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  1. Inaktiver User

    AW: (Noch eine) Klasse überspringen? - Wer hilft beim Nachdenken?

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Daß ein Schüler sich langweilt, hat null Aussagekraft, und der Fokus auf "Langeweile" ist mMn nicht brauchbar.
    Eher auf "ich fühle mich verhohnepiepelt, daß so ein Babykram von mir erwartet wird, und die Leute dann so tun, als seien sie beeindruckt, was soll das??"
    Das finde ich sehr schön und treffend formuliert.

  2. Inaktiver User

    AW: (Noch eine) Klasse überspringen? - Wer hilft beim Nachdenken?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Mein Verdacht: Ein echter Überflieger wird sich auch dann noch langweilen, wenn er drei Klassen überspringt. Denn auch bei den älteren Kindern sind welche dabei, die langsamer kapieren und die Wiederholungen und Übungen brauchen, die das Überfliegerkind nicht braucht.

    Abhilfe schaffen würde hier nur eine spezielle Begabtenklasse oder - Schule. Oder zumindest ein Begabten-Kurs an den Nachmittagen. Letztlich muss man ja lernen, auch mit Menschen zurecht zu kommen, die weniger schnell kapieren als man selbst. Es sei denn, man bleibt sein Leben lang in einer sehr speziellen Blase.
    Dem stimme ich zu. Ich würde wohl eher versuchen, außerhalb der Schule weitere Herausforderungen zu suchen.
    Ich finde es gerade bei hochbegabten Kindern sehr wichtig, dass sie in einem "normalen" und auch in einem stetigen Umfeld leben und auch lernen, in diesem Umfeld klarzukommen, denn das wird auch - jedenfalls mit großer Wahrscheinlichkeit - später so sein. Das soll keinesfalls! heißen, dass man sie nicht besonders fördern soll, im Gegenteil. Ich meine aber, das dies auch durch zusätzliche Themen geht, die neben der Schule stattfinden. In der Schule langweilen wird er sich so oder so. Vielleicht kann er auch das Gute für sich rausziehen, so bleibt nämlich mehr Zeit für die wirklich spannenden Sachen.

    Ich persönlich vermute, dass es bei 2 übersprungen Jahren in vielen Fällen aus 2 Gründen zu Schwierigkeiten kommen wird, nämlich aufgrund des Altersunterschied (ab Pubertät der Älteren) und aufgrund des erneuten Wechsels.

    (ich selbst bin 1 Jahr früher eingeschult worden und habe sehr profitiert von der Stetigkeit des Klassenverbands. Von meinem jüngeren Alter bei Abschluss dann auch )

    Alles Gute! So ein kluges Kind ist doch was Tolles, ich hoffe, Ihr macht Euch nicht zu viele Sorgen

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    AW: (Noch eine) Klasse überspringen? - Wer hilft beim Nachdenken?

    Convallaria (jetzt speziell, weil dein Beitrag hier als letzter steht) - was du geschrieben hast drückt eigentlich noch mal sehr gut meine Sicht aus.
    Vorhin haben wir uns noch mal ein bisschen unterhalten und ich habe noch mal versucht meinem Sohn nahezubringen, dass es eben auch eine seiner Stärken ist, dass er recht gut mit anderen zurechtkommt und eine Ebene findet, auch wenn die anderen vielleicht weniger schnell etc. sind.(*) Weil man damit eben im echten Leben auch umgehen muss. Und dass seine Eltern auch oft (innerlich!) angenervt sind, wie langsam und umständlich andere Menschen sind - aber das man eben damit umgehen muss, ohne sich selber 'falsch' zu fühlen und dass man das Gegenüber genauso respektieren muss.

    Sorgen machen wir uns tatsächlich eher wenige, was das langfristige angeht - das wird sich alles finden. Aber schon ein wenig kurz- und mittelfristig - wir wollen halt gerne, dass er im Jetzt und Demnächst möglichst glücklich ist, und auch da gibt es halt mal einen gewissen Vorlauf, den man bedenken muss, nicht alles kann spontan organisiert werden. Also weniger Sorgen als Überlegungen, die wir uns machen.

    (*)Nachtrag: das klingt irgendwie blöd, es ist ja nicht so, dass es per se eine so tolle Leistung ist, sich mit anderen Menschen zu verstehen. Ich hatte das im Vergleich zu seinem Freund erwähnt, dem das eben schwerer fällt
    Geändert von Nijntje74 (28.06.2020 um 22:29 Uhr) Grund: Nachtrag

  4. Inaktiver User

    AW: (Noch eine) Klasse überspringen? - Wer hilft beim Nachdenken?

    Zitat Zitat von Nijntje74 Beitrag anzeigen
    (*)Nachtrag: das klingt irgendwie blöd, es ist ja nicht so, dass es per se eine so tolle Leistung ist, sich mit anderen Menschen zu verstehen. Ich hatte das im Vergleich zu seinem Freund erwähnt, dem das eben schwerer fällt
    Es zeugt von Empathie und emotionaler Intelligenz und ist weit wichtiger als all das andere. Freut mich sehr, dass ihr eine Entscheidung treffen konntet und dass euer Sohn eine so klare Vorstellung von dem hat, was für ihn das Richtige ist :).

  5. Moderation

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    AW: (Noch eine) Klasse überspringen? - Wer hilft beim Nachdenken?

    Zitat Zitat von Nijntje74 Beitrag anzeigen
    (*)Nachtrag: das klingt irgendwie blöd, es ist ja nicht so, dass es per se eine so tolle Leistung ist, sich mit anderen Menschen zu verstehen. Ich hatte das im Vergleich zu seinem Freund erwähnt, dem das eben schwerer fällt
    Leistung vielleicht nicht, aber Emotionale Intelligenz und gute Kommunikationsfähigkeit sind... vielleicht nicht "was besonderes" aber so was von brauchbar, hilfreich, und ersparen viel unnötigen Kummer, sondern machen auch noch allen Leuten im Umfeld das Leben ein bißchen leichter.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  6. Inaktiver User

    AW: (Noch eine) Klasse überspringen? - Wer hilft beim Nachdenken?

    Uns wurde beim mittleren Kind das Ueberspringen nahegelegt, und wir haben uns dagegen entschieden, da das Kind sozial und koerperlich auf einem ganz normalen Stand war, eher sozial noch etwas unsicherer als Gleichaltrige. Mein Mann war ausserdem dagegen, da er selbst im Grundschulalter "aussortiert" und auf eine Schule fuer Schueler mit besonderer Begabung geschickt wurde. Er sieht das im Nachhinein sehr kritisch und wollte fuer unser Kind diese Art von Druck und Unsicherheit vermeiden.

    Jetzt, 3 Jahre spaeter, habe ich es noch keinen Tag bereut. Wir haben aber auch eine ganz tolle Schule, die z.B. erlaubt, dass unser Kind in bestimmten Faechern den Stoff der naechsten Klasse als Zusatzaufgaben erledigen darf und es in 2 Faechern auf vielfaeltige Weise individuell foerdert. So ist es sozial unglaublich aufgeblueht, super intergriert in der Klasse, langweilt sich aber nicht.

    Bei unserem aeltesten Kind geht die Altersschere in der Klasse sehr weit auseinander, bei der Einschulung war praktisch die eine Haelfte noch 5, die andere Haelfte schon 7, und nur 4 Kinder waren uebers Jahr verteilt in der Mitte. Jetzt, mit 10-12 Jahren, merkt man das schon sehr deutlich, und es fuehrt zu grossen sozialen Unterschieden und auch Spannungen innerhalb der Klassengemeinschaft. Auch diese Beobachtungen tragen dazu bei, dass ich denke, wir haben fuer das mittlere Kind die richtige Entscheidung getroffen.
    Geändert von Inaktiver User (29.06.2020 um 10:24 Uhr)

  7. Inaktiver User

    AW: (Noch eine) Klasse überspringen? - Wer hilft beim Nachdenken?

    Jetzt mal ganz losgelöst von Nijntjes Fall (super übrigens, dass Ihr da einen Konsens gefunden habt, auch mit Eurem Sohn) denke ich auch, dass man das Überspringen wirklich gut überlegen muss und im Einzelfall betrachten.

    Bei einem Kind wie unserem Nachbarn, das gerade so um 6 Wochen den "Kann-Kind-Status" bei Einschulung verpasst hatte und für sein Alter immer sehr reif war, kann das eine super Sache sein. Bei Kindern, die schon früh eingeschult sind, macht der Altersunterschied, wenn man dann noch springt, oft in der Pubertät Probleme, weil man mit eben mit 14 (auch gesetztlich) andere Dinge darf als mit 16. Zusätzlich zur sozialen Reife.

    Ich kenne einige Eltern von Jugendlichen, die im Nachhinein den Sprung (oder die Sprünge), wenn sie zu einem Altersunterschied von 2 Jahren zu den jüngeren Klassenkameraden führten, bereut haben. Man kann dann auch schlecht nochmal durch Auslandsaufenthalt o. ä. entschleunigen, es sei denn, man hat Verwandtschaft im Ausland, weil da auch oft Altersuntergrenzen bei den Organisationen existieren und das Kind dann in der 10. oder 11. Klasse zu jung ist für den Auslandsaufenthalt.

    Springen ist für die Lehrkräfte eine bequeme Lösung, die Eltern (und oft auch das Kind) fühlen sich geschmeichelt. Aber man muss gut überlegen, ob das die Probleme löst. Vor allen Dingen ein mehrfaches Springen. Wie gesagt, einmal ist meist noch kein Problem, aber mehr als einmal will gut überlegt sein. Mein Mann hatte kürzlich beruflich mit einer Jugendlichen zu tun, die sage und schreibe 3 Klassen übersprungen hatte, dann aber total gefrustet von der Schule war (schulisch und sozial) und 1 Jahr vor dem Abi erstmal die Schule abgebrochen hat. Ist jetzt auch nicht das, was man sich für sein hochbegabtes Kind wünscht.

  8. User Info Menu

    AW: (Noch eine) Klasse überspringen? - Wer hilft beim Nachdenken?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Jetzt mal ganz losgelöst von Nijntjes Fall (super übrigens, dass Ihr da einen Konsens gefunden habt, auch mit Eurem Sohn) denke ich auch, dass man das Überspringen wirklich gut überlegen muss und im Einzelfall betrachten.

    Bei einem Kind wie unserem Nachbarn, das gerade so um 6 Wochen den "Kann-Kind-Status" bei Einschulung verpasst hatte und für sein Alter immer sehr reif war, kann das eine super Sache sein. Bei Kindern, die schon früh eingeschult sind, macht der Altersunterschied, wenn man dann noch springt, oft in der Pubertät Probleme, weil man mit eben mit 14 (auch gesetztlich) andere Dinge darf als mit 16. Zusätzlich zur sozialen Reife.

    Ich kenne einige Eltern von Jugendlichen, die im Nachhinein den Sprung (oder die Sprünge), wenn sie zu einem Altersunterschied von 2 Jahren zu den jüngeren Klassenkameraden führten, bereut haben. Man kann dann auch schlecht nochmal durch Auslandsaufenthalt o. ä. entschleunigen, es sei denn, man hat Verwandtschaft im Ausland, weil da auch oft Altersuntergrenzen bei den Organisationen existieren und das Kind dann in der 10. oder 11. Klasse zu jung ist für den Auslandsaufenthalt.
    Meine Tochter wurde leicht verfrüht (sie ist kurz nach dem Stichtag geboren) eingeschult und ist jetzt 15, bald 16. Die Probleme mit der Pubertät hat es bisher nicht gegeben. Ihre beste Freundin ist mehr als ein Jahr älter und die zwei waren schon immer ähnlich "weit", das ist bisher so geblieben.
    Natürlich gibt´s in der Klasse insgesamt früher-pubertierende Schüler und die, bei denen Alkohol, Party und das andere Geschlecht früher ein Thema war und andere, die eher "brav" unterwegs sind. In der Klasse meiner Tochter war das eher Typ als Altersfrage.
    Zwei Jahre Altersunterschied ist dann natürlich nochmal anders, aber ob es zwei Jahre sind oder je nach dem Geburtsdatum des überspringenden Kindes im Vergleich zum vielleicht allgemein jüngsten Kind der Klasse doch nur weniger als ein Jahr, kommt dann auf den Einzelfall an.
    Zum Auslandsaufenthalt: je nach Wahl der Organisation und des Zeillands gibt es da schon ein paar Möglichkeiten, meine Tochter wäre ohne Corona mit 15 ausgereist (nach der 10).

    Es gibt gute Gründe gegen ein Überspringen und Njintje, Eure Entscheidung hört sich sehr stimmig und passend an.
    Will nur sagen, dass das Pubertätsargument immer von der jeweiligen Konstellation abhängt und wie alles andere nicht vorhersehbar ist und Cariad es damit für mich perfekt auf den Punkt gebracht hat.
    Wenn mich die weltpolitische Lage deprimiert, denke ich an die Ankunftshalle in Heathrow. Es wird immer behauptet, wir leben in einer Welt von Hass und Habgier, aber das stimmt nicht. Mir scheint wir sind überall von Liebe umgeben. Oft ist sie weder besonders glanzvoll noch spektakulär, aber sie ist da. Väter&Söhne, Mütter&Töchter, Ehepaare, Verliebte, alte Freunde.
    Ich glaube, wer darauf achtet, wird feststellen können, dass Liebe tatsächlich überall zu finden ist

    Intro "Tatsächlich Liebe"

  9. Inaktiver User

    AW: (Noch eine) Klasse überspringen? - Wer hilft beim Nachdenken?

    Hier ging es ja um einen zweiten Sprung, und da hat man auf jeden Fall 2 Jahre Altersunterschied (bestenfalls 1,5 Jahre, wenn ein sehr spät eingeschultes Kann-Kind in der Klasse ist) zu den jüngsten Kindern der Klasse. Jung einschulen, oder einmal springen, sehe ich als völlig unkritisch an. Bloß die Kombination kann blöd werden. Mein Sohn, als August-Kind normal eingeschult, kommt jetzt mit gerade so 14 in die 9. Klasse. Hätte er zwei Jahre übersprungen, käme er mit 14 in die 11. Klasse. Den Ausweg "Warteschleife Auslandsaufenthalt" gäbe es dann nicht, mit 14 nähme ihn keine Austauschorganisation.

    Unser Nachbar, Geburtstag am Jahresanfang, normal eingeschult, kommt trotz einmaligem Sprung mit 15,5 Jahren in die 11. Klasse.

    Wie Du schon schreibst, Fritzi, das muss man durchaus individuell betrachten.

  10. User Info Menu

    AW: (Noch eine) Klasse überspringen? - Wer hilft beim Nachdenken?

    Ich (eingeschult mit 6.5) hatte schon nach einem Sprung mit 12 mindestens einen 16-jährigen Klassenkameraden. Viele andere waren auch schon mindestens 14.

    Da ich noch dazu körperlich ein absoluter Spätentwickler war (in Klasse 5 haben mich ältere Schüler oft zum Lehrerkindergarten zu schicken versucht), war es generell nicht so toll, die Allerjüngste zu sein.
    EsistnureinePhaseesistnureinePhaseesistnur...

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