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    AW: Zusammenleben mit Teenagern - ein Leben am Limit...

    Ich verstehe euer Problem hier nicht; Denise71 und Marta-Agata. Das liest sich doch nur im ersten Schritt so konträr wie es sicherlich von beiden Seiten eben nicht gemeint ist, es geht doch darum, dass man den Kindern auch immer wieder ein Beziehungsangebot macht (für das man als Elternteil auch verantwortlich ist) und trotzdem mal eine Grenze zieht. Wenn ich morgens früh arbeiten muss, dann bespreche ich sicherlich auch nicht regelmäßig um 23 Uhr wichtige Dinge mit meinen Kindern, weil die dann gerade mal Zeit haben. Wenn es wirklich wichtig ist, dann ja.

    Es geht doch auch darum, dass man sich manchmal abgrenzen muss, um bei Kräften zu bleiben und eben auch die emotionale Komponente des Elternseins leisten zu können. Um in guter Verbindung mit meinen Kindern zu sein, brauche ich doch auch eine gute Verbindung zu mir und das beinhaltet doch auch Selbstfürsorge und das sieht bei jedem auch etwas anders aus. Und es ist ja auch nicht Sinn und Zweck der Übung, dass sich Eltern über alle Maßen für ihre Kinder verausgaben, bis sie schwer depressiv im Bett liegen und gar nichts mehr auf die Reihe bekommen.

    Gleichzeitig heißt Selbstfürsorge auch nicht, dass man die anderen vernachlässigt. Und nur wenn ich selbst gut für mich sorge, kann ich auch für andere gut sorgen.

    Ich bin auch mit einer depressiven Mutter aufgewachsen, die sich immer "aufgeopfert" hat, anstatt uns (inklusive meines Vaters) mal eine Ansage zu machen, dass wir auch selbst die Wäsche machen können, dass auch Papa mal einkaufen kann und dass auch wir verantwortlich sind. Ganz ehrlich, ich habe ein sehr gutes Verhältnis zu meiner Mutter und sie lernt es jetzt meinem Vater auch mal Aufgaben zu übertragen (er kann übrigens gut kochen und so...) und ich hätte es mir als Kind und als Teenager so sehr gewünscht, dass meine Mutter sich klar abgegrenzt hätte, dies so kommuniziert hätte und es ihr dadurch besser gegangen wäre.

    Da hätte schon gereicht: "Du Colour, mir geht es gerade nicht so gut, ich brauche mal Pause. Du kochst das Essen und deine Schwester macht heute die Wäsche. Papa geht einkaufen, sprecht euch ab." Wir hätten das vielleicht nicht sofort gemacht, aber letztlich doch verstanden und daran fürs Leben gelernt.

    Und ich glaube, dass es tatsächlich so ist, dass beides geht sich abgrenzen und besser da sein. Das schließt sich nicht aus, sondern steht nebeneinander.

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    AW: Zusammenleben mit Teenagern - ein Leben am Limit...

    Zitat Zitat von Colour Beitrag anzeigen
    Gleichzeitig heißt Selbstfürsorge auch nicht, dass man die anderen vernachlässigt.
    Hier aber schon. Ich hatte das Wort "vernachlässigt" schon geschrieben, es dann aber wieder gelöscht.
    Denn auch für Kore hat der Tag nur 24h, und die Kinder kommen zu kurz.

    Und wie beurteilst du das Signal, dass das Pferd für Kore wichtiger und lieber ist als die Kinder?
    Das formulieren die Kinder, und das schreibt Kore explizit selbst.
    Ich finde das einen wirklichen Hammer, der sicher nicht spurlos an den Kindern vorbeigeht.

    Und sie müsste lernen, mehr ihrem Mann zu überlassen - den lässt sie ja nicht.
    DAS wäre Selbstfürsorge, die nicht so stark auf Kosten der Kinder geht.

  3. Inaktiver User

    AW: Zusammenleben mit Teenagern - ein Leben am Limit...

    @Colour

    Du hast sehr gut erklärt, was ich gemeint habe. Aber offensichtlich will das nicht verstanden werden und solange die TE nicht nachfragt, ist es auch müßg das weiter zu erklären.

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    AW: Zusammenleben mit Teenagern - ein Leben am Limit...

    Ich verstehe das gut, was Colour meint.
    Aber hier geht die Sache schon darüber hinaus.

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    AW: Zusammenleben mit Teenagern - ein Leben am Limit...

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen
    Ich verstehe das gut, was Colour meint.
    Aber hier geht die Sache schon darüber hinaus.
    Ich kann das nicht beurteilen hier, wirklich nicht. Und selbst wenn das so wäre, dann hat die TE auch einen echten Grund (unbewusst oder bewusst) warum das jetzt so ist und sie gerade ihre Kinder "vernachlässigt". Und der muss da bearbeitet werden und dann fällt es ihr vielleicht auch leichter da die Prioritäten zu verändern.

    Aber ich stimme dir vollkommen zu, dass die TE ihren Mann machen lassen muss und es ihm zustehen muss. Das klingt aber auch viel einfacher, als es für viele Menschen ist. Und für dieses Loslassen braucht es eben auch eine vernünftige psychische Verfassung - da muss die TE auch erstmal hin.

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    AW: Zusammenleben mit Teenagern - ein Leben am Limit...

    Noch ein Gedanke:

    Colour, du hättest dir gewünscht, dass deine Mutter sagt, wie es mit ihr steht und wie es ihr geht, und dann Aufgaben überträgt. Das verstehe ich.

    Kore hält aber die Fassade aufrecht (steht im Eingangsposting) und geht auf die Flucht zum Pferd - mit entsprechenden zeitlichen Konsequenzen und m.E. wirklich schlimmem Signal an die Kinder.
    Das kann ich kein gesundes Abgrenzen den Kindern gegenüber finden.

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    AW: Zusammenleben mit Teenagern - ein Leben am Limit...

    Ja, das sehe ich auch so.
    Und gerade jetzt in diesen Zeiten ist es so, dass die Kinder noch mehr Ansprache durch die Eltern benötigen, weil eben die normalen sozialen Kontakte doch sehr eingeschränkt sind.
    Ich bin aber kein Experte für Teenager, war nur selbst einer. Ich kann mir aber vorstellen, dass es da auch darum geht, dass die verschiedenen Bedürfnisse der Familienmitglieder auch zusammengebracht werden müssen - da hilft nur Kommunikation und Zeit miteinander.

    Und ja - mir hätte eine klare Ansage geholfen, damit ich auch weiß, woran ich bin. Das ist bei psychischen Erkrankungen immer schwierig, die Kinder würden ja sofort sehen, dass Mama nicht mehr so schnell rennen kann, weil sie sich den Knöchel verstaucht hat und können dann auch, je nach Alter, darauf Rücksicht nehmen. Bei Dingen, die man nicht sieht, ist das schwieriger. Aber auch hier kann man darüber reden. Und ich glaube, dass Teenager, die sich gesehen und ernst genommen fühlen, sich auch letztlich anders verhalten können und dass sich dann manche Probleme der TE geben würden.

    Ich habe ja noch keine großen Kinder, kann da nicht mitreden, aber ich kann mir vorstellen, dass man auch mit Teenagern Aktivitäten finden kann, die auch Kontakt und Verbindung schaffen.
    Geändert von Colour (03.04.2021 um 15:35 Uhr)

  8. Inaktiver User

    AW: Zusammenleben mit Teenagern - ein Leben am Limit...

    Zitat Zitat von Colour Beitrag anzeigen
    Ich bin aber kein Experte für Teenager, war nur selbst einer.....
    Ich glaube, darin liegt wirklich der Schlüssel. Teenager müssen "ätzend" sein, damit man sie leichteren Herzens in die Welt entlassen kann als man es tun würde, wenn sie sich weiterhin wie ein süßes kleines Baby verhalten würden. Das hat die Natur so eingerichtet.

    So wie eine Schwangerschaft am Ende so beschwerlich wird, dass man sie gern beendet hätte.

    Alles hat seine Zeit und einen - oder gleich 3 - Teenager leibhaftig zu Hause zu haben wirft einen ganz anderen Blick auf die Dinge als wenn man sich nur theoretisch damit beschäftigt.

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    AW: Zusammenleben mit Teenagern - ein Leben am Limit...

    @Denise71
    So sieht es wohl aus. :-)

  10. Inaktiver User

    AW: Zusammenleben mit Teenagern - ein Leben am Limit...

    Zitat Zitat von Kore Beitrag anzeigen
    ..... ich habe etwa 20 Stunden Homeoffice, nur 20 auswärts. Also ich bin schon oft genug Zuhause. Ich fahr auch erst um 10 und wecke die Kinder um 9 zum Frühstück. Zwei kommen, die Große natürlich nicht. Sie könnte morgens Zeit mit mir verbringen oder nachmittags. Sie möchte aber am Liebsten nachts um 23/24 Uhr. Und da möchten mein Mann und ich lieber unter uns sein.
    Das klingt nicht so, als hätte die TE nie Zeit für ihre Kinder.

    Muss man tatsächlich darauf eingehen, dass die Tochter sich ausschließlich nachts unterhalten möchte?
    Ich meine nein, außer es handelt sich um einen Notfall, der sofortiger Klärung bedarf.

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