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    AW: moderne Kindererziehung- wieviel Grenzen sind notwendig?

    Zitat Zitat von Minstrel02 Beitrag anzeigen
    Naja eben Szenen, in denen die anderen Kinder dann spotten „Ha ha die Lea ist im Schlaaaafanzug“ und über das Kind statt mit dem Kind (warum hast du deinen Schlafanzug an?) reden ...
    Ok ... ich gestehe, dass es in meiner Vorstellung völlig utopisch ist, dass da 15 kleine Kinder unisono interessiert, empathisch, besorgt, rücksichtsvoll und zugewandt ausschließlich mit dem Schlafanzugträger reden - und dass sich kein Kind lustig macht, wie es eben der Natur von kleinen Kindern entspricht.

    Aber da ich mit einer derartigen Situation ja keine persönlichen Erfahrungen habe kann ich vermutlich nicht mitreden.
    OT - solche Kapriolen wären in unserem KiGa auch nicht gerne gesehen gewesen.

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    AW: moderne Kindererziehung- wieviel Grenzen sind notwendig?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das so völlig als Aufgabe der Eltern anzusehen, rächt sich spätestens dann, wenn größere Kinder sich nicht mehr von Mutti organisieren lassen wollen, aber nie gelernt haben, dass ihr "Job" (Schule) in ihre (Mit-)verantwortung fällt.
    Bei uns hat sich nichts gerächt.
    Die Kinder haben ja im Laufe der Jahre mit-gelernt, wie hilfreich gute Organisation sein kann.

    Ich habe auch nicht geschrieben, dass die Kinder aus der Verantwortung genommen waren. Sie wurden eingebunden.

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    AW: moderne Kindererziehung- wieviel Grenzen sind notwendig?

    @Luftistraus (#187 "Kind nicht in den KiGa geben, weil es keine Lust hat, weil es dort nicht die Hauptperson ist"), tja, so ein Kind war ich dann wohl. Wenn ich nicht in den KiGa wollte, musste ich meistens auch nicht. Gut, bei uns war das auch nicht so das Problem, da meine Mutter nicht berufstätig war. Bei mir lag es übrigens nicht daran, dass ich dort nicht im Mittelpunkt stand, sondern eher, dass mir das in dem Alter (3-5 Jahre) zu viel Trubel war. Zu laut, zu wuselig und unter Anleitung spielen (so, wir machen jetzt alle einen Stuhlkreis - boah, hab ich das gehasst, ich wollte lieber puzzeln). Dazu kam, dass ich ein absolutes Papakind war und je nach dem wie seine Schicht lag, ihn tagelang kaum gesehen hatte. Da bin ich dann lieber mit ihm in den Garten gegangen und hab beim Tiere versorgen geholfen, als in den verhassten KiGa zu gehen.

    So gesehen wurde ich damals bedürfnisorientiert erzogen. Vor Eintritt ins Schulalter gab es für mich keine feste Bettgehzeit und wenn meine Eltern abends Besuch hatten, durfte ich solange ich wollte mit auf dem Sofa sein und notfalls bei Papa auf dem Schoß einschlafen.

    Mein Vater erzählte mir kürzlich, dass sie damals von so manchen schon kritisch beäugt wurden und gesagt wurde, sie wären viel zu nachgiebig und das würde sich irgendwann rächen. Meine Eltern haben mir vor allem Zeit geschenkt, materielles gab es zwischendurch so gut wie nie und ich hab auch nicht jedes Mal beim Einkaufen was bekommen (und habe ich auch nie eingefordert; ganz im Gegenteil, als mein Vater mal sagte, ich dürfte mir ein Spielzeug aussuchen, habe ich das abgelehnt und gemeint, er solle das Geld lieber für den Hausbau sparen und davon einen Ziegelstein kaufen ). Es gab bei uns zuhause nie Geschrei, weil ich nicht ins Bett wollte oder ich XY nicht bekommen habe. Ich durfte auch, wenn ich wollte, bei meinen Eltern im Bett schlafen, egal wie oft und egal, wie alt ich war.

    Aus mir ist übrigens trotzdem was geworden, würde ich mal behaupten.

    In die Schule bin ich übrigens dann gerne gegangen und dann gab es auch festere Strukturen im Alltag. War gar kein Problem für mich damals.

    Die Story mit dem Schlafanzug im Kindergarten - hätte ich genauso gelöst. Eine Freundin meiner Mutter stand damals vor einer ähnlichen Situation. Ihr Sohn wollte unbedingt im Kleid zum KiGa und fand es mega gemein, dass seine Schwester zwar Hosen, er aber kein Kleid anziehen dürfe. Also durfte er im Kleid hin (Hose war im Beutel dabei) und er fand es mega cool und hat das ganze noch zwei, drei Mal gemacht. Die Kinder fanden es auch eher witzig.
    LG Blueberry82

    mit Mini-Blue seit dem 27.05.2020




    Die Welt besteht aus Optimisten und Pessimisten - letztlich liegen beide falsch, aber der Optimist lebt glücklicher

    Wer etwas will, was er noch nie hatte, muss tun, was er noch nie getan hat.

    Die reinste Form des Wahnsinn ist es, alles beim Alten zu belassen und zu hoffen, dass sich etwas ändert (Albert Einstein)

  4. Inaktiver User

    AW: moderne Kindererziehung- wieviel Grenzen sind notwendig?

    "gut organisiert" war in ersten Kita-Zeiten bei uns kaum zu schaffen mit einem älteren Eulen-Kind, einer ebensolchen Mutter, einem Säugling/Kleinkind, bei dem nächtliches Stillen bzw. erst spätes Durchschlafen und einem Vater im 3-Schicht-Betrieb aufeinander prallten.

  5. Inaktiver User

    AW: moderne Kindererziehung- wieviel Grenzen sind notwendig?

    Straffe Organisation ist einfach überlebenswichtig im Zusammenleben mit Kindern, damit sich der Stress in Grenzen hält. Und die Eltern dürfen halt bei der vorbildlichen Aufrechterhaltung der dafür nötigen Disziplin nicht ermüden, was super anstrengend ist. Das ist aus meiner Sicht aber eines der wichtigsten Erziehungsmittel: das elterliche Vorbild.

    Ich denke mal, mein Mann und ich waren da nicht so schlecht, wir waren beider Vermeider von Hektik. Und trotzdem kann ich mich an Wintertage erinnern, an denen ich mogens um 6:40 Uhr ohne größere Zwischenfälle schon einmal schweißgebadet war, damit eine Drei- und eine Vierjährige gewaschen, mit geputzten Zähnen und halbwegs gestriegelt, mit ein paar Bissen in Ruhe eingenommenem Frühstück und einem warmen Getränk im Bauch, verpackt in Winterkleidung, die Frühstückboxen und was noch so nötig war im KiTa-Rucksack eingepackt pünktlich fertig zum Aufbruch waren. Und dazu zwei Elternteile fertig gerüstet für ihren Arbeitstag. Trotz aller Organisation und morgendlichem zeitlichen Vorlauf gab es sehr oft unvorhersehbare Verzögerungen. Irgendwie schafft es dann ein Kind, sich im letzten Moment noch einen Becher Flüssigkeit über die Kleidung zu kippen, muss schon im Schneeanzug mit Schal, Handschuhen usw. plötzlich nochmal auf die Toilette, stößt sich irgendwo den Kopf an oder sonstwas.
    Ich sage mal so, wenn alles an einem Morgen mal überraschend supergut und glatt lief, standen wir auch mal eine Viertelstunde vor der KiTa und warteten darauf, dass sie um 7 Uhr öffneten. Aber oft war es ein Kampf gegen die Zeit.

    Ich habe von anderen Eltern ähnliches gehört, jetzt unabhäng davon, ob sie eher früh aufbrechen mussten oder erst zu einer späteren Uhrzeit. Bei Tochter und Schwiegersohn sieht es grundsätzlich nicht anders aus, auch wenn die Kinder einen etwas größeren Altersabstand haben.

  6. VIP

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    AW: moderne Kindererziehung- wieviel Grenzen sind notwendig?

    Ich habe ja zwei Kinder - von denen war eines auch im Schlafanzug im Kindergarten. Dieses Kind ist bis heute das Kind, dass sich lange vor lästigen Aufgaben drückt und kurz vor Deadline erledigt.
    Er hatte eine Phase, da war vieles schwierig: umziehen, Zähne putzen, baden. Abends hatte ich die Zeit, ihm die Zeit zu geben. Morgens habe ich die zwar auch eingeplant, doch er hat mein Zeitfenster ausgereizt. Ich hatte ihm angekündigt, dass er im Schlafanzug in die Kita geht, wenn er bis zur Maus (Markierung auf der Uhr = 8:30 = Aufbruch in Kita) nicht umgezogen ist. In der Kita hat er sich dann in der Garderobe ganz selbstverständlich umgezogen.

    Ich bin sehr froh, dass mein Sohn warmherzige und wertschätzende Erzieherinnen erfahren durfte, denn Hänseleien in der Form, wurden dort sofort unterbunden. Auch den Eltern wurde untersagt, abwertend über ihr und andere Kinder auf dem Kitagelände zu sprechen.
    Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
    Die Ärzte

  7. Inaktiver User

    AW: moderne Kindererziehung- wieviel Grenzen sind notwendig?

    Zitat Zitat von Brombeerkatze1 Beitrag anzeigen
    Genau diese Argumentation finde ich völlig überzogen und unempathisch.
    Einem sehr kleinen Kind wird unterstellt es wolle nicht in den Kindergarten weil es dort nicht im Mittelpunkt steht....
    Hier bitte die Aussage des Users, ich habe nichts unterstellt, sondern auf diese Aussage geantwortet

    Zitat Zitat von Geronda Beitrag anzeigen
    In den Kindergarten ging er nur kurz, dann wollte er nicht mehr. Wahrscheinlich deshalb, weil er dort nicht immer die Nummer 1 sein kann. Und Papi und Mami möchten ihn ja auch zu nichts drängen. Bedürfnisorientiert halt...
    Bin ja gespannt auf die Schulzeit...


    Zitat Zitat von Blueberry82 Beitrag anzeigen
    @Luftistraus (#187 "Kind nicht in den KiGa geben, weil es keine Lust hat, weil es dort nicht die Hauptperson ist"), tja, so ein Kind war ich dann wohl. Wenn ich nicht in den KiGa wollte, musste ich meistens auch nicht. Gut, bei uns war das auch nicht so das Problem, da meine Mutter nicht berufstätig war. Bei mir lag es übrigens nicht daran, dass ich dort nicht im Mittelpunkt stand, sondern eher, dass mir das in dem Alter (3-5 Jahre) zu viel Trubel war.
    Und genau da ist für mich der entscheidende Punkt.

    Nicht in den Kindergarten, weil zu laut und wuselig..... Ja, da bin ich bei dir.


    Aber hier wurde geschrieben, das ein Kind nicht in den kindergarten geht, weil es dort nicht im Mittelpunkt steht und das Kind damit nicht zurecht kommt....

    Das finde ich nicht OK und ist nicht vergleichbar mit deiner situation

  8. Inaktiver User

    AW: moderne Kindererziehung- wieviel Grenzen sind notwendig?

    Liebe TE,
    ich habe jetzt fast alles gelesen.

    Mein Eindruck ist: hauptsächlich hat es dir nicht gefallen dass du die Situation nicht anders händeln konntest.
    Und das finde ich auch verständlich.

    Aber, ich finde, du ziehst hier daraus Zukunftsvisionen - dass mir die Haare zu Berge stehen.

    Mir war aber eigentlich immer wichtiger ob man sich leiden mag.
    Ich hatte zum Beispiel sehr wohl bemerkt, wenn ein Kind beim Mensch-ärger-dich-nicht schummelte, aber daraus Schlüsse zu ziehen?

    Eigentlich erziehen alle immer mit.
    Auch die Kinderlosen.

    Meiner Meinung nach hast du dich einfach entweder ungeschickt verhalten oder hilflos.
    Wenn das Kind als solches nett ist und du sie magst, und deine Tochter natürlich auch:

    würde ich einen Haken drunter machen.

    Dieses Erlebnis ist weder ein Weltuntergang noch ne Niederlage.
    An meine Grenzen bin ich allerdings auch gekommen: das war eine Austauschschülerin aus Paris.

    Die muss ne weit entfernte Verwandte von Marie-Antoinette gewesen sein....
    Nie hatte ich einen Menschen lieber zum Flughaften gebracht.

    Und deren Lehrerin guckte mich auch gleich soo vielsagend an.

    Austauschschüler kann man sich ja nicht aussuchen, Freundinnen der Kinder schon.

    Es könnte beim zweiten Mall besser werden.
    Es könnte auch sein, dass du sie überhaupt nicht magst und mit Grauen an sie denkst.

    Meinen Kindern wurde ungefragt oft eine düstere Zukunft prophezeit, weil sie nicht regelmässig in die die Kita gingen.

    Weil das ja grundsätzlich alles so toll da ist, und weil man sich sonst nicht anpassen kann.
    Ja, weil das anscheinend das Wichtigste im Leben ist.

  9. Inaktiver User

    AW: moderne Kindererziehung- wieviel Grenzen sind notwendig?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    .........

    Meinen Kindern wurde ungefragt oft eine düstere Zukunft prophezeit, weil sie nicht regelmässig in die die Kita gingen.

    Weil das ja grundsätzlich alles so toll da ist, und weil man sich sonst nicht anpassen kann.
    Ja, weil das anscheinend das Wichtigste im Leben ist.


    Ich weiß nicht, wie lange es her ist, dass deine Kinder im Kita-Alter waren, aber mir scheint, dass du Entwicklungen der letzten Jahrzehnte nicht so ganz mitbekommen hast.

    Zum einen ist es heute für viele Eltern rein finanziell notwendig, dass ihre Kinder die Kita besuchen können und schon deshalb bringen sie ihre Kinder regelmäßig.
    Aber zum anderen ist Kita heute Bildungseinrichtung, in der Anpassung nicht das Hauptziel ist

  10. Inaktiver User

    AW: moderne Kindererziehung- wieviel Grenzen sind notwendig?

    Das gilt doch immer als Argument.

    Es wird wohl keiner sagen, ich langweile mich so - oder mir gehen die Kinder auf den Geist.

    Darum glaube ich auch nach wie vor: Freiheit ist auch viel wert.
    Man kann es bloss nicht so recht benennen, was es bringt oder woran man merkt wie freiheitsgeschädigt ein Mensch sein kann.

    Ich bin ja auch nicht grundsätzlich gegen Kitas.
    Dass aber da nur Bildung stattfindet halte ich für ein Gericht.

    In erster Linie sind eben Kitas Aufbewahrungsstätten.

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