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  1. VIP

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    AW: Kind wg schlechten Benehemens früher aus Kiga abholen?

    Zitat Zitat von Kleinfeld Beitrag anzeigen
    Ich hatte ja auch ein ziemlich wildes Kind. Allerdings ist da niemand auf die Idee gekommen, man möge es bitte früher abholen.
    Denen hätte man einen gepflegten Vogel gezeigt.
    "Chef, ich muss heute eher weg. Mein Kind kann sich nicht benehmen im Kindergarten"
    Absolut.
    Erstmal finde ich nicht, dass das Kind sich schlecht benommen hat. Sondern über einen bestimmten Zeitraum die Gruppensituation gestört und andere Kinder gehauen hat.

    Wir wissen weder, wie lange dieser Vorfall war, noch ob so etwas schon mal vorgekommen, wie die personelle Besetzung in der Kita ist oder wie viele Kinder aktuell den Kindergarten besuchen.

    Wenn das Kind krank ist holt man sein Kind auch ab und hier war ein Kind, dass aus anderen Gründen Mama und Papa gebraucht hat.
    Leben ist kein Wettrennen.

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    AW: Kind wg schlechten Benehemens früher aus Kiga abholen?

    Zitat Zitat von xanidae Beitrag anzeigen
    Wenn das Kind krank ist holt man sein Kind auch ab
    Ja, wenn es krank ist.
    Wenn ein Arbeitgeber viele Mütter mit Kindern im Kindergartenalter beschäftigt und jede muss auch ausserhalb von Krankheitsfällen ihr Kind unplanmässig abholen, macht das unter Umständen richtig Spaß.
    Viele Dinge fallen mir einfach so zu,.......Augen zum Beispiel.

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    AW: Kind wg schlechten Benehemens früher aus Kiga abholen?

    @Xanidae: Um deiner Löschung gerecht zu werden, erlaube ich mir, neu zu formulieren.

    @Luipet: Hier im Kindergarten waren die Erzieherinnen sehr strikt. Wenn gehauen wurde, gab es eine Ansage, gerne auch mal unter 4 Augen. Die haben vieles dort vor Ort bereits geklärt, die Eltern wurden dann nur noch informiert oder man hat näher Rücksprache gehalten. In unserem Kiga wurde sehr auf die Stimmung innerhalb der Gruppe geachtet (im Sinne von "Findet dort jeder seinen Platz?"). Da hatten wir es gut.

    Dennoch bin ich persönlich der Ansicht, dass die Kiga-Kinder, die ja gerade soziales Miteinander noch lernen (jeder auf seine Weise) durch die Coronazeit da ggf. mal Probleme haben könnten, sich neu einzufinden. Für Kids in dem Alter sind tägliche Routinen sehr wichtig, fallen die weg, wirds schwierig.

    Dies sollte man beachten, man sollte Ansagen machen zuhause, seinen eigenen Erziehungsauftrag wahrnehmen ja, aber auch Verständnis haben, dass alle gerade am Limit sind und eben keine Normalität herrscht.
    Be a voice not an echo.

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    AW: Kind wg schlechten Benehemens früher aus Kiga abholen?

    Zitat Zitat von Blue2012 Beitrag anzeigen
    Dennoch bin ich persönlich der Ansicht, dass die Kiga-Kinder, die ja gerade soziales Miteinander noch lernen (jeder auf seine Weise) durch die Coronazeit da ggf. mal Probleme haben könnten, sich neu einzufinden. Für Kids in dem Alter sind tägliche Routinen sehr wichtig, fallen die weg, wirds schwierig.
    Sehe ich auch so. Ganz viele Kinder haben doch mittlerweile enorme Probleme mit der ganzen Situation zurechtzukommen.
    Wochenlang keine Kita. Sie müssen sich immer wieder neu eingewöhnen.
    Dass das zu Auffälligkeiten führen kann, sollte doch nicht überraschen.
    Viele Dinge fallen mir einfach so zu,.......Augen zum Beispiel.

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    AW: Kind wg schlechten Benehemens früher aus Kiga abholen?

    Zitat Zitat von Luipet Beitrag anzeigen
    Im Kindergarten hat er Schwierigkeiten, mit den anderen Kindern zurechtzukommen, wobei die Erzieherinnen auch zugegeben, dass die anderen Kinder ihn mittlerweile gerne provozieren und ihn herausfordern.
    Da schrillen bei mir alle Alarmglocken. Das (unerkannt von den Lehrkräften) war bei uns der Beginn eines mehrjährigen Mobbing-Teufelskreises in der Grundschule, der nur durch viele, viele Stunden psychotherapeutische Gruppe und dann irgendwann (als das Kind ausreichend stabilisiert war) Schulwechsel durchbrochen werden konnte - "Flashbacks" in das alte Verhalten gibt es (auch dank wenig Trainingsmöglichkeiten für "normales" Verhalten wegen Corona) immer mal wieder.

    Es lief so - Kind ist ein ziemliches "Sensibelchen" (Gerechtigkeit, Regeln müssen für alle gelten etc.), was gerade unter Jungen (wo es eher zum guten Ton gehört, Regeln auch mal zu brechen, zu schauen, wie weit man gehen kann) als etwas "seltsames" Verhalten ankam. Er war dann schnell den Tränen nahe, hat aber rumgeschrien, statt das zu zeigen (geschlagen hat er nie), das war natürlich für gewisse Kinder ein gefundenes Fressen, wenn einer so leicht zu provozieren ist. Also immer wieder geprickt. Das hat dann die Kinder, die sonst vielleicht mit ihm gespielt haben, abgeschreckt, die hatten Angst vor dem Schreihals. Er wurde immer einsamer und immer verzweifelter. Zu Hause haben wir nichts davon mitbekommen, weil er nichts erzählt hat - war Schulschluss, wollte er nur vergessen, was da gelaufen war.

    Es ist Job der Erzieher, da rechtzeitig einzugreifen. Wenn sie zugeben, dass die anderen ihn provozieren, müssen sie da auch ansetzen und die dazu erziehen, dass das so nicht geht. Gleichzeitig damit, Deinem Sohn zu zeigen, dass seine Reaktion auch nicht geht.

    Mein Sohn hatte einen einzigen Freund in der Grundschule. Dessen Mutter sagte über die Haupt-Provokateure/Mobber, nenn sie wie Du willst nur, als wir endlich herausfanden, was da lief: "ach ja, die waren schon im Kindergarten so drauf, da hat mein Sohn schon gelernt, denen möglichst weiträumig aus dem Weg zu gehen".

    Es ist Job der Erzieherinnen, alle Kinder für die Schule zu sozialisieren. Nicht nur Dein Kind, sondern auch die, die evtl. "nur" mit Worten verletzen.

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    AW: Kind wg schlechten Benehemens früher aus Kiga abholen?

    Zitat Zitat von Kleinfeld Beitrag anzeigen
    Sehe ich auch so. Ganz viele Kinder haben doch mittlerweile enorme Probleme mit der ganzen Situation zurechtzukommen.
    Wochenlang keine Kita. Sie müssen sich immer wieder neu eingewöhnen.
    Dass das zu Auffälligkeiten führen kann, sollte doch nicht überraschen.
    Naja, die Situation in den Kitas ist definitiv eine andere. Jede Kita muss eine Notbetreuung anbieten und das nutzen nahezu alle Eltern.
    Meine Tochter ist Kindergartenleiterin in einem Problembezirk. Als die Kitas geschlossen wurden, kamen weiterhin alle Kinder in die Notbetreuung. Die Eltern hatten dafür alle Gründe, sei es dass sie arbeiteten, sei es dass das Jugendamt auf eine Förderung der Kinder aus Problemfamilien bestand.
    Selbst wenn Kinder mit Husten und Fieber morgens ankamen, waren deren Eltern schlicht unerreichbar. Also irgendwie durch den Tag bringen. Immerhin wurden die Erzieherinnen einmal die Woche von einer Ärztin getestet. Und inzwischen haben alle die Erstimpfung mit AstraZenica erhalten.

    Natürlich leiden auch Kinder unter den Bedingungen einer Pandemie. Geburtstage fallen aus, Eisdielen sind zu, Sportvereine ebenfalls. Und sie erleben die völlig überforderten Eltern,.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

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    AW: Kind wg schlechten Benehemens früher aus Kiga abholen?

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Naja, die Situation in den Kitas ist definitiv eine andere. Jede Kita muss eine Notbetreuung anbieten und das nutzen nahezu alle Eltern.
    Das ist bei uns ganz anders. Notbetreuung muss sehr gut begründet werden.

    Trotzdem kann ich nicht gut heißen, das ein Kind...wohl gemobbt von anderen...sich daneben benimmt und dann letztendlich zur Strafe auch noch abgeholt werden muss...
    Viele Dinge fallen mir einfach so zu,.......Augen zum Beispiel.

  8. VIP

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    AW: Kind wg schlechten Benehemens früher aus Kiga abholen?

    Zitat Zitat von Kleinfeld Beitrag anzeigen
    Das ist bei uns ganz anders. Notbetreuung muss sehr gut begründet werden.

    Deshalb habe ich nach den Umständen bezüglich Gruppe und Personal gefragt. Hier ist auch regulärer Kitabetrieb.

    Trotzdem kann ich nicht gut heißen, das ein Kind...wohl gemobbt von anderen...sich daneben benimmt und dann letztendlich zur Strafe auch noch abgeholt werden muss...
    Ich lese nicht, dass ein Kind gemobbt wird und ich hoffe die Erzieherinnen halten sich an ihre Schweigepflicht und erzählen den anderen Eltern nicht, was sie mit den Kindern besprechen, die ihn ärgern.
    Ich benutze bewusst nicht das Wort provozieren, denn diese Wort beinhaltet eine Fähigkeit des Vorausschauens, die Kinder im Kindergartenalter nicht haben.

    Dass Kinder sich gegenseitig ärgern, kann bei einem Kind, das ein Selbstwertproblem und einen Perfektionsanspruch hat, Frustration auslösen. Sogar dann, wenn es nicht „Mittelpunkt“ des Ärgerns ist.

    Solange die Schuld für das Problem bei den anderen gesucht wird (die provozierenden Kinder, die inkompetenten Erzieherinnen) kann keine Lösung für das betroffene Kind gefunden werden.
    Die Lösungen wären sicherlich auch für alle Beteiligten sinnvoll.

    Die Pandemiesituation betrifft alle Kinder und ich finde es sehr interessant, dass du erwartest, dass die anderen Kinder ein Kind ertragen, dass haut, Gebautes zerstört, trotzt und die Aufmerksamkeit der Erzieherinnen bindet.
    Leben ist kein Wettrennen.

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    AW: Kind wg schlechten Benehemens früher aus Kiga abholen?

    Zitat Zitat von xanidae Beitrag anzeigen
    Solange die Schuld für das Problem bei den anderen gesucht wird (die provozierenden Kinder, die inkompetenten Erzieherinnen) kann keine Lösung für das betroffene Kind gefunden werden.
    Die Lösungen wären sicherlich auch für alle Beteiligten sinnvoll.
    Wichtig ist in solchen Fällen immer, mit allen Parteien (bei den Kindern) zu arbeiten. Nur so können sie Sozialverhalten lernen. Das "provozierte" Kind muss lernen, dass es evtl. gar nicht so böse gemeint war, wie es gedacht war und nicht gleich austickern darf. Die "Provokateure" müssen lernen, dass es sowohl nicht akzeptabel ist, ein Kind zu pricken um lustige Effekte zu erziehen, also auch dass Dinge, die sie sagen und als völlig "harmlos" und "normal" empfinden, beim Anderen evtl. nicht als "harmlos" und "normal" ankommen. Das gibt es ja auch noch im Erwachsenenalter - wenn Männer sexistische Bemerkungen machen, lautet die Entschuldigung oft "es war nicht so gemeint", "es war eigentlich als Kompliment gemeint", "die soll sich nicht so anstellen", "aber es reden doch alle so".

    Vorschulkinder sollten langsam lernen, auch Empathie für das Gegenüber zu entwickeln. Klar ist das ein Lernprozess, der sich noch viele Jahr hinzieht, aber hilfreich ist es schon, wenn er im späten Kindergartenalter auch langsam mal einsetzt.

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    AW: Kind wg schlechten Benehemens früher aus Kiga abholen?

    Zitat Zitat von xanidae Beitrag anzeigen
    Ich lese nicht, dass ein Kind gemobbt wird

    wobei die Erzieherinnen auch zugegeben, dass die anderen Kinder ihn mittlerweile gerne provozieren und ihn herausfordern.


    kopiert von Kleinfeld
    Viele Dinge fallen mir einfach so zu,.......Augen zum Beispiel.

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