddis durchgeführt - während der Schulzeit - durchgeführt wird. Da bleibt was hängen.
    Davon habe ich noch nie etwas gehört. Hoffentlich gibts das auch bei uns auf dem Land. Ich könnte den Lateinlehrer auch mal fragen, ob er dieses Programm kennt. Er ist noch jung und motiviert und steht auf "meiner Seite", mit ihm zusammen könnte man so etwas anregen. Letztendlich muss die Schule sich natürlich kooperativ zeigen. Aber es wäre ja ein Versuch wert!

    Wenn möglich, fahre in den Pausen mal zur Schule hin. Stelle Dich ziemlich auffällig mit dem größpten Feldstecher, den Du auftreiben kannst, an den Schulhofrand und schaue durch das Fernglas.
    Es ist schnurzepiepe, ob Du was siehst, Du wirst gesehen...
    Hmm...nachdem die Verweise zurück gezogen wurden, fühlen sich die Drei als King-Fuzzi. Wenn ich dann mit dem Feldstecher kommen würde, hätte ich die Angst, sie würden meinen Sohn noch mehr auslachen. Ob das so fruchtet bei denen.....*grübel*

    Lehrer-Raum-Konzept eingeführt. Vielleicht kannst Du so etwas anregen.
    Als bei uns die Mobbing-Angelegenheit auf dem Höhepunkt angelangt war, hatten wir alale 14 Tage einen Elternabend eingerichtet, zu dem nicht "geladen", sondern "vorgeladen" wurde.
    Alle Vorkommnisse der vergangenen 2 Wochen wurden an den Elternvertreter weitergegeben, der diese dann, ohne Namen zu nennen, vortrug.
    Es wurde weiterhin von mehreren Eltern Hospitationstermine im Unterricht
    Das klingt alles sehr gut.
    Eine Lösung kann sein, die Elternvertreter mit einzuschalten. Wie gesagt, ich bin in der Schule auf taube Ohren gestossen, habe ein Schulterzucken geerntet. Es kann eine Lösung sein, die Zusammenarbeit mit anderen Eltern anzustreben, um dann gemeinsam in der Schule vorzusprechen.

    Unsere Klassenlehrerin zum Zeitpunkt war jung, dynamisch, unerfahren und ...blond.
    im Hinblick auf mein Avatar, bitte keine Vorurteile gegen blond.

    Aber es ist sicher so: seine Klassenlehrerin ist seeeehr jung, die Mathelehrerin ebenfalls. Sie hat mir in der Sprechstunde gesagt, sie wäre immer froh um jede Mathestunde, die sie da hinter sich bringen konnte, denn diese Drei würden sie die letzten Nerven kosten. Das ist doch traurig! Diese Kinder sind erst 11!


    Ich hoffe, ich konnte Dir Mut machen.
    Ja, das konntest Du. Ich sehe wieder Land!

    Dir auch Nocturna, lieben Dank für Deine Antwort.

    Liebe Grüsse
    Murkami
    Wenn es so ist, dass wir nur einen kleinen Teil von dem leben können,
    was in uns ist - was geschieht mit dem Rest?

    Pascal Mercier

  10. Avatar von Murkami
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    AW: Mobbing in der Schule

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Hallo,
    ich würde mir für meinen Sohn professionelle Hilfe holen, aber nicht beim Schulpsychologen. Das hat bisher wohl nicht viel gebracht. Aber, selbst wenn Dein Sohn sein Verhalten ändert und auf Konfrontation gehen kann, wird er weiterhin attackiert. Das kann manchmal gut gehen, aber ich rate in den meisten Fällen dann doch zu einem Schulwechsel. Hier wird es dann auf Grund des veränderten Verhaltens nicht mehr zum Mobbing kommen. Ein echter Neuanfang ist dann möglich. Mobbing kommt zunehmend an Schulen vor, da seid ihr kein Einzelfall. Zur Not würde ich mein Kind auf ein Internat schicken. So hätte ich keine ruhige Minute mehr.
    Liebe Grüße Nettie
    Liebe Nettie,

    mein Sohn geht auf ein humanistisches Gymnasium und die Gymnasien im Umkreis sind alls neusprachlich. Ein Schulwechsel ist kaum zu realisieren, Busverbindungen gibt es auf diese Distanz nicht. Meinst Du nicht, ein Kind würde viel mehr Wut und auch Trauer aufstauen, wenn er wüsste, nur weil er mit den Dreien nicht "fertig" geworden ist, muss er in ein Internat......Er ist ein sehr sensibler Junge, der Nähe sucht. Ich würde ihn brechen, würde ich ihn "wegschicken". Aber das kannst Du ja nicht wissen, Du kennst ihn ja nicht.
    Hab lieben Dank für Deine Antwort.

    Liebe Grüsse

    Murkami
    Wenn es so ist, dass wir nur einen kleinen Teil von dem leben können,
    was in uns ist - was geschieht mit dem Rest?

    Pascal Mercier

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