Ich finde deine Linie gut und würde diese so beibehalten. Mein Sohn hatte eine Zeit lang sehr große Angst vor Einbrechern. Da habe ich auch keine Begegnungen forciert.
Es gibt auch Hunde, die Kinder nicht so mögen und deshalb sollte eher ein distanziertes respektvolles Verhalten von beiden Seiten geübt werden. Ich verstehe hier die Hundebesitzer nicht. Die mir bekannten Hundebesitzer reagieren nicht so. Die sind eher froh, wenn da kein Kind ist, das auf den Hund zu rennt und ihn streicheln will.
Wir haben Katzen und die hauen halt ab, wenn sie genug haben. Aber wir haben einen Kater, der mag Menschen und wenn hier gefeiert wird, ist er mittendrin. Ein toller Schmusekater. Doch wehe er wechselt in den Kampfmodus und da muss man echt aufpassen. Er kratzt und beißt heftig - im Spiel - ihr wisst, wie Katzen spielen. Alle Besuchskinder erhalten deswegen eine extra Einweisung und für diese habe ich eine Spielangel, damit ein Sicherheitsabstand gewahrt werden kann und beide Parteien zufrieden gestellt werden.
Wenn ich einen Hund hätte und ein Kind hätte Angst, würde ich den Hund auf seinen Platz verbannen oder sogar weg sperren, bis ich mit Eltern und Kind gesprochen hätte, wie sie es denn gerne hätten oder was verkraftet wird. Dann spricht man Regeln ab und fertig.
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Ergebnis 11 bis 20 von 41
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01.02.2020, 09:09
AW: Kinder (konkret: 4-Jähriger) und die Angst vor Hunden
Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
Die Ärzte
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01.02.2020, 09:21
AW: Kinder (konkret: 4-Jähriger) und die Angst vor Hunden
Den Hinweis auf die " ererbte" Angst finde ich interessant.
Ich habe ein anderes Angst-Beispiel: meine Mutter und meine Schwester hatten bis ins Erwachsenenalter Angst vor Gewitter-mein Vater und ich fanden Gewitter toll. Wir stellten uns oft unter die Tür, um Blitz und Donner mitzukriegen.
Auf Hunde bezogen: hat sonst jmd aus der Familie ebenfalls Angst vor Hunden?
Ich denke,ihr macht das schon richtig-ruhig vorbeigehen,vielleicht dem Kind erklären keine hastige Bewegung...
Auf der anderen SeiteQwenn solche Panik aufkommt, dass das Kind auf die Strasse rennen will, muss man schon erklären. Gibts im bekanntenkreis keinen ganz gutmütigen Hund (GR oä-wobei 100% bei keinem Lebewesen sicher sind), dem man sich unter Begleitung immer mehr nähern kann, um zu zeigen da musst du keine Angst haben?
10m-8m-5m-dann aus der Entfernung zuschauen,dass du dem Hund 1 Leckerli gibst. Also langsame Gewöhnung?
Denn es gibt ja irgendwann einen Schulweg zu bewältigen, ohne dass du dabeibist.
Daphnia
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01.02.2020, 09:28
AW: Kinder (konkret: 4-Jähriger) und die Angst vor Hunden
Außerdem ist es mit Hunden wie mit Menschen: von fremden Hunden oder Menschen hält man sich erstmal fern. Das Kennenlernen dauert, beim einen länger als dem anderen.
Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
Die Ärzte
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01.02.2020, 09:36
AW: Kinder (konkret: 4-Jähriger) und die Angst vor Hunden
In unserem Fall war unsere Tochter die einzige "Hundepanikerin".
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01.02.2020, 11:01
AW: Kinder (konkret: 4-Jähriger) und die Angst vor Hunden
Du machst das schon richtig. Als Hundebesitzerin, die einen, nun ja, nicht allzu kinderfreundlichen, weil ängstlichen Hund hat freue ich mich über einen respektvollen und vernünftigen Umgang von Kindern zu Hunden.
Das geht leider auch anders: mit übertriebener Fürsorglichkeit das Kind extrem verunsichern (bei einem angeleinten Hund!), aber den Umgang mit Beutegreifern nicht lehren. Das ist blöd; wenn ich schon weiß dass mein Kind Angst hat dann bringe ich ihm doch die Basics bei. Zum Beispiel das Kreischen und Wegrennen eine echt schlechte Idee ist.
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01.02.2020, 12:38
AW: Kinder (konkret: 4-Jähriger) und die Angst vor Hunden
Meine Meinung als Exhundebesitzerin und Mutter zweier erwachsener Kinder , Kinder sollen absolut Respekt vor fremden Hunden haben, ABER auch den Umgang mit Hunden im Alltag erfahren.
Das meine ich wie folgt: fremde Hunde werden NIE angefasst, weil wir den Hund nicht kennen und er uns nicht kennt. Wenn der Hund freundlich signalisiert, dass er neugierig auf das Kind ist, dann darf das Kind unter Aufsicht den Hund kennenlernen, offene Handfläche hinhalten, ein Leckerli geben oder eben auch streicheln.
Bedenklich finde ich "panische" Angst, wie geschildert, losrennen, wenn ein Hund auf 10 m rankommt o.ä., das ist mMn nicht unbedenklich, daher mit dem Panikkind reden und einschärfen, NIE wegRENNEN, (falsches Signal für den Hund), NIE hektisch schreien oder mit den Armen rumfuchteln, das könnte man mit Hundebesitzern trainieren.
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01.02.2020, 14:49
AW: Kinder (konkret: 4-Jähriger) und die Angst vor Hunden
Das ist ein schwieriges Thema, das neulich bei uns im Bekanntenkreis zu echtem Stress geführt hat. Freunde haben einen fast 10jährigen Sohn, der panische Angst vor Hunden hat. Der kleinere ist da entspannter, hält Abstand, bekommt aber keine Panik.
Wir waren bei anderen Freunden zu Silvester eingeladen, die seit einiges Monaten einen recht lebhaften, verspielten und lieben jungen Beagle haben.
Der vorhergehende Hund war auch ein Beagle, naturgemäß durchs Alter schon sehr ruhig. Da hielt der Kleine einfach Abstand und gut. Diesmal artete es echt aus. Der junge Hund freute sich riesig, dass was los war, Kinder kennt er kaum, da die eigenen schon erwachsen sind. Nun fand er natürlich alles interessant, vorallem das Verhalten vom Zehnjährigen, der permanent fuchtelte, heulte, schrie. Es war der Horror.
Es ist ja kaum möglich, so einen jungen Hund auf Abstand zu halten, er ist noch nicht zuende erzogen, was klar ist. Es war für alle nur noch stressig: für die Eltern des Panikers und für die Freunde mit dem Hund. Irgenwie hatten wir bei dem doch schon etwas größeren Kind die Hoffnung, dass man ihm über den Verstand beikommt.
Wir erklärten ihm immer wieder, dass er keine Angst zu haben braucht, dass der Hund selbst noch ein Kind ist, dass er je mehr er sich bewegt und fuchtelt, desto mehr das Interesse des Hundes weckt. Es nützte nichts.
Das finde ich dann schon sehr schwierig. Man konnte ja beide Seiten verstehen, aber da bin ich schon der Meinung, man müsse mit dem Kind etwas machen. Keine Ahnung, was. Vielleicht gibt es psychologische Trainings oder so etwas. Ich glaube nicht, dass sich das "auswächst". Dazu ist es zu manifest. Und es schränkt inzwischen ja das Leben der Familie ein, sie können praktisch nirgends mehr hin gehen, wo ein Hund ist oder einer zu erwarten wäre.
Es gibt keinen Weg zum Frieden, der Frieden ist der Weg (Mahatma Gandhi)
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01.02.2020, 15:19
AW: Kinder (konkret: 4-Jähriger) und die Angst vor Hunden
Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass " einfach so" eine solch extreme Angst, ja Panik besteht, ohne dass was vorgefallen ist.
Gab es vielleicht doch die Situation, dass ein grosser Hund scheinbar drohend vor dem Kind stand-ohne Eltern?
Oder gabs entsprechende Erzählung im Bekanntenkreis?Film, Buch?
Ich zb bin bei Tieren kein ängstl. Typ. Habe aber Respekt vor Feuer. Schon heranwachsend gehabt. Es kam raus, dass meine Eltern mir schn als Kleinkind einschärften, nie mit Streichhölzern...
Paulinchen war allein zu Haus..
Gespräche über Bombennächte Kind begreift doch noch nicht...).
Das artete aus, dass ich mich nicht getraute,als 12jährige den Gasheranzuzünden. Das war aber auch wieder nicht recht.
Aber im Nachhinein erklärte ich mir meine Angst mit der ständigen Thematisierung
Könnte das bei euch auch so sein?
Wie sieht es denn mit Katzen aus?
Auch Angst?
Gibt es vielleicht hilfreiche Bilderbücher zum Thema Hund als bester Freund? Oder ein altersgerechter film?
Daphnia
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01.02.2020, 15:33Inaktiver User
AW: Kinder (konkret: 4-Jähriger) und die Angst vor Hunden
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01.02.2020, 15:45
AW: Kinder (konkret: 4-Jähriger) und die Angst vor Hunden
Natürlich macht es die te richtig-aber sie sieht ja wohl auch ein Problem in der Angst ihres Kindes.
Und ich denke, dass muss thematisiert werden. Sonst rennt das Kind in 2 Jahren tatsächlich auf dem Schulweg in panik auf die Strasse, nur weil ein Tier zu sehen ist.
Und klar kann ein Hund gefährlich sein-auch ganz kleine. Das gilt für viele Tiere.
Geht man dann voller Angst durchs Leben? Oder versucht man rauszufinden, was evt Ursache ist und hilft dem Kind,mit der Angst umzugehen?
Daphnia


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