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  1. Registriert seit
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    Kinder (konkret: 4-Jähriger) und die Angst vor Hunden

    Liebe Eltern und Nicht-Eltern,

    unser Sohn hat von klein auf Angst vor Hunden. Ich finde das jetzt nicht tragisch. Es wird sich auswachsen. Er toleriert Hunde im Raum, die still liegen, aber sobald sie fröhlich schwanzwedelnd herumspringen, bekommt er die Panik.

    Ich mache nicht viel Aufhebens drum. Wenn wir zb in einen Supermarkt gehen und er zurückschreckt, weil drei Tiere vorm Eingang aufs Herrl/Frauerl warten, nehm ich ihn auf den Arm, wir marschieren durch. Aus sicherer Höhe guckt er interessiert runter und ich erklär ihm zb: Schau, die begrüßen uns, das siehst du daran, dass sie mit dem Schwanz wedeln.

    In unserem Freundes- u Bekanntenkreis jedoch gibt es sehr viele Hunde. Diverse gemeinsame Unternehmungen erwiesen sich - so die Hunde mit waren - als stressig und angstbesetzt vonseiten meines Sohnes. Ich habe diese Treffen darauf reduziert. Dafür wurde ich als Mutter kritisiert und man hat mir diverse Densensibilisierungs-Techniken vorgeschlagen. Die nicht gefunzt haben.

    Ich bleibe bei meiner Linie. Wir besuchen Leute mit Hunden und ich lebe dem Kleinen Ruhe und Respekt vor. Wir lesen Bücher mit Hunden und gucken Videos. Aber ich „zwinge“ ihn nicht zu Begegnungen und forciere nicht, dass er mit ihnen spielt oder sie streichelt. Er muss sie auch nicht mögen.

    Da ich fortwährender Kritik ausgesetzt bin, möchte ich mich gerne an euch wenden. Vorwurf: Ich mache ein Bohei, der Junge wird sich schon gewöhnen, wenn man nur oft genug Begegnungen inszeniert. Das (seine Angst) sei abnormal und nicht akzeptabel. Ich würde seine Angst unterstützen, man sollte über so etwas einfach hinweggehen, dann verlöre sich das.

    Meine Frage(n) an euch: Haben eure Kinder Angst vor Hunden? Wie geht ihr damit um? Seid ihr Hundebesitzer und habt ängstliche Kids im Umfeld? Wie findet ihr das? Welche Gedanken habt ihr zu diesem Thema?

    Danke im Voraus!
    Alles Liebe
    Lil


  2. Registriert seit
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    AW: Kinder (konkret: 4-Jähriger) und die Angst vor Hunden

    Meine Kinder haben beide eine Wahnsinnsangst vor Hunden jeglicher Art. Grundlos, nie gebissen worden o. ä. Andere Tiere bereiten keine Probleme.

    Glücklicherweise gibt es im Bekanntenkreis kaum Hunde.

    Zum Problem wird das Ganze jetzt auf dem Schulweg: einmal ist sie vor Angst fast auf die Straße gesprungen, einmal kam sie nach Hause gerannt, weil ein unangeleinter Hund ihr folgte, einmal ist ihr ein Hund in unsere Einfahrt gefolgt, bis vor unsere Haustür. Da fühlt sie sich jetzt auch nicht mehr sicher.

    Eine Lösung weiß ich leider auch nicht.

  3. Avatar von AweSomeOne
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    AW: Kinder (konkret: 4-Jähriger) und die Angst vor Hunden

    Als meine Kinder noch klein waren, habe ich es ähnlich wie du gehandhabt. Alle haben heutzutage als Erwachsene kaum Probleme mit Hunden.

    Selbst mein Ältester , der aus gutem Grund Angst hatte. Er war von einem Jagdhund angesprungen und gezwickt worden. Bei ihm gab sich diese Angst erst im Erwachsenenalter, als ich mir selbst einen Hund anschaffte.

    Du bist die Mutter und kennst dein Kind vermutlich am Besten. Andere können es mit ihren Kindern ja gerne anders machen.

    Aus Sicht einer Hundebesitzerin kann ich nur sagen, dass es auch für meinen Hund Stress pur ist, sich mit jemandem abgeben zu "müssen" der Angst hat oder besonders aufgeregt ist.

    Natürlich wird es die super-braven, gut erzogenen oder trainierten Hunde geben, die nie-niemals im Leben beißen würden bei solchen Begegnungen.

    Für meinen würde ich da allerdings nur zu 98% die Hand ins Feuer legen.

    Deshalb dürfen Kinder, die gerne mal herkommen wollen, das auch gerne tun, solange ich dabei bin.
    Aber ein Kind, das nicht möchte, kommt nicht in die Nähe meines Hundes. Im beiderseitigen Interesse.

    Mach das mal so, wie du das für richtig hältst. Das ist dann auch richtig, egal, was die anderen sagen.
    'Every saint has a past, and every sinner has a future.'
    — Oscar Wilde —


  4. Registriert seit
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    AW: Kinder (konkret: 4-Jähriger) und die Angst vor Hunden

    Eine meiner Töchter hatte (ohne besonderen Grund) auch grosse Angst vor Hunden.
    Meine Eltern haben einen Hund, sie hatten immer Hunde, ich habe es ähnlich wie Du gemacht - beim Ankommen Kind auf den Arm, erklären, kein Drama um Hund und Kind machen, wobei sie mehr Probleme mit dem kleinen, "jiffeligen" Terrier hatte als mit dem größeren, ruhigen Bearded Collie und mit dem belgischen Schäferhund meines Vaters (mit dem sie wenig zu tun hatte, war ein Diensthund).
    Hatte sie sich erstmal an die Anwesenheit der Hunde gewöhnt, war sie skeptisch, schrie aber nicht.

    Es verwuchs sich irgendwie von alleine, heute passt sie problemlos auf diverse Hunde in der Nachbarschaft auf, wenn die Besitzer in Urlaub sind.

  5. Avatar von Blila1
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    AW: Kinder (konkret: 4-Jähriger) und die Angst vor Hunden

    ICH hatte Angst vor Hunden (und ich hab mich vor ihnen auch geekelt). Später habe ich gelernt, mit ihnen umzugehen und hatte auch mal selbst einen.
    Das ist ein Experiment. Gespannt erwarte ich, was die Autokorrektur aus meinem Text macht

  6. Avatar von Sugarnova
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    AW: Kinder (konkret: 4-Jähriger) und die Angst vor Hunden

    Nein, ich finde ganz und gar nicht, dass sich ein Kind mit Hunden beschäftigen muss. (Das sage ich als im Haushalt mit Tieren Aufgewachsene )

    Wenn man sich übrigens die Grössenverhältnisse ansieht, dann ist es doch vollkommen klar, dass ein Kleinkind Angst kriegt.

    Ich erwarte eher von den Besitzern, dass die ihren Hund so erziehen, dass er oder sie nicht um ein kleines Kind rumspringt. (Auch wenn es ganz harmlos ist, meistens) Der Kleine kommt anscheinend doch damit klar, wenn sie sich ruhig verhalten.


  7. Registriert seit
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    AW: Kinder (konkret: 4-Jähriger) und die Angst vor Hunden

    Meine Kinder (5) und (2) haben auch Angst vor Hunden. Es ist ähnlich wie bei dir. Sobald die Hunde bellen, sich schnell bewegen oder auf sie zurennen, ist es vorbei. Sie bekommen richtiggehend Panik. Ich habe auch schon erlebt, dass Hundebesitzer (auch im engeren Bekanntenkreis)dafür kein Verständnis haben. (Der Hund freut sich doch nur /will nur spielen/ist doch ganz lieb ....). Mittlerweile vermeide ich Verabredungen mit Hund und Kindern, ist nur Stress für alle Beteiligten.

  8. Avatar von Opelius
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    AW: Kinder (konkret: 4-Jähriger) und die Angst vor Hunden

    Zitat Zitat von Rheika2014 Beitrag anzeigen
    Meine Kinder (5) und (2) haben auch Angst vor Hunden. Es ist ähnlich wie bei dir. Sobald die Hunde bellen, sich schnell bewegen oder auf sie zurennen, ist es vorbei. Sie bekommen richtiggehend Panik.
    Ich halte es für normal, wenn kleine Kinder Angst vor Hunden haben. Sie sind entweder größer als sie selbst oder lauter als sie selbst und wesentlich flinker als sie selbst. Ich halte das für einen natürlichen Reflex. Mit den Genen über 1.000 Generationen ererbt.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel


  9. Registriert seit
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    AW: Kinder (konkret: 4-Jähriger) und die Angst vor Hunden

    Das ist schade.
    Gut, in unserem Fall gehörten die Hunde den Großeltern, vielleicht steht da "Enkel oberhalb Hund", was das Wohlbefinden angeht, aber "normal" wäre doch, dass der Hundehalter den Hund "zur Ruhe bringt", wenn dieser, wenn auch in freundlicher Absicht, um das weinende Kind herumwuselt.

    Auch dem Hund zuliebe, eigentlich.

    Ich erinnere mich an ein Zusammentreffen zwischen Kind und wirklich sehr großem Berner Sennenhund. Da war sie knapp 4,denke ich.
    Zum Hund gehörte ein ebenso großer, sehr ruhiger Besitzer, der den Hund neben sich hielt, drauf achtete, dass Hund sich nicht auf Kind zubewegte.. Als Tochter sich dann nach einer ganzen Weile für den Hund zu interessieren begann, hat er sich ruhig mit ihr unterhalten, erklärt, dass der Hund zwar groß, aber nicht gefährlich sei (von mir gab es ein aufmunterndes Nicken..) Das war der erste Hund, den sie sich zu streicheln traute, das weiß ich noch.

    Hund und Herrchen strahlten allerdings beide eine unglaubliche Ruhe aus :)


  10. Registriert seit
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    AW: Kinder (konkret: 4-Jähriger) und die Angst vor Hunden

    Meine Töchter, vor allem die jüngere, hatten auch Angst vor Hunden. Das war so, ich hab mich damit nicht weiter beschäftigt, allerdings gab es auch sehr wenige Hunde in der Bekanntschaft.

    Mit circa 10 Jahren hat sich ein immer dringlicher Wunsch nach Hund entwickelt, vor allem bei der jüngeren Tochter;)

    Seit knapp 5 Jahren haben wir einen enorm freundlichen und fröhlichen Hund, der alle Menschen gerne begrüßt.
    Ich sehe es als absolut meine Aufgabe an, meinen Hund bei mir zu halten und ihn von der Begrüßung abzuhalten, wenn wir einem Menschen (auch Erwachsenen) begegnen, der Angst vor ihm hat. Ich kann Hundebesitzer, die diese Angst diskutieren wollen, nicht verstehen.

    Darum schließe ich mich dem Vorschlag an: mach es so, wie Du es für richtig hältst.

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