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  1. Registriert seit
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    Schlafprobleme 3-Jähriger

    Hallo,

    was mache ich mit einem 3jährigen, der nicht schlafen will. (Nach eigener Aussage)? Er kann sich sehr lange wach halten und seiner Meinung nach muss ich dann auch bei ihm sein. Bzw. er würde natürlich auch mit mir ins Wohnzimmer gehen...das halte ich aber für keine gute Idee. Hat er nur eine halbe Stunde geschlafen, kann er sich wieder 1 Stunde wachhalten und da will er natürlich auch meine Betreuung.

    Manchmal wacht er nachts auf und kann sich natürlich nach 5 Stunden Schlaf bis zu 3 Stunden wach halten (und mich natürlich auch). Das führt natürlich zur Müdigkeit am Tag und dann gewähren sie ihm wieder in der Kita seinen Mittagsschlaf (weil sie ihm den nicht verweigern dürfen)...und er geht dann am Abend erst 22:30 ins Bett und schläft erst 23:00.

    Es gibt ein Abendritual, es wird Vorgelesen, wir schlafen im Familienbett bzw. ich mit den Kindern zusammen, es wird einschlafbegleitet...etc.

    Manchmal habe ich den Eindruck, es geht ihm "zu gut". Ich meine, er meckert, wenn ich mich zu seiner Schwester drehe und er nicht meine Vorderseite " bekuscheln" darf. Wobei das oft eher rabiat zugeht und ich das verbiete. Aber dieses ganz Ermahnen, Verbieten und auch Schimpfen ist einfach keine schöne Atmosphäre. Ich habe schon Sorge, dass wir in einen Kreislauf der negativen Aufmerksamkeit rutschen.

    Obwohl natürlich das Angebot positiver Aufmerksamkeit durchaus da ist. Immerhin bringen zwei Elternteile die Kinder gemeinsam ins Bett und lesen vor etc.

    Im Moment versuche ich , dass es 1x Einschlafbegleitung mit Kuscheln gibt und danach nicht mehr d. h. dann setze ich mich nur noch zu ihm und sollte er auch dann das Wiedereinschlafen verweigern, gehe ich nach 15 Minuten raus. Noch führt das natürlich zu Protest....Habe ich mit der Methode eine Chance?

    Was glaubt ihr sind die Ursachen für dieses "Nicht-Schlafen-Wollen"? Er gibt keine anderen Gründe an, außer "weil ich nicht möchte" bzw. "ich will nicht schlafen".

    (Übrigens; Nachtschreck kennen wir auch, das äußert sich aber anders und danach schläft er auch wieder ein)

    Ich gespannt, auf eure Beiträge!!

  2. Avatar von Paraplumeau
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    AW: Schlafprobleme 3-Jähriger

    Aus meiner Sicht machst du leider alles falsch.

    Es gibt Menschen -auch schon Kinder - die extrem wenig Schlaf benötigen. Das muss man mal als gegeben hinnehmen.
    Gerade für diese Kinder ist es aber wichtig, dass sie neben ihrem wenigen Schlaf auch Phasen haben, in denen sie ruhen.

    Schlaf lässt sich nicht verordnen, aber die Phasen der Schlaflosigkeit dürfen sich nicht negativ auf die gesamte Familie auswirken. Das muss unbedingt ein Ende finden.

    Zuallererst würde ich (!) das Familienbett abschaffen, das ja gar keines ist, denn der Vater schläft nicht mit in diesem Bett.
    Das hat viele Effekte, einer davon ist, dass dein Sohn in seinem fragilen Schlaf nicht gestört wird und auch du und das andere Kind nicht sofort von dem wachen Sohn gestört werden und jede Lebensäußerung bemerken.

    Alle anderen Maßnahmen würde ich erst ergreifen, wenn das Kind ein eigenes Bett in einem separaten Zimmer hat.
    Wenn ich anderer Leute Innerstes sehen wollte, wäre ich Gerichtsmedizinerin geworden.

  3. Moderation Avatar von maryquitecontrary
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    AW: Schlafprobleme 3-Jähriger

    Ich denke, dass du ihm in seinem Alter grundsätzlich zutrauen kannst, nach liebevollem Insbettbringen einzuschlafen mit der Sicherheit, dass er nicht alleine ist, ihr aber nicht neben ihm seid, sondern in der Nähe.


    In dem Alter kommen Kinder trotzdem immer mal wieder aus dem Bett gestiefelt und müssen dann wieder in selbiges gebracht werden.

    Ebenso kommen viele auch öfter mal nachts ans/ins Bett der Eltern. Da hilft es, sie pragmatisch aufzunehmen, aber keine Spassveranstaltung draus zu machen, sondern zu signalisieren,dass Mama und Papa schlafen wollen und da außer Nähe nichts zu holen ist.


    Kinder sind unterschiedlich vom Temperament und den Bedürfnissen her, einige schlafen früh eine ganze Nacht alleine und haben wenig Bedürfnis nach Nähe und Kontakt, andere brauchen einige Jahre dafür. Ebenso ist die Schlafmenge unterschiedlich, die sie benötigen.


    Ich würde ermitteln (indem man über ein bis zwei Wochen Buch führt), wieviele Stunden das Kind pro Tag schläft, alles eingerechnet. Mehr als das benötigt er nicht. Der Mittagsschlaf in der Kita ist vermutlich nicht mehr sinnvoll. Man kann den Schlafrhythmus verschieben und bündeln, aber es braucht eine gute Woche, bis ein neuer Rhythmus etabliert ist.


  4. Registriert seit
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    AW: Schlafprobleme 3-Jähriger

    Ich mache also "alles" falsch?
    Soll ich auch das mit dem Vorlesen lassen?

    Ein Umzug, um ein eigenes Zimmer für ihn einzurichten, halte ich für eine leicht übertriebene Reaktion.

    (Es ist nicht hilfreich aus der Ferne zu vermuten, dass er den Schlaf nicht braucht. Gehe bitte davon aus, dass er den Schlaf braucht und das wir als Eltern das auch richtig einschätzen.)

    Will jemand anderes mal eine kostengünstigere Variante vorschlagen?


  5. Registriert seit
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    AW: Schlafprobleme 3-Jähriger

    Ich finde drei ist alt genug, um deinen Schlaf durchzusetzen.

    Wenn er nicht müde ist, kann er sich leise beschäftigen, aber du möchtest schlafen.
    Auch das bekuscheln der Vorderseite... es handelt sich um deinen Körper und du entscheidest, wer da wie kuscheln darf.

    Habt ihr Angst vor seinem Gemecker, weil dann keiner mehr schläft?

    Ich würde ihm sagen, dass er nicht schlafen muss, wenn er nicht müde ist. Dass er aber nicht entscheiden kann, was alle anderen machen.
    A man is likely to mind his own business when it is worth minding. When it is not, he takes his mind off his own meaningless affairs by minding other people´s business. - Eric Hoffer


  6. Registriert seit
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    AW: Schlafprobleme 3-Jähriger

    Ist das Kind ansonsten gesund?
    Ist es körperlich und geistig ausgelastet?
    Warum kann der Kindergarten den Mittagsschlaf nicht verweigern?

    Ich würde ihn mir am Wochenende schnappen, um 5 Uhr aufstehen, mit ihm zusammen in seinem Zimmer sein Bett herrichten und erklären, dass er ab sofort in seinem Bett schläft und die restliche Familie nicht weiter tyrannisieren wird.
    Dann eine wirklich lange und kräftezehrende Wanderung auf den Hausberg machen, heißes Bad, Abendessen, Geschichte und um 19 h ins eigene Bett verfrachten. Beim ersten Aufstehen kommentarlos ins Bett zurückbringen, danach ein ordentliches Donnerwetter.

    Also Schlafdruck aufbauen und konsequent sein.

    Wenn er wirklich nicht schlafen kann, darf er in seinem Zimmer leise ein Buch gucken. Natürlich nur irgendwas für ihn total ödes. Wer Krach macht und die Familie weckt, wird bestraft.

    Da hat sich eine ungute Mischung aus Marotten gebildet.

    Nachtrag: ich sehe gerade, dass er kein eigenes Zimmer hat. Dann absolute Ruhe im Kinderzimmer durchsetzen.


  7. Registriert seit
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    AW: Schlafprobleme 3-Jähriger

    Zitat Zitat von maryquitecontrary Beitrag anzeigen
    Ich denke, dass du ihm in seinem Alter grundsätzlich zutrauen kannst, nach liebevollem Insbettbringen einzuschlafen mit der Sicherheit, dass er nicht alleine ist, ihr aber nicht neben ihm seid, sondern in der Nähe.


    In dem Alter kommen Kinder trotzdem immer mal wieder aus dem Bett gestiefelt und müssen dann wieder in selbiges gebracht werden.

    Ebenso kommen viele auch öfter mal nachts ans/ins Bett der Eltern. Da hilft es, sie pragmatisch aufzunehmen, aber keine Spassveranstaltung draus zu machen, sondern zu signalisieren,dass Mama und Papa schlafen wollen und da außer Nähe nichts zu holen ist.


    Kinder sind unterschiedlich vom Temperament und den Bedürfnissen her, einige schlafen früh eine ganze Nacht alleine und haben wenig Bedürfnis nach Nähe und Kontakt, andere brauchen einige Jahre dafür. Ebenso ist die Schlafmenge unterschiedlich, die sie benötigen.


    Ich würde ermitteln (indem man über ein bis zwei Wochen Buch führt), wieviele Stunden das Kind pro Tag schläft, alles eingerechnet. Mehr als das benötigt er nicht. Der Mittagsschlaf in der Kita ist vermutlich nicht mehr sinnvoll. Man kann den Schlafrhythmus verschieben und bündeln, aber es braucht eine gute Woche, bis ein neuer Rhythmus etabliert ist.

    Danke. Eine Einschätzung seiner Schlafmenge haben wir. Den Kita-Schlaf können wir nur abschaffen, indem ich ihn jetzt töglich 13:00 abhole. Aber das nehme ich in Kauf. Wir haben nichts gegen den nachts Köperkontakt und selbst wenn ich davon 1-2 x aufwache ist das für mich ok. Auch abends ihn mehrfach ins Bett zu schicken, kann ich.

    Problematisch ist noch das nächtliche aufwachen und dann mehrere Stunden am Stück wach sein.

  8. Avatar von Paraplumeau
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    AW: Schlafprobleme 3-Jähriger

    Zitat Zitat von moia Beitrag anzeigen
    Ein Umzug, um ein eigenes Zimmer für ihn einzurichten, halte ich für eine leicht übertriebene Reaktion.
    Vielleicht wird ja ein Zimmer frei, wenn der Vater wieder ins Ehebett zurückkehrt...
    Es muss eine wirklich exotische Idee sein, dass ein Kind ein eigenes Bett und/oder ein eigenes Zimmer benötigt.
    Wenn ich anderer Leute Innerstes sehen wollte, wäre ich Gerichtsmedizinerin geworden.


  9. Registriert seit
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    AW: Schlafprobleme 3-Jähriger

    Zitat Zitat von Alma_Svensson Beitrag anzeigen
    Ist das Kind ansonsten gesund?
    Ist es körperlich und geistig ausgelastet?
    Warum kann der Kindergarten den Mittagsschlaf nicht verweigern?

    Ich würde ihn mir am Wochenende schnappen, um 5 Uhr aufstehen, mit ihm zusammen in seinem Zimmer sein Bett herrichten und erklären, dass er ab sofort in seinem Bett schläft und die restliche Familie nicht weiter tyrannisieren wird.
    Dann eine wirklich lange und kräftezehrende Wanderung auf den Hausberg machen, heißes Bad, Abendessen, Geschichte und um 19 h ins eigene Bett verfrachten. Beim ersten Aufstehen kommentarlos ins Bett zurückbringen, danach ein ordentliches Donnerwetter.

    Also Schlafdruck aufbauen und konsequent sein.

    Wenn er wirklich nicht schlafen kann, darf er in seinem Zimmer leise ein Buch gucken. Natürlich nur irgendwas für ihn total ödes. Wer Krach macht und die Familie weckt, wird bestraft.

    Da hat sich eine ungute Mischung aus Marotten gebildet.
    Interessant zu lesen. Komplettes Auslasten haben wir im Sommer sehr gut hinbekommen. So 6 Stunden draußen sein etc. Aber es ist natürlich im Winter schwieriger zumal wir beide berufstätig sind. Ich versuche täglich noch beide bei Tageslicht vor die Tür zu bekommen, weil leider kann ich nicht mit Sicherheit sagen, dass die Kita sie auf den Spielplatz gescheucht haben.

    Donnerwetter gibt es natürlich auch. Nicht als geplantes Mittel, sondern einfach weil ich dann halt sauer bin. Das würde ich eigentlich gerne nicht machen. Auch möchte ich ihn nicht bestrafen. Aber es gab dennoch schon mal eine Auszeit, wenn er seine Schwester geweckt hat.

    Die Kita hat sich unseretwegen sogar das Personal versammelt und mit dem Träger der Kita beschlossen, dass sie Mittagsschlaf nicht verweigern dürfen. Sie sehen das als Grundbedürfnis, Schlafen zu dürfen und interessieren sich für den Zusammehang mit dem Nachtschlaf nicht.


  10. Registriert seit
    01.08.2019
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    AW: Schlafprobleme 3-Jähriger

    Wir haben drei Kinder und nur ein Kinderzimmer, das direkt ans Schlafzimmer angrenzt. Wer nachts Party machen will fliegt raus. Die Mädchen haben das bislang mit etwa 2,5 und 3 jeweils einmal probiert. Als ich sie mit ihren Decken aufs Sofa transportiert hatte, sind sie zurück ins Bett und waren friedlich.
    Ich bin sicher, dass der jüngste es auch einmal probieren wird, und auch er wird sich auf dem Sofa wiederfinden.

    Bei echten Nöten oder Nähebedürfnis ist in unserem Bett auch Platz für alle Kinder.

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