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  1. Registriert seit
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    AW: 20-jährigen ist alles zu wenig

    Klingt ein bisschen nach meiner Mutter, Xanidae :)
    Die verordnete mir die Zubereitung des sonntäglichen Mittagessens. War furchtbar für mich, wir waren ja so viele, da ging jedesmal ein 5kg Sack Kartoffeln drauf.
    Und dann sollte das auch um 12 Uhr auf dem Tisch stehen (Vorsuppe, Hauptgang, Nachtisch).

    Und das mir, wo ich doch sonntags immer erst im Morgengrauen aus dem Zappelbunker kam...

    Das hat mich zu einem zügigen Auszug (mit 20)bewegt.

    Ich musste übrigens 500 DM abgeben - war 1/3 Nettogehalt. Das Geld hat meine Mutter allerdings für mich gespart und mir bei Auszug zurück gegeben...

  2. VIP Avatar von xanidae
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    AW: 20-jährigen ist alles zu wenig

    Das Sonntagsessen zuzubereiten wollte ich ihm jetzt nicht zumuten.

    Ich musste kein Kostgeld abgeben, war aber für den Einkauf und das Tanken (ich fuhr das Auto meiner Mutter um zur Arbeit zu kommen) zuständig. Wenn ich die obigen Summen lese, staune ich nicht schlecht. Von dem Geburtstagsgeld leben wir im Monat.
    Was ich über's Leben weiß, weiß ich aus Stand by Me
    Ich hab' einen Hund der Cujo heißt, und mein Auto heißt Christine
    Wenn du schreiben kannst, dann schreibe,
    wenn du singen kannst, dann sing
    Und wenn du nicht mehr weiterweißt, frag
    Stephen King


    Thees Uhlmann "Danke für die Angst"


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    AW: 20-jährigen ist alles zu wenig

    Ok, du fährst gerade die Ernte deiner Erziehung ein, auch wenn das verdammt hart klingt. Ich würde da mal ein paar Regeln aifstellen.

    Dem stelle ich mal meinen 21jährigen Nachwuchs gegenüber.
    Neben Studium selbständig tätig. Erhält weniger Unterhalt, da zu Hause wohnend und eigenes Einkommen, finanziert Leben inklusive z. B. Versicherungen ansonsten selbst.
    Gelegentlich, wenn ich einkaufe, erlasse ich das - jedoch nicht häufig. In der Regel zahlt jeder seinen Anteil. Gekocht wird gemeinsam oder im Wechsel, wie es sich ergibt. Führerschein und gebrauchtes Auto gab es hier auch. Lebt hier bisher in einem Zimmer, künftig im oberen Stockwerk. Weil:

    Bei Sanierungsarbeiten am Haus wird intensiv mitgearbeitet, auch mal Material gezahlt und gerade wollte Nachwuchs eine Zusatzausbildung zurückstellen, um Kosten für Dämmung zu übernehmen. Haben wir abgelehnt.

    Sohnemann würde bei mir ab sofort zur Miete wohnen und sich an Lebenshaltungskosten angemessen beteiligen. Er möchte doch als Erwachsener gesehen und behandelt werden, oder? Also lass ihn Verantwortung für sein Leben übernehmen. Mithilfe im Haushalt ist selbstverständlich.
    Klappt das alles nicht: eigene Wohnung. Seine Ausbildung ist abgeschlossen. Raus ins Erwachsenenleben. Sonntags gibt es auch gerne einen selbstgebackenen Kuchen bei* Mama.


  4. Registriert seit
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    AW: 20-jährigen ist alles zu wenig

    Ich kann eigentlich nur in dieselbe Kerbe hauen.

    Das ist das Ergebnis eurer Erziehung.

    Sicher gibt es junge Leute, die bekommen mehr. Andere bekommen gar nichts.

    Euer Sohn ist definitiv im oberen Bereich aufgestellt, was Zuwendungen betrifft.

    Vielleicht wäre es wirklich an der Zeit, dass er lernt, auf eigenen Beinen zu stehen.


  5. Registriert seit
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    AW: 20-jährigen ist alles zu wenig

    Zitat Zitat von Cara123 Beitrag anzeigen
    Da hilft nur, dass er seine eigene Wohnung bezieht und alles selbst zahlt. Dann weiß er erst, wie großzügig ihr wart.

    Und bis er auszieht: Kostgeld verlangen.
    Sehe ich genauso.

    Und: Hinterfrage und bekämpfe dein schlechtes Gewissen. Dazu hast du nämlich absolut keinen Grund. Lass dich bloß nicht von dem Bürschchen manipulieren.

  6. Avatar von twix25
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    AW: 20-jährigen ist alles zu wenig

    Zitat Zitat von xanidae Beitrag anzeigen
    Nicht reden, handeln:
    - ab morgen wäscht er selbst und kocht an Dienstagen und Donnerstagen für alle
    - Samstags kauft er Getränke für alle und leert den Müll
    - Sein Zimmer saugt er täglich, Mittwochs und Freitags macht er die Küche sauber
    - Ab Sonntag zahlt er Kostgeld 400€ im Monat
    - Ebenso alle Versicherungen, Handy/WLAN, die ihn betreffen


    Nur so als Vorschlag.
    Gute Idee, am Besten noch mit Einleitung :

    Du, Sohn, wir haben jetzt auch mal umgehört, was bei "Anderen" so läuft
    (tausche "er" gegen "du")

    - ab morgen wäscht er selbst und kocht an Dienstagen und Donnerstagen für alle
    - Samstags kauft er Getränke für alle und leert den Müll
    - Sein Zimmer saugt er täglich, Mittwochs und Freitags macht er die Küche sauber
    - Ab Sonntag zahlt er Kostgeld 400€ im Monat
    - Ebenso alle Versicherungen, Handy/WLAN, die ihn betreffen
    ************************************************** **************************************

    Ich so : "Och bitte" - Mein Leben so : "Nö!"

    Ich wieder: "Och bitte"

    Mein Leben so : "Naaaa guut"

  7. Inaktiver User

    AW: 20-jährigen ist alles zu wenig

    Danke für eure Rückmeldungen und Meinungen! Ja, ist hausgemacht, das weiß ich leider 😕
    Eigene Wohnung hatten wir durch besprochen... mein Sohn beginnt mit einer 4-jährigem Abendschule, das heißt nach seiner Arbeit fährt er direkt weiter zur Hochschule. Montag bis Donnerstag. Daher einigten wir uns, dass es keinen Sinn macht, eine eigene Wohnung zu suchen, er ist ja kaum zu Hause. Und noch dazu, mit welchem Geld? Er hat ja sein gespartes für sein neues Auto ausgegeben. Obwohl: wenn es gar nicht mehr geht, dann wird es hier eine Lösung geben! Alles lass ich dann auch nicht gelten. Doch war ja bislang alles kein Thema. Keine Ahnung was da jetzt bei ihm hochkommt.

    Der Punkt ist auch: als er noch klein war, war er Omas einziger Enkel und an Geburtstag und Weihnachten haben sie ihn überhäuft mit Geschenken...leider!! Dagegen hatte ich keine Chance. Dann wurde er älter und es kamen andere Enkel dazu, und plötzlich wurden die Geschenke massiv bescheidener... für uns erwachsene wahrscheinlich nachvollziehbar, für ihn eine Enttäuschung und Kränkung.
    Oma schenkt auch oft Sachen, die er gar nicht brauchen kann oder nicht anzieht. Dann schlag ich vor, er soll sie doch darauf ansprechen, dass sie ihm nur das Geld geben soll... doch das macht er nicht, denn er will sie nicht kränken.
    Na Gott sei dank ist er wenigstens bei ihr so „nett“....
    Geändert von Inaktiver User (29.08.2019 um 07:31 Uhr)

  8. Avatar von marylin
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    AW: 20-jährigen ist alles zu wenig

    Verwöhnt, aber nützt ja jetzt nix mehr... Könnt ihr ihm vermitteln, wie enttäuscht ihr von seinem Verhalten seid? Ist er dafür empfänglich? Also ich denke, wenn mir mein Sohn so kommen würde, wäre ich maßlos enttäuscht, betroffen, wütend.... und DAS würde ich ihm auch zeigen, das gäbe bei mir so ein Donnerwetter, ich glaube, der würde mir ein paar Tage nicht mehr über den Weg laufen wollen...

    Entspricht es eurem Wesen, mal kräftig auf den Tisch zu hauen und ihn mal zu fragen, ob er noch ganz dicht ist? Ihm mal eine Weile die dreckige Wäsche um die Ohren zu hauen und jeglichen Service einzustellen? Weil er einfach undankbar ist?

    mann mann mann - ich kriege mich gar nicht wieder ein...
    Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
    Ist es wichtig?
    Ist es wahr?
    Und ist es besser, als die Stille?


  9. Inaktiver User

    AW: 20-jährigen ist alles zu wenig

    Zitat Zitat von marylin Beitrag anzeigen
    Verwöhnt, aber nützt ja jetzt nix mehr... Könnt ihr ihm vermitteln, wie enttäuscht ihr von seinem Verhalten seid? Ist er dafür empfänglich? Also ich denke, wenn mir mein Sohn so kommen würde, wäre ich maßlos enttäuscht, betroffen, wütend.... und DAS würde ich ihm auch zeigen, das gäbe bei mir so ein Donnerwetter, ich glaube, der würde mir ein paar Tage nicht mehr über den Weg laufen wollen...

    Entspricht es eurem Wesen, mal kräftig auf den Tisch zu hauen und ihn mal zu fragen, ob er noch ganz dicht ist? Ihm mal eine Weile die dreckige Wäsche um die Ohren zu hauen und jeglichen Service einzustellen? Weil er einfach undankbar ist?

    mann mann mann - ich kriege mich gar nicht wieder ein...
    Kann deine Emotion verstehen, geht mir ja genau so.
    Ich bin oft so perplex und verletzt, dass ich einfach geh und ihn ignoriere. Wir reden dann nur das wenigste miteinander. Ist jetzt auch so. Es kommt dann nach solchen Diskussionen oftmals Tage später zu einer Aussprache, da fragt er dann, wie lange ich noch sauer bin oder ähnliches...einsichtig ist er nicht. Er ist ja sowieso immer schlauer 🙄 ich ignoriere das, denn mit einem fast 21-jährigem zu diskutieren ist mir zu dumm! Natürlich mach ich oft meinen Standpunkt klar, und er sieht manchmal auch ein, dass er übers Ziel hinaus geschossen ist, doch im Endeffekt ändert es seine Einstellung nicht. Er fühlt sich einfach nicht honoriert genug.

    Vor Monaten beschwerte er sich mal, dass es ein Witz ist, dass er nichts erben wird.
    Ich bekam fast einen Lachanfall. Ich bin 43. ich erklärte ihm auch, dass man grundsätzlich NACH dem Tod der Eltern erbt und ich vorhabe, noch nicht abzutreten... manchmal ist er echt ein bisschen schräg drauf. Obwohl er wirklich ein ganz toller junger Mann ist, doch in Sachen Geld völlig weltfremd.

  10. Avatar von Paraplumeau
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    AW: 20-jährigen ist alles zu wenig

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Vor Monaten beschwerte er sich mal, dass es ein Witz ist, dass er nichts erben wird.
    Ich bekam fast einen Lachanfall. Ich bin 43. ich erklärte ihm auch, dass man grundsätzlich NACH dem Tod der Eltern erbt und ich vorhabe, noch nicht abzutreten... manchmal ist er echt ein bisschen schräg drauf. Obwohl er wirklich ein ganz toller junger Mann ist, doch in Sachen Geld völlig weltfremd.
    Alles andere als weltfremd - gierig.
    Bekommt den Hals nicht voll.

    Damit hätte ich emotional ein richtiges Problem und würde ihn finanziell auf Null setzen.
    Kostgeld hätte er abzugeben (ein Drittel seines Gehalts).

    Wenn sich eine meine Töchter so verhalten würde, wäre das ein schwerer Schlag für mich und ich würde zunächst mal an mir selbst zweifeln.
    Wenn ich anderer Leute Innerstes sehen wollte, wäre ich Gerichtsmedizinerin geworden.

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