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    AW: Teenie unterwegs und nicht erreichbar

    Ihr Lieben,

    danke für eure zahlreichen Inputs. Bitte seid mir nicht böse, wenn ich es nicht mehr schaffe, auf jeden einzelnen im Detail einzugehen, mein Urlaub steht kurz bevor.

    An den Antworten sieht man, wie unterschiedlich das in verschiedenen Familien gehandhabt und erlebt wird.

    Ich habe gestern noch einmal in aller Ruhe mit meiner Tochter gesprochen und verstehe ihr Verhalten vorgestern jetzt besser. Ich habe sicher emotional überreagiert - wie gesagt, auch ich habe meine Themen, gerade, was Verlustängste betrifft -, ich werde ab dem Herbst-Schulstart neue Vereinbarungen treffen, die ihr mehr Luft lassen. Jetzt geht es erst mal in den wohl verdienten Urlaub.

    Nochmals danke an euch, eure Beiträge haben mir geholfen.

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    AW: Teenie unterwegs und nicht erreichbar

    Zitat Zitat von duen Beitrag anzeigen
    Ihr Lieben,

    danke für eure zahlreichen Inputs. Bitte seid mir nicht böse, wenn ich es nicht mehr schaffe, auf jeden einzelnen im Detail einzugehen, mein Urlaub steht kurz bevor.

    An den Antworten sieht man, wie unterschiedlich das in verschiedenen Familien gehandhabt und erlebt wird.

    Ich habe gestern noch einmal in aller Ruhe mit meiner Tochter gesprochen und verstehe ihr Verhalten vorgestern jetzt besser. Ich habe sicher emotional überreagiert - wie gesagt, auch ich habe meine Themen, gerade, was Verlustängste betrifft -, ich werde ab dem Herbst-Schulstart neue Vereinbarungen treffen, die ihr mehr Luft lassen. Jetzt geht es erst mal in den wohl verdienten Urlaub.

    Nochmals danke an euch, eure Beiträge haben mir geholfen.
    Ich wünsche Dir und deiner Familie alles Gute.
    Los lassen ist einer der besten Geschenke die man sich geben kann.

    Mckenzie

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    AW: Teenie unterwegs und nicht erreichbar

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ... und da fällt Dir kein Zusammenhang auf?
    Man kann Unsicherheit auch einreden.
    Katzen lieben Menschen viel mehr, als sie zugeben wollen,
    aber sie besitzen genug Weisheit, es für sich zu behalten.


    Mary Eleanor Wilkins Freeman (1852 - 1930), US-amerikanische Schriftstellerin

  4. Inaktiver User

    AW: Teenie unterwegs und nicht erreichbar

    Zitat Zitat von Salbeiblatt Beitrag anzeigen
    Meine Mutter gehörte auch zu der Fraktion der "Überängstlichen". Wenn jemand von uns Kindern zu spät nach Hause kam, hatte sie in ihrer Fantasie schon die größten Horrorszenarien vor Augen.
    Meine auch. Und wenn mein Vater mal 15 min. zu spät von der Arbeit kam, war sie sich auch schon sicher, dass er einen Autounfall hatte oder so. Was mich als Teenie und dann irgendwann (mit 21 bin ich ausgezogen) als Volljährige total genervt hat war, dass sie mir immer eine ungefähre Heimkehrzeit rausleiern wollte. Und wenn man sich da festgelegt hatte, ist sie total durchgedreht mit den schlimmsten Horrorszenarien, wenn man dann nicht genau um diese Zeit angerufen hat um zu sagen, dass es doch später wird (dann aber bitte wieder so mit "ja, aber wann kommst du denn dann?" "Keine Ahnung, vielleicht so gegen 3 oder 4". "Das heißt, um 4 bist Du auf jeden Fall zu Hause?" "Naja, vermutlich schon" - und wehe, Du kamst dann um 4:30 Uhr - Drama!)

    Trotzdem finde ich es in einem gewissen Rahmen, wenn man als Familie zusammenlebt, durchaus normal, dass man sich gegenseitig so ungefähr Bescheid gibt, was man treibt (das kann ja auch sein "ich fahr mal in die Stadt und dann schaue ich mal", dann wissen die Anderen, das kann 2 oder 5 Stunden dauern, je nachdem). Ich gebe auch Bescheid, wenn's bei der Arbeit überraschend spät wird oder so.

    Die beschriebene Ausgangssituation (kurz spazierengehen, und dann stundenlang verschwinden) kenne ich von meinem Mann, und finde sie auch ohne Angst total nervig. Der fährt manchmal nur in den Supermarkt, und dort fällt ihm noch ein, dass er noch was aus dem Baumarkt braucht, und im Buchladen noch ein Geschenk usw. und verschwindet dann 3 h, obwohl man denkt, er ist nur 1 h weg und man auf irgendwelche Lebensmittel wartet, die er einkauft und die man zum Kochen benötigt.

    Das hängt natürlich auch davon ab, ob noch was Gemeinsames (warmes Essen oder so) geplant ist oder nicht. Ich finde das auch nervig, wenn dann ein Familienmitglied nicht erreichbar ist (bei uns ist es oft der eine Sohn, der ohne Ansage und ohne Handy oder mit offline geschaltetem Handy verschwindet, in der Regel irgendwo in der direkten Nachbarschaft ist und dann nicht erreichbar mit der Info, dass es genau jetzt Essen gibt, weil alle Anderen nun am Tisch sitzen und das Essen fertig ist).

    Also wie gesagt, ich finde, da muss man bei einer 16-jährigen die schwierige Balance finden zwischen "sie ist noch nicht volljährig, so ganz alleine kann sie alles noch nicht bestimmen", allgemeiner gegenseitiger Höflichkeit und genug Freiheiten geben. Wie man das praktisch macht? Keine Ahnung. Mein jetzt 15-jähriger verschwand ja gerne schon mit 4-5 Jahren für 2 Stunden mit dem 2 Jahre älteren Nachbarsjungen spontan, insofern haben wir da auch schon einiges durch, meine Erfahrung ist "reden, reden, reden", nicht lange am Stück, aber jedes Mal, wenn's wieder passiert, ansprechen (bei der 16-jährigen passen die Konsequenzen für den 5-jährigen nicht mehr so). Irgendwann setzt tatsächlich Verständnis für die Position des Gegenübers ein, auch wenn man schon nicht mehr dran geglaubt hat.

  5. Inaktiver User

    AW: Teenie unterwegs und nicht erreichbar

    Liebe duen,

    da wünsche ich euch einen schönen Urlaub.

    Ich kann dich sehr gut verstehen, würde aber doch auf Vertrauen setzen.
    Und auf Einhaltung von Vereinbarungen.

    Das muss man halt als Mutter auch aushalten können.

    Von solchen Überwachungs-Apps halte ich überhaupt nix, die heißen ja nicht so, ich weiß.
    Ich hatte mal ne Bekannte, deren Kinder hatten das für sie installiert. Furchtbar, da geht ja jegliche Freiheit und Intimität verloren.

    Wenn so was anfängt, dann kommt noch dazu: anmelden, abmelden.....
    Oder die Frage gleich: wo warst du.

    Nicht böse von Kindern und Eltern gemeint, ist meiner Meinung nach einfach ein Automatismus der einsetzt.

    Meine Güte was war ich froh wenn ich den Schlüssel im Schloss hörte, ich glaube bei Eltern ist da so eine Hypersensibilisierung eingebaut.

    Man weiß auch nie alles - ich hatte erstmal schön alles geglaubt was man mir erzählte.
    Und finde das auch selbst jetzt noch nicht doof oder einfältig.

    Wahrscheinlich - weil ich auch selbst so behandelt werden wollte

  6. gesperrt

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    AW: Teenie unterwegs und nicht erreichbar

    meine große Tochter ist 17 Jahre und geht öfter mal mit ihrem kleinen Hund aus und macht längere Waldspaziergänge auch alleine. Wenn die allerdings nach 3 Stunden nicht wieder zu Hause wäre, würde ich mir auch Sorgen machen und da an alles mögliche denken: Rotten von Sauen und Wölfe wurde hier schon gesichtet, Beinbruch, Vergewaltigung, Waldbrand, Unfälle - alles mögliche könnte sein und Probleme machen - Kindern und Erwachsenen.

    Und weil das ganz normale Gedanken sind, die sich so jede Mutter irgendwann mal machen würde, finde ich es normal, dass man zu Hause irgendwann Bescheid gibt und nicht alle denken lässt man wäre schon die 4. Stunde unerreichbar im Wald verschollen, so man doch sicher bei der Freundin sitzt.

    Das ist nur fair. Und noch fairer wäre es verständlicherweise bei einer Vorgeschichte mit psychischen Auffälligkeiten und Selbstverletzung.

    Hat meine Tochter nicht - wird im Eingangspost aber beschrieben.
    Mütterliche Sorgen potenzieren sich nach solchen Erfahrungen wohl eben. Und das ist wohl eben auch völlig normal und so zu erwarten.


    Also, meine Tochter würde mich anrufen, schon deshalb weil sie mich liebt und nicht wollte, dass ich mir unbegründet solche Sorgen mache. Da bin ich sicher. Nicht weil sie müsste, sondern weil sie wollte - in dem Alter versteht man doch, dass man selbstverständlich auch in der Verantwortung ist und andere nicht mit überflüssigen, unnötigen Sorgen belasten darf.

    Im konkreten Fall hätte ich meiner Tochter schon gesagt, dass ich ihr Verhalten egoistisch und gedankenlos finde und Smartphones zur guten und einfachen Kommunikation erfunden wurden.

    Gute Kommunikation, die so wichtig ist, um Probleme und Mißverständnisse aus der Welt zu schaffen und sich gegenseitig auszutauschen. Es wäre so einfach, sich gegenseitig mit den nötigen Infos zu versorgen, z.B. wer wann wo ist. Sollte man tun und hat primär nichts mit Überwachung und Kontrolle oder Verboten zu tun.

    Ich nötige also übrigens auch meinen jüngeren Söhnen und meinem Ehemann soviel Respekt ab, dass sie mich bei Verspätungen und Planänderungen in einem angemessenen Zeitrahmen informieren und den Streß aus der Situation nehmen, die entsteht, wenn ich anfange unnötigerweise rumzuhirnen, ob etwas ist - und ob ich nicht irgendwie reagieren müsste.

    Wollte ich als Mutter und Ehefrau schließlich, wenn etwas wäre. Ich wollte helfen können, wenn wirklich mal etwas ist.

    Unausgesetzt und immer erreichbar muss keiner die ganze Zeit sein, aber sein Verhalten der Situation anpassen und selbst im Umgang mit anderen so rücksichtsvoll und höflich sein, wie er es sich von anderen auch wünscht!
    Geändert von klopapierhamster17 (23.08.2021 um 12:35 Uhr)

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    AW: Teenie unterwegs und nicht erreichbar

    Zitat Zitat von klopapierhamster17 Beitrag anzeigen
    und selbst im Umgang mit anderen so rücksichtsvoll und höflich sein, wie er es sich von anderen auch wünscht!
    Ich glaube, das ist das entscheidende Thema. Menschen sind da sehr unterschiedlich. Und wenn das innerhalb einer Familie so ist, rummst es im Gebälk.
    Meine Mutter war auch so eine Überängstliche, die permanent wissen wollte, wo ich war und wenn ich mal zu spät war, vor ihrem inneren Auge wahlweise Vergewaltiger oder die Notaufnahme vor sich gesehen hat.
    Und sie ist mir - die ganz sicher auch ihre Ängste hat, nur eben andere - damit ganz unglaublich auf die Eierstöcke gegangen... ich meine, das Allerletzte, an das ich gedacht hab, wenn ich mit meinen Leuten unterwegs war, waren meine nervigen Eltern. Und bei mir laufen auch keine Katastrophenszenarien ab, wenn jemand mal später ist, wird schon Gründe haben. Stau, irgendwo verquatscht, whatever. Wenn was wirklich Schlimmes passiert wäre, DANN würde sich schon jemand bei mir melden.
    *lost in the woods*

  8. Inaktiver User

    AW: Teenie unterwegs und nicht erreichbar

    Zitat Zitat von klopapierhamster17 Beitrag anzeigen
    Also, meine Tochter würde mich anrufen, schon deshalb weil sie mich liebt und nicht wollte, dass ich mir unbegründet solche Sorgen mache. Da bin ich sicher.

    Willst du te damit sagen das ihre Tochter sie nicht liebt und es ihr egal ist wenn sich te Sorgen macht?

    Die Tochter hat psychische Probleme und es ist dann eher gedankenlosigkeit weil sie mit sich selbst beschäftigt ist - nicht weil sie der Mutter eine reinwurgen will oder es ihr egal ist.

  9. Inaktiver User

    AW: Teenie unterwegs und nicht erreichbar

    Sorry, aber dieses "wenn du Mutti lieb hast, dann... (tust oder lässt du dies oder das)" bzw. "wenn du nicht so oder so handelst/bist, dann hast du Mutti wohl nicht lieb" ist so ziemlich eine der miesesten Nummern emotionaler Erpressung, die man als Elternteil abziehen kann.
    Gruselig.

  10. gesperrt

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    AW: Teenie unterwegs und nicht erreichbar

    Richtig, die Tochter der TE ist in Therapie und hat Hilfe, die Mutter ist wohl auch kompetent beraten und stellt sich den Fragen rund um die Krankheit und psychische Auffölligkeit ihrer Tochter. Das ganze ist bestimmt auchTeil des Problems und Mutter udn Tochter können eben beide nicht aus ihrer Haut und sind damit konfrontiert.

    Grundsätzlich darf man in einer Familie auf gegenseitige Gefühle setzen und sich daran zu erinnern, dass keine eine Insel und Bindungen Mutter und Kind normal sind und Liebe ja eigentlich erstmal nichts mit emotionaler Erpressung zu tun hat, sich umeinander zu sorgen und kümmern in einer Familie eher gewollt und richtig ist. Nähe zu schaffen, Zuwendung und Kommunikation gerade in schweren Zeiten und bei Problemen, das ist eigentlich das, was man von Müttern so erwartet. Aber eben auch von der Tochter.


    Ich würde denken, es ist falsch der Mutter vorzuwerfen, sie wäre diejenige, die grundsätzlich die Probleme hat und sich mehr zurückhalten müsste.
    Denn ihr Verhalten ist nicht wirklich auffällig. Sie schreibt doch sehr selbstkritisch und bemüht ihrer Tochter altersgemäß die normalen Freiräume zu geben und ihr auch alles zu erlauben, was die Tochter möchte, sie findet warme Worte für irhe Tochter und beschreibt auch viel Positives.

    Sie fordert nichts ein, was irgendwie besonders streng oder übertrieben ängstlich motiviert wäre.

    Sie ist sehr reflektiert und hinterfragt sich selbst und ihr Vorgehen sofort und sieht schnell die Grenze erreicht, was sie ihrer Tochter zumuten kann und möchte.

    Die Tochter ist diejenige mit den Defizit und ihre Mutter nimmt Rücksicht, muss aber eben im Alltag das Normale bewältigt bekommen.

    Normal wäre ja schon, dass man sein Smartphone in jener Situation nutzt. Das wäre das Normale und Vernünftige in jener Situation. Anrufen und Bescheid sagen oder eben die Nachfrage, ob noch alles o.K. ist, wenn jemand nur kurz weg wollte und dann doch lange ausbleibt.

    Ich finde das Verhalten der Tochter jedenfalls nicht wirklich angemessen, und ich kann aber nicht beurteilen ist das jetzt wegen ihrer psychischen Erkrankung und gehört dazu und die Tochter schlicht nicht in der Lage bzw. eben gerade zu überfordert anders zu reagieren, oder ist es eben Nachlässigkeit, pubertäres Verhalten, was auch immer.

    Besonders emphatisch finde ich das Verhalten der Tochter nicht. Für mich fühlt es sich falsch an. Falsch im Umgang innerhalb einer Familie.

    Das Mädchen ist kein kleines Kind und sie weiß sicher, warum sie in Therapie ist und was die Gründe dafür sind, denn bei ihr läuft nicht alles so rund wie bei anderen Teenagern.
    Geändert von klopapierhamster17 (23.08.2021 um 15:25 Uhr)

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