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  1. Avatar von Pinguine-haben-Knie
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    AW: Meine Tochter ist schwanger

    Zitat Zitat von Zero15 Beitrag anzeigen
    Sie hat aber Anfang Juli trotzdem einen Job als Kinderpflgerin bekommen und zwar eine Stelle in Vollzeit und unbefristet.
    [...]
    Und sie wohl auch sehr gut darin.
    [...]
    Die beiden wissen das erst seit kurzem und sie war auch beim Betriebsarzt und jetzt kam auch heraus das sie wegen fehlender Immunität einen Berufsverbot bekommen hat.
    Heißt sie darf nicht mehr in der Kita arbeiten.
    [...]
    Sie hat gerade angefangen zu arbeiten und er hat gerade einen einjährigen Jahresvertrag bekommen.
    Und wenn sie Elternzeit nimmt kann sie gerade mal acht Monate Lohnabrechnungen vorweisen.
    Sie wird überhaupt kein Elterngeld bekommen von was wollen die leben.
    1. Was hat sie denn? Einen Vertrag "in Vollzeit und unbefristet" oder "einen einjährigen Jahresvertrag"? Das sind ja durchaus zwei Paar Schuhe. Vollzeit und unbefristet - egal. Sie geht in Elternzeit und kommt irgendwann wieder. Jahresvertrag? Im Zweifel doof. Wenn der im Mutterschutz oder in der Elternzeit ausläuft, muss der Arbeitgeber den nicht verlängern. Befristet ist befristet.

    2. Deine Tochter ist offensichtlich gut in ihrem Job. Sie ist Kinderpflegerin! Sie hat gelernt, Kinder zu versorgen. Mach dir doch erstmal keine Gedanken, wie sie den Part hinbekommen soll. Sie hat das gelernt! Das kann sie! Und das offensichtlich auch noch gut.

    3. Viele Kinderpflegerinnen/Erzieherinnen gehen ins BV. Meine Cousine ist seit der 5. Woche zu Hause. Das hat erstmal mit gar nichts was zu tun. Natürlich wird sie Elterngeld bekommen. Wenn sie Pech hat halt nur den Mindestbetrag (300 Euro). Für sowas gibt es Beratungsstellen! Wenn sie bei einem öffentlichen Träger arbeitet, hat ihr Arbeitgeber vielleicht eine Beratungsstelle, an die sie sich wenden kann. Hat der keine, dann gibt es x Anlaufstellen.
    [edit] Und wenn Papa berufstätig ist, ist der ja auch bei einem "nur Jahresvertrag" unterhaltspflichtig. Auch unverheiratet.

    Zitat Zitat von Zero15 Beitrag anzeigen
    Fakt ist auch das es ein Unterschied ist ob man Kinder für paar Stunden betreut oder Zuhause sich um ein Säugling kümmern muss.
    Das ist es aber für alle frischen Eltern. Nur dass deine Tochter den Vorteil hat, dass sie gelernt hat, sich um Kinder zu kümmern. Du traust ihr offensichtlich zu, sich um fremder Menschen Kinder zu kümmern. Warum sollte sie dann ihr eigenes Kind nicht gut groß bekommen?

    Zitat Zitat von Zero15 Beitrag anzeigen
    Und was ist wenn das Kind zur Schule geht und sie es ihm nicht helfen kann bei den Hausaufgaben oder beim lernen von Arbeiten?
    Das können tausende anderer Eltern auch nicht. Weil Deutsch nicht ihre Muttersprache ist, weil sie (funktionale) Analphabeten sind, weil die Kinder aufs Gymnasium gehen und die Eltern nur auf der Volksschule waren. Da gibt es frühe Hilfen und Nachhilfe und Lerngruppen. Bis das Kind in 7 Jahren in die Schule geht ist deine Tochter in den "Job" Mutter doch reingewachsen!

    Zitat Zitat von Zero15 Beitrag anzeigen
    Sie will auch nach der Elternzeit auch wieder Vollzeit arbeiten gehen damit sie sich die beiden eine 3 Zimmer Wohnung leisten können.
    Super! Ist doch großartig, dass deine Tochter Ziele hat! Wieviele würden sich in der Situation aufs Sofa setzen und Hartz 4 ansteuern? Deine Tochter ist, als berufstätige Mutter, ein großartiges Vorbild für das Kind!

    Zitat Zitat von Zero15 Beitrag anzeigen
    Und das finde ich zu früh das Kind wird mit einem Jahr in einer Kita gehen wenn sie ein Platz bekommen.
    Das ist dein persönliches Problem. Das entspricht leider dem Zeitgeist nicht mehr. Ich würde auch gerne mit meinem Kind für drei Jahre zu Hause bleiben. Nur... wer soll das bezahlen? Da mein Vermieter mich mit "sorry, Kind bekommen, zahl jetzt nur noch halbe Miete, arbeitet ja nur noch einer" nicht durchkommen lässt, werde ich wohl meinen Hintern auch wieder ins Büro schwingen, sobald das Kind in Betreuung ist. Von einem Gehalt bekommt man ja in den meisten Fällen (leider) kein Kind mehr groß.

    Zitat Zitat von Zero15 Beitrag anzeigen
    Die beiden fangen ungefähr um 8 Uhr an und arbeiten bis 16 oder bis 16:30 Uhr.
    Das heißt die müssen erstmal einen Platz finden der mindestens bis 18 Uhr auf hat und und frühesten um 7 Uhr auf macht oder noch früher.
    1. Deine Tochter arbeitet als Kinderpflegerin. Meine Cousine ist Erzieherin in einer KiTa... die bekommt von ihrem Arbeitgeber einen Platz in ihrer Einrichtung freigehalten, wenn sie aus der Elternzeit zurückkommt. Die nimmt das Kind einfach morgens mit und gibt es eine Tür links ab.

    2. Warum soll sie das Kind um 7 Uhr in die Betreuung geben, wenn sie um 8 Uhr anfängt zu arbeiten? 7.30 Uhr tut's doch auch. Oder 7.45 Uhr, je nach Fahrweg. Gleiches gilt für abends. Wenn man um 16. 30 Uhr bei der Arbeit rauskommt, muss das Kind doch nicht bis 18 Uhr in der Betreuung sein.
    Außerdem hat das Kind doch zwei Elternteile und sie plant doch ein gemeinsames Familienleben. Vielleicht kann er ja auch um 7 Uhr arbeiten gehen und dafür um 15.30 Uhr Feierabend machen und das Kind um 16 Uhr abholen. Dafür fängt sie erst um 8 Uhr an und gibt es um 7.30 Uhr ab.
    Und - je nach Vertrag und Ausgangslage - vielleicht kann sie ja auch nur mit 30 Stunden wieder einsteigen statt in Vollzeit.

    Zitat Zitat von Zero15 Beitrag anzeigen
    Das arme Kind wird dann die meiste Zeit in Betreuung sein.
    Das sind viele "arme Kinder". Auch die armen Akademikerkinder. Ist doch toll, wenn's Kind wen zum Spielen hat. Wer will schon ewig nur mit Mama zu Hause rumsitzen, wenn er stattdessen auch den ganzen Tag mit seinen Freunden in der KiTa Mist bauen kann?

    Natürlich ist das keine ideale Ausgangssituation. Sicherlich könnte man sich das alles anders wünschen. Längerer Vertrag, mehr EG-Anspruch, längere Partnerschaft, gemeinsame Wohnung... aber mal das doch nicht so schwarz! Deine Tochter ist doch kein drogenabhängiger Teenager ohne Schulabschluss. Deine Tochter ist eine erwachsene, berufstätige Frau mit abgeschlossener Ausbildung! Was sie braucht, ist vielleicht ein bisschen Unterstützung, damit sie weiß, an welche Stellen sie sich mit ihren Fragen wenden kann, aber bestimmt keine hysterische Mutter, die ihr Vorwürfe macht!

    Unterstütze sie, aber positiv! Wenn du sonst Pech hast, schmeißt sie dir dein ganzes "ja, aber" sonst nämlich vor die Füße und du sitzt in zwei Jahren hier und jammerst, dass du dein Enkelkind nicht sehen darfst, weil deine Tochter das nicht will. Und dass deine Tochter meint, du seist eine schlechte Mutter, obwohl du doch immer nur ihr bestes wolltest. Das willst du doch wohl auch nicht.

    [edit] Und der Vorschlag mit der Mutter-Kind-Einrichtung ist ja vielleicht - zumindest für den Anfang - der schlechteste auch nicht. Wenn sie da denn mitspielt. Auf Zwang halte ich das auch für keine super Idee.
    Ich und mein Körper wollen schlafen. Aber mein Kopf will wissen, ob Pinguine Knie haben.
    Geändert von Pinguine-haben-Knie (28.10.2019 um 16:10 Uhr)

  2. Avatar von ja-aber
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    AW: Meine Tochter ist schwanger

    Zitat Zitat von Pinguine-haben-Knie Beitrag anzeigen
    1. Was hat sie denn? Einen Vertrag "in Vollzeit und unbefristet" oder "einen einjährigen Jahresvertrag"? Das sind ja durchaus zwei Paar Schuhe. Vollzeit und unbefristet - egal. Sie geht in Elternzeit und kommt irgendwann wieder. Jahresvertrag? Im Zweifel doof. Wenn der im Mutterschutz oder in der Elternzeit ausläuft, muss der Arbeitgeber den nicht verlängern. Befristet ist befristet.
    Werdende Mama - unbefristet. Werdender Papa - Einjahresvertrag.

  3. Avatar von Pinguine-haben-Knie
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    AW: Meine Tochter ist schwanger

    Danke fürs Augen putzen! Ich schieb's auf die Schwangerschaftsdemenz Ich muss ja gerade für Zwei denken. (Aber dann fällt die Sorge doch schonmal weg... wenigstens ist sie beruflich gut aufgestellt. Und Papas Job ist doch erstmal nicht das Problem - notfalls soll ER halt in Elternzeit/Elterngeldbezug gehen, wenn sein Vertrag ausläuft und sie einfacher wieder arbeiten gehen kann.)
    Ich und mein Körper wollen schlafen. Aber mein Kopf will wissen, ob Pinguine Knie haben.

  4. Moderation Avatar von skirbifax
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    AW: Meine Tochter ist schwanger

    Die Tochter ist Mitte 20, hat eine abgeschlossene Berufsausbildung und einen unbefristeten Arbeitsvertrag - da eine Mutter-Kind-Einrichtung anzudenken finde ich vollkommen unangemessen.
    Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
    Christian Morgenstern
    In einer Stunde ruhigen Sitzens verbrennt man 73 Kilokalorien.
    - Ich habe meinen Sport gefunden.


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  5. Avatar von Antje3
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    AW: Meine Tochter ist schwanger

    Zitat Zitat von Zero15 Beitrag anzeigen
    Und das finde ich zu früh das Kind wird mit einem Jahr in einer Kita gehen wenn sie ein Platz bekommen.
    Die beiden fangen ungefähr um 8 Uhr an und arbeiten bis 16 oder bis 16:30 Uhr.
    Das heißt die müssen erstmal einen Platz finden der mindestens bis 18 Uhr auf hat und und frühesten um 7 Uhr auf macht oder noch früher.
    Das arme Kind wird dann die meiste Zeit in Betreuung sein.
    Ich war damals drei Jahre Zuhause.
    Bloß weil Du 3 Jahre zu Hause warst, heißt das nicht, daß das zwingend die bessere Wahl ist. Die Tochter meiner Freundin ist in der Kinderkrippe (etwa seit dem gleichen Alter, über das Du sprichst) und ist ein ausgeglichenes, aufgewecktes Kind, daß seinen Altersgenossen weit voraus ist.

    In einer Kinderbetreuung zu sein bedingt definitiv nicht den Status "das arme Kind". Ganz im Gegenteil - gerade Einzelkinder profitieren da sehr davon.

    Außerdem ist doch Kinderbetreuung heutzutage nicht "Verwahranstalt mit Anspruch satt und sauber und sonst nichts".

    Du kommst mir fast wie eine vorausschauende Helikopter-Mutter vor. Nun wird Dein Kind selbst Mutter und sie wird das meistern - mit ihrer Ausbildung hat sie doch eigentlich besonders gute Voraussetzungen und Kenntnisse.
    Wer glaubt, daß Abteilungsleiter Abteilungen leiten, glaubt auch, daß Zitronenfalter Zitronen falten..

  6. Avatar von Pinguine-haben-Knie
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    AW: Meine Tochter ist schwanger

    Zitat Zitat von skirbifax Beitrag anzeigen
    Die Tochter ist Mitte 20, hat eine abgeschlossene Berufsausbildung und einen unbefristeten Arbeitsvertrag - da eine Mutter-Kind-Einrichtung anzudenken finde ich vollkommen unangemessen.
    Ich fänd's auch drüber, v.a. bei einer ausgebildeten Kinderpflegerin (die ja vermutlich in einer Mutter-Kind-Einrichtung auch arbeiten könnte...), aber rein nach Gesetzeslage müsste es je nach Ausgangssituation ja möglich sein (die zielt ja wohl auf Persönlichkeitsentwicklung ab). Andererseits würde ich, wäre ich die Tochter, meiner Mutter die Idee gepflegt vor die Füße klatschen und den Kontakt abbrechen...

    Vorschlagen, im positivsten Sinne (Unterstützung in der ersten Zeit etc.), vielleicht. Zu einem Termin in der Schwangerschaftsberatung ermuntern, wo das ja im Zweifel eh vorgeschlagen wird (wenn der Mitarbeiter dort das Gefühl hat, es sei sinnvoll), vermutlich noch besser.

    Aber v.a. würde ich erstmal einen Schritt zurückgehen und tiiiiiief durchatmen. Und mir klar machen, dass seit tausenden von Jahren Menschen Kinder in schlechtere Bedingungen und mit schlechteren Voraussetzungen bekommen.
    Ich und mein Körper wollen schlafen. Aber mein Kopf will wissen, ob Pinguine Knie haben.

  7. Avatar von Antje3
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    AW: Meine Tochter ist schwanger

    Zitat Zitat von skirbifax Beitrag anzeigen
    Die Tochter ist Mitte 20, hat eine abgeschlossene Berufsausbildung und einen unbefristeten Arbeitsvertrag - da eine Mutter-Kind-Einrichtung anzudenken finde ich vollkommen unangemessen.

    Das finde ich auch - wir reden hier nicht über eine schwangere Minderjährige, sondern über eine erwachsene Frau, die eine langjährige und anspruchsvolle Berufsausbildung erfolgreich absolviert hat. Und in deren "Branche" händeringend gesucht wird, so daß auch nicht zu befürchten ist, daß sie nach ihrer Elternzeit arbeitslos auf der Straße steht - sie wird mit Kußhand überall genommen (wenn es derzeit in den Zeitungen Stellenanzeigen gibt, dann ist es Personal für Kitas etc.). Und es wird mehr als genug Arbeitgeber geben, die einer ausgebildeten Fachkraft Entgegenkommen zeigen werden, was Kinderbetreuung angeht, wenn sie damit jemanden bekommen.
    Wer glaubt, daß Abteilungsleiter Abteilungen leiten, glaubt auch, daß Zitronenfalter Zitronen falten..

  8. Avatar von Sneek
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    AW: Meine Tochter ist schwanger

    Wir reden hier von einer jungen Frau, bei der es Hinweise auf ein Handicap gibt.


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    AW: Meine Tochter ist schwanger

    Zitat Zitat von Sneek Beitrag anzeigen
    Wir reden hier von einer jungen Frau, bei der es Hinweise auf ein Handicap gibt.
    Stimmt.

    Die mit diesem Handicap aber ihren Schulabschluss und eine mehrjährige Ausbildung absolviert und einen unbefristeten Vertrag in einer entsprechenden Einrichtung bekommen hat. Personal in Kitas (vor allem Erzieher) sind zwar gesucht, wahllos jeden nehmen die meisten aber doch nicht.

    Nach Einschätzung der Mutter benimmt sie sich wie eine 15-17 jährige.
    Ich kann nicht glauben, dass die junge Frau, wenn sie tatsächlich sozial auf dieser Ebene unterwegs ist, ernsthaft so ein Programm durchgezogen hätte. Bis jetzt hat sie ihre Ziele erreicht, wenn auch vielleicht auf Umwegen und leider nicht zur Freude ihrer Mutter.

    Den Tipp mit der Schwangerenberatung und Familienhilfe finde ich gut, Unterstützung ist sicher angesagt.
    Aber in eine Mutter-Kind-Einrichtung? Das sehe ich hier nicht.


  10. Registriert seit
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    AW: Meine Tochter ist schwanger

    Zitat Zitat von Sneek Beitrag anzeigen
    Wir reden hier von einer jungen Frau, bei der es Hinweise auf ein Handicap gibt.
    Und sie arbeitet mit Kindern die drei bis sechs Jahre alt sind.
    Da ist ein Baby schon ein großer Unterschied.
    Wenn sie und ihr Freund schon länger zusammen wären und sie auch da länger arbeiten würde hätte ich ein besseres Gefühl.
    Aber sie sind gerade mal fünf Monate zusammen und wenn sie zusammen ziehen ist ihr Freund der Hauptmieter.
    Und wenn es nicht klappt steht sie mit dem Kind auf der Straße.

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