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  1. Inaktiver User

    AW: Grundschule - Allrounder: Von der Einschulung bis zum Übertritt

    Zitat Zitat von Blue2012 Beitrag anzeigen
    Ich persönlich finde es wie du ziemlich ätzend, dass man Kinder, die in der 3. fast gar nicht lesen können, halt einfach so in der 3. Klasse hocken lässt anstatt sie eine Klasse runter zu stufen. Hier ist man da aber eher schulterzuckend: Jo mei, dann gehn die halt in die Mittelschule (Hauptschule) und fertig.

    Und was diese Kinder "den ganzen Tag in der Schule" machen? Äh, die schreiben eine 5 nach der anderen...
    Für die Kinder katastrophal Das ist ja wirklich ätzend!

  2. Moderation

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    AW: Grundschule - Allrounder: Von der Einschulung bis zum Übertritt

    Ich war beim Lesen ein Mittelding.
    Mir war es immer sehr wichtig, aber es war hier zum Glück weder problematisch noch mit viel Gemotze besetzt. Trotzdem hat die sture Regel „5 Minuten lesen am Tag“ hier einfach nicht immer reingepasst. Mit meinem Sohn hab ich dafür an einzelnen Tagen auch mal eine halbe Stunde diese „du ein Stück, ich ein Stück“ oder andere Erstlesebücher gelesen, er hat das sehr genossen. Meine Tochter wollte entweder vorgelesen bekommen oder allein lesen - das hab ich akzeptiert, auch ohne dann immer zu prüfen, wie viel sie genau gelesen und verstanden hat. Sie hat in den ersten 3 Schulmonaten etwas länger gebraucht als ich aufgrund dessen, was sie im Sommer schon konnte, vermutet hatte. Aber als der Leseknoten dann mal geplatzt war, gab es kein Halten mehr - bis heute nicht.

    Beide Kinder hab ich beim abendlichen Vorlesen alle Überschriften lesen lassen und außerdem natürlich beobachtet, ob sie mit den Hausaufgaben immer klar kommen. Denn auch da wird ja von Beginn an Lesekompetenz mit abgefragt, und sei es anfangs nur, zu unterscheiden, ob „Mimi“ oder „Mama“ auf dem Bild sind und ob „im“ oder „am“ Haus.

    Hier war es also schon so, dass die Kinder sich das überwiegend aus sich selbst heraus (und natürlich in der Schule) erarbeitet haben, mit unserer Begleitung, aber ohne viel Eingreifen durch uns.
    Klar ist aber auch, dass ich mehr getan hätte, wenn die Kinder nicht so gut lesen würden.

    Das gilt hier für nahezu jedes Schulthema - ich lasse sie machen und behalte einigermaßen den Überblick. Und schalte ich mich ein, wo ich das Gefühl habe, dass sie etwas mehr Unterstützung brauchen.
    12 26. We are Family.

    Moderation in Erziehung & Freundschaft

  3. Inaktiver User

    AW: Grundschule - Allrounder: Von der Einschulung bis zum Übertritt

    Zitat Zitat von Stina Beitrag anzeigen
    Das gilt hier für nahezu jedes Schulthema - ich lasse sie machen und behalte einigermaßen den Überblick. Und schalte ich mich ein, wo ich das Gefühl habe, dass sie etwas mehr Unterstützung brauchen.
    So halten wir es auch. Ein Kochrezept gibt es da ja eh nicht, da jedes Kind anders tickt. Ich kann mir gut vorstellen, dass ich nächstes Jahr mit völlig anderen Fragen hier (bzw drüben) aufschlage, da Nummer zwei ganz anders drauf ist, und sehr, sehr stur sein kann. Da könnten die 5min Lesen auch zum Kampf werden...

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    AW: Grundschule - Allrounder: Von der Einschulung bis zum Übertritt

    Schneller werden war bei meinem ebenfalls seeeeehr gründlichen Sohn das vereinbarte Lernziel nach der 2. Klasse. Hat geklappt.
    Diese Lernziele werden im Gespräch Lehrer/Kind/Eltern vereinbart und dann aufs Pult geklebt.

    Beim Lesen sind wir hier gesegnet. Der Jüngste kann es kaum erwarten, weil er sieht, wie viel Spaß seine Geschwister damit haben. Und den Großen muss ich seit jeher Bücher aus der Hand nehmen, damit sie sich aufs Anziehen/Zähneputzen/Essen konzentrieren. Aber wenn das erstmal Aktivierungsenergie braucht, finde ich diese Anreizsysteme Klasse!

    Wir waren kürzlich beim Leseabend der dritten Klasse. Dort wurden Fabeln vorgelesen und alle konnten ihren Text. Aber wir haben natürlich keinen Einblick, wie lange dafür geübt wurde.
    A man is likely to mind his own business when it is worth minding. When it is not, he takes his mind off his own meaningless affairs by minding other people´s business. - Eric Hoffer

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    verwirrt AW: Grundschule - Allrounder: Von der Einschulung bis zum Übertritt

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Sind eigentlich alle schon weg oder noch ein paar Erstklässler hier?

    Wie läufts denn bei euch?
    Hier noch eine Erstklässlermutter
    Bei uns läuft es ganz ok. Wir sind dank des auch für norddeutsche Verhältnisse extrem frühen Sommerferienendes schon seit vier Monaten dabei. In Mathe fangen sie jetzt mit Subtrahieren und ganz einfacher Geometrie an. Wie viele Buchstaben sie in Deutsch schon haben, weiß ich ehrlich gesagt aus dem Stegreif nicht, ich schätze so plusminus 15. Es gab schon drei ganz einfache Diktate (eigentlich nur einzelne Worte bis hin zu Dreiwortsätzen), die meine Tochter auch gut geschafft hat.
    Lesen ist hier in der Schule noch gar nicht so das Thema, es gab diese Woche das erste Mal eine Hausaufgabe, bei der zwei Seiten aus dem Lesebuch vorgelesen werden sollten. Na ja, mal abwarten. Meine Tochter liest von sich aus schon ganz gern, aber halt noch sehr wenig, sehr langsam und auch sehr bemüht, jedes Wort wird laut ausgesprochen - und auch noch nicht konsistent jeden Tag, manchmal zwei Kapitel aus einem Erstlesebuch und dann wieder ein, zwei Tage gar nicht. Aber das Interesse ist da, das reicht mir fürs erste.
    Hausaufgaben werden zum Glück fast immer im Hort erledigt, ganz selten mal zu Hause, wenn sie zum Beispiel trödelt oder die Besetzung im Hort schlecht ist. Aber ich merke auch, dass es teilweise ein ziemlicher Angang ist, sich am späten Nachmittag oder abends noch mal hinzusetzen.
    Insgesamt geht meine Tochter gern in die Schule, aber sie ist halt auch eher der Typ fleißiges Mädchen, die recht brav alles macht, was ihr aufgetragen wird. Manchmal ist sie etwas verträumt und hört nicht richtig zu, wenn zum Beispiel die Hausaufgaben angesagt werden, aber ich sage mir selbst, dass sie da durch muss, wenn sie dann eben die Hausaufgaben deswegen nicht gemacht hat (wobei ich mich dann teilweise auch bei einer Freundin, deren Tochter in die gleiche Klasse geht, erkundigt habe, aber das bringt ja nichts, wenn das Kind nicht nur die Hausaufgaben nicht mitbekommen, sondern auch noch die Unterlagen in der Schule vergessen hat. Und ein Handyfoto von den Unterlagen auszudrucken und dann meine Tochter ausfüllen zu lassen war mir doch irgendwie too much). Lieblingsfächer sind übrigens Sport, Kunst und Mathe.
    Elterngespräch haben wir wohl Ende des ersten/Anfang des zweiten Halbjahres anstatt Zeugnissen. Ich bin mal gespannt, was da so rauskommt und wie die Lehrer das Kind sehen.

    Ich muss noch mal ganz blöd fragen, was sind denn Lernwörter? Ich habe da so eine vage Vorstellung, aber da es das bei uns nicht gibt, bin ich mir nicht sicher, ob ich damit richtig liege...

  6. Moderation

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    AW: Grundschule - Allrounder: Von der Einschulung bis zum Übertritt

    Bei uns werden Lernwörter erst in der zweiten Klasse eingeführt, mein Sohn fängt grad damit an.
    Im Prinzip sind es Vokabeln, nur ohne Übersetzung.

    Die Lernwörter werden in den Tests abgefragt und bei denen wird generell erwartet, dass sie richtig geschrieben werden. Manchmal gibt es Lernwörter zu bestimmten orthographischen Themen (ie/i/ieh), manchmal sind die auch bunt gemixt oder eher semantisch zusammenhängend.

    Bei uns in BaWü (oder zumindest an unserer Schule) gibt es dafür kaum richtige Diktate. Meine Tochter hat erst in Klasse 4 zwei LW-Diktate geschrieben, wo die LW dann in Sätze eingebettet waren. Davor wurden die Wörter einzeln diktiert.
    12 26. We are Family.

    Moderation in Erziehung & Freundschaft

  7. Inaktiver User

    AW: Grundschule - Allrounder: Von der Einschulung bis zum Übertritt

    Lernwörter sind Wörter, deren Schreibweise auswendig gelernt werden muss. Zum Beispiel "schließlich", "Saal", "Wal" oder "Abseits". Hier gibt es ab der dritten Klasse regelmäßig Lernwörtertests. Sie sollen auf die richtigen Diktate ab der fünften Klasse vorbereiten.

  8. Inaktiver User

    AW: Grundschule - Allrounder: Von der Einschulung bis zum Übertritt

    Ich glaube, dass man Lesen schon üben muss. Hier gab es vor Jahren mal einen Strang einer Userin, die fragte, ob es möglich sei, Vollzeit bis 18 Uhr zu arbeiten und das Schulkind solange betreuen zu lassen. Da habe ich mich schon gefragt, wie das wohl geendet ist - die meisten haben gesagt, das dürfte kein Problem sein, aber meiner Erfahrung nach, ist Lesen üben etwas, das man einfach auch außerhalb der Schule machen muss.

    @Liane: Wir hatten das Thema eher bei unserem Sohn, weil ich da an einzelnen Tagen auch länger gearbeitet habe, und dann musste das halt nach 17 Uhr noch gemacht werden mit dem Lesen. Das ist schon zäh, weil das Kind dann ja einfach auch durch ist. Zum Glück hat er es schnell kapiert und dann immer gerne gelesen. (Auch heute mit fast 14 stehen schon noch Bücher auf seinem Weihnachts-"Wunschzettel".)

    Hier gibt es auch so Motivationssysteme, Lesepass genannt. Anscheinend verwenden fast alle Deutschlehrkräfte sowas, teilweise ab Klasse 2, teilweise ab Klasse 3. Für eine bestimmte Zeit Lesen (10 min, 15 min) kann man sich eine Unterschrift in ein Heftchen geben lassen, man sammelt die Unterschriften, bis das Heft voll ist, und dann bekommt man je nach Lehrkraft ein Schokolädchen oder eine Eins im Lesen in Deutsch. In letzterem Fall war das Heftchen sehr umfangreich und hat für ein Halbjahr gereicht, im ersteren Fall ist die Ansage "ein Heftchen pro Monat sollte es schon sein", da ist man dann mit täglich 10 min vorlesen oder 20 min still selbst lesen dabei.

    Außerdem gehen eigentlich alle Klassen mal mit ihren Lehrerinnen in die Stadtbücherei, um die Bücherei kennenzulernen. (Teilweise gehen sogar schon die Kindergärten mit den Vorschulkindern.) Es gibt auch Sprachförderung für Kinder, die nicht gut Deutsch sprechen. Also, ich würde sagen, sie tun schon einiges dafür, dass die Kinder lesen lernen. (Und das ist ja auch elementar.)

    In der Klasse meiner Tochter kann ich aber absolut nicht sagen, wer da wie liest. Die Tochter erzählt ganz selten mal, dass X oder Y ja gar nicht gut lesen können, aber das thematisieren wir auch nicht weiter. Sitzen geblieben ist bisher niemand aus der Klasse, aber ein Mädchen ist dazugekommen, dass jetzt die 3. Klasse wiederholt. (Die Schwester in der 4. Klasse hat auch die 3. Klasse wiederholt. Möglicherweise generelle Probleme in der Familie.)

    Zitat Zitat von Blue2012 Beitrag anzeigen
    Weil ich diese Kinder persönlich KENNE, weil ich sie im HORT selber lesen HÖRE und ergänzend bestätigend berichtet meine Tochter über exakt diese Kandidaten. Du kannst mir sicher zutrauen, dies einschätzen zu können, weil sonst würd ich das gar nicht erst schreiben.
    Machst du sowas wie Vorlesepatin im Hort? Hier hat der Hort im Spätsommer ein wunderschönes neues Gebäude bezogen, und ich glaube, es war noch niemand von uns Eltern drinnen. Die neue Hortleiterin verschiebt auch den Elternabend immer wieder (obwohl es sicherlich nicht verboten wäre, sie müsste halt bei der Stadt nach einem großen Raum fragen, von denen es hier einige gibt, oder mal schauen, ob es nich tonline ginge), sodass ich gar keinen Einblick mehr habe. Seit die neue Leiterin letztes Schuljahr angefangen hat, scheint sich nämlich schon einiges geändert zu haben, v.a. im Vergleich zu dem, was ich noch von meinem Sohn kenne. Aber das wäre fast einen eigenen Strang wert.

  9. Inaktiver User

    AW: Grundschule - Allrounder: Von der Einschulung bis zum Übertritt

    Zitat Zitat von Blue2012 Beitrag anzeigen
    Ich habe im Hintergrund auch sehr oft hier PN von nur mitlesenden Usern erhalten - alle Grundschuleltern aus Bayern. Vielen Dank für euren Support im Hintergrund! Das hat mir gut getan, damit ich mich nicht so verlassen fühle!
    [/I]
    Eigentlich schade, dass die mitlesenden User(innen?) sich hier nicht auch ab und zu mal geäußert haben. Das wäre sicherlich interessant gewesen.

    Es gab ja hier auch schon einige Diskussionen, ob das bayerische Schulsystem aufgrund der hohen Anforderungen "besser" ist als die anderen, aber letzten Endes - was bedeutet schon "besser". Werden die bayerischen Schulabgänger später glücklichere (oder erfolgreichere) Menschen? Für Kinder und Eltern klingt es jedenfalls unglaublich stressig.

  10. Inaktiver User

    AW: Grundschule - Allrounder: Von der Einschulung bis zum Übertritt

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich glaube, dass man Lesen schon üben muss. Hier gab es vor Jahren mal einen Strang einer Userin, die fragte, ob es möglich sei, Vollzeit bis 18 Uhr zu arbeiten und das Schulkind solange betreuen zu lassen. Da habe ich mich schon gefragt, wie das wohl geendet ist - die meisten haben gesagt, das dürfte kein Problem sein, aber meiner Erfahrung nach, ist Lesen üben etwas, das man einfach auch außerhalb der Schule machen muss.
    An den Strang musste ich auch manchmal denken. Und ich würde immer noch sagen: das kann gehen, muss aber nicht, kommt aufs Kind an. Natürlich muss man Lesen außerhalb der Schule üben, aber die Frage ist eben, wer "man" ist. Die Eltern? Die Großeltern? Das Kind? Der Hort? Der Lesepate? Da gibt es die unterschiedlichsten Anworten, die von der persönlichen Situation und dem Kind abhängen.

    Wir haben hier drei Grundschulen mit völlig unterschiedlichen Konzepten in Reichweite. Von "fast alles selbständig erarbeiten" bis "altmodisch strenger Frontaluntericht" ist da alles dabei. Und die Rückmeldungen der Eltern sind sowas von unterschiedlich. Weil die Kinder eben alle verschieden sind - wenn man Glück hat, passt die Schule zum Kind, wenn man Pech hat, nicht. Ein befreundeter Lehrer riet, da durchaus kurzen Prozess zu machen und lieber zu wechseln, wenn es nicht passt. Genauso sehe ich es mit dem Lesenlernen. Kind eins braucht keine Hilfe, Kind zwei vielleicht eher, wobei ich dem vermutlich nicht mit Druck kommen dürfte, da er dann bockig würde. Der ließe sich eher mit Lesepass o.ä. ködern. Oder mit Schokolade Kind eins fand den Lesepass furchtbar, den hat ihr die Lehrerin dann auch erlassen. Ganz unterschiedlich halt.

    "Lernwörter" wurden hier bisher offiziell (3. Klasse) nicht eingeführt, aber de facto sind die fürs Diktat zu lernenden Wörter dann wohl Lernwörter. Wir haben in NRW ja seit letztem Jahr sogar eine einheitliche Liste an Wörtern, die die Kinder am Ende der Grundschule können sollen. Sie schreiben richtige Diktate, also kurze Geschichten, in denen diese Wörter vorkommen.

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