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  1. Avatar von Mondschaf
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    Nahrungsmittelintoleranzen bei Kindern (Laktose, Fruktose)

    Hallo Zusammen,

    ich weiß nicht, ob hier der richtige Platz ist für das Thema, aber ich denke, hier tummeln sich ja die meisten Eltern und ich glaube, dass ich da gute Tipps bekommen kann.

    Meine Tochter, 6, hat schon immer mit dem Thema Bauchschmerzen zu tun. Es gibt mal Phasen von 3-4 Wochen, da hat sie gar nichts. Aber seit ungefähr 4-6 Wochen hat sie täglich Bauchweh. Es war schon so, dass es ihr auch richtig schlecht ging und die Kita angerufen hat, ich solle sie abholen. Durchfall ist da nicht dabei, auch kein Erbrechen. Hier unser Werdegang dazu:

    - Ärztin untersuchte den Bauch mittels Tasten, kein Befund, Überweisung zum H2 Atemtest
    - erster H2 Atemtest auf Laktose ergab eine leichte Laktoseintoleranz
    - zweiter H2 Atemtest auf Fruktose war katastrophal...ihr ging es hundeelend und die Werte sind in die Höhe geschossen. Die Auswertung ist leider erst im April. Aber nachdem, was ich dazu gelesen habe, deutet alles auf die Fruktoseintoleranz hin
    - wir haben ihre Reaktion auf zum Beispiel Apfelsaft, Apfelmus und Eiscreme schon live erlebt und verzichteten daher darauf. Auch haben wir nur laktosefreie Milch zuhause. Anderes nehme ich ganz normal, Sahne zum Kochen etc.
    - Im Kindergarten wird auf die Laktoseintoleranz Rücksicht genommen und sie bekommt dann bestimmte Nachtische nicht bzw. Ersatz
    - selbst passt sie auch gut auf, wenn sie bei einem Kindergeburtstag ist oder bei den Großeltern übernachtet
    - Ich selbst bin laktoseintolerant und vertrage bestimmte Zucker nicht (Sorbitol, auch Zuckerersatzstoffe wie Aspartam).
    - Fertigprodukte gibts nicht bei uns, daher fällt die aufwändige Zutatenleserei weg.
    - sie hat keine Entwicklungsstörungen bzgl. Größe und Gewicht und ist auch sonst recht gesund

    Nun bin ich echt ein wenig überfragt, wie wir mit diesen Erkenntnissen weitermachen sollen. Bisher fand ich es unkompliziert, aber gerade bin ich etwas überfragt.
    Gibt es Ernährungsberater für Kinder? Wie stellt man die Vitaminzufuhr sicher?
    Die Tabellen mit den Fruktosewerten helfen ja nur bedingt, weil ich denke, dass die Lebensmittel sich auch gegenseitig förderlich oder hinderlich in der Verdauung bemerkbar machen. Beispiel: es wird empfohlen, mittels Milchprodukten die Verweilzeit von Obst im Darm zu verlängern, damit die Fruktose mehr Zeit hat, absorbiert zu werden und nicht durchrauscht...außerdem wirken die Bakterien Lactobacillus und Bifidus positiv auf den Darmtrakt...na toll, und bei einer leichten Laktoseintoleranz ist das schwieriger! Kann man da auch mit laktosefreien Milchprodukten agieren, hat es den selben Effekt?
    Was könnten ärzteseitig noch kommen - Ultraschall, Spiegelungen, Untersuchung Richtung Psychosomatik und so?

    Vielleicht gibt es hier ja jemanden, der so einen Fall kennt und von seinen Erfahrungen berichten mag?
    Vielen Dank schonmal.

    Lieber Gruß
    Mondschaf
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  2. Avatar von taggecko
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    AW: Nahrungsmittelintoleranzen bei Kindern (Laktose, Fruktose)

    Das geht jetzt in eine ganz andere Richtung- aber kindliche Migräne kann sich in dem Alter in anfallsweisen Bauchschmerzen, eventuell auch Übelkeit und Erbrechen äußern. Hat einer der Eltern oder sonstige Verwandte Migräne?

  3. Avatar von Mondschaf
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    AW: Nahrungsmittelintoleranzen bei Kindern (Laktose, Fruktose)

    Hallo Taggecko,
    bei uns hat niemand Migräne. Sie hat aber öfter Nackenschmerzen, weshalb wir demnächst mal einen Termin beim Osteopathen haben. Da waren wir schon ab und zu, auch als sie noch Baby war. Mal sehen, was die dazu sagen.
    Können Kinder nicht unterscheiden, ob es Kopf- oder Bauchschmerzen sind?
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  4. Avatar von taggecko
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    AW: Nahrungsmittelintoleranzen bei Kindern (Laktose, Fruktose)

    Im Kindergarten- und jungen Grundschulalter nicht- da ist alles Bauchweh und keine Kopfschmerzen, bei Migräne zumindest. Eine Beule merken sie schon.

  5. Avatar von Mondschaf
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    AW: Nahrungsmittelintoleranzen bei Kindern (Laktose, Fruktose)

    Das ist echt interessant. Im Zusammenhang mit den Nackenschmerzen würde das Sinn machen.
    Dennoch ist ja per H2 Atemtest die Intoleranz festgestellt worden. Ist die einzige Möglichkeit, ihr Vitamine mittels Gemüse zuzuführen?...hier gibt es natürlich mehr, was sie isst. Wenn ich ihr weiter Joghurt und solche Sachen verabreiche, kann es dann zu Entzündungen kommen?
    Ich frage mich gerade, ob es so eine Art Ernährungsberatung für Mütter gibt, die ihr intolerantes Kind ernähren sollen :)
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  6. Avatar von Daphnia
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    AW: Nahrungsmittelintoleranzen bei Kindern (Laktose, Fruktose)

    Mondschaf,
    Wie sieht es denn mit Beeren aus,va Heidelbeeren. Die haben doch ein günstiges fructose verhältnis und werden besser vertragen als zb Äpfel, Orangen.
    Und: geht sie schon zur Schule? Gibts da evt was, das Probleme macht(also psychogen)?
    Sind noch Geschwister da und wenn ja, gibts da die gleichen Intoleranzen?

    Mit vielseitiger Gemüsekost dürfte es kein Vitamin defizit geben.
    Gute Besserung für eure Tochter.
    Daphnia

  7. Avatar von Mondschaf
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    AW: Nahrungsmittelintoleranzen bei Kindern (Laktose, Fruktose)

    Hallo Daphnia,
    Himbeeren und Brombeeren isst sie, aber da kann man aktuell ja nur auf TK zurückgreifen. Bin grad wieder darauf gekommen, ihr für morgens eine kleine Schüssel Joghurt mit TK Himbeeren fertig zu machen, das mag sie auch.
    Sie ist noch nicht in der Schule. Aber sie ist hochsensibel und hatte bis vor zwei Jahren mit der Reizüberflutung auf andere Art Probleme. Das ist soweit okay jetzt, aber ich schließe nicht aus, dass es Dinge gibt, die ihr da so zu schaffen machen. Sie ist auch sehr ängstlich (Dunkelheit, Alleinsein)
    Geschwister nur als Halbbruder, der aber einige Allergien hat (keine Nahrungsmittelunverträglichkeiten jedoch).
    Ich werde mit ihr mal "einkaufen", sie ist ja ziemlich mäkelig und da sollte sie mal mit aussuchen, was sie mag.

    Das mit der Bauchmigräne werde ich auch mal die Ärztin fragen. Es ist allerdings nicht so anfallartig, wie es beschrieben wird, und nicht so selten. Eher so kontinuierlich.

    Danke.
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  8. Avatar von ereS
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    AW: Nahrungsmittelintoleranzen bei Kindern (Laktose, Fruktose)

    sie kann doch auch haferflocken, cornflakes, muesli ohne obst mit laktosefreier milch / joghurt essen
    oder gemueseschnitze, tomaten parika, karotten, gurke
    und brot mit belag geht doch auch

    schau dich mal um was die asiaten so essen, dort findest du ganz viele gerichte die ohne milchprodukte zubreitet werden
    vieles wird mit fischsauce, sojasauce und kraeutern gewuerzt
    muß man herausfinden, was euch so schmeckt
    das auge der moderatoren ist ueberall...

    ueber rechtschreibfehler in meinen beitraege bitte ich hinwegzusehen, ich sehe sie aktuell auch nicht richtig...

  9. Avatar von GuteLaune
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    AW: Nahrungsmittelintoleranzen bei Kindern (Laktose, Fruktose)

    Mein Sohn war 11 oder 12 Jahre alt, als bei ihm eine massive Laktose-Intoleranz diagnostiziert wurde. Was ihm bestens geholfen hat: Alles weglassen, was Probleme macht.
    Ich habe weitgehend gekocht wie zuvor - nur eben mit lactosefreier Milch, Sahne, Joghurt. Gibt es mittlerweile ja in jedem Supermarkt zu kaufen. Wenn mein Sohn auswärts gegessen hat, also bei Freunden z.B., dann hat er gesagt, was er nicht essen kann, und dann war das auch kein Problem. Nach einigen sehr, sehr konsequenten Monaten haben wir uns rangetestet: Joghurt ging, und zwar je fetter, desto besser. Gut gereifter Käse ging auch. Für den Notfall hatten wir immer ein Döschen Laktase-Tabletten aus dem Drogeriemarkt dabei. Die hat er z.B. genommen, wenn er auf Klassenfahrt war, wo er die Verpflegung nur bedingt beeinflussen konnte.
    Mittlerweile ist er erwachsen, hat sich auch nach seinem Auszug von zuhause sehr konsequent ernährt und ist mittlerweile soweit, dass sich die Laktose-Intoleranz nur dann bemerkbar macht, wenn er große Mengen Milch trinkt. Das heißt: eine Sahnesauce im Restaurant, ein Cappuccino mit Milchschaum, ein Stück Sahnetorte usw. sind kein Problem mehr.

    Was die Fructose-Intoleranz angeht: Um ausreichend Vitamine zu erhalten, muss man keine Äpfel oder Mandarinen essen. Viele Gemüsesorten liefern wichtige Inhaltsstoffe. Guck mal hier (ich hoffe, ich darf das verlinken) https://eatsmarter.de/thema/vitamine/vitaminreiche-lebensmittel
    Wichtig ist, dass ihr unterm Strich auf eine bunte Mischung kommt. Also möglichst viele verschiedene Gemüsesorten, idealerweise saisonal aus regionalem Anbau, keine Importware.

  10. VIP Avatar von katelbach
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    AW: Nahrungsmittelintoleranzen bei Kindern (Laktose, Fruktose)

    Ist es gesichert, dass deine Tochter nur eine Fructose-Malabsorption hat (diese wird im H2-Test nachgewiesen) oder könnte die erbliche Fructose-Intoleranz vorliegen? Letztere ist eine schwere erbliche Erkrankung, bei der man jegliche Fructose vermeiden muss. Dafür gibt es einen Gentest.


    Ich selbst habe die Konstellation massive Fructose-Malabsortption und grenzwertige Laktoseunverträglichkeit und letztlich eine ererbte insgesamt redizierte Kapazität zur Resorption von Einfachzuckern - diagnostizert im Erwachsenenalter (früher war das alles nicht so leicht, es gab nur den Xylostetest).

    Essen ist anfangs schon schwierig: die Fructosetabellen unterscheiden sich zum Teil, außerdem ist die Verträglichkeit recht individuell. Ich hab zum Beispiel große Probleme mit Heidelbeeren und auch mit Kürbis, die häufig zu den empfehlelnswerten Obst-/Gemüsesorten gerechnet werden. Auf der anderen Seite vertrage ich Nektarinen und Paprika ganz gut. Man muss leider ausprobieren.

    Mit der Malabsorption kann aber man gut leben, wenn man sich damit auseinandersetzt. Ich muss seit der Diagnose der KH-Resorptionsstörung sehr KH-arm essen, d.h. seit ich Mitte 20 war, und lebe jetzt seit fast 40 Jahren so. Die Fructose-Malabsorption kam erst vpr 1,5 Jahren dazu oder eine bestehende (?) hat sich sehr verschlimmert.

    Normalerweise erholen sich die Transporter auch nach einer Karenzzeit wieder ein bisschen, sodass kein genereller Verzicht notwendig ist. Und etwas Glucose auf Fructosehaltiges streuen hilft dabei, die Fructose zu resorbieren: Beide Zucker nutzen denselben Transporter in der Dünndarmwand (GLUT1) nd die Fructose rutscht passiv mit Glucose durch.

    Milch mag ich nicht, mochte ich nie und vertrage sie nicht besonders, dito Sahne. Dafür komme ich mit Käse aller Art, Buttermilch, Quark und Yoghurt gut klar. Yoghurt mache ich selbst, und zwar laktosefrei.

    Mängel kann es schon geben, aber eher, wenn Durchfälle vorliegenen. Ich hatte jetzt über 1 Jahr eine schlimmere Phase und musste Vitamin D substituieren, weil durch die Durchfälle meine Werte unterirdisch waren, genauso wie das Gewicht.

    Mit einer Ernährungsberatung (teils vonder GKV übernommen) war ch nicht übermäßig zufrieden, ich glaube, die Beraterin war ein bisschen überfordert. Es gibt jedoch zumindest in größeren Städten zunehmend Ärzte, die sich mit Ernährungsproblematiken befassen. In münchen gibt es auch das ZEP - Zentrum für Ernährung und Pränetion am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder. Ich glaube, da sind auch Schwerpunktpraxen angeschlossen.

    Uni-Kinderkliniken haben auch manchmal Spezialsprechstunden. Schon vor jahrzehnten war eine Kollegin mit ihrem Kind regelmäßig in einer solchen Ambulanz.
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


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