+ Antworten
Seite 3 von 9 ErsteErste 12345 ... LetzteLetzte
Ergebnis 21 bis 30 von 90
  1. VIP Avatar von xanidae
    Registriert seit
    23.02.2001
    Beiträge
    17.541

    AW: Gymnasium 10. Klasse ... danach abgehen!

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen



    Und soo viel leichter ist es an der Realschule nun auch nicht. Es wird mehr erklärt, der Unterricht ist anders.
    Aber der junge Mann muss bei diesen Noten komplett geschlafen haben....
    Ja, das ist auch hier so. Mein Realschüler erklärt meinem Gymnasiasten regelmäßig Mathe, Chemie und Physik.
    Was ich über's Leben weiß, weiß ich aus Stand by Me
    Ich hab' einen Hund der Cujo heißt, und mein Auto heißt Christine
    Wenn du schreiben kannst, dann schreibe,
    wenn du singen kannst, dann sing
    Und wenn du nicht mehr weiterweißt, frag
    Stephen King


    Thees Uhlmann "Danke für die Angst"


  2. Registriert seit
    26.01.2009
    Beiträge
    12.958

    AW: Gymnasium 10. Klasse ... danach abgehen!

    Zitat Zitat von Kalere Beitrag anzeigen
    Ich habe dann folgende Prämisse erläutert: Lehre gerne (er hat seine Interessen im Internet getestet, heraus kam Industriekaufmann) na warum nicht... ...
    Tja ohne wenigsten Fachabitur keine Chance dafür eine Lehrstelle zu bekommen, schlechter Realschlussabschluss null Chancen

    Diese Internet Tests taugen nichts, geht mal zu Berufsinfotagen, zum Arbeitsamt, er sollte vielleicht mal Praktikas machen in den Bereichen die ihn interessieren....
    Das Leben macht was es will und ich auch!


  3. Registriert seit
    27.04.2005
    Beiträge
    6.461

    AW: Gymnasium 10. Klasse ... danach abgehen!

    Zitat Zitat von Kalere Beitrag anzeigen
    Was würdet ihr tun?

    Wichtig zu wissen: er steht in 5 Fächern zwischen 4 und 5 (zB Deutsch Englisch Physik Bio Chemie) in einigen Fächern (Mathe, Geografie) auch 3
    Kalere, wichtig wäre noch das Bundesland. Ich lebe im gleichen wie Sasapi, d.h. auch bei uns hätte man mit Versetzung in Klasse 11 am Gymnasium den erweiterten Realschulabschluss. Es gibt auch noch die Möglichkeit, mit dem "normalen" Realschulabschluss abzugehen, das tritt ein, wenn (aber so klingt es bei euch ja nicht) die 2. Fremdsprache ansonsten die Versetzung vereiteln würde. Soweit ich weiß, könnter er sich in unserem Bundesland sogar mit Versetzung von Klasse 9 in 10 am Gymnasium den Hauptschulabschluss bescheinigen lassen.

    Hat er schon Nachhilfe oder ähnliches? Ich würde mir die zwei wichtigen bzw. hoffnungsvollsten Fächer herausgreifen und ihm dafür Nachhilfe andienen. In den Fächern Physik, Bio, Chemie könnte er evtl. durch mündliche Beteiligung (in den Nachhilfestunden vorarbeiten) noch was reißen.

    Eventuell (Gespräch mit Schule) ist auch ein freiwilliger Rücktritt in Klasse 9 zum Halbjahr möglich, um euch etwas Luft zu verschaffen.

    Ich würde ihm sagen, dass es wichtig ist, dass er jetzt erstmal die Versetzung in die 11. Klasse schafft, denn dann könnte er ja auch eine Ausbildung machen. Was dann so an Ausbildungsplatz geht mit den Noten, muss er dann halt sehen. Wird evtl. nicht der Beruf sein, den alle machen wollen, aber oft wollen das ja alle mangels Info?
    Unser Nachbar steuert auf einen Hauptschulabschluss mit 4en in allen Fächern zu. Wollte Kfz-Mechatroniker werden, hat natürlich mit den Noten noch nicht mal einen Platz für das Betriebspraktikum in Klasse 9 bekommen. Landete dann bei einer Sanitärinstallationsfirma, hat ihm viel Spaß gemacht und die waren sehr angetan von ihm. Haben ihm gesagt, dass er nach dem Abschluss sich unbedingt bei ihnen bewerben soll und ihm Hoffnung auf Ausbildungsplatz gemacht. Obwohl auf ihrer Webseite steht, man müsse Realschulabschluss mit passablen Noten in den Hauptfächern haben (wird er niemals erreichen).

    Insofern - wenn man sich nicht fest auf eine bestimmte Ausbildung versteift, geht auch mit schlechten Noten manchmal mehr als man denkt. Kommt natürlich auch auf die Gegend an, wir leben in einer wirtschaftlich gut gestellten Region, und insbesondere die Handwerker haben volle Auftragsbücher und Nachwuchsmangel.


  4. Registriert seit
    27.04.2005
    Beiträge
    6.461

    AW: Gymnasium 10. Klasse ... danach abgehen!

    Zitat Zitat von Kalere Beitrag anzeigen
    Außerdem ist er ja mit seinen dann 16 Jahren ortsgebunden und kann sich nur im Radius bewegen, was mit den öffis möglich ist, also maximal nächst „größere“ Stadt, 16km, 4000 Einwohner... die Betriebe sind dort aber sehr rar...
    Ich weiß, das begeistert einen als Mutter nicht so, aber mit 16 könnte er den Führerschein für ein Moped/kleines Motorrad machen und wäre damit etwas unabhängiger vom ÖPNV - gut, ist im Winter natürlich unangenehm.


  5. Registriert seit
    01.08.2019
    Beiträge
    978

    AW: Gymnasium 10. Klasse ... danach abgehen!

    Motorrad geht gar nicht. Unser Nachbar ist Bäcker, er hat nach Gang drei Azubis verloren, weil sie früh morgens von LKWs totgefahren wurden.


  6. Registriert seit
    27.04.2005
    Beiträge
    6.461

    AW: Gymnasium 10. Klasse ... danach abgehen!

    Zitat Zitat von Alma_Svensson Beitrag anzeigen
    Motorrad geht gar nicht. Unser Nachbar ist Bäcker, er hat nach Gang drei Azubis verloren, weil sie früh morgens von LKWs totgefahren wurden.
    Wie schrecklich!

    Allerdings sind in meiner Jugend fast alle Klassenkameraden (männlich) vom Dorf mit schlechter Bahnanbindung mit dem Motorrad zur Schule gefahren ab 10./11. Klasse und es ist nie was passiert.


  7. Registriert seit
    01.08.2019
    Beiträge
    978

    AW: Gymnasium 10. Klasse ... danach abgehen!

    Wir wohnen hier sehr ländlich, ÖPNV ist unterirdisch.
    Trotzdem haben immer weniger Jugendliche Motorräder, und die LKW werden immer ramboartiger.


  8. Registriert seit
    21.04.2014
    Beiträge
    12.415

    AW: Gymnasium 10. Klasse ... danach abgehen!

    Das ist hier gängig. Sobald an der Oberstufe das Kurssystem beginnt, ist es vorbei mit Schulbus fahren, das funktioniert nicht. Deshalb führt kein Weg an einem solchen Führerschein vorbei. Zum Ausbildungsplatz muss man ja auch irgendwie kommen...

  9. Avatar von ja-aber
    Registriert seit
    02.06.2014
    Beiträge
    4.916

    AW: Gymnasium 10. Klasse ... danach abgehen!

    Dein Sohn ist meiner Meinung nach zu sehr auf der "Wellnessfarm". Ich würde ihn mehr zur Eigenverantwortung anleiten. Denn wenn er arbeiten will, ist das deutlich "langweiliger" als Schule jemals war.

    Ich darf das sagen, denn ich hab mal Industriekauffrau gelernt. Habe in der Zeit mein "Goldenes Kopier- und Ablagediplom" erworben und wäre ohne gute Mathekenntnisse (Buchhaltung! Zinsrechnung! Kalkulation!) aufgeschmissen gewesen. Ich habe mich zwei Jahre durch die Ausbildung gelangweilt und war froh, dass ich wegen Abitur verkürzen konnte. Mit schlechten Deutschnoten wird man heute quasi nicht mehr eingestellt, das ist bei Deutsch-Zweiern meistens schon so unterirdisch, dass die Ausbilder darauf sehr schauen. Ich habe hier gerade eine Masterstudentin sitzen, da rollen sich dir die Fußnägel hoch, wie sie schreibt... das kann man in einer kaufmännischen Ausbildung nicht so gut gebrauchen.

    Klar, man hat mehr Geld, aber man muss DEUTLICH disziplinierter sein und ist jeden Tag länger auf Achse als jemals in der Schule. Meine Tochter teilt diese Erfahrung gerade, sie macht nach dem Abi eine Ausbildung und ist idR. 10-11 Stunden außer Haus.

    Er ist mit 16 gerade in der Pubertät, und klar ist dann alles "anstrengend" und "langweilig". Aber eine halbscharig motivierte Ausbildung ist dann auch nicht das Gelbe vom Ei. Das muss man schon wollen und da ist die Schule die bessere Lösung. Was ich tun würde? Bring ihn irgendwie (Nachhilfe, Sanktionen, Druck, Belohnung, was halt bei ihm gut geht) dazu, dass er die 10. Klasse besteht. Dann hat er zumindest in Bayern einen erweiterten Realschulabschluss, ohne Prüfung und kann das Gymnasium weiter besuchen (Motto: vier gewinnt). Für die FOS bräuchte er in D/M/E einen Schnitt von 3,5 - den er jetzt nicht hätte.

    Ich kann aus meiner Erfahrung (Tochter) sagen, sie hat in Klasse 10 die "vier gewinnt" Karte gezogen, konnte sowohl Physik als auch Chemie in der 11. loswerden, hat in Mathe mit Müh und Not eine Vier Minus ins Abi geschafft, das Ganze mit Englisch ausgeglichen, ein Abi von 3.0 gemacht. Da auch ihre Deutschnote schlecht war, hat sie elends viele Bewerbungen auf eine Ausbildung vergeblich geschrieben und hat jetzt einen Platz durch Zufall erhalten (Facebook-Gruppe). Da muss man auch als Mama sehr viel mithelfen. Vitamin B spielen lassen und wirklich Zeit investieren. Das Abitur kann ihr niemand mehr nehmen, und wenn die Ausbildung rum ist, kräht kein Hahn mehr danach, wie in Klasse 10 oder im Abi die Noten waren.

    Fazit: ich würde mir den jungen Mann zur Brust nehmen und ihm die Alternativen aufzeigen. So einfach ist es nicht, Industriekaufmann zu werden, und Chillzone ist dann definitiv nicht mehr. Er soll sich das dreimal überlegen, ob er jetzt nicht vielleicht doch etwas Aufwand betreibt und die 10. Klasse rockt mit ner mäßigen Note und dann halt noch Abi macht. Da kann er notfalls ja auch noch mal ne Runde drehen. Er ist doch noch jung!


  10. Registriert seit
    01.08.2019
    Beiträge
    978

    AW: Gymnasium 10. Klasse ... danach abgehen!

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    Das ist hier gängig. Sobald an der Oberstufe das Kurssystem beginnt, ist es vorbei mit Schulbus fahren, das funktioniert nicht. Deshalb führt kein Weg an einem solchen Führerschein vorbei. Zum Ausbildungsplatz muss man ja auch irgendwie kommen...
    Mein Landkreis hat vor etwa dreißig Jahren die Möglichkeit des Frühführerscheins unter Auflagen (bestimmte Wegstrecke, bestimmter Radius, max. PS) geschaffen. Es überleben mehr Jungs.

    Weil Mädchen haben es schon immer ohne Moped zur Schule/Lehrstelle geschafft.

+ Antworten
Seite 3 von 9 ErsteErste 12345 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •