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    AW: Black lives matter - Kinderliteratur

    Zitat Zitat von xanidae Beitrag anzeigen
    gekürzt von mir

    Das ist leider nicht so. Diversität ist noch nicht in der Kinder- und Jugendliteratur angekommen, wie es der Realität entspricht.
    Kann ich so nicht bestätigen. Wir haben einige Kinderbücher/Bilderbücher, in denen selbstverständlich dunkelhäutige Kinder und auch Kinder im Rollstuhl vorkommen. Einige Wimmelbücher z.B. und ein paar Kindergartenbücher. Die Namen der Kinder sind ebenso vielfältig. Von Anna über Tim, Kevin, Hassan, Sude, Ayse ist alles dabei. Für meine Kinder war das absolut kein Thema. Sie kommen aber auch beide im Kindergarten mit Kindern anderer Kulturen in Berührung. Im Übrigen verletzten Kinder anderer meiner Meinung nach nicht durch direkte Fragen. Da wird gefragt:" Warum hat deine Mama immer ein Kopftuch auf?" Aber genauso "Warum hat dein Papa so einen dicken Bauch?" So sind Kinder eben in dem Alter.

    Übrigens ein Beispiel: Wir waren Einkaufen und trafen einen ehemaligen dunkelhäutigen Schulkameraden von mir an der Kasse. Wir haben uns herzlich begrüßt, meine kleine Tochter saß im Einkaufswagen und starrte ihn mit offenem Mund an. Mir war es schon unangenehm, da lachte er sie an und sagte:" Na, was musst du so schauen, hast du noch nie einen Schwarzen gesehen ?" Ich hab etwas peinlich berührt gesagt, "Ich glaube tatsächlich bis jetzt noch nicht in echt." Da hat er sich köstlich amüsiert und gelacht, sie in die Wange gekniffen und meinte, " na dann schau mal in Ruhe". Das fand ich ganz toll. Sie hat dann später Zuhause im Bilderbuch gesucht und mir gezeigt, "wie der Mann beim Einkaufen", und damit war das Thema erledigt.
    Geändert von Rheika2014 (16.06.2020 um 12:08 Uhr)

  2. VIP

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    AW: Black lives matter - Kinderliteratur

    @rheika
    Kannst du die Buchtitel der Bücher nennen, wo das so ist, wie du beschreibst, denn so etwas sucht die TE ja.
    'The greatest danger facing us is ourselves – our irrational fear of the unknown. But there's no such thing as the unknown. Only things temporarily hidden, temporarily not understood.' – Gene Roddenberry

  3. Moderation

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    AW: Black lives matter - Kinderliteratur

    Jetzt habe ich ein Bilderbuch gefunden, das total zur Frage der TE passt:

    "Ich bin anders als Du - Ich bin wie Du" von Constanze von Kitzing!

    Es ist zurzeit wohl bei Amazon nicht erhältlich, bei anderen Händlern jedoch durchaus. Es gibt aber bei Amazon eine ganz erhellende Beschreibung, die ich mal hierher kopiere:
    Kurzbeschreibung
    Verschiedene Kinder, viele Gemeinsamkeiten und Unterschiede - dieses intelligente Wendebuch zeigt auf kindgerechte Weise, was manche Kinder ausmacht, wie sie sich von anderen unterscheiden und was sie mit anderen gemeinsam haben.

    Der kleine Betrachter erfährt auf der einen Seite des Buches, dass beispielsweise jenes Mädchen sich von ihrer Freundin unterscheidet, weil sie Einzelkind ist und ihre Freundin viele Geschwister hat. Auf der anderen Seite des Buches lernt der Leser, dass zwei Jungen ihre Tierliebe verbindet. Die Vermittlung von Verschiedenheiten und Gemeinsamkeiten ist vielfältig. Und immer wird dabei mit Erwartungen und vorschnellen Zuschreibungen gespielt - und manches Umblättern überrascht. In der Mitte des Buches steht schließlich die Erkenntnis: "Ich bin ich!"

    Ein wichtiges Buch, das darin unterstützt, im wahrsten Sinne des Wortes selbstbewusst zu sein und die eigene Identität zu spüren. Ein Buch, das die Leser in ihrer Entwicklung begleiten kann.
    Geändert von leandra28 (16.06.2020 um 23:09 Uhr)
    Moderation "Kinderwunsch und Babyjahre"
    und "Unterstützter Kinderwunsch"

  4. Moderation

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    AW: Black lives matter - Kinderliteratur

    Ah ok, dann fällt mir vage auch noch eins ein. Es ist aus der "Lesemaus" Reihe und heißt "Starke Geschichten für alle Kinder dieser Welt". Darin werden die unterschiedlichen Länder und Kulturen zwar explizit thematisiert, aber es ist einfach eine Darstellung der Vielfalt. Ist für eine 4jährige vielleicht noch einen Tacken früh, aber man könnte auch die Bilder ansehen und verkürzt vorlesen.

  5. Moderation

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    AW: Black lives matter - Kinderliteratur

    Zitat Zitat von Flau Beitrag anzeigen
    ... Darin werden die unterschiedlichen Länder und Kulturen zwar explizit thematisiert, aber es ist einfach eine Darstellung der Vielfalt...
    Als jemand, die immer wieder nach „Wo kommst du eigentlich her?“ gefragt wurde, dazu eine kurze Anmerkung: das ist im Grunde ein anderes Thema als „schwarze Mitbürger“. Gerade bei Kindern wäre es ja sinnvoll, wenn sie von Anfang an lernen würden, dass Mitbürger divers sind. Damit vielleicht mal eine Generation heranwächst, die nicht immer dunkel=nicht von hier denkt & lebt.

    Dass es vielfältige Kulturen gibt, ist nicht das gleiche Thema.
    that was the river - this is the sea


    Moderation in den Foren "Kindergesundheit", "Persönlichkeit" und im "Corona"-Forum

  6. Moderation

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    AW: Black lives matter - Kinderliteratur

    Ja das stimmt Mary. Ich dachte mir halt, dass andere Kulturen ja eigentlich spannender und im Fall auch entscheidender sind als einfach anderes Aussehen. Aber was Du sagst, stimmt auch. Dann würde ich zu meiner ursprünglichen Empfehlung zurückgehen und nach thematisch unabhängigen Bilderbüchern schauen, in denen einfach Kinder unterschiedlicher Farben abgebildet sind.

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    AW: Black lives matter - Kinderliteratur

    Schaffe es gerade nicht, ausführlich zu antworten, aber ich empfehle schonmal diesen Artikel: Unsere Leserin Aileen Puhlmann erzahlt, wie sie in der Kita gegen Diskriminierung kampft. - Ohhh... Mhhh...
    Dass mein Wunsch, meinem Kind Geschichten vorzulesen, in denen nicht nur weiße Kinder Hauptfiguren sind, als "fürchterlich politisch korrekt" u. ä. bezeichnet wird, macht mich wiederum fassungslos. Aber dazu morgen mehr.

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    AW: Black lives matter - Kinderliteratur

    Zitat Zitat von xanidae Beitrag anzeigen
    gekürzt von mir

    Ich beschäftige mich seit Jahrzehnten mit Kinder- und Jugendliteratur und das was du unten beschreibst, dass türkische Familien einfach so „normal“ darin vorkommen, würde ich mir auch mehr für Kinder mit verschiedenen Behinderungen, Kinder mit gleichgeschlechtlichen Eltern, Kinder mit anderer Hautfarbe/Binationalen Eltern, Kinder mit anderen Religionen oder auch nicht stereotypes Geschlechterverhalten wünschen.
    Die Wimmelbücher von Doro Göbel und Peter Knorr mag ich wirklich gern, insbesondere "Unser Zuhause" ist was Diversität angeht ziemlich unschlagbar - von der Deutsch-Türkischen Patchworkfamilie, über Alleinerziehende, PoCs, Kind im Rollstuhl bis hin zu den schwulen Vätern zweier Kinder ist alles dabei.
    Bei „Der Ausflug“ landen die Ausflügler dann leider in einem „Indianer“-Reenactment-Zeltlager (oder wie man das nennen will), bei dem Wimmelbuch zu den Berufen („Was machen die da?“) gibt es die Feuerwehrfrau Aynur, deren Mann Klaus Architekt ist und bei der unvorhergesehenen Kitaschließung die Kinder betreuen muss

    Zu Onkel Tom hat Mary ja schon einiges geschrieben... Jim Knopf wurde ja auch genannt, da würde ich was die Begriffe und Stereotype angeht (auch die Illustrationen) auch vorsichtig sein.

    Mir fiele noch Daniela Kulot "Zusammen" ein, das sind ganz simple bebilderte Reime, vielleicht eher für jüngere Kinder.
    Geändert von LolloBionda (17.06.2020 um 10:45 Uhr)

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    AW: Black lives matter - Kinderliteratur

    Noch eine Frage, MadameXX, gibt es die Little People-Bücher auch auf Deutsch? (Habe jetzt nur die Englischen gefunden).
    Wir haben ein paar Kinderbücher in Fremdsprachen und simultanübersetzen beim Vorlesen, aber das ist doch mühsam und die Herrschaften beschweren sich, wenn es nicht immer gleichlautend ist.

    LolloBionda

  10. Inaktiver User

    AW: Black lives matter - Kinderliteratur

    madamexx, der Artikel ist super.

    Er beschreibt im Grunde 2 Seiten des Problems (aus meiner Sicht).

    Ich gehe davon aus, dass alles ganz genau so geschehen ist, wie es die Autorin beschreibt.
    Dann fallen (mir) 2 Dinge auf:

    1. Offensichtlich ist da von Seiten der Erzieher und anderen Eltern viel falsch gemacht worden - das ist ja genau das, was die Autorin bemängelt.
    2. Die Autorin wird von Seiten der Erzieher und anderen Eltern als zu nervig in Bezug auf PoC gesehen - und an dem Punkt hat sie meines Erachtens einen Anteil:

    Unstrittig haben Erzieher und andere Eltern falsch bzw. zu wenig reagiert - der ganze Artikel liest sich für mich allerdings so, als hätten sie ganz genau so reagieren müssen, wie sich die Autorin dies wünscht - jede Abweichung wäre gleich wieder Alltagsrassismus.



    Bei einem Punkt haben die anderen Eltern auch einfach Recht: "Du kannst nicht Elsa sein, weil Du braune Haare hast" - hat das nur die Tochter der TE abbekommen? Dann ist es Rassismus.
    Oder hatten die 4-Jährigen den Tick, dass jede, die Elsa spielt, blond sein muss (auch realistisch in dem Alter)?
    In dem Artikel steht nichts dazu, dass sie danach überhaupt gefragt hat. Und an dem Punkt kommt sie dann als übertrieben PC rüber.

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