Hallo,
ich habe folgende Frage:
Seit etwa einem viertel Jahr bin ich mit einer Frau zusammen. Sie hat einen vierjährigen Jungen.
Da ich jetzt immer mehr Zeit mit dem Kleinen verbringe möchte ich gerne wissen, in wieweit muss, sollte und darf ich mich bei der Erziehung einbringen?
Bisher habe ich mich sehr zurück gehalten und nur in ausnahme Fällen etwas gesagt, wenn etwa die Katze grob am Schwanz gezogen wird o.Ä.
Für Tipps von "Erfahrenen" wäre ich sehr dankbar.
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Thema: An Erziehung mitwirken?
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29.03.2007, 16:20
An Erziehung mitwirken?
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29.03.2007, 16:35Inaktiver User
AW: An Erziehung mitwirken?
schön das es jemanden gibt, dem es wie mir geht!
mein freund hat auch eine 4-jährige tochter, die wir alle 2 wochen am wochenende haben.
ist dein "ziehsohn" auch so ein kleines biest?
und wohnst du mit deiner freundin und dem sohn zusammen?
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29.03.2007, 16:38
AW: An Erziehung mitwirken?
Hallo Wolff,
was sagt denn die Mama des Kindes dazu?
Ich bin nur Tante meiner Nichte (logisch
), aber ich hänge mich da mal mehr und mal weniger rein, ist Mutti dabei, lehne ich mich eher entspannt zurück, habe ich sie alleine, dann entscheide und regle ich natürlich auch alles alleine, was die Kurze (fast 4) angeht.
Ich reagiere immer bei Gefahrensituationen, was wohl klar ist, wenn sich aus Kabbelei mit ihrem besten Freund eine handfeste Keilerei entwickelt, beim Umgang mit Tieren und im Moment auch recht häufig auf die tollen Ausdrücke, die sie aus dem Kindergarten mitbringt und sie muss sich ggf. entschuldigen (gestern z.B. für die halblaut zum Ausprobieren der Reaktion gemurmelte "Kacksau"
). "Bitte" und "danke" und eben "entschuldigung" müssen auch sein und werden von mir eingefordert.
Zimmer aufräumen mache ich mit ihr zusammen, wenn ich sie hüte, Zähneputzen überwachen sowieso (sonst wird nur rumgespielt und Katzenwäsche gemacht, dafür steht dann das Bad unter Wasser), Abendessen gemeinsam vorbereiten und Tisch decken, ordentlich essen (naja
), sie darf jederzeit die Mahlzeit beenden, ich möchte aber gefragt werden, ob sie aufstehen darf, bei Tisch möchte ich nicht, dass gespielt wird, sonst dauert das Essen 6 Stunden, Händewaschen schicke ich sie und Mundabputzen, eigentlich alles normale Sachen...
Ich würde mit der Mutter reden und ansonsten den Zwerg an mich "heranwachsen" lassen, das geht schneller als du denkst, dass ausprobiert wird, wo du in dem System positioniert wirst und was man alles mit dir anstellen kann.
Viel Spaß mit dem Kurzen
(und natürlich der Frau
)
LG
Mittwoch
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29.03.2007, 17:00
AW: An Erziehung mitwirken?
Hallo Wolf,
es gibt da keine Norm.
Doch: Euch. Du und deine Partnerin solltet reden und verabreden, wie ihr vorgehen möchtet.
Übrigens: Nichts tun kann auch uU unter Erziehung fallen!
liebe Grüße
Kaffeesahne
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29.03.2007, 17:09
AW: An Erziehung mitwirken?
Hi sternschnubbe,
Biest, ist manchmal kein Ausdruck, grrrrrrrrrrr
Aber sonst ist er ganz lieb.
Hi Mittwoch, Hi kaffeesahne,
meine Freundin sagt, ich sollte mich ordentlich einbringen.
Aber, wer bin ich denn – ich bin der Freund der Mutter – nicht mehr. Ich bin nicht sein Papa und daher denke ich, ich habe nicht das Recht den Kleinen mal ordentlich ins Gebet zu nehmen wie es seine Mutter macht. Daher versuche ich ihn mit logischen Argumenten in freundlicher Tonlage zu überzeugen, was nicht unbedingt immer fruchtet.
Außerdem habe ich von Kindern keine Ahnung, habe ja selbst noch keine......Schwierig, Schwierig, die Sache.
OT:
Den Hasen, find ich total cool
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29.03.2007, 17:20Inaktiver User
AW: An Erziehung mitwirken?
hallo, ich bin´s nochmal
geht mir genauso, aber irgendwann (nach kratzen, beißen, hauen oder treten ihrerseits) hat man keine lust mehr vernünftig, ruhig und logisch zu argumentieren!
Zitat von Wolff1969
bist du schon lange mit deiner freundin zusammen?
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29.03.2007, 17:25
AW: An Erziehung mitwirken?
Na dann ist das erste ja schon mal geklärt und ihr solltet die Feinheiten noch besprechen, bzw. guck dir einfach was bei der Mutter ab, Erziehung muss ja auch in vertrauten Bahnen ablaufen (was verboten ist bleibt auch verboten z.B.).
Dass du nicht der Papa bist ist klar, aber wenn du eine Beziehung zu einer Mutter mit kleinem Kind hast, musst du dich zwangsläufig einbringen. Kinder in dem Alter analysieren nicht lang und breit die familiäre Konstellation, die nehmen dich wie du bist und probieren dich aus, deswegen wird dir - so sympathisch ich diesen Zug auch finde - ein logisches Argumentieren kaum etwas nutzen.
Nicht falsch verstehen, ich bin ein großer Freund der Konversation, aber bei 4jährigen wird bei mir noch ja und nein vorgegeben und durch den Terror muss ich dann halt mal kurz durch.
Das Kind kriegt seine Grenze und der Erwachsene deutlich schneller wieder Ruhe und Frieden (und ich bin nicht superautoritär, falls das jetzt so rüberkommt, so meine ich das nicht).
Lass dir und euch Zeit, da muss man reinwachsen. Ich bin heute noch manchmal entsetzt, welch garst'ger Drachen aus meinem speckigen süßen Knubbelbaby geworden ist, 5 Min später ist sie wieder ein Sonnenschein, da müssen alle einfach durch
.
VG
Mittwoch
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30.03.2007, 21:17
AW: An Erziehung mitwirken?
Hi Wolff,
also eine allererste Grundregel müsst ihr beachten, sonst gehts gewaltig schief:
was immer einer entscheidet oder ansagt, MUSS der andere die Stange halten - egal ob er das wirklich gut findet oder nicht.
Differenzen werden dann später ohne Kind geklärt.
Nichts ist ekelhafter als ein Kind, was weiß, es kann zwei EWs auspielen oder sich unangenehme Ansagen eventuell beim anderen negieren lassen
Ansonsten würde ich es zum Reinwachsen so machen bzw. mache ich es bei allen Kindern meiner Umgebung so: was mich als Person direkt betrifft, regle ich direkt mit dem Kind.
Für allgmeine Erziehungsfragen ist das Elternteil zuständig.
Also: es unterbricht mich im Satz...ich reagiere.
Es isst wie Schwein am Tisch oder macht Terz, weil es abends nicht duschen möchte...nicht mein Thema.
Es würde erst dann zu meinem Thema werden, wenn ich definitiv als Familie langfristig zusammen lebe, also als echte "Stiefmami".
Natürlich gibts da "Grauzonen" - isst wie Schwein am tisch kann mich u.U. auch ganz direkt persönlich betreffen...
LG
Suresnes
Ich find den hasen auch cool !!...
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31.03.2007, 05:01
AW: An Erziehung mitwirken?
Hallo Wolff,
kann dir nur den Tipp geben, bevor du mit erziehst, bau eine bindung zu dem Kind auf. Soll heißen: Unternimm was mit ihm (auch mal allein; Fußball spielen, Geschichte vorlesen, etc.) Erst dann wird der Kleine akzeptieren, wenn du miterziehst... Auch wenn du "nur" der Freund der Mama bist, solltest du versuchen diese Bindung aufzubauen. Denn wenn ihr ein gemeinsames Leben plant musst du nicht nur ihr Herz gewinnen, sondern auch das des Kleinen (wird etwas schwieriger sein, als das der Mama zu erobern).... Ich finde, indem du mit ihr zusammen bist, hast du auch etwas Verantwortung für das Kind...GLG Andris
Wenn du etwas haben möchtest, lass es gehen. Kommt es zurück, ist es dein. Kommt es nicht zurück, hat es dir nie gehört...
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02.04.2007, 15:40
AW: An Erziehung mitwirken?
Danke für die vielen Tipp´s
Einiges konnte ich am WE schon umsetzten.
Kostet aber vieeeeel Schweiß!


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