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  1. Registriert seit
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    AW: Gymnasium 10. Klasse ... danach abgehen!

    Ich finde das Notenbild so uneinheitlich. Englisch, Deutsch und die Naturwissenschaften schlecht, Mathe dafür okay - das passt alles nicht so recht zusammen. Ich habe ja auch einen schlechten Schüler hier, aber bei dem sind z. B. alle Nebenfächer im grünen Bereich (und die kann man ja in der Oberstufe durch passende Kurswahl zu Hauptfächern machen), da hängt es hauptsächlich an den Sprachen. Da sehe ich schon, dass der seine Oberstufennische finden kann, wenn er will und es erstmal bis dahin schafft (denn bis dahin sind eben 3 von 4 Hauptfächern Sprachen, und schlechte Noten darin kann er dann eben nicht mit den guten Nebenfächern ausgleichen).

    Aber im hier beschriebenen Fall fände ich es schon schwer, eine Nische in der Oberstufe zu finden, die da passt (am ehesten noch das Gesellschaftswissenschaftliche Profil).


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    AW: Gymnasium 10. Klasse ... danach abgehen!

    Zitat Zitat von Tigerente Beitrag anzeigen
    Ich habe ja auch einen schlechten Schüler hier, aber bei dem sind z. B. alle Nebenfächer im grünen Bereich (und die kann man ja in der Oberstufe durch passende Kurswahl zu Hauptfächern machen)

    Aber im hier beschriebenen Fall fände ich es schon schwer, eine Nische in der Oberstufe zu finden, die da passt (am ehesten noch das Gesellschaftswissenschaftliche Profil).
    Da müsste man aber erst mal wissen, von welchem Bundesland wir reden.

    In Bayern kann man ungeliebte Fächer nicht mehr so einfach ablegen wie früher. Leistungskurse gibt es nicht mehr, Deutsch, Mathe und eine Fremdsprache sind Pflicht bis zum Abi.


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    AW: Gymnasium 10. Klasse ... danach abgehen!

    Zitat Zitat von Macani Beitrag anzeigen
    Da müsste man aber erst mal wissen, von welchem Bundesland wir reden.

    In Bayern kann man ungeliebte Fächer nicht mehr so einfach ablegen wie früher. Leistungskurse gibt es nicht mehr, Deutsch, Mathe und eine Fremdsprache sind Pflicht bis zum Abi.
    Das sind sie hier auch - aber man muss nicht alle drei als Abi-Fach haben, zwei davon reichen auch. Wenn Mathe dann ganz okay ist, muss man nur in Deutsch oder der Fremdsprache irgendwie durcheiern (und natürlich auch immer mindestens 5 Punkte haben, damit der Kurs gezählt wird, soweit ich weiß). Und dann gibt es schon gewissen Freiheiten bei der Wahl der Prüfungsfächer. Ich weiß jetzt nicht mit Sicherheit, ob man ohne Naturwissenschaft davonkommen kann, wenn man Mathe unter den ersten 3 Prüfungsfächern hat, möglich wäre es aber (wir sind noch zu weit von der Oberstufe weg, als dass ich mich da näher informiert hätte - für meinen Sohn ist nur wichtig zu wissen, dass er nicht Deutsch und Fremdsprache schriftlich machen muss).

  4. Moderation Avatar von Promethea71
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    AW: Gymnasium 10. Klasse ... danach abgehen!

    Ich würde den Termin bei der Lehrerin wahrnehmen und schauen was sie sagt. Ich würde den Sohn nicht mitnehmen.

    Davon unabhängig halte ich von einer kaufmännischen Ausbildung für deinen Sohn nicht so viel - davon abgesehen dass es dazu mit seinen Noten auch keine Lehrstelle finden wird.

    Ich würde ihn ermutigen sich einen handwerklichen Beruf auszusuchen und schauen, was da in eurer Region angeboten wird.

    - das Handwerk sucht händeringend Leute
    - gute Leute verdienen als Handwerker gut auch langfristig
    - er muss zwar auch auf die Berufsschule, aber er arbeitet mit den Händen und findet so heraus, ob ihm das tatsächlich mehr liegt und er hat unter Umständen auch ganz andere Erfolgserlebnisse
    - oder es geht ihm wie meinem Vater und meinem Onkel (ja das Thema gab es auch schon vor 50 Jahren) und entdeckt während der Lehrzeit, dass Abi und Studieren doch keine so schlechte Idee ist, statt sich zeitlebens die Hände schmutzig zu machen


    Ich habe in meinem Umfeld beides erlebt, sowohl dass die Ausbildung neu zum Lernen ermutigt hat, als auch dass die Ausbildung zum Traumberuf geführt hat - und egal wie beides ist keine Sackgasse. Wichtig ist, dass er motiviert an die Ausbildung herangeht und sie auch durchhält, wenn es mal schwierig wird.


    Abitur jetzt um jeden Preis halte ich für keine gute Idee.
    Man muss nicht über jedes Stöckchen springen ... jedenfalls nicht jeder.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

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  5. Moderation
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    AW: Gymnasium 10. Klasse ... danach abgehen!

    Zitat Zitat von Alma_Svensson Beitrag anzeigen
    Weil Mädchen haben es schon immer ohne Moped zur Schule/Lehrstelle geschafft.
    Ja, aber meine Mutter war sehr froh, als ich mit 16 endlich Moped fahren durfte und nicht mehr nachts stundenlang mit dem Fahrrad durch Wald und Feld gurkte oder auf Kleinstadtbahnhöfen rumhing...
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **


  6. Registriert seit
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    AW: Gymnasium 10. Klasse ... danach abgehen!

    Zitat Zitat von Kalere Beitrag anzeigen
    Er hat bereits mehrmals geäußert, dass er sich eine Lehre gut vorstellen kann. Auch, weil er dann schon Geld verdient. Er hat viele (Mode)wünsche, die er sich gerne erfüllen würde. Er arbeitet zwar auch in den Ferien, aber das reicht ihm an Geld wohl nicht.
    Ich hatte eben noch einmal ein Gespräch mit ihm, weil ich nicht verstehe, ob er tatsächlich den Stoff nicht versteht, oder ob er keine Lust hat.
    Seine Antwort: das ist so langweilig, Schule ist einfach langweilig... darum interessiert es ihn nicht...
    Ich habe dann folgende Prämisse erläutert: Lehre gerne (er hat seine Interessen im Internet getestet, heraus kam Industriekaufmann) na warum nicht... Er kocht auch gerne (mit Vorliebe für sich selbst - da will er aber keinen Beruf draus machen)
    - aber das Halbjahreszeugnis muss für eine Bewerbung zumindest moderat sein... wenn er keine Lehrstelle bekommt, kann er erstmal nur weitermachen und es dann nach der elften noch einmal versuchen...
    Hm, also ich würde jetzt keine überstürzten Entscheidungen treffen. Natürlich muss niemand ein Abitur machen, aber eine Lehre, nur weil man da ja Geld verdient, ist auch etwas einseitig und kurzfristig gedacht. Denn auch eine Lehre ist mit Schule verbunden. Das Thema wird ihn also noch eine Weile begleiten.
    Interessen im Internet testen lassen - das erinnert mich an meine Zeit, als wir im damaligen Berufs- Informations- Zentrum des Arbeitsamtes auch unsere Interessen eingegeben haben und auf Grund des Profils Berufsempfehlungen ausgesprochen wurden, Ergebnis bei mir: Hebamme oder Dirigentin - ich bin beides nicht geworden...
    Wo liegen denn seine Interessen? Kann er sich einen Bürojob vorstellen? Oder eher ein Handwerk? Hat er schon Praktika gemacht?
    Ich führe u.a. auch Einstellungsgespräche mit zukünftigen Azubis, mit seinen Noten würden wir ihn gar nicht erst einladen und wenn der Bewerber/ die Bewerberin nicht glaubhaft erklären kann, warum es diese Ausbildung sein soll, sehen die Chancen schlecht aus.
    Ich glaube, er müsste sich langsam Gedanken machen, wie er sich seine Zukunft vorstellt. Wenn er ein Ziel vor Augen hat, ist die Motivation eventuell auch höher. Zumindest um ein vorzeigbares Abschlusszeugnis vorzuweisen.
    In Deutsch zwischen 4 und 5 zu stehen, empfinde ich als sehr bedenklich. War das schon immer so oder erst in jüngster Zeit?

  7. Avatar von overknee
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    AW: Gymnasium 10. Klasse ... danach abgehen!

    Och, das kenne ich. Jedesmal zum Halbjahr war mein Sohn verzetzungsgefährdet. Zum Endjahr war es dann doch noch gerade ausreichend.
    Er war bequem, wollte mit dem geringstmöglichen Aufwand durchkommen.
    Wir haben ihn auf dem Gymnasium gelassen, weil er nach Aussage der Lehrer klug war, nur eben faul.

    Abi mit 3,2.
    Dann hat er sein Fachgebiet gefunden. Und war von Stund an der Überflieger. Jahrgangsbester, Hörsaalbester.
    In Englisch war er immer schlecht, jetzt ist er Muttersprachler und träumt in englisch. Nebenbei noch Mandarin gelernt.

    Und hat uns jahrelang gequält.
    Wenn die Leherer also meinen, er wäre klug genug und Dein Sohn auch irgendwie durchkommen will, lasse ihn auf dem Gymnasium.
    Wäre mein Vorschlag.


  8. Registriert seit
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    AW: Gymnasium 10. Klasse ... danach abgehen!

    Zorni, ich stimme Dir in allem zu. Gerade am Gymnasium, wo die Berufsorientierung ja in der Regel erst später beginnt, gab's ja bis zur 10. Klasse oft noch nicht mal ein Betriebspraktikum, und ich glaube, die wenigsten Schüler können sich vorstellen, wie das ist, den ganzen Tag zu arbeiten.

    Zitat Zitat von Zorni Beitrag anzeigen
    In Deutsch zwischen 4 und 5 zu stehen, empfinde ich als sehr bedenklich. War das schon immer so oder erst in jüngster Zeit?
    Natürlich ist es in jedem Fach bedenklich, zwischen 4 und 5 zu stehen. Aber warum wird immer "Deutsch" als besonders bedenklich genannt, jedenfalls in den höheren Klassenstufen? Da geht es doch (jedenfalls am Gymnasium) gar nicht mehr um Grammatik und Rechtschreibung, in der 10. Klasse geht es in der Regel um Textinterpretation, Gedichtanalyse, Argumentation und so etwas. Da sagt die Deutschnote doch eher wenig darüber aus, ob ein Schüler in der Lage wäre, einen fehlerfreien Geschäftsbrief zu schreiben. Da sagt sie doch mehr darüber aus, ob ein Schüler in der Lage ist, zu einem beliebigen Thema das zu schreiben, was die Lehrkraft hören will (und duck und weg, bevor Deutschlehrer die Keule auspacken ).
    Ich fände eine 4-5 in Mathe mindestens genauso bedenklich.


  9. Registriert seit
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    AW: Gymnasium 10. Klasse ... danach abgehen!

    Ich dachte Deutsch und Literatur gibt es getrennt, zumindest so gesehen auf dem Lehrplan der hiesigen Schule - was mich zwar verwundert hat, aber ok, meine Schulzeit liegt schon eine Weile zurück.
    Aber dennoch, wenn Rechtschreibung und Grammatik ok - würde es dann eine eventuelle fehlgeleitete Textinterpretation nicht aufwiegen und es wäre zumindest eine 3-4, aber nicht 4-5?
    Ich erlebe nur bei den jetzigen Azubis teilweise Deutsch "Kenntnisse", bei denen ich mich wundere, dass man damit ein (Fach)Abitur schafft. Aber das ist jetzt ot.


  10. Registriert seit
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    AW: Gymnasium 10. Klasse ... danach abgehen!

    Zitat Zitat von Zorni Beitrag anzeigen
    Ich dachte Deutsch und Literatur gibt es getrennt, zumindest so gesehen auf dem Lehrplan der hiesigen Schule - was mich zwar verwundert hat, aber ok, meine Schulzeit liegt schon eine Weile zurück.
    Aber dennoch, wenn Rechtschreibung und Grammatik ok - würde es dann eine eventuelle fehlgeleitete Textinterpretation nicht aufwiegen und es wäre zumindest eine 3-4, aber nicht 4-5?
    Ich kannte das noch nie anders. Natürlich werden im Deutschunterricht auch Sachtexte, Grammatik etc. geübt, und es werden auch Diktate geschrieben, aber das hat in den höheren Klassen weniger Gewicht. Wenn Rechtschreibung und Grammatik ok (das würde ich als Note 3 werten) und Inhalt mangelhaft, ist das eher 4-5, da Rechtschreibung und Grammatik nicht mit dem gleichen Gewicht eingehen in die Note als der Inhalt. Umgekehrt, wenn Inhalt okay und Rechtschreibung und Grammatik unterirdisch, hat man halt auch 4-5 im Endergebnis.

    Aber es stimmt natürlich - wenn jemand wirklich vernünftig schreibt, wird vermutlich (fast) kein Deutschlehrer eine 5 geben, selbst wenn man am Thema vorbeigeschrieben hat.

    Ich staune aber auch, genau wie Du. Z. B. auch darüber, mit welchen unterirdischen Mathe-Kenntnissen man ein (Fach)Abitur schaffen kann.

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