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  1. VIP Avatar von xanidae
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    AW: Gemotze im Alltag

    Zitat Zitat von Blue2012 Beitrag anzeigen
    Aber nicht mit 6,5! Diskutieren muss ich mit 12 sicher noch genug!
    Über bestimmte Dinge gibt es keine Diskussion. Mithilfe im Haushalt wird nicht diskutiert - wann diese geschieht, kann ausgehandelt werden.

    Meine Kinder haben Rechte, Pflichten und Privilegien. Die Privilegien sind „verhaltensabhängig“ oder quasi nach dem Motto „erst die Arbeit dann das Vergnügen“. Zu den Pflichten gehört die Schulpflicht und somit alles was damit zusammen hängt. Ebenso die Mithilfe im Haushalt (§ 1619 BGB). Privilegien sind Dinge wie Medien. Wer seinen Pflichten nicht nachkommt, kann keine Privilegien haben.
    Meine Kinder waren im Hort, dort sollten die Hausaufgaben erledigt werden. Wollten sie nicht, weil es dort viele spaßige Dinge gab. Also haben wir uns darauf geeinigt, dass wir alle gemeinsam nach dem Hort lernen, denn ich habe in der Zeit ein Studium angefangen.
    Es gab Situationen, da sind sie leise in die Küche an ihren Ranzen geschlichen und haben Hausaufgaben in ihr Zimmer geholt und „heimlich“ gemacht. Ich habe sie nicht aufgedeckt. Jahre später haben sie sich damit gebrüstet, ich habe nur gesagt „Ich weiß“.
    Danach gab es die Regelung: bis ich von der Arbeit komme, ist alles erledigt. Da erreichten mich taktische SMS, weil ich unterschiedliche Arbeitzeiten habe, wann ich denn genau komme. Im Sommer hörte ich dann noch das Geschirr klappern wenn ich von der Garage ins Haus lief, weil sie noch schnell, bevor ich ins Haus komme, die Spülmaschine füllten.

    Insgesamt dreimal habe ich wortlos die Medien entzogen. Ohne Schimpfen und so.

    Wir sind alle ein gutes Team, auch wenn wir nicht so sauber und ordentlich aufräumen, wie es der Papa gerne hätte. Da muss er durch.
    Was ich über's Leben weiß, weiß ich aus Stand by Me
    Ich hab' einen Hund der Cujo heißt, und mein Auto heißt Christine
    Wenn du schreiben kannst, dann schreibe,
    wenn du singen kannst, dann sing
    Und wenn du nicht mehr weiterweißt, frag
    Stephen King


    Thees Uhlmann "Danke für die Angst"


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    AW: Gemotze im Alltag

    Zitat Zitat von xanidae Beitrag anzeigen
    Mithilfe im Haushalt wird nicht diskutiert - wann diese geschieht, kann ausgehandelt werden.
    Genau- und Aushandeln ist kein diskutieren.

    Für mich geht dieses Aushandeln "soweit", dass über die Gründe gesprochen wird.
    Das Gute daran- wir müssen das nicht mehrmals durchkauen, sondern es reicht häufig EIN Gespräch- weil darin alles gesagt worden ist.
    Dann ist klar, wer was warum will und es fällt leichter auf "die Gemeinschaft" einzugehen. Je jünger die Kinder desto bereiter sind sie noch "beizutragen"- gerade deshalb ist es leichter, ein Kind in jüngeren Jahren an die Hausarbeit heran zu führen.

  3. VIP Avatar von xanidae
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    AW: Gemotze im Alltag

    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen
    Genau- und Aushandeln ist kein diskutieren.

    Für mich geht dieses Aushandeln "soweit", dass über die Gründe gesprochen wird.
    Das Gute daran- wir müssen das nicht mehrmals durchkauen, sondern es reicht häufig EIN Gespräch- weil darin alles gesagt worden ist.
    Genau. Der Zeitpunkt des Gespräches sollte außerhalb der „Krise“ liegen, weil es dann leichter ist.

    Dann ist klar, wer was warum will und es fällt leichter auf "die Gemeinschaft" einzugehen. Je jünger die Kinder desto bereiter sind sie noch "beizutragen"- gerade deshalb ist es leichter, ein Kind in jüngeren Jahren an die Hausarbeit heran zu führen.
    Auch hier volle Zustimmung. Kinder sind in jungen Jahren bereiter und sie erlangen durch das Zutrauen von wichtigen Aufgaben für die Familie Selbstvertrauen und das Zugehörigkeitsgefühl wird gestärkt.

    Wir teilen in unserer Familie die Aufgaben auch nach „Lust“ bzw. „Mach ich lieber“ auf. Mein einer Sohn mäht im Sommerhalbjahr gerne den Rasen, der andere fühlt sich für die Katzen mehr verantwortlich. Mein Mann putzt gerne, ich mach lieber die Wäsche.
    Wichtig ist hier, dass es zu keinem „Aufrechnen“ der Aufgaben kommt. Mal macht der eine mehr, mal der andere. Das ist so. Da müssen auch die Erwachsenen lernen, das Aufrechnen zu lassen.

    Heutige „Motzsituation“: Ich habe meinen Sohn im Bad gebeten mir meinen Koffer und die Tasche runter zu tragen. Stöhnen als Antwort. Er steht im Flur und sagt genervt „Wo steht dein Zeug“, ich so „Warte, ich bin nicht so schnell“ und hole die Sachen aus dem Schlafzimmer (mein Mann schläft noch) und er bringt mir mit einem Seufzen die Sachen ins Auto.
    Jetzt kann ich ebenso genervt sein, weil er es ist oder mich angegriffen fühlen, dass er so reagiert hat und nicht freundlich. Oder ich nehme es einfach so hin, weil ich weiß, dass es Gründe hat: er ist morgens eher schlecht gelaunt, er ist noch müde, sie gehen nicht ins Schlafzimmer wenn der Papa noch schläft und ich habe seinen Morgenrhythmus mit meiner unangekündigten Ansage durcheinander gebracht. Jetzt wird vielleicht jemand sagen, auf der Arbeit kann man sich so auch nicht verhalten. Dann frage ich mich, wo man sich so verhalten kann, wenn nicht zuhause?

    Ich fahre nun zwei Tage auf eine Tagung. Er will wissen wann ich wieder komme und als ich ihm sage am Samstag, stöhnt er wieder und muss sich an die Stirn fassen. Ich frage warum er so stöhnt, er „Wer kocht dann für uns?“. Ich muss lachen, der Bruder ruft „Der Papa“, noch mehr stöhnen vom Großen. Das ist seine Art zu sagen, dass ihm meine Tagungsdichte im Moment nicht gefällt und ich „schon wieder“ weg bin und er außerdem nun warten muss bis wir die Serie, die wir gemeinsam schauen, weiter schauen können - dies habe ich so für ihn bei der Umarmung formuliert und er hat gelacht. Sprache ist nicht so sein Ding und deswegen spricht er sehr deutlich nonverbal.
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