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  1. Registriert seit
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    AW: Zurückstellen?

    Zitat Zitat von Stierfrau123 Beitrag anzeigen
    Da wird dann aber der Unterricht auch eher auf diese jüngeren Kinder ausgerichtet sein.
    Genau, meines Wissens hat der dann mehr einen Charakter von Vorschule bzw. je nach Einschulungsalter eine Mischung aus Vorschule und 1. Klasse.

  2. Avatar von Victoria3000
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    AW: Zurückstellen?

    Zitat Zitat von Daphnia Beitrag anzeigen
    Vielleicht könnte sich jmd äussern, der zb in UK oder Spanien (alemanita?) Grundschulkinder hat?
    Dort wird doch früher eingeschult. Wie sind da die Erfahrungen, vor allem bei Buben?
    Ich lebe in einem Land mit früherem Einschulalter (ab 4 3/4 kann, im Jahr, in dem das Kind 6 wird, muss - eigentlich - eingeschult werden. )

    Mein Sohn wurde nach langem Nachdenken ob oder ob nicht mit knapp unter 5 eingeschult. Allerdings, und das wussten wir leider nicht, haben die meisten Eltern hier ihre Kinder (vor allem Jungs) zurückgehalten. Er hatte einen einzigen Mitschüler im selben Alter (der hat gleich das erste Jahr wiederholt) alle anderen Jungs waren älter (bis zu 18 Monate Unterschied). Nach 1.5 Jahren voller Probleme (sozial / emotional, nicht kognitiv) mit Schülern und Lehrern bekam er eine Diagnose (ASD), insofern ist unser Fall nicht unbedingt vergleichbar, aber alleine die Tatsache, dass die meisten Kinder deutlich älter und reifer waren als er (und seine unerfahrene Lehrerin das selbe Verhalten auch von ihm erwartet hat) hat uns ohne Ende Probleme gemacht. Und ihm gleich einen “Ruf” verpasst, und zwar bei Lehrern, Mitschülern und Eltern.
    EsistnureinePhaseesistnureinePhaseesistnur...

  3. Avatar von Victoria3000
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    Zitat Zitat von Stierfrau123 Beitrag anzeigen
    Da wird dann aber der Unterricht auch eher auf diese jüngeren Kinder ausgerichtet sein.

    Das war bei uns nicht so, leider.
    EsistnureinePhaseesistnureinePhaseesistnur...

  4. Avatar von LolloBionda
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    AW: Zurückstellen?

    Hallo

    Und vielen Dank für die Beiträge, die mir Stoff zum Nachdenken bieten.
    Ich bin heute Nachmittag verplant (Winterfest im Kiga...), daher werde ich erst später darauf eingehen können!

    Lollo

    LolloBionda


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    AW: Zurückstellen?

    Hallo,

    Du hast nicht geschrieben, wieso die Waldorfschule nicht in Frage kommt. Habt Ihr Euch die mal angeschaut?

    Ich kenne viele Kinder, die gerne da waren und auch erfolgreiche, zufriedene Erwachsene geworden sind. Es kann sein, dass es einige Schulen gibt, die sehr ideologisch sind, aber die, von denen ich mehr weiß, sind es nicht. Und wenn ich mir anhöre, wieviele Gedanken sich meine Freundin, die Waldorflehrerin ist, um einzelne Schüler macht, wie sehr alle Lehrer bemüht sind, zusammenzuarbeiten, um das Kind als ganzes zu sehen, mit den speziellen Schwierigkeiten und Fähigkeiten, dann macht das doch vielleicht Sinn.

    Ich denke, es kommt immer sehr auf die jeweilige Schule, auf die Lehrer an ... ich stelle mir vor, dass der Wechsel von Waldorf auf ein anderes Schulsystem nicht ganz einfach ist, aber wenn man dort bleibt spricht doch in Eurer Situation eingiges dafür?

    Viele Grüße,
    Madame

  6. Avatar von Admaro
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    AW: Zurückstellen?

    Ich bin dafür, dass Jungs grundsätzlich erst mit 7 eingeschult werden, weil sie dann die emotionale Reife dafür haben. Als junge Mutter war ich davon überzeugt, dass meinem Kind Bildung entzogen wird, wenn ich es nicht einschulen lasse. Er war nämlich pfiffig, redegewandt und hatte einen überdurchschnittlich hohen IQ. Im Kindergarten "verblödet" er ja.

    Heute bin ich schlauer und natürlich - das kommt mit dem Alter wohl - gelassener. Bildung bekommt jedes Kind. Was macht da bitte ein Jahr aus, was bedeuten "Ehrenrunden" in der Schule. Im Kontext eines Lebens - nichts.

    Mein Sohn hat sich gut durch´s Leben geschlagen, er ist jetzt 24, jedoch finde ich, dass dies eine Jahr mehr im Kindergarten und auch eine andere Schulart die ein oder andere Situation gar nicht erst hat aufschlagen lassen. Auch was die Wahl der Schule nach dem Übertritt betrifft, ist nichts in Stein gemeißelt. Andere Bildungswege stehen auch danach noch offen.

    Es ist auch abhängig vom Engagement der Eltern. Die Schule kann einem da nur bedingt helfen. (So mein Fazit)

    Mein Sohn hatte mit Auswendiglernen leider immer Probleme, sofern es Dinge betraf, die ihn 0 interessiert haben. Er hatte z. B. in Latein durchweg 4 - 6, hat aber am politischen Zirkel der Schule teilgenommen und war dort für diese auch unterwegs und war Schulsprecher. Niemand sprach ihm, was seine Intelligenz betrifft, das Abitur ab und doch hat er es nicht erreicht.

    Nach der 2. Ehrenrunde musste er die Schule verlassen, da war er 16. Wir vereinbarten, dass er ein Jahr Sozialdienst im Krankenhaus macht, um einfach mal runterzukommen, und danach schauen wir weiter. Es hat ihn unheimlich gut getan.

    Er hat währenddessen extern seinen Quali nachgeholt und dann ging er nochmal ein Jahr auf die Schule, um die mittlere Reife zu erlangen. Auch das gelang. Auch hier haben die Schulen anfägnlich gemauert, weil sie ihn nicht wieder aufnehmen wollten. Erst durch Einbeziehung des Schulamts haben sie sich fast um ihn gerissen. Verrückt.

    Heute macht er eine Ausbildung zum Polizisten und kein Mensch kräht nach seiner anstrengenden schulischen Laufbahn.

    Ich bin jedoch davon überzeugt, wäre er mit 7 eingeschult und auf eine Walddorfschule gegangen, hätte einiges anders verlaufen können.

    Fazit für dich, liebe TE: höre auf deinen Bauch, schau dir dein Kind an. Er verpasst nichts, wenn er noch ein Jahr im Kindergarten bleiben kann und dort seine kindliche, unbeschwerte Seite ausleben kann. Schule ist kein Pappenstil. Gerade Kinder mit einer hochsensiblen Art und Intelligenz können sich an einer herkömmlichen Schule mit ihrer stereotypischen Art der Wissensvermittlung schwer tun.

    Übrigens haben meine Töchter auf der Schule, beide mit 6 eingeschult, überhaupt keine Probleme gehabt. Mädchen sind wohl da etwas angepasster.
    Entscheide lieber ungefähr richtig, als genau falsch. - Goethe -

  7. Moderation Avatar von Stina
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    Ich würde mir die Förderklasse mal genauer ansehen. Ich gebe zu - ich hätte da bis letztes Jahr eher Vorbehalte dagegen gehabt, kenne aber inzwischen mehrere Eltern aus dem Ort, die ihre Kinder ein Jahr dort hatten (wie bei Euch ist das dann eine Schule im Nachbarort und nicht die Grundschule vor Ort) und die waren alle sehr begeistert und die Kinder haben extrem profitiert und waren sehr gerne da.
    Das waren ebenfalls alles Kinder, die nah am Stichtag waren und die keine riesigen Defizite hatten, sondern wo es ein Abwägen war und das Bauchgefühl für eine Einschulung noch nicht so ganz gepasst hat. Im Kindergarten bleiben geht bei uns gar nicht, also gibt es nur die Alternativen Förderklasse oder Einschulen.

    Vor diesen Berichten hatte ich ein anderes, vermutlich falsches und auch vorurteilsbehaftetes Bild von den Förderklassen. Inzwischen sehe ich das anders und würde mir das gemeinsam mit dem Kind mal ansehen.
    In die Überlegung würde ich auch einbeziehen, dass in unserem Bundesland der Stichtag ja gerade rutscht, d.h. wenn Dein Sohn dieses Jahr am Stichtag Geburtstag hat, wäre er bereits im nächsten Jahr schon kein Muss-Kind mehr.
    12 26. We are Family.

    Moderation in Erziehung & Freundschaft


  8. Registriert seit
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    AW: Zurückstellen?

    Schwierig. Vieles klingt wie mein Sohn, ok, kein Stottern, keine motorische "Schwäche", aber von den von Dir zitierten sozialen Kompetenzen hat er fast keine. Also z.B. kann man mit ihm nicht Fußball spielen (selbst wenn er 6:2 "gewinnt"), er hat immer Recht, ist an nichts Schuld und prahl gerne, dass er der beste ist. Zu Geburtstagen wurde er kaum eingeladen.

    Aber: er war den (reichlich vorhandenen) Gleichaltrigen kognitiv überlegen. Eine Erzieherin meinte mal "mit wem (außer dem besten Freund, mit dem es krieselte) soll er denn auch reden?". Und er ließ es sie wissen, was ihn nicht gerade beliebter machte.

    Jetzt ist er in der Schule und im Augenblick läuft es super. Er darf schlau sein und wird dafür zumindest von manchen bewundert.

    Im Kindergarten war das letzte halbe Jahr ein Krampf. Aus lauter Langeweile hat er mit seinem besten Freund die Gruppe aufgemischt, sie haben sich "Streiche" ausgedacht, die herausfordernd für die gesamte Erzieherschaft und die Eltern waren. Zurückstellen hätte das vermutlich eher verstärkt.

    Er säße da jetzt mit den Dreijährigen, das würde ihn vielleicht zum Erzieher machen, aber sozial nicht weiterhelfen. Und: viel gesagt nach 3 Monaten, aber bei uns ist Schule super. Endlich hat er die Auswahl unter sehr vielen Gleichaltrigen und im Hort Älteren, er wird von manchen für sein Wissen bewundert und er war zu fast mehr Geburtstagen eingeladen als im Kindergarten. Das ist sicher auch Glückssache mit der Klasse.

    Und da ich selber so bin: z.B. sich immer so schnell fürchterlich im Unrecht zu fühlen ist ein Wesenszug. Ich war sicher, dass meine Kinder da nicht so drunter leiden würden. Aber mein Sohn ist da genau so wie ich. Entweder mache ich es also so schlecht wie meine Eltern, oder es ist einfach in uns und wir werden es nie ganz los (vermutlich liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen). Ich wage nur zu bezweifeln, dass mehr Kindergarten etwas daran geändert hätte..

  9. Avatar von Wolkenschaf3
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    Mal ein Gedankenspiel.
    Wenn er einen Tag jünger wäre hätte Käme er ein Jahr später zur Schule.
    Wärst du dann aktiv geworden um ihn früher einzuschulen?


  10. Registriert seit
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    Zitat Zitat von Daphnia Beitrag anzeigen
    Vielleicht könnte sich jmd äussern, der zb in UK oder Spanien (alemanita?) Grundschulkinder hat?
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    Daphnia

    Das kann man nicht wirklich vergleichen. Mit 3 wird man offiziell "eingeschult", weil Kindergarten zum Schulsystem gehört, aber nicht weil es wie in der Grundschule ist. Es gibt mehr Vorschulelemente, wenn sie merken, Kind interessiert sich für Schulstoff, gibt es Extraforderung, ansonsten nicht! Mein Sohn ist ganz normal mit 6 1/2 Jahre in die 1. Klasse gekommen. Ich sehe keinen grossen Unterschied zu den 1. Klässlern in Deutschland. Der Stoff ist vielleicht ein paar Monate voraus, aber sie müssen nicht auf einen Schlag selbständig sein, z.B. haben sie keine eigenen Mäppchen auf die sie aufpassen müssen, und sie dürfen auch nicht alleine in die Schule. Dafür gehen sie schon im Kindergarten alleine ins Gebäude. Den sanften Übergang finde ich eigentlich ganz ok, es gibt andere Sachen, die mir vor allem im Kindergarten nicht gefallen haben.

    Mein Sohn hatte auch Defizite im Sozialverhalten (viel Diskutiere, nicht Verlieren können). Das gibt es angeblich nicht mehr. Sozialverhalten soll ok sein, auch wenn er sich nicht sonderlich am Unterricht beteiligt.

    Er brauchte schon als 4-5 jähriger sehr viel Input. Jetzt noch finde ich ständig Zettel von ihm, auf denen er z.B. das 1x1 geschrieben hat. Wenn ich hätte aussuchen müssen, ob mit noch 5 oder mit 7 Einschulung, ich hätte wohl bei ihm eine früherer Einschulung gewählt, wobei ich froh bin, dass es hier solche Entscheidungen gar nicht gibt.

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