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  1. Registriert seit
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    Private Schulen

    Liebe Mit-Eltern,

    ich würde mich freuen, wenn euer Schwarmwissen mir helfen könnte.
    Und zwar: In letzter Zeit lese und höre ich in den Medien viel von Eltern, die ihre Kinder statt auf eine staatliche (weiterführende) Schule auf eine private Schule schicken, da diese akademisch und klienteltechnisch den staatlichen Schulen vorgezogen werden.
    Viel Konkretes ist da leider nicht zu erfahren und ich bin wirklich neugierig, um was für Schulen es sich da wohl handelt.
    Mir ist z.B. bewusst, dass konfessionelle Schulen formal in privater Trägerschaft sind, obgleich de facto hauptsächlich staatlich finanziert. Da ich aber bisher von keiner konfessionellen Schule weiß, die 300 bis 400 € monatliches Schulgeld (Diese Angabe habe ich jetzt auch schon mehrmals gelesen) kostet, denke ich nicht, dass von diesen Schulen die Rede ist.
    Es existieren ja auch die "Internationalen Schulen" in großen Städten, die von internationalen "Expats" frequentiert werden und englischsprachig sind. Da der Sprachaspekt in den Artikeln, die ich gelesen habe, nicht erwähnt wird, gehe ich davon aus, dass auch diese Schulen nicht gemeint sind.
    Aus meiner eigenen Schulzeit (Abi in den 90ern) kenne ich private Schulen mit sehr kleinen Klassen, die Schulgeld kosteten. Allerdings waren diese damals keinesfalls akademisch besonders angesehen, dorthin gingen eher Kinder wohlhabender Eltern, die auf den staatlichen Gynmasien oder Realschulen leistungstechnisch nicht bestehen konnten und so vor einem- von ihren Eltern als nicht adequat empfundenen- Schulabschluss auf einer Hauptschule bewahrt wurden. Oder die wegen sozialen Fehlverhaltens aus anderen Schulen geflogen waren, wahrscheinlichlich für "Delikte", die heutzutage keiner Erwähnung wert wären. Diese Schulen hatten -obgleich kostenintensiv- also immer einen etwas dubiosen Ruf. Deshalb frage ich mich: Sind solche Schulen diejenigen, auf die Eltern ihre Kinder gerne schicken?
    Oder kann sonst jemand Licht ins Dunkel bringen ?


  2. Registriert seit
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    AW: Private Schulen

    Ist das Werbung? Kommt die noch?

    Ansonsten kann ich mir kaum vorstellen, dass die Schulkonzepte von Waldorf oder Montessori oder Neuhof Schulen oder Sabel oder oder oder an dir vorüber gegangen sein können.

    Dubiosen Ruf hat da keine mehr. Im Gegenteil.
    Glaubs einfach

    Planst du das für ein Kind? oder was ist der Hintergrund?


  3. Registriert seit
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    AW: Private Schulen

    Zitat Zitat von MangoMuffin Beitrag anzeigen
    Aus meiner eigenen Schulzeit (Abi in den 90ern) kenne ich private Schulen mit sehr kleinen Klassen, die Schulgeld kosteten. Allerdings waren diese damals keinesfalls akademisch besonders angesehen, dorthin gingen eher Kinder wohlhabender Eltern, die auf den staatlichen Gynmasien oder Realschulen leistungstechnisch nicht bestehen konnten und so vor einem- von ihren Eltern als nicht adequat empfundenen- Schulabschluss auf einer Hauptschule bewahrt wurden. Oder die wegen sozialen Fehlverhaltens aus anderen Schulen geflogen waren, wahrscheinlichlich für "Delikte", die heutzutage keiner Erwähnung wert wären. Diese Schulen hatten -obgleich kostenintensiv- also immer einen etwas dubiosen Ruf. Deshalb frage ich mich: Sind solche Schulen diejenigen, auf die Eltern ihre Kinder gerne schicken?
    Oder kann sonst jemand Licht ins Dunkel bringen ?
    In meiner Stadt sind es in der Regel genau solche Schulen, die Privatschulen sind - abgesehen von konfessionellen Schulen, Waldorfschulen, Montessorischulen oder vom Konzept her sehr freien Schulen und der besagten internationalen Schule. Es ist schon so, dass gewisse konfessionelle Schulen in meiner Stadt als "besser" gelten, weil die ihre Schüler aussuchen können, jedenfalls in einem gewissen Rahmen. Allerdings handelt es sich dabei um eine "Minderheitenreligion" hier in der Gegend, da kann gar nicht jeder hin (sie nehmen zwar offiziell jeden auf, aber in der Regel sind sie so gefragt, dass erstmal die Plätze mit Schülern der Konfession der Schule besetzt werden).
    Ich weiß aber, dass das in anderen Bundesländern teilweise ganz anders aussieht.


  4. Registriert seit
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    AW: Private Schulen

    @R_Rokeby: ich glaube, sie meint "stinknormale" Privatschulen, wobei die meist ja doch irgendein Alleinstellungsmerkmal haben, sei es, dass es ein Internat ist, das auch externe Schüler aufnimmt, oder eben konfessionelle Schulen o.ä.

    Ein besonderes Konzept ist ja heutzutage nicht mehr an Privatschule gebunden, gerade im Grundschulbereich gibt es viele öffentliche Schulen, die auch mit Montessori-ähnlichen Konzepten arbeiten z. B.

  5. Moderation Avatar von izzie
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    AW: Private Schulen

    Es gibt Schulen, die über die Evangelische Schulstiftung einkommenabhängige Elternbeiträge = Schulgeld erheben (zwischen 60 und 540€ pro Monat). Die Europäischen Schulen nehmen Schulgeld, Waldorf-Schulen, Klax-Schule auch.

    Schau mal hier (Unterschied Ersatz- und Ergänzungsschule).
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    Moderation von:
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  6. Registriert seit
    12.04.2014
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    AW: Private Schulen

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen
    Ist das Werbung? Kommt die noch?
    Nö, warum sollte sie?

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen
    Ansonsten kann ich mir kaum vorstellen, dass die Schulkonzepte von Waldorf oder Montessori oder Neuhof Schulen oder Sabel oder oder oder an dir vorüber gegangen sein können.

    Dubiosen Ruf hat da keine mehr. Im Gegenteil.
    Glaubs einfach
    Es geht hier nicht darum, dass oder ob ich etwas glaube oder nicht , es ist genau wie ich weiter oben sage: Ich kenne ausser den von mir genannten Privatschultypen keine weiteren und bin neugierig, was das für Schulen sind. Und der Dubiosität verdächtige ich keine Schule, sondern erwähne lediglich, dass das in meiner lange vergangenen Schulzeit in meiner Stadt so war.

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen
    Planst du das für ein Kind? oder was ist der Hintergrund?
    Nein, eigentlich nicht. Wir stehen zwar kurz vor der Entscheidung für eine weiterführende Schule, haben aber zum Glück sehr gute staatliche Schulen in unserer Stadt, die ich mir als Schule der Wahl sehr gut vorstellen kann. Sowohl schulisch als auch was das Umfeld angeht.
    Ich bin einfach nur neugierig und möchte Konkreteres erfahren über Privatschulen, weil ich derzeit viel darüber lese.


  7. Registriert seit
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    AW: Private Schulen

    Zitat Zitat von MangoMuffin Beitrag anzeigen
    Nö, warum sollte sie?



    Es geht hier nicht darum, dass oder ob ich etwas glaube oder nicht , es ist genau wie ich weiter oben sage: Ich kenne ausser den von mir genannten Privatschultypen keine weiteren und bin neugierig, was das für Schulen sind. Und der Dubiosität verdächtige ich keine Schule, sondern erwähne lediglich, dass das in meiner lange vergangenen Schulzeit in meiner Stadt so war.
    Letzteres hattest Du doch auch einfach so geglaubt. Oder wurde das irgendwie bewiesen?

    Ansonsten gibt es tatsächlich nur zu sagen, dass die Schulen in freier Trägerschaft sich ihren Platz in der Bildungslandschaft vor allem mit Konzepten (Monte, Waldorf) oder durch einen konfessionellen Trägerhintergrund (und besonderen Konzepten) erkämpft haben.


  8. Registriert seit
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    AW: Private Schulen

    Zitat Zitat von MangoMuffin Beitrag anzeigen
    Ich bin einfach nur neugierig und möchte Konkreteres erfahren über Privatschulen, weil ich derzeit viel darüber lese.
    Mag sein, dass Journalisten da gerne drüber schreiben, aber ob sie deshalb im Trend sind? Wo in meinem Umfeld Kinder auf Privatschulen waren/sind, hatte das folgende Gründe:

    - die konfessionelle Schule hat einen besseren Ruf als die normale Grundschule nebenan, die im sozialen Brennpunkt liegt
    - die konfessionelle Schule hat den Ruf, aufgrund ihres Leitbildes/Menschenbildes eher auf die Schüler einzugehen
    - das Konfessionelle ist den Eltern wichtig
    - das Kind hat Lernprobleme und man hat das Gefühl, an der Privatschule wird man ihm der kleineren Klassen wegen eher gerecht
    - man findet Montessori das einzig Wahre oder möchte mit der Waldorfschule dem Kind den Schulstress ersparen
    - die Privatschule hat bessere/verlässlichere Betreuungszeiten


  9. Registriert seit
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    AW: Private Schulen

    Zitat Zitat von MannMann Beitrag anzeigen
    Letzteres hattest Du doch auch einfach so geglaubt. Oder wurde das irgendwie bewiesen?
    Wenn man mehrere Leute kennt, die an der Schule sind oder deren Eltern kennt, dann kann man das in der Regel einschätzen.
    Ich erinnere mich, dass ich das auch für ein Gerücht hielt, bis ich dann in meiner Schulzeit mit einer Schülerin einer solchen Schule eng befreundet war und mitbekam, wie die Leistungsanforderung dort dann waren. Und jetzt als Mutter kenne ich durchaus Eltern, die Kinder an solchen Schulen haben und offen zugeben, dass die schon ein Sammelbecken für "Problemschüler" sind. Und sei es nur ein Problem wie LRS oder AD(H)S ist, wo ein besseres Eingehen auf die Schüler oder die kleinen Klassen schon sehr hilfreich sind.
    Ich habe selbst ein Kind mit heftiger LRS, und ich habe eine bestimmte Privatschule schon im Auge, falls es auf Dauer an der jetzigen staatlichen Schule nicht gut gehen sollte - aber das ist der Notfallplan, mir wäre die staatliche Schule schon lieber.
    Geändert von Tigerente (06.08.2019 um 14:45 Uhr)

  10. Avatar von Antje3
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    AW: Private Schulen

    Das Spektrum ist groß und weit – gerade in Bayern sind die von Dir erwähnten konfessionellen Schulen weit verbreitet – ein Schulgeld wird (außer bei Internaten) i.d.R. nicht verlangt – manchmal aber eine Art „Verbrauchsgeld“ – meist ein kleiner 2-stelliger Betrag im Monat (um die 20 €) – an anderer Schulen nennt sich sowas dann eher Kopiergeld etc.

    Es gibt natürlich die komplett privat geführten internationalen Schulen – da dürften dann aber 300 € Schulgeld nicht ausreichen. Das bewegt sich in der Größenordnung: 800 € einmalige Registrierungsgebühr, 5000 € einmalige Schul-Investitionsgebühr, danach jährlich 13.200 € Schulgebühren ab Kindergarten – steigend bis zu 16.000 € – zuzüglich Prüfungsgebühren.

    Privat sind aber auch Waldorfschulen – hier monatlich 280 €, Montessorischulen – hier 240,00 € monatlich + Aufnahmegebühr 300,00 € einmalig + 750 € Investitionskosten einmalig, Berufsfachschulen (z.B. eine für Ausbildung in Informatik, Webdesign und Elektrotechnik, kostet 195 € im Monat; Wirtschaftsschule, kostet 135 € im Monat, kaufmännische Ausbildung für IT und Mediendesign kostet 195 € im Monat; eine private bedarfsgerechte Ganztagsrealschule 265 €; eine Technikerschule – Kosten je nach Beruf: Maschinenbau, Elektrotechnik, Mechatronik: 195 €, €, Bautechnik, Holztechnik, Heizungs-, Sanitär- und Klimatechnik: 220,00 €; Fremdspracheninstitut 170,00 €; Private Wirtschaftsschule 120 €; es gibt sogar ein Privates Lyzeum der Republik Griechenland…

    Und das waren noch bei weitem nicht alle.
    Wer glaubt, daß Abteilungsleiter Abteilungen leiten, glaubt auch, daß Zitronenfalter Zitronen falten..

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