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  1. Moderation

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    AW: Wie 4-jährigen fördern ? September-Kind/NRW

    Zitat Zitat von Stina Beitrag anzeigen
    Um den Bogen zum Thema zurück zu bekommen, es ist ein schönes Beispiel, dass die Einrichtungen leider auch nicht immer wirklich Experten für Entwicklung sind und man die Anforderungen und Empfehlungen ruhig auch kritisch hinterfragen kann.
    Nein, sind sie nicht. Ich hatte ähnliche Erfahrungen mit meinem Sohn. Der konnte mit 4 Jahren bestimmte Dinge noch nicht einwandfrei sprechen, z. B. sagte er noch gün statt grün, Löbe statt Löwe, das sch bereitete ihm Probleme. Der Kindergarten legte mir dringend Logopädie ans Herz.

    Wir hatten daraufhin mehrere Untersuchungen beim Kinderarzt und auch beim HNO. Es wurden keine organische Ursachen (Schwerhörigkeit, "falsches" Zungen- oder Lippenbändchen), der Kinderarzt, ein wirklich erfahrener und kompetenter Mann, erklärte mir in einem Gespräch, dass er zum jetzigen Zeitpunkt eine Behandlung für vollkommen überzogen hält.

    Der Mann sollte recht behalten - bis zum Schuleintritt konnte mein Sohn einwandfrei sprechen. Er meinte auch, dass sich das Kind in 2 Jahren nicht vorhersehbar entwickelt. Und, wenn wirklich noch "Defizite" bleiben sollten, im letzten Jahr bzw. im letzten halben Jahr vor Schuleintritt kann man immer noch gezielt fördern.

    Ich weiß, dass man als Mutter (ging mir nicht anders) zum Teil einen sehr schweren Stand hat, wenn man dann der geballten "Kompetenz" gegenüber vertritt, dass man abwartet. "Mein" Kindergarten war zumindest nicht sehr erbaut, dass ich nach reiflicher Überlegung und Beratung meinen Sohn einfach gelassen habe.

    Nachdem es hier ausschließlich um Buben geht, vielleicht lässt man Buben, die vielleicht manchmal etwas länger für ihre Entwicklung brauchen, einfach nicht die Zeit, die sie brauchen?
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    AW: Wie 4-jährigen fördern ? September-Kind/NRW

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Der Sohn meiner Freundin konnte zu Beginn der Krippenzeit auch noch nicht laufen und saß dann halt da und hat zugeguckt. Sie hat immer gehofft, dass das Motivation für ihn ist, laufen zu lernen.
    Ja so ähnlich hatte ich mir das damals auch gedacht.
    Aber so hab ich mein Kind genommen und wir sind gegangen, ohne Diskussion.
    Im Grunde war wirklich alles gut so, vor dem Gespräch, sah ich, wie eine Erzieherin der Einrichtung sehr grob zu einem der Kleinsten dort war, dieser hat dann sofort geweint und keiner hatte ihn getröstet, am liebsten hätte ich den gleich noch mitgenommen, der hat mir echt leid getan.
    Er war in einem Alter, in dem er sowas noch nicht zu Hause erzählen konnte.
    Ich war damals auch echt froh, als mir mein Kind sagen konnte, was es hat und was es möchte, ich war da sehr aufmerksam und habe es ernst genommen, war bei mir auch aus privaten Gründen wichtig.

    Zitat Zitat von skirbifax Beitrag anzeigen
    Wir hatten daraufhin mehrere Untersuchungen beim Kinderarzt und auch beim HNO. Es wurden keine organische Ursachen (Schwerhörigkeit, "falsches" Zungen- oder Lippenbändchen), der Kinderarzt, ein wirklich erfahrener und kompetenter Mann, erklärte mir in einem Gespräch, dass er zum jetzigen Zeitpunkt eine Behandlung für vollkommen überzogen hält.
    Skirbifax, ich nehme an, dein Sohn ist mittlerweile auch eher ein junger Mann.

    Ich hoffe, dass es auch jetzt noch viele Fachleute gibt, die sich von diesem ganzen "Leistungswahn" nicht beeindrucken lassen und ganz neutral und bodenständig in ihrer Beurteilung sind und jungen Eltern in so einer Situation den Rücken stärken.
    (Unser Zahnarzt ist zum Beispiel vom alten Eisen, er macht nichts, was nicht wirklich nötig ist , da bin ich auch sehr froh, dass wir ihn haben.)

    Ich weiß, dass man als Mutter (ging mir nicht anders) zum Teil einen sehr schweren Stand hat, wenn man dann der geballten "Kompetenz" gegenüber vertritt, dass man abwartet. "Mein" Kindergarten war zumindest nicht sehr erbaut, dass ich nach reiflicher Überlegung und Beratung meinen Sohn einfach gelassen habe.
    Das kann ich mir vorstellen.

    Nachdem es hier ausschließlich um Buben geht, vielleicht lässt man Buben, die vielleicht manchmal etwas länger für ihre Entwicklung brauchen, einfach nicht die Zeit, die sie brauchen?
    Stimmt - alles Buben.
    Ja vielleicht ist das so...

  3. Inaktiver User

    AW: Wie 4-jährigen fördern ? September-Kind/NRW

    Bei dem Strang musste ich auch erst mal schlucken. Unser Sohn ist gerade 3 geworden und gerade in den Kindergarten gekommen und ich kann mir gar nicht vorstellen, mit ihm im Alter von knapp 4 Jahren schon "Hausaufgaben" zu machen. Er ist auch ein sehr lebhaftes, energiegeladenes Kind, bislang übrigens auch mit sehr geringem Interesse am Puzzlen oder Malen (wobei er das im Kindergarten freiwillig wohl eher tut als hier). Wir sind bislang auch auf dem Standpunkt, ihn spielerisch zu fördern, aber nicht zu zwingen. Und das halte ich auch bei einem knapp 4-Jährigen für wichtig.

    Im Kindergarten würde ich übrigens entschieden darum bitten, diese Bestrafungsmethoden mit kein Snack wenn das Puzzle nicht fertig ist, zu unterlassen. Mir war gar nicht klar, dass es sowas noch gibt.

    Und schlimmstenfalls, falls das Kind wirklich in zwei Jahren unbedingt in die Schule muss und sich nicht so weit entwickelt hat, dass es problemlos klappt, habt ihr den Ärger und den Druck dann zumindest zwei Jahre später und es findet sich dann hoffentlich eine Lösung. Aber so weit muss es ja gar nicht kommen und bis dahin sollte das Kind einfach noch Kind sein dürfen. Und irgendwelche Aufgaben, die auch bei der Mutter so viel Druck und Wut verursachen, würde ich absolut sein lassen.

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