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    AW: Kind kann nichts wegwerfen

    Zitat Zitat von BlueVelvet06 Beitrag anzeigen
    Man kann auch gleich heute ein Datum außen draufschreiben, ab dem man es unbesehen wegwirft, wenn es bis dahin noch steht. Also heute, 10. Juni, schreibt man beispielsweise 10.9. drauf oder 10.12.
    Aus vielfacher leidvoller Erfahrung weiß ich: man bräuchte sowas dringend kurz nach dem Verwerfdatum. oder auch später. und zwar spontan, weil Wochenende ist oder weil es genau das nirgendwo (mehr) zu kaufen gibt. ich habe gelernt, dass ich trotz nachhaltiger Bissspuren am Hintern überlebe. Bei einem Kind würde ich fürchten, dass diese Erfahrung einen schwer aufholbaren Rückfall bewirkt.

    Nachtrag: ich habe zwei (nein, drei) vielleicht- noch-Ecken/Kisten, gut getarnt. Gnade euch Gott, wenn ihr das MannoderSohn durchstecht!

    Meine großen Stunden als Retterin hatte ich schon. Ich warte aber noch immer auf das winselnde Eingeständnis, dass ein Segen drauf liegt
    Geändert von Blila1 (10.06.2021 um 15:19 Uhr)

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    AW: Kind kann nichts wegwerfen

    Zitat Zitat von Blila1 Beitrag anzeigen
    Aus vielfacher leidvoller Erfahrung weiß ich: man bräuchte sowas dringend kurz nach dem Verwerfdatum.
    Und wie oft tritt so eine leidvolle Erfahrung ein? Einmal in 10 Jahren vielleicht. Es geht ja hier unter anderem auch um kaputte Sachen.

    Ein bisschen Bedenklich finde ich das Ganze schon, dass er sich sogar Gedanken um benutzte Taschentücher macht. Ich würde da schon nochmal nachhaken ob er beschreiben kann, warum ihm das schwer fällt wegzuschmeißen. Geht es ihm denn auch "schlecht" wenn andere Dinge wegschmeißen?
    Ich denke aber dennoch auch, das verwächst sich wieder.

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    AW: Kind kann nichts wegwerfen

    Zitat Zitat von Blila1 Beitrag anzeigen
    Aus vielfacher leidvoller Erfahrung weiß ich: man bräuchte sowas dringend kurz nach dem Verwerfdatum. oder auch später. und zwar spontan, weil Wochenende ist oder weil es genau das nirgendwo (mehr) zu kaufen gibt. ich habe gelernt, dass ich trotz nachhaltiger Bissspuren am Hintern überlebe. Bei einem Kind würde ich fürchten, dass diese Erfahrung einen schwer aufholbaren Rückfall bewirkt.

    Was ich vorschlage, ist ja schon die sanftere Version des normalen Wegschmeißens: nicht sofort, sondern erst mit Verzögerung, also wenn man es mehrere Monate nicht mehr in der Hand hatte. Was darauf hindeutet, dass man es länger nicht mehr brauchte und deshalb anscheinend auch in Zukunft nicht dringend brauchen wird. Was wäre denn die Alternative dazu, um, wie du sagst, einen schwer aufholbaren Rückfall zu vermeiden? Alles aufheben? Dann zieht er irgendwann mit 25 aus und hat noch die durchgescheuerten Socken seines früheren 8jährigen Ichs? Das macht doch nun auch keinen Sinn, denke ich.
    So schade, dass man erst jetzt herausgefunden hat, dass Fußballspiele
    während einer Pandemie völlig ungefährlich sind.
    Man hätte den gesamten Kultursektor retten können,
    wenn man bloß Theater und Konzerthäuser rechtzeitig mit Fußbällen versorgt hätte.

  4. Moderation

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    AW: Kind kann nichts wegwerfen

    Tatsächlich habe ich die Hoffnung, dass er in einem halben Jahr dann amüsiert auf die viel zu kleinen alten Socken schauen kann und wir sie gemeinsam wegwerfen.
    Always be a little kinder than necessary. – James M. Barrie

    Moderation in den Foren "Rund um den Job", "Rund ums Eigenheim", "Fehlgeburt" und "Wissenschaft und Umweltschutz"

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    AW: Kind kann nichts wegwerfen

    Zitat Zitat von Copic Beitrag anzeigen
    Und wie oft tritt so eine leidvolle Erfahrung ein? Einmal in 10 Jahren vielleicht. .
    im Schnitt einmal/Jahr, Kleinigkeiten oft öfter, manchmal seltener, aber dann tut es richtig weh.

    Aber diese Erfahrungen und Probleme hat das Kind ja noch gar nicht. Die Taschentuchsache hatte ich überlesen, trotzdem auch (spontan) den Gedanken
    Zitat Zitat von Copic Beitrag anzeigen
    Es geht ja hier unter anderem auch um kaputte Sachen. Ich würde da schon nochmal nachhaken ob er beschreiben kann, warum ihm das schwer fällt wegzuschmeißen. .
    Also noch im privat-therapeutischen Bereich eine Kombi aus Analyse und Verhaltens-Anleitung

  6. Moderation

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    AW: Kind kann nichts wegwerfen

    Das Taschentuch-Problem hat er mir erzählt, als wir einmal abends über das Thema sprachen. Im Alltag hab ich es nicht beobachtet, da landen Taschentücher im Mülleimer (oder daneben...). Das scheint also nur dann aufzutreten, wenn er sowieso in einer kippeligen Stimmung ist.
    Always be a little kinder than necessary. – James M. Barrie

    Moderation in den Foren "Rund um den Job", "Rund ums Eigenheim", "Fehlgeburt" und "Wissenschaft und Umweltschutz"

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    AW: Kind kann nichts wegwerfen

    Zitat Zitat von Copic Beitrag anzeigen
    Ich würde da schon nochmal nachhaken ob er beschreiben kann, warum ihm das schwer fällt wegzuschmeißen.
    Dem Thema keinerlei weitere Aufmerksamkeit zollen. Ignorieren. Sonst bauscht man das Ganze auf, Kind lernt, huch, ich krieg Zuwendung dadurch - und Verhalten wird verstärkt.

    Anstatt defizitorientiert da heran zu gehen ("Warum fällt es dir schwer..."?) lieber gewünschtes Verhalten loben: "Schön, dass du das alte Spielzeug dem Roten Kreuz spendest" - "Schön, dass du deine Steinesammlung so sorgfältig aufgestellt hast" - "Schön, dass du deine Kleidung auch dann noch wertschätzt, wenn sie etwas älter sind."
    Be a voice not an echo.

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    AW: Kind kann nichts wegwerfen

    stimmt!

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    AW: Kind kann nichts wegwerfen

    Ich versuche den Kindern zu erklären, dass sie ja auch immer wieder etwas Neues bekommen, aber etwas Altes dafür wegmuss, sonst reicht der Platz irgendwann nicht mehr. Und wenn ich bei mir selbst ausmiste, erfolgt das natürlich mit VIEL Getöse. So komme ich ganz gut durch. Und wenn der Fünfjährige so treuherzig sagt: "Aber daraus kann ich doch noch was basteln." ist das zum Dahinschmelzen. Muss aber trotzdem weg.

  10. Moderation

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    AW: Kind kann nichts wegwerfen

    Zitat Zitat von Cariad Beitrag anzeigen
    Die Idee einer "kann man vielleicht noch brauchen"-Kiste finde ich charmant. Danke!
    Das komplette Zimmer meiner Tochter scheint mir manchmal eine solche Kiste zu sein.

    Sie (jetzt 10) kann auch nur schlecht was wegwerfen, gerade dieses Betrauern kaputter Socken und viel zu kleiner Klamotten kenne ich gut. Auch Bastelzeug, "Kunstwerke", der ganze unkaputtbare Kleinkram - sie hängt an allem. Allerdings ist es bei uns tatsächlich nur situativ, hinter ihrem Rücken ausmisten geht und mache ich zugegebenermaßen auch oft, weil sie es dann zu 99% nicht mal merkt. Die löchrigen Socken vor ihren Augen wegwerfen geht gar nicht, wenn die aus der Wäsche einfach nie mehr auftauchen, merkt sie das nicht. Lieblingsshirts etc. bespreche ich natürlich und halte auch das Drama aus. Aber ich streite nicht um jeden Papierschnipsel und um 3 Jahre alte Ü-Ei-Einzelteile, die verschwinden beim Aufräumen peu a peu.
    So extrem wie bei Deinem Sohn ist es nicht ganz, Taschentücher werden nicht betrauert und ab und zu mal hat sie auch mal Momente, wo sie sich leichter trennen kann. Aber sie hat dafür mit ihren 10 Jahren noch einiges an Kleinkindspielzeug im Zimmer (wegen ein paar Rahmenpuzzles für 3-Jährige hatten wir vor ein paar Wochen Tränen, dabei hab ich die sogar nur auf den Dachboden geräumt und es ist noch genug im Zimmer übrig, für das sie eigentlich auch zu groß ist).

    Ich finde toll, dass Dein Sohn leicht an andere weitergibt. Das ist bei uns leider nur teilweise so. Gestern hat sie auch zwei Badeanzüge leicht zum Nachbarsmädchen getragen, aber bspw. Bücher dem kleinen Bruder weitergeben, geht gar nicht, die trägt sie immer wieder zurück in ihr Zimmer, obwohl ihre Bücherregale aus allen Nähten platzen.

    Wirkliche Tipps hab ich leider nicht. Hier im Strang gibt es ja grob gesagt zwei gegenläufige Herangehensweisen: entweder viel reden und das Thema gemeinsam erarbeiten , oder so wenig Aufmerksamkeit wie möglich. Ich glaube, es ist gut hinzuschauen und nachzuspüren, wann welche Strategie angesagt ist - ich sehe die weniger widersprüchlich, eher ergänzend.

    Ich hintergehe mein Kind nicht gerne, aber ich weiß, das es weder ihr noch mir gut tut, wenn wir wegen jedem Fitzelchen Glitzerpapier streiten. Deshalb betrachte ich kleinere Ausmistaktionen in ihrer Abwesenheit als ähnliche "Fürsorge", wie ich bspw. meinem Sohn auch bis heute die Fußnägel gegen seinen Willen schneide. Er wil es nicht, aber es einfach lassen wäre irgendwann Vernachlässigung - so sehe ich das bei zumüllenden Zimmern auch.

    Wie gesagt - bei echten Lieblingsteilen bin ich aber gesprächs- und in einem gewissen Rahmen auch kompromissbereit. Und wo keine Kompromisse mehr drin sind, kann ich dann auch die Trauer und Wut mal aushalten und empathisch sein. Bei besagtem Kleinkram kann ich das nicht, also umgehe ich es da auch. (Aber wie gesagt - hier wird dann auch wirklich fast nie was vermisst. Ich kann mich nur an zwei Fälle erinnern. In einem war ich ehrlich und hab mich entschuldigt - da hab ich atsächlich was erwischt, wo mir die Bedeutung fürs Kind nicht klar war und interessanterweise war es danach dann auch schnell vergessen. Im anderen Fall wusste ich leider, leider auch nicht, wo das hingekommen sein kann, hat genauso funktioniert, fühlte sich aber für mich nicht gut an).
    12 26. We are Family.

    Moderation in Erziehung & Freundschaft

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