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  1. Registriert seit
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    AW: Mediennutzung für 15-jährigen begrenzen - ja oder nein?

    Hier ist noch mal die Fragestellerin, vielen Dank für eure Antworten.

    Zur Frage mit den In-Game-Käufen - die tätigt mein Sohn durchaus gelegentlich und hat auch schon seine ersten Erfahrungen mit enttäuschenden "Sondereditionen" gemacht. Er muss das aber über mein PayPal-Konto machen, ist alles über FamilySafety geregelt, er kann das nicht umgehen, versucht es auch nicht.

    Er ist sehr sparsam mit seinem Taschengeld, das er bar zu Hause verwahrt und mir immer bezahlt, wenn ich über mein Konto seine In-Game-Artikel bezahle. Ich halte zwar nicht viel von diesen Ausgaben, doch es ist sein Taschengeld, und er haushaltet damit - hier sehe ich derzeit keine Gefahr.

    Er hat den PC mit 14 bekommen, das Handy ebenfalls; zuvor hatte er einige Jahre lang ein Tablet, auf dem er "Clash of Clans" gespielt hat.
    Die Zeiten waren immer begrenzt, er musste immer die anderen Pflichten zuerst erledigen, und es gab immer Diskussionen darum; vor allem der Vater hat mich stets angegriffen, warum ich den ganzen "Schrott" überhaupt erlaube.

    Gestern Abend bat er mich, ihm PC und Handy für die Nacht zu sperren, damit ihm das mit dem "Durchmachen" (er schaut dann ja nur Videos, zockt auf dem Handy eigentlich nicht) nicht noch mal passiert. Damit hat er, denke ich, selbst zugegeben, dass er es noch nicht selbst geregelt bekommt ...
    Tagsüber meinte er, wir sollten es für 4 Wochen mal freigeschaltet lassen und "sehen, wie es läuft". Ich denke, das ist mal ein Ansatz, mit dem man arbeiten kann ...

  2. Avatar von twix25
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    AW: Mediennutzung für 15-jährigen begrenzen - ja oder nein?

    Zitat Zitat von Matheva Beitrag anzeigen
    Tagsüber meinte er, wir sollten es für 4 Wochen mal freigeschaltet lassen und "sehen, wie es läuft". Ich denke, das ist mal ein Ansatz, mit dem man arbeiten kann ...
    Aus Sicht einer Mutter, deren Sohn ebenfalls über Jahre an der PCnadel hing ein sehr guter Ansatz

    Und das Wichtigste ist in dieser und der kommenden ev anstrengenden Zeit : im Kontakt bleiben

    Hört sich leichter an, als umsetzbar, da die Jungs sehr sehr oft ungeniessbar sein können
    ************************************************** **************************************

    Ich so : "Och bitte" - Mein Leben so : "Nö!"

    Ich wieder: "Och bitte"

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    AW: Mediennutzung für 15-jährigen begrenzen - ja oder nein?

    Zitat Zitat von sphx Beitrag anzeigen
    Vielleicht muss es das auch.

    "Hätte, hätte, ..." hätte man die Sache mit dem Gaming und dem Internetzugang vielleicht schon von klein auf einstimmig gehandhabt und den Nachwuchs langsam aber sicher an das Thema herangeführt und Verständnis und Eigenverantwortung gefördert, könnte da jetzt mit ~16 vielleicht auch eine andere Situation vorherrschen. Keine Ahnung.

    Aber so... jetzt...

    Vielleicht muss es jetzt auch einfach "krachen". Es ist ja nicht zuletzt auch der Konflikt zwischen dem elterlichen "Ich weiß das bereits, lass mich dir sagen..." und dem pubertären "Gar nichts weißt du, lass mich!", der da mitschwingt. Ich kenn das nur aus der pubertären Sicht, das war halt so, das hat dazugehört und es hat letztlich auch nicht geschadet.

    Die Sorge um den Sohn ist natürlich berechtigt, aber ob und was man da nun noch sinnvolles tun kann - fraglich.



    Als Daddy wärst du vermutlich gar nicht schlecht. ;)


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    AW: Mediennutzung für 15-jährigen begrenzen - ja oder nein?

    Zitat Zitat von Nocturna Beitrag anzeigen
    Nein. Entweder der Sprössling ist fürs Spielen anfällig oder nicht. Wenn es ihn nur mäßig interessiert, wird er super auf alle Reglementierungen reagieren. Ist er aber voller Ehrgeiz und Neugier sich jeden Tag aufs Neue sich mit Gleichgesinnten zu messen, dann wird es für so einen Jüngling nie genug Spielzielzeit geben und wenn es fünf Stunden pro Tag wären.

    Das ist wie mit Alkohol, Tabak, Drogen, Kaffee, Schokolade. Einmal dabei, kommt man nicht mehr ohne weiteres/nie mehr davon los.

    Ja, eine gewisse Suchtdisposition erschwert die Dinge ungemein.


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    AW: Mediennutzung für 15-jährigen begrenzen - ja oder nein?

    Zitat Zitat von sphx Beitrag anzeigen
    Das ist mir zu simpel gedacht - die breite Masse bewegt sich nämlich irgendwo dazwischen. Wie auch immer sie da hingekommen ist, also - mit welchem Werdegang auch immer.



    Huch... also... nee. Die Kids meiner Bekannten verhalten sich nicht so. Und ich denke nicht, dass ich da nur "Einzelfälle" kenne. Im Sommer interessiert die Konsole die nicht übermäßig - und ansonsten kommt es drauf an, welches Spiel gerade die Runde macht. Bei manchen sind sie Feuer und Flamme, bei anderen gar nicht.




    ...reden wir noch von Gaming, wie es die große Mehrheit der Kids, insbesondere Jungs irgendwann mal in ihrem Leben für sich entdeckt und betreibt, auf die verschiedenste Art und Weise? Oder sind wir schon beim Erwachsenen der zwanghaft ins Spielcasino fährt?

    Ja, es spielen noch viele weitere Faktoren mit hinein, wenn es tatsächlich die Ausmaße eines Suchtverhaltens annimmt.


  6. Registriert seit
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    AW: Mediennutzung für 15-jährigen begrenzen - ja oder nein?

    GEKÜRZT VON MIR
    Zitat Zitat von sphx Beitrag anzeigen
    Es kann sogar soweit kommen, dass ein zu drastisches Unterbinden dieses Medienkonsums das genaue Gegenteil bewirkt und deshalb erst recht zu den ungewünschten Verhaltensweisen führt.

    Ob der Suchtfaktor eine Rolle spielen wird, wann und in welchem Ausmaß - das ist aber erstmal ungewiss. Und man kann dem natürlich auch entgegenwirken.




    Ich äußerte, dass eine frühzeitige, stets begleitete und abgestimmte Herangehensweise zum Umgang mit derartigen Medien zu einer womöglich deutlich besseren Situation geführt hätte - und Nocturna entgegnet mit "Nein. Entweder der Sprössling ist fürs Spielen anfällig oder nicht.". Und das halte ich für zu kurz und zu einseitig gedacht - so stellt es sich mir einfach nicht dar.

    Dass es darum geht, es gar nicht erst zum problematischen Verhalten kommen zu lassen, versteht sich hoffentlich von selbst. Inwiefern man das aber nun mit einem ~16jährigen noch sinnvoll hinbekommt, wage ich nach wie vor zu bezweifeln.

    Sehr sehr schön ist auch der Beitrag von LilyHydrangea zum Thema der "Lootboxen"! Neben den persönlichen, individuellen Dingen, die das Gaming-Verhalten beeinflussen, geben sich die "schwarzen Schafe" in dieser Industrie auch wirklich Mühe, ihre Spiele so "fesselnd" wie möglich zu gestalten - teils auch über die Grenzen der Gesetzgebung und jegliche Erkenntnisse der Suchtforschung hinweg. Das macht die Sache nicht leichter.

    ...und bis jetzt wurde "Gaming" eher Allgemein angesprochen. Machen wir es mal konkreter und sprechen wir von "Gaming auf dem Smartphone". Da gelten, zusätzlich zur Smartphone-Sucht, auch die meisten Punkte von "herkömmlichem" Gaming - was die Sache noch deutlich unschöner und komplizierter macht.

    Ich bleibe dabei: Man hätte, wenn man frühzeitig... etc.


    Ich halte ebenfalls frühzeitiges kontrolliertes Üben eines verantwortungsvollen Umgangs mit unseren modernen elektronischen Spielzeugen für sehr wichtig.

    Und dazu die Stärkung des Selbstwertgefühls und die Möglichkeit, Gruppendruck zu widerstehen.

    Sowie die Heranführung an ein erfüllendes Hobby und die Übernahme von Verantwortung in diesem Bereich. Dies schenkt in der Pubertät, wenn die Eltern nicht mehr so angesagt sind, oftmals enormen Halt.

    In Kombination stellen diese Faktoren eine gute Hilfe dar; Garantie sind sie jedoch keine.


  7. Registriert seit
    24.10.2019
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    AW: Mediennutzung für 15-jährigen begrenzen - ja oder nein?

    Zitat Zitat von Matheva Beitrag anzeigen
    Hier ist noch mal die Fragestellerin, vielen Dank für eure Antworten.

    Zur Frage mit den In-Game-Käufen - die tätigt mein Sohn durchaus gelegentlich und hat auch schon seine ersten Erfahrungen mit enttäuschenden "Sondereditionen" gemacht. Er muss das aber über mein PayPal-Konto machen, ist alles über FamilySafety geregelt, er kann das nicht umgehen, versucht es auch nicht.

    Er ist sehr sparsam mit seinem Taschengeld, das er bar zu Hause verwahrt und mir immer bezahlt, wenn ich über mein Konto seine In-Game-Artikel bezahle. Ich halte zwar nicht viel von diesen Ausgaben, doch es ist sein Taschengeld, und er haushaltet damit - hier sehe ich derzeit keine Gefahr.

    Er hat den PC mit 14 bekommen, das Handy ebenfalls; zuvor hatte er einige Jahre lang ein Tablet, auf dem er "Clash of Clans" gespielt hat.
    Die Zeiten waren immer begrenzt, er musste immer die anderen Pflichten zuerst erledigen, und es gab immer Diskussionen darum; vor allem der Vater hat mich stets angegriffen, warum ich den ganzen "Schrott" überhaupt erlaube.

    Gestern Abend bat er mich, ihm PC und Handy für die Nacht zu sperren, damit ihm das mit dem "Durchmachen" (er schaut dann ja nur Videos, zockt auf dem Handy eigentlich nicht) nicht noch mal passiert. Damit hat er, denke ich, selbst zugegeben, dass er es noch nicht selbst geregelt bekommt ...
    Tagsüber meinte er, wir sollten es für 4 Wochen mal freigeschaltet lassen und "sehen, wie es läuft". Ich denke, das ist mal ein Ansatz, mit dem man arbeiten kann ...
    Das klingt doch gut! Nach allem, was du schreibst, scheint er ja nicht ganz unreflektiert mit Gaming umzugehen: Er hat dich in die In-Game-Käufe eingeweiht, lässt dich sogar die Kontrolle darüber haben (sphx hat ja in Beitrag #30 sehr ausführlich erklärt, dass Kinder/Jugendliche selbst ohne eigenes Bankkonto sehr einfach Geld für solche Spiele ausgeben können) und anscheinend hat er ja auch begriffen, dass das Durchmachen ihm nicht guttut. Das ist doch alles positiv und in vier Wochen könnt ihr ja noch mal schauen, vor allem im Hinblick auf seine Noten.

    Habt ihr mal über einen Ausgleich in Form eines anderen Hobbys gesprochen? Gibt es was, das ihn sonst noch interessieren würde? Der Sport und das Musikinstrument aus dem Eingangsbeitrag scheinen ja seinen Geschmack momentan nicht mehr zu treffen, aber gäbe es vielleicht sonst noch irgendwas?

    Wobei ich das Thema auch vorsichtig ansprechen würde, mit 16 hätte es mich persönlich genervt, wenn meine Eltern mir Hobbys vorgeschrieben hätten (ich kann mich gut an ähnliche Diskussionen über PC-Nutzung erinnern...). Also eher Vorschläge machen.

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