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  1. Avatar von Dmtoepfer
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    AW: Mobbing in der Schule

    Hallo,

    Jetzt muss ich auch meinen Senf dazu geben, aber ich tue es vom Gesichtspunkt "Lehrerin" und "Mutter", die in einem anderen
    Schulsystem (USA) unterrichtet.

    Wenn mir die Mathelehrerin meines Kindes erklaert, dass sie froh sei, wenn jede Mathestunde mit diesen drei besagten suessen Fratzen vorbei waere, hast Du bereits einen Punkt, den Du schamlos ausnutzten kannst. Frag mal Deinen Sohn, ob er in den Stunden mit diesen drei "Stoerern" ueberhaupt was lernt. Dann frage mal die anderen Eltern aus der Klasse, die Du bereits kennst, ob ihre Kinder aehnliche Erfahrungen machen. Wenn ja, dann ist das ein "Lerndefizit" und "eine Behinderung im Lernen des erforderlichen Materials". Dann kann man den Elternvertreter daraufhin ansprechen und einfliessen lassen, dass neben dem Mobbing, diese Kinder die anderen Kinder in der Klasse am Lernen hindern und damit deren spaetere Schuljahre negativ beeinflussen koennten.
    Vielleicht waere dann eine Vorladung zum Elternabend angebracht und dann kann sich was aendern.

    Ich wuerde auch im Rektorat nachfragen was mit den Verweisen passiert ist. Gib als Begruendung, dass sich nichts fuer Deinen Jungen geaendert haette und Du gerne wissen moechtest, was das Rektorat gedenkt jetzt zu tun. Wenn der Rektor dann sagt, dass mit den Verweisen sei intern geregelt worden, nachhaken. Du weisst zwar, was mit den Verweisen geschehen ist, aber lass den Rektor fuehlen, dass Du wirklich eine Besserung in der Situation Deines Sohnes sehen willst und das sehr bald. Der Rektor kommt damit vielleicht etwas in Zugzwang und wird die naechsten Verweise nicht wieder zur Seite wischen.
    Und bestehe darauf, dass das vertraulich behandelt wird, so dass die Situation fuer Deinen Sohn nicht noch schlimmer wird.

    Mit freundlichen Gruessen aus den USA

    Dagmar

  2. gesperrt
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    AW: Mobbing in der Schule

    Das wäre auch noch schöner, wenn DEIN Junge die Schule verlassen müsste.

    Geh auf die Barrikaden, droh dem Schulleiter mit der Presse. Aber gib nicht nach.

    Eine Bekannte von mir hat diese Tortur hinter sich.

    Man hat auch wochenlang das Problem herunterspielen wollen, sie hat selbst bei den Eltern dieser Jungs angerufen und ihnen gesagt, dass diese wohl versäumt hätten ihren Kindern Sozialverhalten beizubringen. Sie ist jedes Mal nach solchen Mobbing- Vorfällen zu den Lehrkräften und hat sie zur Rede gestellt.

    Jetzt hat sie erreicht, dass die Mobber bei einem einzigen Vorfall von der Schule fliegen.

    Und nun hat ihr Kind Ruhe.

  3. Avatar von LC
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    AW: Mobbing in der Schule

    ich könnte romane zu dem thema schreiben, aber auf keinen fall soll dein sohn die schule wechseln! und wenn er mal körperlich aggressiv wird, ist es das problem der 3 jungens, was anderes scheinen die nämlich nicht zu verstehen.
    hauptsache du stehst hinter deinem sohn. und mach mal druck beim rektor egal was der mit den andren eltern ausgemacht hat.
    Brave Mädchen kommen in den Himmel, böse überall hin... und ich bin verdammt reiselustig





  4. Avatar von Murkami
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    AW: Mobbing in der Schule

    Zitat Zitat von Dmtoepfer
    Wenn mir die Mathelehrerin meines Kindes erklaert, dass sie froh sei, wenn jede Mathestunde mit diesen drei besagten suessen Fratzen vorbei waere, hast Du bereits einen Punkt, den Du schamlos ausnutzten kannst. Frag mal Deinen Sohn, ob er in den Stunden mit diesen drei "Stoerern" ueberhaupt was lernt. Dann frage mal die anderen Eltern aus der Klasse, die Du bereits kennst, ob ihre Kinder aehnliche Erfahrungen machen. Wenn ja, dann ist das ein "Lerndefizit" und "eine Behinderung im Lernen des erforderlichen Materials". Dann kann man den Elternvertreter daraufhin ansprechen und einfliessen lassen, dass neben dem Mobbing, diese Kinder die anderen Kinder in der Klasse am Lernen hindern und damit deren spaetere Schuljahre negativ beeinflussen koennten.
    Vielleicht waere dann eine Vorladung zum Elternabend angebracht und dann kann sich was aendern.

    Ich wuerde auch im Rektorat nachfragen was mit den Verweisen passiert ist. Gib als Begruendung, dass sich nichts fuer Deinen Jungen geaendert haette und Du gerne wissen moechtest, was das Rektorat gedenkt jetzt zu tun. Wenn der Rektor dann sagt, dass mit den Verweisen sei intern geregelt worden, nachhaken. Du weisst zwar, was mit den Verweisen geschehen ist, aber lass den Rektor fuehlen, dass Du wirklich eine Besserung in der Situation Deines Sohnes sehen willst und das sehr bald. Der Rektor kommt damit vielleicht etwas in Zugzwang und wird die naechsten Verweise nicht wieder zur Seite wischen.
    Und bestehe darauf, dass das vertraulich behandelt wird, so dass die Situation fuer Deinen Sohn nicht noch schlimmer wird.
    Liebe Dagmar,

    Dein Beitrag ist ganz wunderbar.
    Sowohl die Idee mit dem Lerndefizit und was man darauf aufbauen kann, als auch Deine Tips zur Gesprächsführung mit dem Direktorat gefallen mir sehr gut.
    Ich werde mir das zu Herzen nehmen und mit dem Direktor nach den Ferien einen Termin machen, um nochmal auf andere Weise vorzusprechen, als ich es vor ein paar Wochen getan habe. Da hatte sich nämlich nach meinem Gespräch nichts geändert, ich bin aber damals auch davon ausgegangen, durch die Schilderung der Situation genug zu erreichen. Ich werde mehr Druck machen, und gerade auch wegen den Verweisen nachhaken.
    Die Vertraulichkeit ist ein wichtiges Thema, das Du ansprichst, denn gerade da passieren oft Fehler und man verschlimmert eher, wenn das falsch angepackt wird.
    Vielen lieben Dank und einen Gruss in die USA

    Murkami
    Wenn es so ist, dass wir nur einen kleinen Teil von dem leben können,
    was in uns ist - was geschieht mit dem Rest?

    Pascal Mercier

  5. Inaktiver User

    AW: Mobbing in der Schule

    Hallo Murkami,
    kleiner Tip von jm. der das System von "innen" kennt. Du darfst bei derartigen Eltern und Kindern nicht "vorsichtig" auftreten. Das hilft deinem Sohn nicht, diese Typen fassen sowas als Schwäche auf.
    Frag sehr direkt was mit den "Verweisen" passiert ist. Und schicke diese Nachfrage mit der Vermutung auf Begünstigung/Unterschlagung o.ä. auch an das zuständige Schulamt.
    DAS bewegt den Rektor ganz sicher dazu, sich die "Kerlchen" vor zuknöpfen und für Ruhe zu sorgen. Weil er ja sonst doch noch Verweise aussprechen müsste.Und dann zw. allen Stühlen sitzt.

    Viel schlimmer kann es für deinen Sohn doch nicht werden. Bei Mobbing hilft nur: Sich AKTIV wehren.

    Meine Erfahrung: Die richtig "bissigen" Eltern werden SEHR vorsichtig und zuvorkommend behandelt. Auch wenn es vielleicht schwer fällt... tu es für deinen Sohn.
    lg
    auerin

  6. Avatar von Murkami
    Registriert seit
    15.03.2006
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    AW: Mobbing in der Schule

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Hallo Murkami,
    kleiner Tip von jm. der das System von "innen" kennt. Du darfst bei derartigen Eltern und Kindern nicht "vorsichtig" auftreten. Das hilft deinem Sohn nicht, diese Typen fassen sowas als Schwäche auf.
    Frag sehr direkt was mit den "Verweisen" passiert ist. Und schicke diese Nachfrage mit der Vermutung auf Begünstigung/Unterschlagung o.ä. auch an das zuständige Schulamt.
    DAS bewegt den Rektor ganz sicher dazu, sich die "Kerlchen" vor zuknöpfen und für Ruhe zu sorgen. Weil er ja sonst doch noch Verweise aussprechen müsste.Und dann zw. allen Stühlen sitzt.

    Viel schlimmer kann es für deinen Sohn doch nicht werden. Bei Mobbing hilft nur: Sich AKTIV wehren.

    Meine Erfahrung: Die richtig "bissigen" Eltern werden SEHR vorsichtig und zuvorkommend behandelt. Auch wenn es vielleicht schwer fällt... tu es für deinen Sohn.
    lg
    auerin

    Liebe Auerin,

    wenn ich den Direktor direkt frage, was mit den Verweisen passiert ist, verrate ich den Lateinlehrer, der mir das ja "unter der Hand" gesagt hat. Ich möchte ihn keinesfalls in Schwierigkeiten bringen. Mein Problem ist, dass da anscheinend hinter verschlossenen Türen Abkommen getroffen wurden und sich die Eltern der betroffenen Schüler sogar noch bestärkt darin fühlen, dass ihre Kinder an dieser Schule wohl alle Grenzen überschreiten können, ohne dass es Folgen für sie hat.

    Du hast Recht, schlimmer kann es für ihn nicht kommen.
    Rückzug ist falsch, mit Ignorieren kam er nicht weiter. Wie siehst Du das AKTIV wehren? Was kann mein Sohn tun, um sich zur Wehr zu setzen?

    Liebe Grüsse und vielen Dank

    Murkami
    Wenn es so ist, dass wir nur einen kleinen Teil von dem leben können,
    was in uns ist - was geschieht mit dem Rest?

    Pascal Mercier

  7. Avatar von Mittwoch
    Registriert seit
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    AW: Mobbing in der Schule

    Bist du zeitlich sehr eingespannt? Eine Freundin bekam das ganz gut hin, als sie eine zeitlang (sie war aber auch mit dem 2. Kind noch in Elternzeit und konnte sich so gut präsent machen) bei wirklich jedem Vorfall in der Schule aufschlug - und nicht sonderlich freundlich nach einigen Wiederholungen, ich glaube der Direx hatte am Schluss mehr Angst vor ihr, als der Sohn vor den AKs in seiner Klasse...
    Der Weg ist das Ziel - und dann ist das Ziel weg.


  8. Avatar von Murkami
    Registriert seit
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    7.511

    AW: Mobbing in der Schule

    Zitat Zitat von Mittwoch
    Bist du zeitlich sehr eingespannt? Eine Freundin bekam das ganz gut hin, als sie eine zeitlang (sie war aber auch mit dem 2. Kind noch in Elternzeit und konnte sich so gut präsent machen) bei wirklich jedem Vorfall in der Schule aufschlug - und nicht sonderlich freundlich nach einigen Wiederholungen, ich glaube der Direx hatte am Schluss mehr Angst vor ihr, als der Sohn vor den AKs in seiner Klasse...
    Die Idee ist klasse, geht in die Richtung von Auerin. Man muss nur lästig und unbequem werden.
    Leider ist es so, dass ich, auch wenn ich unbedingt wollte, keine Möglichkeit habe, in die Schule kommen zu können.
    Bei einem Telefonanruf hat man bestimmt keine Chance, an der Sekretärin vorbei zu kommen....

    Liebe Grüsse und danke, dass Du Dir so viele Gedanken machst

    Murkami
    Wenn es so ist, dass wir nur einen kleinen Teil von dem leben können,
    was in uns ist - was geschieht mit dem Rest?

    Pascal Mercier

  9. Inaktiver User

    AW: Mobbing in der Schule

    Liebe Murkami

    eine meiner Bekannten hat ihren gemobbten Sohn (er ist sehr klein und dünn) in Intensivunterricht in Judo gegeben und ihm dann, obwohl er sonst wohl eher zu Gewaltlosigkeit erzogen wurde, freie Hand in Gewalt gegeben.

    Ähm, ähm, das hat geholfen und hilft immer noch - wobei beim Judo ja die körperliche Achtung zum "umgelegten Partner" dazugehört, also Du lernst ihn schonend auf den Rücken zu bringen.

    Alles andere half nicht, der Schule war es letztlich egal.

  10. Inaktiver User

    AW: Mobbing in der Schule

    Hallo Murkami,

    ich würde dir empfehlen, dich auf der Seite der "Elterninitiative gegen Mobbing und Gewalt an Schulen" (emgs.de) umzuschauen.

    Traurigerweise gibt es für diese Problematik bereits ein eigenes Forum: http://www.emgs.de/forum-emgs/

    Zu den Gesprächen mit dem Direktor solltest du Zeugen mitnehmen und Protokolle darüber anfertigen.

    Lg,
    Schneefrau

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