+ Antworten
Seite 6 von 11 ErsteErste ... 45678 ... LetzteLetzte
Ergebnis 51 bis 60 von 105
  1. Avatar von Wolkenschaf3
    Registriert seit
    21.04.2015
    Beiträge
    5.512

    AW: Mein lautes Kind

    Zitat Zitat von Copic Beitrag anzeigen
    Ich muss das jetzt mal fragen, seid ihr (die laute Kinder haben) selber eher laute, mitteilungsbedürftige Menschen oder gar nicht? Oder euer Partner?

    Ich bin ehrlich, ich hab ein bisschen Angst vor so einem eigenen lauten Tobekind und hoffe ein bisschen, dass das laute die Gene mitgegeben haben, denn dann widerum herrscht hier keine "Gefahr", weil wir beide eher ruhige Kinder waren (nicht böse auffassen, aber ihr sagt ja selber dass es ziemlich nervt und an eknem zerrt, und dass kann ich mir neben allen sonst tollen Eigenschaften, die die Kinder haben werden, sehr gut vorstellen).
    Ich würde sagen mein Mann und ich sind eher im Mittelfeld, also nicht
    Leise , aber auch nicht extrem laut. Wir haben aber beide jeweils einen lauten cholerischen Elternteil.

    Ich war als Kind eher wie meine Große, extrem gesprächig und Mitteilungsbedürftig abe rohne lautes Geschrei, aber auch nicht wirklich ruhig


  2. Registriert seit
    21.04.2014
    Beiträge
    11.880

    AW: Mein lautes Kind

    Laut sind weder Gatterich noch ich. Ich entstamme allerdings einer Familie, die man mit einer geladenen Waffe bedrohen muss, damit man Schweigen und volle Aufmerksamkeit bekommt. Daher rührt wahrscheinlich mein Sprechdrang - fange ich erstmal an zu reden, höre ich nicht mehr auf :)
    Gerade die kroatische Seite meiner Familie ist sehr lebhaft (und laut).

    Bricht auf einer Familienfeier an ihrem Tisch grosser Tumult aus, geht es meist nur im Killefitz. Das ist besonders auffällig, wenn die Hamburger Verwandtschaft meines Mannes auch anwesend ist. Die sind zwar nicht still und schüchtern - aber eine ähnliche Aufregung wie bei meinen Kroaten (wo lediglich Cousine 1 die Lesebrille im Auto vergessen hat und nun die Karte nicht lesbar ist, aber sie will weder vorgelesen bekommen noch eine helfend gereichte andere Brille benutzen..) wäre da nur vorstellbar, wenn die Hanseaten unten der Buffethaube eine Leiche statt des Bratens vorfinden. Oder so..

    Das hat den familieneigenen Stoßseufzer "Der Balkan macht immer Kopfschmerzen..." kreiert.

    Meine persönliche Theorie : Tochter 3 wurde mit Notkaiserschnitt geboren, es ist ein sehr großes Glück, dass sie lebt und gesund ist. In 98 Prozent solcher Fälle versterben die Kinder im Mutterleib.

    Kein Wunder, dass sie so rebellisch ist, wenn das Leben schon so los geht. Und wer weiß, wie es gewesen wäre, wenn sie ein eher duldsamer Charakter gewesen wäre?

  3. Avatar von Wolkenschaf3
    Registriert seit
    21.04.2015
    Beiträge
    5.512

    AW: Mein lautes Kind

    Ich finde „ willen brechen“ klingt so unheimlich dramatisch, finde das wird heute so inflationär benutzt

  4. Avatar von Wolkenschaf3
    Registriert seit
    21.04.2015
    Beiträge
    5.512

    AW: Mein lautes Kind

    @ Sasapi
    Meine Töchter waren beide sehr unkomplizierte schnelle Geburten


  5. Registriert seit
    21.04.2014
    Beiträge
    11.880

    AW: Mein lautes Kind

    Sehe ich auch so.

    Es gibt Dinge, die müssen so und nicht anders getan werden, Diskussionen sinnlos.

    Wenn das "Willen brechen", nun ja. Dann ist es halt so.


  6. Registriert seit
    21.04.2014
    Beiträge
    11.880

    AW: Mein lautes Kind

    Zitat Zitat von Wolkenschaf3 Beitrag anzeigen
    @ Sasapi
    Meine Töchter waren beide sehr unkomplizierte schnelle Geburten
    Ist auch nur meine persönliche Begründung. Irgendwas muss man finden, wenn es anstrengend wird. Und das war es phasenweise wirklich.

    In der Rückschau muss ich sagen - sie war ihren gleichaltrigen kroatischen Verwandten nicht unähnlich.
    Allerdings war der Umgang der Erwachsenen damit anders.
    Es wurde einmal kurz gesagt, warum etwas so ist, wie es ist. Danach wurde das Geschrei ignoriert, notfalls sprachen die Erwachsenen noch lauter. Es gab dafür eine Redensart, die etwa : Es ist ein Kind, das ist sein Job bedeutet.
    Hatte sich das Kind abgeregt, wurde es getröstet und die Sache war erledigt.


  7. Registriert seit
    20.01.2019
    Beiträge
    644

    AW: Mein lautes Kind

    Zitat Zitat von Wolkenschaf3 Beitrag anzeigen
    Ich finde „ willen brechen“ klingt so unheimlich dramatisch, finde das wird heute so inflationär benutzt

    Kann sein.. Ich weiß nicht, wer, wie oft es benutzt und was man immer damit ausdrücken will.
    Es kann diverse schwierige Situationen geben, wo man die Nerven verliert oder ungeduldig wird usw.
    Ich wollte mit dem, was ich sagte, nur dafür sensibilisieren, dass im Kind - unbemerkt - was kaputt gehen kann oder Schaden angerichtet werden kann, wenn man Machtkämpfe austrägt.

    Ich unterstelle dir ja nicht, dass es bei euch zu Machtkämpfen kommt. Woher soll ich das wissen?
    Und man kann auch nicht immer und ausnahmslos alles perfekt und richtig machen.
    Darum geht es mir gar nicht.

    Es gibt aber oft Situationen, wo zwischen Kindern und Eltern Machtkämpfe ausgetragen werden.
    Wenn man aber dafür sensibilisiert ist und reflektiert, dann kann man damit auch wieder umgehen und diese eben vermeiden und so mit den Kindern umgehen, dass sie mit sich selbst klar kommen können.
    Auch wenn man dann letztlich in mancher Situation sich durchsetzen muss, weil es nicht anders geht, dann kann man trotzdem das Kind mitnehmen, ihm signalisieren, dass man keinen Machtkampf austrägt.
    Auch wenn ein Kind nicht einmal das Wort Macht kennt, so spürt es intuitiv, ob es darum geht oder nicht.

    Deswegen kann Zureden so wichtig sein, auch wenn man letztlich sowieso etwas durchzieht.

    Es gibt Situationen, wo sehr kleine Kinder (noch vorsprachlich) psychisch sehr auffällig werden.
    Sie können aber noch gar nicht sprechen, kein einziges Wort.
    Man schlug eine Psychotherapie vor.
    Psychotherapie? Das Kind spricht doch kein Wort!

    Die Eltern hatten sehr an der Sinnhaftigkeit solch einer Therapie gezweifelt, aber die Situation war so schlimm, dass sie zustimmten. Was soll denn noch schlimmer werden können?

    Sie wollten aber hin und wieder eine Weile bei der Therapie dabei sein.
    Sie sahen, wie die Therapeutin zum kleinen Kind sprach und fanden das ganze "Theater" sinnlos, geradezu irrsinnig. Was soll das Kind davon halten? Es kann ja nichts verstehen!

    Aber das Kind wurde seitdem immer ruhiger, umgänglicher und nach vier Monaten war die Therapie beendet. Von da an entwickelte sich das Kind ganz normal weiter.

    Es waren nicht die Worte der Therapeutin wichtig, sondern das, was sie ihm sagte und parallel zur Sprache auch ausdrückte: Dass seine Eltern sich Sorgen machen, dass sie es sehr lieb haben usw.
    Das Kind verstand zwar nicht die einzelnen Worte, aber durch die Tonlage und sonst nonverbal vernahm es die Botschaft (etwas Gutes für es selbst) und das brachte die Wende.

  8. Moderation Avatar von Charlotte03
    Registriert seit
    03.05.2010
    Beiträge
    18.931

    AW: Mein lautes Kind

    Zitat Zitat von Wolkenschaf3 Beitrag anzeigen
    Ich finde „ willen brechen“ klingt so unheimlich dramatisch, finde das wird heute so inflationär benutzt
    Meine Kinder sind erwachsen. Ist also alles schon länger her.

    Ich empfand diese Trotzphase als emotionalen Raubüberfall auf mich. Ich las damals ein Buch von Sichterman "Nein,nein, will nicht." Das hat mir super durch diese Zeit geholfen. Eventuell bekommst du es bei Momox oder so.

    Es geht um Grenzen setzen, nicht um Willen brechen.

    Dein Kind prüft, wo die Grenzen sind. Es ist ein Forscher. Aber auch Forscher erfahren Grenzen und dies strengt sie masslos an. Frust.... Stress

    Und da wird dein Kind laut.

    Ich glaube, was gut ist, wenn du nicht mitleidest, nicht denkst oh.. je... was mach ich nur.
    Ich hatte einen Zettel mit "emotionaler Raubüberfall" in der Küche. Komisch, aber es half mir.

    Ich habe in solchen Momenten mein Kind mit diesen Worten auf einen Stuhl in sein Zimmer gesetzt: Ich mag dieses Verhalten nicht.

    Dann gab es den Küchenwecker und Alter in Minuten gab es die Auszeit.
    Wenn Kind raus kam, habe ich es wieder zurück gebracht. Das dauert ein wenig ... Üben muss man es.
    Genieße deine Zeit.
    Denn du lebst nur jetzt & heute.
    Morgen kannst du gestern nicht nachholen und später kommt früher, als du denkst.
    Moderatorin in "Schule, Uni, Studium und Ausbildung" "Gehören Kinder zu einem erfüllten Leben dazu?" und...Userin


  9. Registriert seit
    20.01.2019
    Beiträge
    644

    AW: Mein lautes Kind

    Zitat Zitat von Charlotte03 Beitrag anzeigen
    Ich habe in solchen Momenten mein Kind mit diesen Worten auf einen Stuhl in sein Zimmer gesetzt: Ich mag dieses Verhalten nicht.

    Dann gab es den Küchenwecker und Alter in Minuten gab es die Auszeit.
    Wenn Kind raus kam, habe ich es wieder zurück gebracht. Das dauert ein wenig ... Üben muss man es.

    Genau!
    Solche Vorgehensweisen meine ich mit Machtkampf.
    Dahinter stecken manchmal Gefühle der Hilflosigkeit und/oder Überforderung der Eltern.

  10. Moderation Avatar von Charlotte03
    Registriert seit
    03.05.2010
    Beiträge
    18.931

    AW: Mein lautes Kind

    Zitat Zitat von putulu Beitrag anzeigen
    Genau!
    Solche Vorgehensweisen meine ich mit Machtkampf.
    Dahinter stecken manchmal Gefühle der Hilflosigkeit und/oder Überforderung der Eltern.
    d Das seh ich anders. Es geht hier nicht um einen Machtkampf, sondern um Grenzen setzen (dieses Verhalten nicht) und um Rausnehmen aus einer Situation.
    Genieße deine Zeit.
    Denn du lebst nur jetzt & heute.
    Morgen kannst du gestern nicht nachholen und später kommt früher, als du denkst.
    Moderatorin in "Schule, Uni, Studium und Ausbildung" "Gehören Kinder zu einem erfüllten Leben dazu?" und...Userin

+ Antworten
Seite 6 von 11 ErsteErste ... 45678 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •