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  1. Registriert seit
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    AW: Mein lautes Kind

    Ja nur ....
    Mein Sohn kann sich in solchen Situationen sehr lange (!) sehr festfahren. Ist dann auch für Brückenangebote nicht erreichbar.

    Und je nach Tagesform haben wir das sehr oft am Tag....
    A man is likely to mind his own business when it is worth minding. When it is not, he takes his mind off his own meaningless affairs by minding other people´s business. - Eric Hoffer


  2. Registriert seit
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    AW: Mein lautes Kind

    Zitat Zitat von Wolkenschaf3 Beitrag anzeigen
    Was kann man machen, außer Zeigen, dass Schreien nicht zum gewünschten Ergebnis führt

    Keinen Machtkampf mit dem eigenen Kind.
    Das wäre das Falscheste, was man machen kann.

  3. Moderation Avatar von Stina
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    AW: Mein lautes Kind

    Meine Große ist ja, wie Du glaube ich weißt, auch ein Kind, das zu Wutgebrüll und Toben neigt. Und auch, wenn sie durchaus auch eine leise Seite hat, ist sie auch oft sehr laut in der normalen Sprechstimme, besonders - und das tut mir irgendwo immer leid - wenn sie sehr fröhlich und ausgelassen ist. Oder - das ist ja normal - wenn sie sich in Rage redet. Bei uns reagiert (mal wieder ) der Papa empfindlicher drauf, aber ich gebe zu, mich nervt es auch oft. Ich versuche es, wenn es so im Spiel oder vor Fröhlichkeit passiert, manchmal auszuhalten, damit ich sie nicht die ganze Zeit runterbremsen muss. Aber wir weisen schon beide oft drauf hin, dass sie zu laut ist - außerhalb der eigenen vier Wände auch durchaus streng. Oder ich sage ihr, durchaus kombiniert mit einem Knuddler und einem Augenzwinkern, dass ich sie beim spielen mit den Nachbarskinder mal wieder am lautesten gehört habe.

    Diese Grundlautstärke ist das eine, wo ich hoffe, dass das mit Geduld und stetigem thematisieren, aber auch etwas Humor und Gelassenheit, in den Griff zu bekommen ist. Zumal ich zum Beispiel weiß, dass sie anderswo überhaupt nicht als lautes Kind wahrgenommen wird und daheim - finde ich - dürfen wir das dann ein Stück weit auch ertragen.

    Kreischen und Wutanfälle werden besser. Es gibt diese Situationen auch mit 8 Jahren noch, aber doch deutlich seltener als zwischen 2 und 5. Die Methoden sind eigentlich immernoch dieselben: Trigger wie argen Hunger und schlimme Müdigkeit meiden. Sehr klare Absprachen und Ansagen im Vorfeld, wie etwas laufen wird, auch wenn wir dafür von anderen Leuten manchmal angeschaut werden, als wären wir unagemessen hart/ die Oberspießer/ völlig empathielos... (such Dir was aus ), weil es oft diese ganz kleinen Abweichungen zwischen Eltern- und Kindervorstellung sind, die dann aus dem Nichts eine Eskalation hervorrufen. Und wenn es doch passiert: ebenfalls klare Ansagen, stoische Gelassenheit und trösten, wenn die Wut in Verzweiflung umschlägt. Inzwischen kommt es auch vor, dass sie sich dann von selbst zurückzieht und auch klar äußert "lass mich mal einfach kurz in Ruhe" - und dann geht es auch wieder.
    Aber davon seid Ihr sicher noch ein Stück weit weg...
    12 26. We are Family.

    Moderation in Erziehung & Freundschaft

  4. Avatar von Wolkenschaf3
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    AW: Mein lautes Kind

    Die Grundlautstärke ist zwar nervig, aber da hilft manchmal schon ein freundlicher Hinweis. Es gibt ja nicht wenige Menschen die als Erwachsene auch noch eine sehr laute Stimme haben. Ich sitze mit einem Kollegen im Großraumbüro, der den Spitznahmen „ Telefonator“ trägt weil er extrem laut telefoniert.

    Ihr Grundtemperament ist nun mal laut und explosiv. Sie ist ein sehr extrovertiertes Kind, was ja durchaus positive Aspekte hat.
    Hunger ist z.B. Auch so eine Sache. Sie ist gern und viel, ist aber eher klein und zierlich. Oft meldet sie aber auch Hunger an wenn eigentlich was anderes das Problem ist , z.B. Langeweile und ich möchte keinesfalls jedes Problemchen mit Essen kompensieren.

    Ich glaube Langeweile ist wirklich ein großer Trigger . Aber die kannn und sollte man ja auch nicht ständig vermeiden

    Sie ist einfach sehr Energiegeladen und irgendwie digital. Müdigkeit z.B. kündigt sich bei ihr nicht an sondern kommt plötzlich. Man hört ja immer von Abendritualen mit langsam runterkommen. Geht bei ihr gar nicht, besser Action bis zum Umfallen. Gibt zwar schwierige 10 Minuten, aber dann ist alles gut

  5. Avatar von Wolkenschaf3
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    AW: Mein lautes Kind

    Zitat Zitat von putulu Beitrag anzeigen
    Keinen Machtkampf mit dem eigenen Kind.
    Das wäre das Falscheste, was man machen kann.

    Naja was heißt Machtkampf.
    Ich halte es jedenfalls nicht für sinnvoll einem Kind zu signalisieren, du musst nur laut genug schreien, dann bekommst du was du willst

  6. Avatar von animosa
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    AW: Mein lautes Kind

    Kinder testen Grenzen aus. Genau das passiert ja in der Trotzphase. Und dann erwarten Sie, dass sie gestoppt werden. Wenn das fehlt, verlieren sie den Halt. Sie spüren keine Geborgenheit mehr. Das ist wie Verwahrlosung. Oder es ist sogar Verwahrlosung.
    Wir kommen zum Mond, aber nicht mehr an die Tür des Nachbarn.


  7. Registriert seit
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    AW: Mein lautes Kind

    Ich muss das jetzt mal fragen, seid ihr (die laute Kinder haben) selber eher laute, mitteilungsbedürftige Menschen oder gar nicht? Oder euer Partner?

    Ich bin ehrlich, ich hab ein bisschen Angst vor so einem eigenen lauten Tobekind und hoffe ein bisschen, dass das laute die Gene mitgegeben haben, denn dann widerum herrscht hier keine "Gefahr", weil wir beide eher ruhige Kinder waren (nicht böse auffassen, aber ihr sagt ja selber dass es ziemlich nervt und an eknem zerrt, und dass kann ich mir neben allen sonst tollen Eigenschaften, die die Kinder haben werden, sehr gut vorstellen).


  8. Registriert seit
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    AW: Mein lautes Kind

    Zitat Zitat von Wolkenschaf3 Beitrag anzeigen
    Naja was heißt Machtkampf.
    Ich halte es jedenfalls nicht für sinnvoll einem Kind zu signalisieren, du musst nur laut genug schreien, dann bekommst du was du willst

    Wichtig ist, wie du und das Kind, ihr beide es erlebt.
    Wenn es was von einem Machtkampf bekommt, dann kann es dem Kind schaden.
    Der Erwachsene ist nun mal aus der Sicht des Kindes übermächtig (nicht nur körperlich).
    Wenn der Erwachsene etwas durchsetzt, dann sollte es mit Einfühlung geschehen.
    Das Kind darf nicht das Gefühl bekommen, dass es bzw. sein Wille gebrochen wird, dass es "verliert" (eben kein Machtkampf).
    Wie man das erreicht, ist situationsabhängig.
    Wichtig ist, sich dessen bewusst zu sein, dass es nicht zu einem "Brechen" (des Willens) kommen darf.
    Wenn man das nicht aus den Augen verliert, dann wird man eher das Kind mitnehmen können und weniger Gefahr laufen, sich machtvoll durchzusetzen.
    Manchmal wird alleine schon reden helfen, auch wenn das Kind weiter schreit, denn es wird ihm zumindest signalisiert "Ich nehme dich ernst", "Ich mache es nicht, um mich durchzusetzen" (ohne dass man es so formuliert.. alleine das Gespräch mit dem Kind signalisiert schon was).
    Kinder nehmen sehr viel wahr, auch nicht Ausgesprochenes.
    Und genauso nehmen sie einen noch so subtilen Machtkampf wahr, den sie ohnehin sowieso nur verlieren können.


  9. Registriert seit
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    AW: Mein lautes Kind

    Hm. Die Frage ist ja aber nicht so sehr der theoretische Überbau, sondern das Praktische.

    Nehmen wir an, es ist Frühstückszeit und der Jüngste bekommt einen Wutanfall, weil er nur Griessbrei essen möchte und ich sage, den koche ich heute nicht.

    Die anderen zwei Kinder brauchen Frühstück, Frühstücksboxen und möchten sich auf ihren Tag vorbereiten (zB das eine oder andere mit mir besprechen)

    Nun kann ich das brüllende Kind da sitzen lassen (Unterhaltung unmöglich, weil zu laut). Oder ich kann es wiederholt in sein Zimmer tragen (zerrupft das Frühstück).
    Oder ich kann jeweils bereits am Vorabend besprechen, was es am nächsten Morgen zum Frühstück gibt. (Und hoffen, dass das hilft) Oder nach dem ersten Nörgeln den Griessbrei machen (aus Rücksicht auf die anderen) oder
    ....

    (Nach 30 Minuten muss dann auch das brüllende Kind angezogen werden, Zähne putzen, ich muss meinen Kram zusammensuchen und wir müssen aus dem Haus. Nicht jeder Wutanfall kann bis zur Auflösung begleitet werden.)

    Das bringt einfach viel Stress in die Familie.

    Was wir versuchen:
    - mit den Grossen absprechen, dass sie sich nicht einmischen (denen tut der kleine nämlich leid und sie würden ihm gern alles geben)
    - unter den Erwachsenen im Detail besprechen, wie wir reagieren wollen (sorgt sonst für viel Stress)
    - möglichst viel vorab abmachen
    - unterzucker vermeiden (wobei das schwierig ist, denn wenn er Hunger hat, wird er zu wütend zum Essen oder Trinken und wenn er zB am Abend ausgerastet ist (und drum nichts gegessen hat) wacht er morgens schon hungrig auf.

    Und dennoch: manchmal schreie auch ich. Und ich habe den Kleinen zB auch schon in den Garten gestellt und die Tür geschlossen, weil ich mit meiner Tochter etwas wichtiges besprechen wollte.
    A man is likely to mind his own business when it is worth minding. When it is not, he takes his mind off his own meaningless affairs by minding other people´s business. - Eric Hoffer


  10. Registriert seit
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    AW: Mein lautes Kind

    Insgesamt hätte ich bisher gesagt, dass ich einen eher elastischen und geduldigen Stil habe. Machtkämpfe sind nicht mein Ding.

    Aber dieser Dritte ist einfach sehr viel intensiver als seine Geschwister. Und bringt mich immer mal wieder ans Limit.
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