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  1. Moderation Avatar von Stina
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    AW: Grundschule, 1. Klasse - Wie läuft's bei euch?

    Reichenmethode?

    Was hat denn die Schreiblernmethode mit Geld zu tun? Und mit wessen Geld? Eltern, Schulen, Länder?
    12 26. We are Family.

    Moderation in Erziehung & Freundschaft


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    AW: Grundschule, 1. Klasse - Wie läuft's bei euch?

    Die Reichenmethode, bzw. das „Lesen durch Schreiben“ ist eine Methode, das LESEN zu lernen und das auf denkbar einfache und effektive Art.
    Eine Schreiblern-, geschweige denn eine RECHTschreiblernmethode ist sie nicht, auch wenn das - zumindest in der öffentlichen Diskussion - offenbar NIEMAND weiß (erstaunlicherweise auch nicht diverse KultusministerInnen).

    Das heißt jetzt aber nicht, dass sie für jedes Kind die richtige Methode ist (wie gerade schon jemand schrieb (sorry, kann am Handy nicht zurück scrollen), sind z.B. Kinder mit nichtdeutscher Muttersprache benachteiligt.
    Insbesondere leistungsstarke Kinder / Vielleser profitieren oft enorm.


  3. Registriert seit
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    AW: Grundschule, 1. Klasse - Wie läuft's bei euch?

    Ich glaube Pia meint die Methode "Lesen durch Schreiben" nach Dr. Jürgen Reichen....

    Ich weiß gar nicht, welche Methode hier verwendet wird, wie gesagt mir fehlt hier die Transparenz, was ich aber momentan noch auf eine fehlende Lehrkraft schiebe.

    Hier übrigens JüL Klasse 1-3, viel in Gruppen und selbständiges Arbeiten, aber auch mit Frontalunterricht. Also ganz anders als bei dir, Blue. Ich hatte auch erst so gedacht wie du, aber in Ermangelung einer anderen passenden Schule, das in Kauf genommen. Gut gefällt mir bei dem Konzept, dass zum Beispiel die 3. Klässler den 1. Klässlern vorlesen... soziale Kompetenz wird hier auf jeden Fall groß geschrieben.
    Geändert von Zorni (24.09.2019 um 20:07 Uhr) Grund: Quatsch geschrieben

  4. Moderation Avatar von Stina
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    AW: Grundschule, 1. Klasse - Wie läuft's bei euch?

    Achso

    Die Methode kenne ich natürlich (in der Theorie), wie ihr Erfinder heißt, wusste ich bislang nicht bzw. hab es mir nicht gemerkt.
    Geändert von Stina (24.09.2019 um 20:40 Uhr) Grund: Smiley angepasst


  5. Registriert seit
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    AW: Grundschule, 1. Klasse - Wie läuft's bei euch?

    Zitat Zitat von Blue2012 Beitrag anzeigen
    Was meinst du damit?
    eigensinnig soll heißen: durchsetzungsfähig, Dickschädel und ständig die Grenzen testend


  6. Registriert seit
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    AW: Grundschule, 1. Klasse - Wie läuft's bei euch?

    Hier wird zum Glück altmodisch mit einzelnen Buchstaben lesen und schreiben gelernt.
    Ein bisschen Anlaute als Eselsbrücke, ein paar Silben für den Rhythmus.
    Korrektur und Erklärungen zur Rechtschreibung sind ausdrücklich erwünscht.

    Unsere Dorfschule ist die einzige im Landkreis, die das tut. Es besteht Sprengelpflicht und Ihr könnt Euch vorstellen, welche Verrenkungen (Ummeldung zur Großmutter, angebliches Patchwork, angebliche Trennungen, Nähe zu Arbeitsstellen...) Eltern aus anderen Sprengeln mit der "Methode" Reichen machen, ihre Kinder bei uns einzuschulen.


    Konkret zu unserem I-Dötzchen:
    Es läuft besser als erwartet.
    Meine Tochter ist eine absolut morgenmuffelige Langschläferin, aber sie steht freiwillig und eigenständig mit ihrem Wecker auf und ist zum Abmarsch mit ihrer Freundin ansprechbar. Drei Tage vor Schulstart war das utopisch.

    Sie liest und schreibt schon seit fast zwei Jahren, macht aber gewissenhaft und ohne Murren die Übungen in der Schule und zu Hause. Sie freut sich, dass sie es jetzt systematisch lernt.
    Manchmal träumt sie sich ein bisschen weg, aber die Lehrerin fängt sie wieder ein.

    In der gleichen Konstellation hab ich in der Schule und zu Hause gemeutert und hatte deshalb arge Befürchtungen.

    Mathe (mein Horrorfilm) fällt ihr leicht und das Lehrbuch ist richtig gut, ich hoffe ernsthaft, dass ich noch was mitnehmen kann.

    Es gibt eine Klassenlehrerin mit 10 Stunden, eine zweite Lehrkraf mit 6 Stunden- beide geben die Hauptfächer, und sie tun das bewusst mit verschiedenen Ansätzen, sodass keiner zurück bleibt, weil er nicht kapiert, was der Alien am Pult von einem will.

    Sport ist unter aller Kanone, die Lehrerin hat bei mir vor 30 Jahren schon den lahmsten Altenkaffee veranstaltet.


    Es gibt etwa fünf schwierige Kinder, die Lehrerin scheint sie im Griff zu haben und auch den Eltern auf die Füße zu steigen. Die Schulsozialarbeiterin ist ein Schatz und erreicht auch sture Kundschaft.

    Am Nachmittag ist sie wie ein Duracellhäschen auf Speed, also geht sie jetzt täglich am Nachmittag zum Sport. Sie schafft es morgens still zu sitzen, aber ihr Bewegungsdrang muss befriedigt werden.
    Geändert von Alma_Svensson (24.09.2019 um 20:58 Uhr)


  7. Registriert seit
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    AW: Grundschule, 1. Klasse - Wie läuft's bei euch?

    Alle drei Töchter haben mit der "Lesen durch Schreiben" erstmal gelernt. Bei Nr 1 und 3 gab es die üblichen, eher landschaftlich bedingten Fehler : Budda, Mudda, Sammstach (Butter, Mutter, Samstag).
    Das regulierte sich über die Jahre von allein aus.
    Bei Nr 2 funktionierte das gar nicht. War aber abzusehen. Sie hatte eine Sprachentwicklungsstörung, konnte die Unterschiede zwischen b und p, d und t lange nicht raushören.
    Da meldete sich die Lehrerin sehr frühzeitig, kurz vor Weihnachten, Nr 2 bekam dann am Nachmittag zusätzlichen Unterricht in einer Fördereinrichtung, die nach den Maßstäben einer Sprachheilschule arbeitete. Sie war die Einzige, die regelmäßig Diktat üben musste und der die sprachlichen Fächer nicht so lagen. Bedeutet : Im Bereich der weiterführenden Schule im 3er Bereich, also eher solides Handwerk :)
    Reichte aber aus.

    Hier wurde von Anfang an viel selbst erarbeitet, Frontalunterricht gab's so gut wie gar nicht. Höchstens kurz, wenn ein neues Thema begonnen wurde.
    Tochter 3 landete später auf einer sehr konventionellen Realschule, die nur mit Frontalunterricht arbeitete, sie brauchte recht lange um sich dran zu gewöhnen.

  8. Avatar von huppsi
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    AW: Grundschule, 1. Klasse - Wie läuft's bei euch?

    Ich wusste bisher nicht, dass das Reichenmethode heißt, aber hier in NRW wird das gelehrt. Ich finde es auch nicht toll, aber lässt sich halt nicht ändern. Unsere Lehrerin verbessert aber durchaus und wir tun das auch. Es hapert oft noch an Doppelbuchstaben, an d/t Verwechslung und solchen Dingen (Anfang Klasse 2). Durch viel lesen hat es unsere Tochter aber schon ganz gut raus. Dass Kinder benachteiligt sind, die das lesen nicht nahegelegt bekommen, kann ich mir allerdings auch vorstellen.


  9. Registriert seit
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    AW: Grundschule, 1. Klasse - Wie läuft's bei euch?

    Hier gibt es eine Variante davon, bei der am Anfang regelfrei geschrieben wird und dann recht bald die Regeln systematisch eingeführt werden (Doppel-Konsonanten, Verlängerungs-h ...)

    Ich finde die Methode für deutsch noch erträglich, weil das allermeiste ja doch lautgemäss geschrieben wird. Mit Englisch ginge das gar nicht :-) mit schwedisch fast perfekt.

    Wir bekommen auch diese kryptischen Briefe und ich mag sie sehr.

    Aus meiner Sicht sind die größten Lernleistungen der ersten Klasse (trotz Kindergarten) immer noch eher “wie komme ich in der neuen Gemeinschaft klar” und “jetzt bin ich allein für meinen Kram verantwortlich. Wenn ich mein Frühstück/Sportzeug/Heft nicht einpacke, habe ich es nicht dabei” und “wie teile ich mir meine Zeit ein - in der Pause/bei den Hausaufgaben/beim umziehen für den Schwimmunterricht...” und “wie gehe ich mit den vielen Erwachsenen um, die alle unterschiedlich sind (meine Tochter hat 6 verschiedene Lehrpersonen und wenn es Streit gibt, wird der beim Schulsozialarbeiter geschlichtet und wenn man was verloren hat, muss man zum Hausmeister) und “so viele Kinder (erste bis sechsten Klasse vierzügig) ...
    A man is likely to mind his own business when it is worth minding. When it is not, he takes his mind off his own meaningless affairs by minding other people´s business. - Eric Hoffer


  10. Registriert seit
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    AW: Grundschule, 1. Klasse - Wie läuft's bei euch?

    Wenn man diesen Strang so liest, kommt es einem fast so vor, als ob ein Kind, das zum Schulanfang noch nicht lesen oder schreiben kann, fast schon die Ausnahme ist na ja gut, ist ja nocht repräsentativ. Meine Tochter kann es jedenfalls noch nicht. Aber wie Minstrel sehe ich auch die größere Aufgabe (zumindest zu Beginn) darin, sich in das neue soziale Gefüge einzupassen, so viele neue Kinder, Erwachsene, Situationen, Abläufe, wieder die Kleinsten zu sein...

    Nach einem Schultag (OGS) ist sie jedenfalls auch völlig kaputt. Sie spielt dann auch gerne mal einfach nur in Ruhe Playmobil, da braucht es gar nicht mehr viel Input.

    Baustelle hier ist ansonsten noch die kleine Schwester, die sich zurück gesetzt fühlt und gerne vermehrt bockt. Anstrengend, wenn man gerade pünktlich aus dem Haus sollte...

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