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  1. Avatar von Daphnia
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    AW: Gymnasium 10. Klasse ... danach abgehen!

    Hallo,
    nur kurz zu den Beiträgen, die sich über die schlechte Deutsch-Note wundern. Ich habe Deutsch unterrichtet-kann aber nur für B-W sprechen.

    Es ist zum Lernen ein undankbares Fach (wer in Mathe-Oberstufe Probleme hat, kann es nachvollziehen).

    Man kann bei den Literaturaufsätzen wenig durch Lernen erreichen.
    Sprachen, Biologie, Chemie,Geschichte..überall sind Erfolge in kürzerer Zeit möglich. Wer aber mit Liebeslyrik-Interpretationen, Analyse von Kafkas Brief an den Vater, Th. Manns Künstlerprobleme ...nichts anfangen kann, dem nützt auch Lernen nichts.
    Und nicht überall wird das Mündliche stark gewichtet (wie zb in Berlin).
    Zum Thema-wäre ein Berufl. Gymnasium ein Thema?
    Da ist die Oberstufe 3 Jahre und in 11 wird wiederholt, um die aus unterschiedl. Schularten kommenden Schüler auf ein Niveau zu bringen.
    Das 1 Jahr mehr bringt viel. Und es ist ein Neuanfang, der die Selbstsicherheit stärkt.

    Daphnia (ehem. Lehrerin, Nachhilfelehrerin, mehrere Kinder durchs Abi gebracht).


  2. Registriert seit
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    AW: Gymnasium 10. Klasse ... danach abgehen!

    Off Topic: Jetzt mal aus dem Blickwinkel einer Chefin...

    Ich kenne durch die Bewerbungsunterlagen auch die Abgangsschulnoten meines Teams. Die mit dem Einser-Schnitt "performen" auch im Tagesgeschäft wunderbar, die anderen tun sich schwerer. Die Nadel im Heuhaufen, bei der/dem die Lehre oder auch ein Jobwechsel den "Schub" oder die "Berufung" bringt, hatte ich persönlich noch nicht.
    Auch die Berufsschule kann "langweilig" sein, Routinetätigkeiten in der Lehre ebenso. Listen erfassen, Konten abgleichen, Bestände zählen....Wer sich in der Schule nicht anstrengt, warum dann in der Lehre?

    Bewerber mit schlechten Schulnoten kommen nicht ins Gespräch. Punkt! Die Chance, dabei den Rohdiamanten zu übersehen...gering!

    Ich bewundere meine Schwägerin, die leider in der Jugend keine höhere Schule besuchen durfte und die aber alle 3 Kinder durchs Abitur gebracht hat. Sie war eisern, hat keine schlechten Noten akzeptiert und wenn man sich nicht angestrengt hat, dann musste man in den Ferien halt pauken...Diese Lektion saß!

    So, das war meine persönliche Meinung. Das kann jeder sehen, wie er will..Es ist Off Topic und braucht nicht diskutiert zu werden.

    Herzliche Grüße
    Duchessa


  3. Registriert seit
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    AW: Gymnasium 10. Klasse ... danach abgehen!

    Schule hat recht viel mit Selbstdisziplin zu tun bzw damit, etwas zu tun, zu dem man eigentlich keine Lust hat. Und das auch noch möglichst gut.

    Ich war eine sehr unausgewogene Schülerin, sehr gut in Sprachen und "Laberfächern", grottig in Mathe, einigermaßen akzeptabel in Chemie und Physik, Bio...

    Ich habe daher die schlechten Fächer bei der Berufswahl so weit als möglich umfahren, der Inhaber meines Ausbildungsbetriebs fragte mich zwar, ob ich nicht rechnen könne (beim Anblick meiner Mathe Note)... Doch, eigentlich schon, aber nicht das, was ich in der Schule rechnen soll... Ich bekam ein paar Aufgaben im kaufmännischen Rechnen vorgelegt... Klappte. Ich wurde eingestellt und hatte während der gesamten Ausbildung in Rechnungswesen eine 1. Ausbildung verkürzt und mit 2 abgeschlossen.

    Allerdings hat von mir nie jemand erwartet, ich möge "performen". Finde ich furchtbar, diesen Ausdruck, ich bin doch kein "Performance - Künstler". Klingt, als solle ich im Büro des Geschäftsführers bitte grazil Schwanensee auf dem Schreibtisch tanzen...
    Ich bin kaufmännische Fachkraft, fertig. Dafür bin ich eingestellt und dafür werde ich recht gut bezahlt.
    Und Azubis sollen in erster Linie eines - lernen. Dafür sind sie eingestellt - und billiger als ausgebildete Kräfte.


  4. Registriert seit
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    AW: Gymnasium 10. Klasse ... danach abgehen!

    Genauso ging es mir, nur dass ich spontan entschloss, eine schulische Ausbildung zu machen, hing ähnlich da wie der Sohn der TE mit Noten von Sasapi ;), wollte schneller in die Freiheit. Rechnungswesen dann 2 , hatte für mich gar nix mit Mathe zu tun...in Einstellungsprüfungen war ich eigentlich immer gut.


  5. Registriert seit
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    AW: Gymnasium 10. Klasse ... danach abgehen!

    Duchessa, in gewissem Sinne gebe ich Dir Recht. Wer in der Schule sehr gute Noten hat, hat damit gezeigt, dass er sich entweder für alles interessiert und ihm alles zufliegt, oder dass er eben klaglos harte Arbeit in alles hineinsteckt, weil Chef (in der Schule Lehrer) das von ihm verlangt. Sowas hat man als Chef natürlich gern.

    Allerdings (sonst hätten ja alle gute Noten) sind nicht alle so. Und man muss als Chef halt auch mit den Mittelmäßigen leben können, sonst hätte man evtl. nicht genug Angestellte, die die Arbeit machen.

    Und es gibt tatsächlich Menschen, denen ist Schule zu theoretisch. Die leben auf, wenn sie was Praktisches machen können, und dann fällt ihnen auch das Lernen dafür leichter, weil sie sehen wofür.

    Was der Sohn der TE für ein Typ ist, müssen er und sie noch herausfinden.


  6. Registriert seit
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    AW: Gymnasium 10. Klasse ... danach abgehen!

    @Tigerente

    Ich stimme dir zu, wenn es um handwerkliche Berufe geht. Da ist es tatsächlich oft so. Manchen liegt es einfach mehr, etwas mit den Händen zu machen.

    Hier geht es aber um einen kaufmännischen Beruf und da hätte ich auch die Befürchtung, dass jemand, der sich in der Schule nicht anstrengen will und alles langweilig findet, seine Einstellung in der Ausbildung nicht ändert. Auch da muss man viele Routineaufgaben erledigen, die langweilig sind.

    Fragwürdig finde ich auch die Motivation, eine Ausbildung machen zu wollen, weil man da Geld verdient, um sich Modewünsche erfüllen zu können. Das spricht nicht gerade für wirkliches Interesse an den Inhalten.

  7. Avatar von Paraplumeau
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    AW: Gymnasium 10. Klasse ... danach abgehen!

    Meine jüngste Tochter wollte sich 10 Jahre nicht anstrengen und ist jetzt in der Ausbildung so eifrig, dass ich denke, das ist ein anderer Mensch.
    Wenn ich anderer Leute Innerstes sehen wollte, wäre ich Gerichtsmedizinerin geworden.


  8. Registriert seit
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    AW: Gymnasium 10. Klasse ... danach abgehen!

    Zitat Zitat von Paraplumeau Beitrag anzeigen
    Meine jüngste Tochter wollte sich 10 Jahre nicht anstrengen und ist jetzt in der Ausbildung so eifrig, dass ich denke, das ist ein anderer Mensch.
    Hatte sie auch so schlechte Noten wie der Sohn der TE?

  9. Avatar von Paraplumeau
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    AW: Gymnasium 10. Klasse ... danach abgehen!

    Zitat Zitat von Macani Beitrag anzeigen
    Hatte sie auch so schlechte Noten wie der Sohn der TE?
    Nein, aber sie war nicht auf einem Gymnasium. Dort wären ihre Noten wahrscheinlich wesentlich schlechter gewesen.

    Alle Ausbildungsbetriebe suchen Auszubildende. Es dürfte nicht schwer sein, etwas halbwegs passendes zu finden.
    Wenn ich anderer Leute Innerstes sehen wollte, wäre ich Gerichtsmedizinerin geworden.

  10. Avatar von ja-aber
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    AW: Gymnasium 10. Klasse ... danach abgehen!

    Zitat Zitat von Macani Beitrag anzeigen
    Hier geht es aber um einen kaufmännischen Beruf und da hätte ich auch die Befürchtung, dass jemand, der sich in der Schule nicht anstrengen will und alles langweilig findet, seine Einstellung in der Ausbildung nicht ändert. Auch da muss man viele Routineaufgaben erledigen, die langweilig sind.
    Noch dazu ist man eben auch länger unterwegs, rein zeitlich gesprochen, hat idR. keine Gleichaltrigen zum Abhängen (ich hatte das schon, wir waren über 80 Azubis desselben Berufs in derselben Firma, aber das ist die absolute Ausnahme), hat meistens irgendwelche "Dödeljobs" zu tun, bis man in irgendeine Aufgabe länger hineinwachsen kann.

    Meine Tochter ist jetzt den 2. Monat im Job und macht JEDEN TAG dasselbe. Zwar anspruchsvoll, da kann sie schon von Glück reden. Aber eben von 8-17 Uhr und immer Ähnliches.

    Ich habe in der Ausbildung zur Industriekauffrau alle 6-8 Wochen die Abteilung gewechselt, da hat mich niemand profund in irgendetwas eingearbeitet, also wurde ich mit Dingen beschäftigt, die man eh schon mal weghaben wollte. Damals halt viel kopieren, abheften, sortieren, archivieren, buchen, zählen... ich habe in der Ausbildung 20 Kilo zugenommen, weil ich kaum noch Bewegung hatte und wir uns immer mal zum "Durchatmen" in der Kantine trafen (die war bei meinem Arbeitgeber auch zum Frühstück und Kaffee offen). Berufsschule hatte ich im Block, und die war ähnlich öde, weil wir sehr verschieden waren von der "Grundbildung" her, war das eher leicht alles.

    Ich hab danach noch studiert, und das war halt möglich, weil ich eben Abitur hatte. Ohne Abi würde ich den Kas vermutlich immer noch machen oder wäre irgendwann ausgebrochen aus dem Trott.

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