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  1. Avatar von Loop1976
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    AW: 20-jährigen ist alles zu wenig

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja er hat eine Freundin. Und ich glaube, daher kommt auch ein wenig dieser Schwachsinn! Sie ist ein verwöhntes Gör, 19, lebt auch bei Mutti, und bekommt alles hinten hinein geschoben. Neues Mini-Cabrio, Klamotten nur von Designern (Louis Vuitton, Alexander McQueen-Schuhe, Prada-Täschen, nur so ein Quatsch)... ich denke mein Kind hat es schwer, sich einfach durch sich selbst zu definieren, er definiert sich über „was hab ich, und wie wirke ich dadurch“. Leider ist sein Bekannten- und Freundeskreis auch nicht besser :(
    ach, sie ist ein gör....
    interessant

    ja, alles kinder einer (nach meiner meinung) falschen erziehung.
    du regst dich über die freundin auf und machst die gleichen fehler bei deinem sohn.
    das nennt man einen spiegel vorhalten.
    Nein, mein Nickname hat nichts mit meinem Geburtsjahr zu tun

    Schade, dass man im Leben Menschen begegnet, die es mit der Wahrheit nicht so genau nehmen.

    Es gibt immer 4 Versionen beim Zusammentreffen von Mann und Frau:
    Seine, ihre, die Wahrheit, und das, was wirklich passiert ist.


    Schokolade stellt keine blöden Fragen - Schokolade versteht


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    AW: 20-jährigen ist alles zu wenig

    Charlotte,

    vielleicht betrachtest Du die Härte, die Du hier kritisierst, als das, was sie tatsächlich ist: Lebenshilfe.

    Wie soll Dein Sohn in einer Welt, die zunehmend härter wird, zurecht kommen, wenn Du ihm nicht ermöglichst zu lernen, wie das geht? Diesbezüglich hast Du bisher Deine Hausaufgaben nicht gemacht, das Ergebnis ist das Verhalten, das Dein Sohn an den Tag legt.

    Du hast versäumt, ihn zu lehren, wie man Verantwortung für sich und sein Leben übernimmt und dafür gerade steht. Mal angenommen, Ihr als Eltern fallt morgen komplett aus - wie ist Dein Sohn dann gerüstet? Denkst Du, er wird mit der Situation gut zurecht kommen?

    Viele Menschen, die voran kommen oder sich Träume erfüllen wollen, müssen schauen, wie sie das organisieren, finanziell, über Einsatz von Freizeit, Urlaub, über Nebenjobs. Die meisten davon haben keine Eltern, die sagen: Ach klar, Du kannst mitfrei wohnen, wir bezahlen Dir ein Auto, Essen, Kleidung und was Du sonst noch brauchst, Du hast es ja ohnehin so schwer, weil Du Job UND Weiterbildung unter einen Hut bringen musst.

    Diese Menschen finden täglich Wege. Sie sind mitunter sehr müde und erschöpft. Am Ende des Weges aber dann auch sehr stolz auf sich selbst: SIE haben das möglich gemacht, aus eigener Kraft.

    Du verwechselst meines Erachtens darüber hinaus Konsequenz und Klarheit mit Härte. Es ist gar nicht notwendig, Kinder anzubrüllen. Es genügt, ihnen klare Regeln zu geben - Euer Haus, Eure Regeln. Werden diese nicht respektiert, steht Euer Haus auch nicht länger offen.

    Versäumnisse aus der Vergangeheit könnt Ihr nicht ausgleichen - water under the bridge. Du kannst Dir aber klar machen, dass die Art und Weise, wie Ihr Euren Sohn auf das Leben vorbereitet habt, recht defizitär war und JETZT über Klarheit und Konsequenz zeigen - das geht durchaus auf wertschätzende Weise - dass ein anderer Wind weht.

    Veränderungen sind Teil des Lebens und es wird Zeit, dass Dein Sohn lernt, wie man damit umgeht, wenn besagter Wind ein wenig rauer wird. Für ihn kann das eine Erfahrung sein, die ihm für sein ganzes weiteres Leben wertvolle Dienste leistet.

  3. Inaktiver User

    AW: 20-jährigen ist alles zu wenig

    Zitat Zitat von Loop1976 Beitrag anzeigen
    das lese ich bisher nicht.
    der tenor hier ist, dass der sohn das ergebnis der erziehung ist.
    Ja, ich hab schon verstanden, dass ich das was zu gut gemeint habe in der Erziehung. Und dass ich nun „meine Saat ernte“ ist mir auch bewusst. Das Thema ist, was mach ich mit der Ernte, und nicht, hätte ich bloß was anders gesät! Das ist zu spät. Das hilft mir auch nicht weiter

  4. Avatar von Loop1976
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    AW: 20-jährigen ist alles zu wenig

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja, ich hab schon verstanden, dass ich das was zu gut gemeint habe in der Erziehung. Und dass ich nun „meine Saat ernte“ ist mir auch bewusst. Das Thema ist, was mach ich mit der Ernte, und nicht, hätte ich bloß was anders gesät! Das ist zu spät. Das hilft mir auch nicht weiter
    du hast sehr viele tipps gekriegt.
    darauf gehst du aber kaum ein.

    vieles kannst du umsetzen, sofort sogar.
    ein gespräch mit deinem sohn sollte sofort statt finden.
    überlege dir maßnahmen, die du umsetzen möchtest und dann kommunizierst du ihm das.
    er wohnt bei euch.
    früher gab es schon mal den spruch: solange du deine füße unter meinen tisch streckst, hast du zu machen was ich will.

    der ist krass, aber etwas wahres ist dran.
    Nein, mein Nickname hat nichts mit meinem Geburtsjahr zu tun

    Schade, dass man im Leben Menschen begegnet, die es mit der Wahrheit nicht so genau nehmen.

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  5. Avatar von Roundabout
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    AW: 20-jährigen ist alles zu wenig

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja, ich hab schon verstanden, dass ich das was zu gut gemeint habe in der Erziehung. Und dass ich nun „meine Saat ernte“ ist mir auch bewusst. Das Thema ist, was mach ich mit der Ernte, und nicht, hätte ich bloß was anders gesät! Das ist zu spät. Das hilft mir auch nicht weiter
    du hast hier schon einiges an Tipps bekommen ! Leider hast du bisher darauf wenig bzw gar nicht reagiert. Ist da nichts dabei, von dem du dir vorstellen könntest, es umzusetzen?
    Wenn ich nur darf, wenn ich soll, aber nie kann, wenn ich will, dann mag ich auch nicht, wenn ich muss. Wenn ich aber darf, wenn ich will, dann mag ich auch, wenn ich soll, und dann kann ich auch, wenn ich muss. Denn die können sollen, müssen wollen dürfen.

    "Es gibt zwei Wege aus der Dunkelheit. Entweder Du machst Licht, da wo Du bist, oder Du gehst in die Sonne."


  6. Registriert seit
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    AW: 20-jährigen ist alles zu wenig

    Charlotte, wenn du sagst, er definiert sich möglicherweise über Materielles - grad auch, "dank" des Freundeskreises, in dem er sich bewegt, dann braucht er vielleicht (Be-)Stärkung, zu sich selbst zu stehen?
    Vielleicht auch mit deinem "Beispiel voran", zu dir zu stehen und dich nicht weiter - ich sag's mal so.. - ausnützen zu lassen? Und dabei: ohne ihn als Mensch fallenzulassen


  7. Registriert seit
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    AW: 20-jährigen ist alles zu wenig

    Zitat Zitat von animosa Beitrag anzeigen
    Oh je, was haben wir nur angerichtet mit unseren Kindern?

    Bei meiner Tochter ist das das gleiche. Sie hat zwar nicht so viel bekommen wie dein Sohn, weil ich immer dachte, ich will sie nicht verwöhnen. Aber sie ist trotzdem verwöhnt. Sie hat sich ihren Führerschein selbst erarbeitet. Ich hielt das für sinnvoll.

    Meine Tochter hat dann gesagt, alle Klassenkameraden beziehungsweise alle, die mit ihr auf diese Schule gingen, hätten zum 18. Geburtstag ein Auto bekommen. Nur sie und ihr Freund hatten keins bekommen. Der Freund hatte aber betuchte Eltern. Die haben wohl auch gedacht, sie bleiben pädagogisch wertvoll. Der ist aber auch nicht so undankbar geworden. Bei dem hat es geklappt.
    Das Problem dabei ist dann die gefühlte Ungleichbehandlung - "alle anderen bekommen ein Auto gekauft und ich nicht mal den Führerschein bezahlt, obwohl das Geld für den Führerschein da wäre" - natürlich fühlt man sich da zurückgesetzt!

    Anders sieht es aus, wenn man weiß, dass die Familie sparen muss, und deswegen bestimmte Sachen erarbeiten muss.
    Geändert von Saetien2 (29.08.2019 um 09:04 Uhr)


  8. Registriert seit
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    AW: 20-jährigen ist alles zu wenig

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Danke für eure Rückmeldungen und Meinungen! Ja, ist hausgemacht, das weiß ich leider 😕
    Eigene Wohnung hatten wir durch besprochen... mein Sohn beginnt mit einer 4-jährigem Abendschule, das heißt nach seiner Arbeit fährt er direkt weiter zur Hochschule. Montag bis Donnerstag. Daher einigten wir uns, dass es keinen Sinn macht, eine eigene Wohnung zu suchen, er ist ja kaum zu Hause. Und noch dazu, mit welchem Geld? Er hat ja sein gespartes für sein neues Auto ausgegeben. Obwohl: wenn es gar nicht mehr geht, dann wird es hier eine Lösung geben! Alles lass ich dann auch nicht gelten. Doch war ja bislang alles kein Thema. Keine Ahnung was da jetzt bei ihm hochkommt.
    WIeso "von welchem Geld"? Du schreibst doch gerade er hat eine Arbeit?


  9. Registriert seit
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    AW: 20-jährigen ist alles zu wenig

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja er hat eine Freundin. Und ich glaube, daher kommt auch ein wenig dieser Schwachsinn! Sie ist ein verwöhntes Gör, 19, lebt auch bei Mutti, und bekommt alles hinten hinein geschoben. Neues Mini-Cabrio, Klamotten nur von Designern (Louis Vuitton, Alexander McQueen-Schuhe, Prada-Täschen, nur so ein Quatsch)... ich denke mein Kind hat es schwer, sich einfach durch sich selbst zu definieren, er definiert sich über „was hab ich, und wie wirke ich dadurch“. Leider ist sein Bekannten- und Freundeskreis auch nicht besser :(
    Ich gebe zu, dass ich zunächst auch einen Megahals hatte beim Lesen deiner Schilderungen, Charlotte. Als ich aber diesen Post sah, bin ich etwas nachdenklich geworden. Möglich, dass ihr euren Sohn sehr verwöhnt habt, ich sehe dabei aber auch so eine Art Zugzwang. Ich meine, er wird ja aus der Schule und dem Bekanntenkreis schon längere Zeit mit Menschen zu tun haben, die sehr materialistisch eingestellt sind. Wenn er da nicht gegen anstinken kann, hat er ganz klar ein Problem, wenn er sich innerhalb dieser Gruppe behaupten will.

    Die Frage ist nur, wie man da gegensteuert.

    Bei meiner Tochter beobachte ich eine ähnliche Entwicklung, und die ist erst 13. In dem Bemühen, sie auf eine "ordentliche" Schule zu schicken, habe ich leider nicht bedacht, wie betucht die Familien mancher Kinder in der Klasse sind. Ich bin alleinerziehend, gehe arbeiten, habe aber nicht sooo die pralle Brieftasche, und dreimal im Jahr Urlaub, bzw. ständig übers Wochenende nach Sylt etc ist nun mal nicht möglich, genauso, wie ich mir kein Traumhaus leisten kann. Meine Tochter spürt das und wird auch teilweise deswegen angesprochen, wenn nicht sogar schon ausgegrenzt.

    Nichtsdestotrotz würde ich klare Grenzen setzen, diese Denkweise ist derart ungesund und es wird auch deines Sohn auf Dauer nicht weiterbringen, dauernd gesponsert zu werden. Es ist schon schwierig, da einen vernünftigen Weg zu finden. Aber dein Sohn ist erwachsen, verdient sein Geld und sollte nicht mehr länger mit einem Wunschverhalten eines 10jährigen an euch herantreten.


  10. Registriert seit
    05.12.2008
    Beiträge
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    AW: 20-jährigen ist alles zu wenig

    Verlangt von ihm ab 1.9. Kostgeld für Wohnen, Strom, Wasser, Essen etc.

    Das ist das beste, wie ihr ihn auf ein selbstbestimmtes Leben vorbereiten könnt. Es ist nie zu spät.

    luci
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH

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