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  1. Registriert seit
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    Kalter Schnullerentzug

    Wir haben gerade ungeplant einen kalten Schnullerentzug gemacht. Unsere Tochter ist 3 1/2 (ja, ich weiß, viel zu spät). Ich habe schon seit einiger Zeit mit ihr darüber gesprochen, den Schnuller abzugeben. Bisher war sie aber total dagegen. Da wir einige Umbrüche hatten (Eingewöhnung in der Kita, mein neuer Job mit wöchentlicher Abwesenheit) habe ich mich aber nicht gegen ihren Willen durchgesetzt. Sie hat den Schnuller seit 1 1/2 Jahren nur nachts, schläft aber immer damit und weint, wenn sie ihn nicht findet.

    Nun habe ich die Schnuller bei Wochenendausflug vergessen. Die erste Nacht war wirklich schrecklich, sie war völlig ausser sich, hat geschrien, getreten... Hat nur wenige Stunden geschlafen. Am nächsten Tag habe ich sie sehr gelobt, dass sie es ausgehalten hat, auch wenn es schwierig für sie war, dass sie ohne Schnuller eingeschlafen ist und das sie jetzt schon so groß ist und keinen Schnuller mehr braucht. Sie war sehr zufrieden mit sich. Nächste Nacht war sie totmüde, wollte aber immer aufstehen, sobald das Licht aus war. Auch Weinen etc., aber es ging recht schnell, 1 Std ungefähr. Bei der Heimkehr haben wir die Schnuller versteckt und stattdessen ein Geschenk hingelegt. Sie war auch vorher damit einverstanden, hat immer mal einen Rückzieher gemacht, sich aber sehr über das Geschenk gefreut. Abends dauerte es dann 2 Stunden, ständiges Aufstehen, "ich brauche irgendwas, hier habe ich gar nichts lieb. Ich will hier raus".

    In 3 Tagen bin ich beruflich weg, ich hoffe bis dahin hat sie sich umgewöhnt... Hat jemand Erfahrungen mit so einem plötzlichen Schnullerabschied? Irgendeine Idee, wie man es ihr leichter machen kann? Ich kriege das ganz gut hin, mache mir nur Sorgen, wie es meinem Mann ergehen wird, da sie sich beim Vermissen sehr stark mit dem Schnuller tröstet...


  2. Registriert seit
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    AW: Kalter Schnullerentzug

    Wir haben damals bewusst Kaltentzug gemacht. 1. und 3. Nacht waren nur schlimm. Du könntest ihr mehr Stofftiere näher bringen oder ein Kleidungsstück von dir ins Bett legen. Mein Sohn hat sich dann ein Stofftier als Ersatz genommen, das vorher nie beachtet wurde... den Zusammenhang vermute ich nur.. Ob sowas aber Mamas Abw3senheit tröstet, weiß ich nicht.

  3. Avatar von ereS
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    AW: Kalter Schnullerentzug

    ich druecke euch auf jeden fall die daumen, und muß sagen in solchen faellen finde ich den kalten entzug einfach besser
    oft geht es schneller als man denkt

    vielleicht ein paar geschichten von der schnullerfee erzaehlen ?
    es gibt ja unendlich viele buechlein dazu
    buecher.de/shop/pappbilderbuecher/meine-erste-bilderbuch-geschichte-die-kleine-schnullerfee/hedlund-liane/products_products/detail/prod_id/48268249/
    das auge der moderatoren ist ueberall...

    ueber rechtschreibfehler in meinen beitraege bitte ich hinwegzusehen, ich sehe sie aktuell auch nicht richtig...


  4. Registriert seit
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    AW: Kalter Schnullerentzug

    Bei uns war es sehr ähnlich. Kalter Entzug im Urlaub. Mein Mann “schmiss“ sie zum Autofenster raus und “pulverisierte“ sie.
    Es gab nur sehr wenig Gejammer. Er hat noch ein paar Wochen lang in einigen Situationen halbherzig darum gebettelt.
    Als Belohnung durfte er sich was im Spielzeuggeschäft aussuchen.
    Er war fast 3,5. Um seinen 3. Geburtstag wechselte er die Gruppe im Kindergarten und seine kleine Schwester kam auf die Welt. Das Kam mir dann zu dieser Zeit auch zuviel vor, jetzt noch den Schnuller abzugewöhnen.

    Bin froh, dass die kleine den Schnuller nicht so annahm und sie keinen hat. Und das geht viel besser als gedacht.

    Einfach durchhalten. Die Schnuller sind weg, es ist einfach keiner da.

    (Mein Schwager ist mit Oma und Opa übers Wochenende weggefahren und die Mama hatte mit voller Absicht den Schnuller zu Hause gelassen. Da durfte Oma und Opa den Entzug mitmachen.🤣)

  5. Avatar von aurora18
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    AW: Kalter Schnullerentzug

    Zitat Zitat von madamexx Beitrag anzeigen
    Wir haben gerade ungeplant einen kalten Schnullerentzug gemacht. Unsere Tochter ist 3 1/2 (ja, ich weiß, viel zu spät). Ich habe schon seit einiger Zeit mit ihr darüber gesprochen, den Schnuller abzugeben. Bisher war sie aber total dagegen. Da wir einige Umbrüche hatten (Eingewöhnung in der Kita, mein neuer Job mit wöchentlicher Abwesenheit) habe ich mich aber nicht gegen ihren Willen durchgesetzt. Sie hat den Schnuller seit 1 1/2 Jahren nur nachts, schläft aber immer damit und weint, wenn sie ihn nicht findet.

    Nun habe ich die Schnuller bei Wochenendausflug vergessen. Die erste Nacht war wirklich schrecklich, sie war völlig ausser sich, hat geschrien, getreten... Hat nur wenige Stunden geschlafen. Am nächsten Tag habe ich sie sehr gelobt, dass sie es ausgehalten hat, auch wenn es schwierig für sie war, dass sie ohne Schnuller eingeschlafen ist und das sie jetzt schon so groß ist und keinen Schnuller mehr braucht. Sie war sehr zufrieden mit sich. Nächste Nacht war sie totmüde, wollte aber immer aufstehen, sobald das Licht aus war. Auch Weinen etc., aber es ging recht schnell, 1 Std ungefähr. Bei der Heimkehr haben wir die Schnuller versteckt und stattdessen ein Geschenk hingelegt. Sie war auch vorher damit einverstanden, hat immer mal einen Rückzieher gemacht, sich aber sehr über das Geschenk gefreut. Abends dauerte es dann 2 Stunden, ständiges Aufstehen, "ich brauche irgendwas, hier habe ich gar nichts lieb. Ich will hier raus".

    In 3 Tagen bin ich beruflich weg, ich hoffe bis dahin hat sie sich umgewöhnt... Hat jemand Erfahrungen mit so einem plötzlichen Schnullerabschied? Irgendeine Idee, wie man es ihr leichter machen kann? Ich kriege das ganz gut hin, mache mir nur Sorgen, wie es meinem Mann ergehen wird, da sie sich beim Vermissen sehr stark mit dem Schnuller tröstet...
    Ich habe damals meinen "Schnullerkindern" ( damals 4 J. + 2 J.) erzählt, dass ich die Schnuller nicht mehr finde .. WO sind die bloß ... ?!? könnt ihr mir bitte helfen zu suchen .. ?!? das gibt es doch nicht ... !!! WO sind die bloß ... ?!? wir haben doch schon überall gesucht ... na gut .. heute ist es schon spät .. morgen schauen wir weiter .. sie haben ganz entspannt geschlafen und mir meine " oskarwürdige " Vorstellung abgenommen ... .. ohne Drama sie haben NIE wieder nach den Schnullern gefragt oder danach gesucht .. und das obwohl mein Älterster nur mit 2 Schnullern einschlafen konnte ...
    Wie auch immer .. ich hätte niemals gedacht dass es so einfach wäre sie zu "entwöhnen" .. aber es hat reibungslos geklappt ...

    Ich hatte die Schnuller (vorsichtshalber) 1 Woche lang versteckt und dann entsorgt ..

    Viel Glück bei der "Entwöhnung" deiner Tochter !!!
    Carpe Diem
    Geändert von aurora18 (16.12.2019 um 06:53 Uhr)


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    AW: Kalter Schnullerentzug

    Das stimmt. Mein Sohn war sehr fixiert und dann war es schneller verkraftet als gedacht.

  7. Moderation Avatar von Stina
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    AW: Kalter Schnullerentzug

    Wir hatten auch mit 3,5 ungeplanten kalten Entzug aufgrund eines Zahnunfalls. Das war vielleicht unser Glück, so war das Einsehen groß und alles im Mund tat sowieso weh. Ist aber natürlich nicht zur Nachahmung empfohlen. Wir hatten ein paar Tage dicke Tränen beim Einschlafen, die ich geduldig ertragen und begleitet habe, aber ansonsten ging es wirklich weitaus besser als gedacht.
    12 26. We are Family.

    Moderation in Erziehung & Freundschaft


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    AW: Kalter Schnullerentzug

    Danke für Eure Erfahrungsberichte! Wir halten jetzt auf jeden Fall durch, dadurch, dass sie prinzipiell stolz und zufrieden ist, ist das auch nicht schwer.

    Sobald das Licht abends ausgeht will sie aber um jeden Preis aus dem Zimmer, weint, ist sauer auf mich, schlägt und tritt mich, jammert, sagt sie hat soooo einen Hunger (obwohl sie natürlich ausreichend gegessen hat)... bis sie dann erschöpft innerhalb von 20 Sekunden einschläft. Heute ging es aber recht schnell, insgesamt 45 Minuten würde ich sagen.... Nach dem Schnuller fragt sie nicht.

    Ich würde ihr so gerne beibringen, sich einfach zu entspannen und abzuwarten, bis der Schlaf kommt. Ihr Vater hat ja Schlafprobleme, vermutlich denke ich das auch deshalb. Solange sie nicht aus dem Bett klettern konnte, konnte sie auch am allerbesten einschlafen, wenn sie einfach allein war. Ich hoffe ich finde Strategien, da wieder hinzukommen.


  9. Registriert seit
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    AW: Kalter Schnullerentzug

    Zitat Zitat von madamexx Beitrag anzeigen
    Ich würde ihr so gerne beibringen, sich einfach zu entspannen und abzuwarten, bis der Schlaf kommt. Ihr Vater hat ja Schlafprobleme, vermutlich denke ich das auch deshalb. Solange sie nicht aus dem Bett klettern konnte, konnte sie auch am allerbesten einschlafen, wenn sie einfach allein war. Ich hoffe ich finde Strategien, da wieder hinzukommen.
    Hallo,
    keine Ahnung wie es bei euch abends abläuft und vielleicht habt ihr auch schon einiges ausprobiert, aber hier ein paar Gedanken und Anregungen dazu.

    Hat sie vielleicht im Dunkeln Angst und das schnullern hat sie bisher beruhigt? Da würde jetzt ev ein kleines Nachtlicht helfen.

    Abends im Dunkeln noch ein bisschen kuscheln, bei ihr bleiben, vorsingen bis sie runterkommt und sich entspannt.

    Eine CD mit Geschichte oder leise Musik anmachen, so dass sie abgelenkt ist.

    Kann natürlich auch in Kombination ausprobiert werden.

    Bei uns hat Nachtlicht mit leiser Musik viel gebracht. Das Nachtlicht braucht er noch, die Musik nicht mehr (mit 4,5 Jahren).


  10. Registriert seit
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    AW: Kalter Schnullerentzug

    Ich krieg so die Krise, jede einzelne Nacht seit sie keinen Schnuller mehr hat. Sie hält es nach wie vor nicht aus, auch nur 5 Sekunden still zu liegen. Rennt raus, möchte trinken, aufs Klo. Und wieder von vorne. Das ganze 1 1/2-3 Stunden jeden Abend. Sobald sie 1 Minute liegt schläft sie ein.

    Ich werde unheimlich wütend und verzweifelt. Versuche mich dann wieder zurück zu rudern, weil ich denke es macht die Situation nicht besser, wenn Schlafen mit so viel Kampf und Zwang verbunden ist.

    Nachtlicht und Musik haben wir probiert. Beides benutzt sie nur, um sich wach zu halten. Das Nachtlicht holt sie, krabbelt damit unter die Bettdecke. Wenn ich es ins Regal stelle macht sie einen riesen Aufstand. Bei der Musik zieht sie am Handy, will es unter die Decke nehmen, etwas anderes hören.

    Gehe ich raus rennt sie mir nach. Sie weigert sich auch, allein zu spielen im Zimmer, möchte dann bei uns sitzen.

    Gerade ist sie bei Licht an neben mir eingeschlafen, während ich sie ignoriert habe...

    Es macht mich rasend, wie sie dann die ganze Zeit kramt und wühlt und aufspringt. Zwischendurch denke ich auch, ich bringe sie später ins Bett, aber es kann ja auch nicht sein, dass sie plötzlich 2 Stunden Schlaf weniger braucht? Und mit 3 1/2 nur von 21-7:00 schläft?

    Bin dankbar über jeden Tipp...

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