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Thema: Verstaubt?


  1. Registriert seit
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    Verstaubt?

    Ich tue mich schwer, eine passende Überschrift zu finden...

    Kann Erziehung/Bildung zu verstaubt/altmodisch/aus der Zeit gefallen sein? Übertrieben bildungsbürgerlich?

    Damit meine ich nicht den Erziehungsstil, sondern die Bildungsinhalte, also was wird gelesen, gehört, gespielt, worüber wird gesprochen, was wird erklärt.
    Geändert von Pia1976 (18.05.2020 um 17:23 Uhr) Grund: War mir doch zu privat/detailliert, sorry

  2. Avatar von Marta-Agata
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    AW: Verstaubt?

    so allgemein gefragt - ja natürlich.


  3. Registriert seit
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    AW: Verstaubt?



    Ich hatte persönlichere Beispiele, habe sie dann aber doch wieder gelöscht, weil irgendwie zu privat. Sorry, was blöd von mir, das Thema dann allgemein weiterzuverfolgen.

    Was wäre für Dich denn zu verstaubt?

  4. Avatar von Marta-Agata
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    AW: Verstaubt?

    Du kannst doch Beispiele verfremden.
    Du bist doch lang genug in der Bri um zu wissen, wie blöd es ist, wenn eine Frage gestellt wird, und die TE fängt nicht an wirklich zu schreiben.

    Aber wenn nur Euripides und der Faust zählen und Rilke schon neumodischer Kram ist, dann ist das jedenfalls verstaubt


  5. Registriert seit
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    AW: Verstaubt?

    Man kann eigentlich nur das vermitteln, was man selbst kennt und schätzt. Für den Rest haben Kinder dann sowieso irgendwann auch andere Quellen. Es wäre ja merkwürdig, wenn Du Dir [fiktives Beispiel] ein Buch über HipHop kaufen würdest, um darüber mit Deinen Kindern sprechen zu können.

  6. Moderation
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    AW: Verstaubt?

    Wenn du das so allgemein sagst: Ja.

    Mir würde da zum Beispiel eine starke Präferenz eines klassichen Bildungskanons über einen modernen einfallen. Sozusagen Altgriechisch, aber kein Englisch, Geschichte der "großen Männer", keine moderne Wissenschaft oder deren Methodik.

    Oder eine veraltete und heute problematische Vorstellung von "gutem Benehmen", die nicht auf Rücksicht sondern auf Selbstdarstellung (und Privilegien) beruht.

    Andererseits, Bildung steht auf den Schultern, nicht von Riesen, sondern von Zwergen auf den Schultern von Zwergen und so weiter, wie "Turtles all the way down". Zu wissen, was war, hilft, einzuordnen, was ist. Und jemand, der keine kulturellen Referenzen versteht, ist erstens eingeschränkt in seinem Lese- und Sprachverständnis und seinem Verständnis für die Kultur, in der er lebt, und zweitens lästig für alle, die diese Einschränkung nicht haben. (Und die Leute, die sich immer besonders in Unkenntnis kultureller Referenzen hervortun, tönen oft um so mehr über das, was sie für die Kultur ihres Landes oder ihrer Gegend halten, rum. Dunning-Kruger-Effekt.)
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **


  7. Registriert seit
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    AW: Verstaubt?

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Mir würde da zum Beispiel eine starke Präferenz eines klassichen Bildungskanons über einen modernen einfallen. Sozusagen Altgriechisch, aber kein Englisch, Geschichte der "großen Männer", keine moderne Wissenschaft oder deren Methodik.
    Ich betrachte eigentlich noch eine Stufe weniger: also, ob es verstaubt ist, wenn die Kinder die Ilias lesen, statt Paw Partol zu sehen, wenn sie zu Dornröschen tanzen, statt zu was Modernem, wenn sie Gedichte und Märchen lesen, Kunstbücher betrachten.

    Nicht, weil wir das forcieren würden, sondern weil es in Coronazeiten mehr Muße gibt, all das zu tun. Ich war früher immer der Meinung, dass das ein Kanon ist, den wohl eher Eltern ihren Kindern aufdrücken und bin aktuell überrascht und fasziniert, dass die Kinder selbst es sind, die das einfordern. Der Kleine kann z.B. ewig lange auf dem Sofa sitzen und in Kunstbänden Bilder anschauen. Wir müssen dann die Fragen beantworten (und feststellen wie grottig die eigene Allgemeinbildung in Bezug auf Kunst ist ).

    Ich schwanke aktuell, wo man durch die Umstände gerade mehr Einfluss auf die Bildung seiner Kinder hat als sonst, zwischen "hey, lass uns das nutzen und ein paar Grundlagen legen, die ihnen eh gerade Spaß machen" (i.e. Griechen, Sagen, Musik, Kunst, also nicht der Schule vorgreifen) und "oh, besser nicht, dann werden sie in der Schule als altkluger Nerd abgestempelt".

    Und klar, sie lesen auch "Conni fährt Fahrrad" oder hören aktuelle Hörspiele. Trotzdem können sie z.B. bei Zeichentrickserien etc einfach nicht mitreden, und ich möchte nicht, dass das irgendwann zu Außenseitertum führt. Wobei die Gefahr zugegebenermaßen wieder geringer wird, wenn die Coronazeit ein Ende hat. Dann sind sie den langen Tag in der Kita und OGS und spielen dort mit ihren Freunden. Vielleicht liegt es aber auch einfach am Alter der Kinder, dass sie aktuell an so altmodischen Dingen Spaß haben und in zwei Jahren lache ich drüber?

  8. Moderation
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    AW: Verstaubt?

    Ich würde immer gerade das fördern, wofür sie sich interessieren. Wenn sich ein Kind für Kunst interessiert, würde ich ganz sicher nicht sagen: "Komm, lass uns Paw Patrol gucken!"

    In meiner Kindheit war man tatsächlich Außenseiter, wenn man nicht die Serie du jour gucken durfte.
    Heute gibt es so viele Serien, der eine guckt dies, der andere das, da ist man kein Nerd, nur weil man nie "Feuerwehrmann Sam" gesehen hat.

    Gucken deine Kinder gar keine Filme oder Serien? Dürfen sie nicht? Wollen sie gern? Oder interessiert es sie einfach nicht?

  9. Moderation Avatar von Stina
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    AW: Verstaubt?

    Pia, ich sehe das auch so - wenn es von den Kindern kommt, dann ist das doch wahnsinnig toll und das würde ich auf jeden Fall unterstützen und fördern.

    Kritischer würde ich es sehen, wenn sie bestimmte aktuelle Dinge wie beliebte Serien, Musik, Bücher etc. nicht konsumieren dürften oder man ihnen dieses Angebot quasi verheimlicht - also bsw. gar nichts anderes zur Verfügung steht als Kunstbände, klassische Literatur und Musik. Aber so beschreibst Du es ja nicht. Wenn Kinder aus einem breiten Angebot wählen dürfen und sich dann so die Vorlieben heraus kristallieren, ist das aus meiner Sicht nur positiv. Und ja - sicher außergewöhnlich, aber außergewöhnlich ist ja nicht schlecht, ganz im Gegenteil.
    12 26. We are Family.

    Moderation in Erziehung & Freundschaft


  10. Registriert seit
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    2.467

    AW: Verstaubt?

    Meine Kinder haben noch keine Minute Popeltroll oder Prinzessin Elsa geschaut, können aber vom Hörensagen aus dem Kindergarten mitreden, das reicht ihnen.

    Unsere befreundeten Familien halten es ähnlich. Wenig bis kein herkömmliches TV, manchmal Sendung mit der Maus, Tierdokus, Bücher- eher Klassiker, Gummitwist statt Konsole, alle gehen regelmäßig ins Museum/Konzert/Theater.
    Ich erzähle den Kindern natürlich die griechischen Sagen, die ich als Kind schon zu hören bekommen habe- da ist alles menschliche drin, was man im Leben wissen muß. Und dann fällt ihnen bei Harry Potter auf, daß sie das Motiv schon kennen.

    Mein Mann und ich stehen vornehmlich auf Rockmusik, es läuft aber auch mal Bach oder Bécaud. Kind1 schaltet sich Klassikradio an, Kind2 steht auf Tanzmusik aus allen Zeiten.
    RIDENDO CORRIGO MORES

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