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  1. Registriert seit
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    AW: Eingewöhnung Kita / die Schwelle

    Vielen Dank für Eure vielen Tipps und Erfahrungsberichte!

    Tatsächlich denke ich gerade auch, dass die Erzieherin etwas aktiver sein sollte. Heute hatte ich vorher mit meiner Tochter besprochen, was ihr am liebsten wäre, und wir hatten uns darauf geeinigt, dass sie bei der Erzieherin auf den Arm geht und mir dann am Fenster zuwinkt. Dann war aber ihre Lieblingserzieherin da, die sonst erst etwas später kommt. Die habe ich gefragt, ob sie meine Tochter auf den Arm nimmt, und als ich ans Fenster kam zum Winken war sie schon mit einer Freundin und ohne Erzieherin sehr fröhlich und hatte kein Problem, als ich ging.

    Ich glaube, bei den anderen Erzieherinnen fühlt sie sich einfach noch nicht so sicher; ob dort das auf den Arm nehmen auch klappt, bleibt abzuwarten. Aber Zeit nehmen im Flur, Abschied nehmen schnell und ohne zu viel in den Räumen selbst zu sein, Winken am Fenster, notfalls evt. nochmal ein Kuscheltier / Puppe sind glaube ich Strategien, die gut funktionieren werden. Von den Großeltern gab es ein ganz kleines Schutzpüppchen, an das hatte ich auch nochmal gedacht.

    Und jetzt wird sie das Rausschupsen bei den großen Kindern sehen, vielleicht übernimmt sie das ja. Eine Freundin sagte, hilfreich dabei wäre auch, dass die Kinder die Kontrolle nicht abgeben: sie bestimmen, wann der Moment ist, sie schupsen die Eltern heraus. Finde ich auch sehr einleuchtend.


  2. Registriert seit
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    AW: Eingewöhnung Kita / die Schwelle

    Sorry,wenn ich kurz reingrätsche, aber dieses "Rausschubsen" triggert mich ein wenig.

    Ich kenne es zwar auch aus verschiedenen Kitas, aber ich finde das Schubsen als Verabschiedungsform nicht wirklich schön.

    Ich denke auch, dass Eltern sich aktiv verabschieden sollten als Initiatoren , sie sind schließlich die entscheidenden Erwachsenen - es ist m.M.n. nicht Aufgabe der Kinder, ihre Eltern zu entlassen und somit auch zu entlasten.

    Wenn ich mir eine Bringsituation vorstelle, in der eventuell mehrere Eltern mit ihren Kindern erst noch lesen/spielen/puzzlen, dann habe ich ein sehr "wuseliges" Bild vor Augen.
    Ich finde, dass eine solche Atmosphäre dann die Situation für die anderen ankommenden Kinder sehr unüberschaubar macht.

    Deshalb würde ich dafür plädieren, ein eingewöhntes Kind in den Gruppenraum zu bringen, sich zu verabschieden und es maximal (je nach nach Absprache) der Erzieherin/dem Erzieher an die Hand, auf den Arm oder auf den Schoß zu geben .

  3. Moderation Avatar von Stina
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    AW: Eingewöhnung Kita / die Schwelle

    Zitat Zitat von nachgefragt Beitrag anzeigen
    Sorry,wenn ich kurz reingrätsche, aber dieses "Rausschubsen" triggert mich ein wenig.

    Ich kenne es zwar auch aus verschiedenen Kitas, aber ich finde das Schubsen als Verabschiedungsform nicht wirklich schön.

    Ich denke auch, dass Eltern sich aktiv verabschieden sollten als Initiatoren , sie sind schließlich die entscheidenden Erwachsenen - es ist m.M.n. nicht Aufgabe der Kinder, ihre Eltern zu entlassen und somit auch zu entlasten.
    Zum ersten Satz: Das ist der Grund, weshalb es das in der Form bei uns in Kita/Kiga nicht gibt: die Kinder bekommen einerseits oft gesagt, dass schubsen nicht geht, dann sollen sie aber morgens ihre Eltern rausschubsen. Die Unterschiede verstehen sicher 4-6-jährige Kinder, kleinere nicht unbedingt.

    Beim zweiten Satz bin ich anderer Meinung. Eine Eltern-Kind-Beziehung sollte ein Miteinander sein, in der der Erwachsene lenkt - das heißt aber nicht, dass es nicht Situationen gibt, in denen ich dem Kind die Entscheidung überlasse, wie/wann etwas getan wird. Bei dem Prinzip "Rausschubsen" steht ja der an sich gute Gedanke dahinter, dass nicht das Kind verlassen wird (passiv), sondern sich aktiv verabschiedet. Das ist emotional schon ein Unterschied - nicht nur für Kinder übrigens.
    Es muss ja kein Schubsen sein. Ich hab meine Kinder mir manchmal die Tür aufmachen lassen (Knopf drücken, wozu ich sie nochmal hochheben musste). Und dann war es bei meinen Kindern auch wichtig, dann aber auch zügig zu gehen - mit Kind und Erzieherin im Rücken. Langes Winken haben genau wie mitspielen (bei uns ohnehin nur während der Eingewöhnung erwünscht) in der Anfangszeit nur bewirkt, dass sich der Moment der Trennung so lange hinzog, dass irgendwann beim Kind die Tränen flossen.
    12 26. We are Family.

    Moderation in Erziehung & Freundschaft


  4. Registriert seit
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    AW: Eingewöhnung Kita / die Schwelle

    Vielleicht liest sich meine Aussage von den aktiv sich verabschiedenden Eltern martialischer, als das, was ich mir vorstelle; da kann es durchaus Verabschiedungsrituale geben wie einmal knuddeln, ein Kuß und dann - wie du es beschreibst - den Knopf drücken.
    Aber das helfende Ritual wird kaum von den Kindern initiiert werden.

    Ich denke aber auch, Kinder spüren, wenn Eltern unsicher sind, sich nicht verabschieden wollen/können und das verunsichert dann auch sie.

    Wenn sie Vertrauen zu den ErzieherInnen gefasst haben, die Abläufe in der Kita kennen und erfahren haben, dass sie später wieder abgeholt werden (eben eine sensibel durchgeführte Eingewöhnungsphase erlebt haben), dann sollte m.M.n. nicht jeden Tag aufs Neue abgewartet werden, bis das Kind die entsprechenden Signale sendet, quasi ausdrücklich erlaubt, dass Mama/Papa geht, sondern : das Ritual wird eingehalten, vielleicht gibt es bei besonders großem Bedarf noch einmal einen Extraknuddler und dann geht Mama/Papa auch tatsächlich (so wie du es beschreibst).



  5. Registriert seit
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    AW: Eingewöhnung Kita / die Schwelle

    Wenn Kinder sich schwer trennen können, bzw. mit Übergängen Probleme haben, habe ich auch die Erfahrung gemacht, dass es für die Kinder leichter ist, wenn man den Abschied nicht ewig in die Länge zieht und damit auch Unsicherheit erzeugt, wann der für die Kinder evtl. unangenehme Moment der Trennung kommt. Das ist ja dann so eine Art Dauerstress.
    Natürlich, so ein kurzes, vorhersagbares Übergangsritual, das immer gleich abläuft (Jacke aus, Hausschuhe an, evtl. auch schon mal einen Blick in den Gruppenraum werfen, wer schon alles da ist), aber dann auch zügig verabschieden.

    Dieses Geschubse wurde bei uns irgendwann eingeführt, als mein zweites Kind schon im letzten Kindergartenjahr war - ich fand das eher befremdlich.


  6. Registriert seit
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    AW: Eingewöhnung Kita / die Schwelle

    Kurze Zwischenfrage:
    Wie läuft das ab mit dem Rausschubsen?
    Man begleitet das Kind in den Gruppenraum und wenn das Kind bereit ist, wird man vom Kind zur Tür rausgeschubst? Ein Schubs in den Rücken und tschüss?

    Bitte sagt, dass es anders abläuft und ich das hier alles nur falsch verstehe....


  7. Registriert seit
    11.08.2017
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    AW: Eingewöhnung Kita / die Schwelle

    Zitat Zitat von Venice Beitrag anzeigen
    Kurze Zwischenfrage:
    Wie läuft das ab mit dem Rausschubsen?
    Man begleitet das Kind in den Gruppenraum und wenn das Kind bereit ist, wird man vom Kind zur Tür rausgeschubst? Ein Schubs in den Rücken und tschüss?

    Bitte sagt, dass es anders abläuft und ich das hier alles nur falsch verstehe....
    Nein, du hast das schon richtig verstanden - ich habe es schon gesehen, dass Kinder mit Anlauf geschubst haben .....

  8. Avatar von Anni04
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    AW: Eingewöhnung Kita / die Schwelle

    Bei uns lief das so:

    Man begleitet das Kind in den Garderobenbereich des Gruppenraums, Kind zieht Jacke, Schuhe aus etc, Elternteil und Kind treten ein paar Schritte in den Raum, begrüßen Erzieher und reden vielleicht noch kurz, Kuss/Umarmung, Erzieher sagt “na Kind? Schubst du die Mama/den Papa noch raus?”, Kind strahlt und schiebt das Elternteil unter Gekicher durch die Tür in den Flur. (Je nach Temperament auch gerne mit anschwung und bis zur Treppe)


    Praktiziert in ab 3 Jahren (also noch nicht in den Krippen/Babygruppen)


    Probleme mit dem verschiedenen Arten des “schubsen” gab es bei uns nie. Selbst bei meinem - sonst alles sehr wortwörtlich und direkt verstehenden - Jüngsten nicht.

  9. Avatar von Anni04
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    AW: Eingewöhnung Kita / die Schwelle

    (So ein schiebendes Schubsen mit oder ohne Anschwung, während beide lachen, ist aber auch zwischen zwei Kindern im Spiel gut denkbar, ohne daß es gleich als “wir schubsen hier nicht!” geahndet wird.

    Daß man in beiden Situationen - anderes Kind oder Elternteil - lernen muss die Kraft und den Schwung zu dosieren steht außer Frage.
    Ggf sagt der jeweilige Partner auch “Halt! Nicht so doll!”)


  10. Registriert seit
    11.03.2002
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    AW: Eingewöhnung Kita / die Schwelle

    Okay, danke Euch für die Infos zum Schubsen.

    Mir persönlich gefällt das überhaupt nicht, kann mir aber vorstellen, dass es für das ein oder andere Kind hilfreich ist, weil eher mit Aktion und Spaß als mit Sentimentalität (von beiden Seiten) gespickt.

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