+ Antworten
Seite 4 von 4 ErsteErste ... 234
Ergebnis 31 bis 39 von 39

  1. Registriert seit
    03.04.2016
    Beiträge
    288

    AW: Private Schulen

    Ich kenne mehrere Familien mit Kindern auf Privatschulen. Gründe waren:
    - besonderes Konzept (hier: Montessori)
    - internationales Paar mit internationalen Ansprüchen (z. B. bilingualer Unterricht)
    - „Flucht“ vor Problemschule im Einzugsgebiet
    - eigenes Problemkind probiert verschiedene Schultypen durch

    Die Privatschule, die ich hier vom vorbeifahren kenne, ist eher elitär orientiert. Das Schulgeld liegt im 5-stelligen Bereich, da sind Extraausgaben für Lehrmaterialien, Prüfungen und Exkursionen noch gar nicht drin, ist also nicht „für jeden“ offen.


  2. Registriert seit
    06.03.2005
    Beiträge
    2.600

    AW: Private Schulen

    Wir wohnen in einem Ort mit erstaunlich heterogener Schullandschaft. Die Grundschulen sind inzwischen alle städtisch, kostenfrei, auch die mit Montessori-Konzept, die weiterführenden zu erheblichen Teilen privat. Am teuersten ist das Internat, das Realschulabschluss und Abitur nach Montessori anbietet, auch für Externe. Es hat den Ruf, "reiche dumme Kinder" zu unterstützen. Freunde, deren Kind so zwischen Realschule und Gymnasium stand, haben diese Schule ausgesucht. Täte ich in einer ähnlichen Situation wohl auch. Dann gibt es eine konfessionelle Gesamtschule (nimmt jeden), ein städtisches Gymnasium (nimmt jeden), beide mit gutem Ruf, kostenfrei. Ein konfessionelles Gymnasium (nimmt nur Getaufte, kostenfrei), mit sehr gutem Ruf. Drei Kilometer weiter noch eine konfessionelle Schule/Internat mit Hochbegabtenzweig mit hervorragendem Ruf (Religion egal, Leistungsauswahl, kleines Schulgeld für die umfangreichen Nachmittagsaktivitäten).

    Abgesehen von der letzterwähnten Schule wird in allen nur mit Wasser gekocht. Bei den privaten sind die Lehrer oft nicht verbeamtet, daher schlechter bezahlt und wechseln eher. Dafür wird über den Taufzwang und Auswahlkriterien wie Sozialverhalten eine sehr homogene und eher gut erzogene bildungsbürgerliche Klientel angezogen. Die Schüler sind nicht besser, weil die Schule so gut wäre, sondern hauptsächlich, weil sie einen entsprechende Hintergrund haben. Was sich allerdings auswirkt, ist wenn, wie in der Hochbegabtenschule, der Anteil an interessierten Schülern überproportional hoch ist. Das Lernen macht dann, auch den Normalbegabten, mehr Spaß. Mobbing wegen vermeintlichen Strebertums (am Montessorinternat) kam an den konfessionellen Gymnasien auch nicht vor. Darüberhinaus gibt es in erreichbarer Nähe noch eine französische Schule und eine Internationale Schule, die bac bzw. IB anbieten und nicht ganz billig sind.

  3. Avatar von Wolkenschaf3
    Registriert seit
    21.04.2015
    Beiträge
    5.512

    AW: Private Schulen

    Ich bin erstaunt wieviel konfessionelle schulen und Privatschulen es anderswo gibt.
    Hier (zweitgrößte Stadt Niedersachsen) sind fast alle weiterführenden Schulen staatlich.
    Das CJD unterhält ein Gymnasium mit Hochbegabtenzweig, eine Internationale Schule. eine Oberschule und eine Grundschule.
    Es gibt zwei katholische Grunschulen, eine Waldorfschule, eine freie Schule. Der Rest der Grunschulen ist staatlich


  4. Registriert seit
    26.10.2016
    Beiträge
    5.100

    AW: Private Schulen

    Zitat Zitat von Wolkenschaf3 Beitrag anzeigen
    Ich bin erstaunt wieviel konfessionelle schulen und Privatschulen es anderswo gibt.
    Anscheinend gibt es bezüglich der konfessionellen und sonstigen Privatschulen auch ein markantes Nord-Süd-Gefälle.
    Cave: Beiträge können ggf. marginale Rückstände von Ironie und Sarkasmus aufweisen.
    Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie das Posting oder fressen Sie die Verfasserin.


  5. Registriert seit
    27.04.2005
    Beiträge
    6.231

    AW: Private Schulen

    Zitat Zitat von Carcasonne Beitrag anzeigen
    Anscheinend gibt es bezüglich der konfessionellen und sonstigen Privatschulen auch ein markantes Nord-Süd-Gefälle.
    Eher ein massives evangelisch/katholisch-Gefälle. Ich habe das Gefühl, konfessionelle Schulen sind hauptsächlich katholisch, und davon gibt es mehr dort, wo halt viele Leute katholisch sind. Die einzige evangelische Schule, die ich kenne, ist eher freikirchlich orientiert. Ich habe teilweise das Gefühl, da wo es viele konfessionelle Privatschulen gibt, und deshalb viele Kinder auf Privatschulen gehen, gibt es dann auch einen Markt für andere Privatschulen bzw. ist das dort normaler und hat weniger "Dünkel", auf eine Privatschule zu gehen.

  6. Avatar von Antje3
    Registriert seit
    04.05.2002
    Beiträge
    13.372

    AW: Private Schulen

    Na ja - historisch gesehen haben wir hier eine gewisse "Sonderstellung" - nachdem in der Stadt mit dem Religionsfrieden 1555 grob gesagt alle wichtigen Ämter paritätisch besetzt wurden, gab es hier eine für bayerische Verhältnisse auch große Anzahl evangelischer Bürger. Und auch wohlhabende. Und nachdem man als evangelischer Wohlhabender seine Kinder schwerlich auf eine katholische konfessionelle Schule schicken konnte, gab es natürlich auch evangelische konfessionelle Schulen - teilweise eben bis heute.
    Wer glaubt, daß Abteilungsleiter Abteilungen leiten, glaubt auch, daß Zitronenfalter Zitronen falten..


  7. Registriert seit
    07.07.2016
    Beiträge
    675

    AW: Private Schulen

    In unserer Stadt gibt es auch ein paar Privatschulen, eine davon kenne ich ganz gut. Die Eltern, die ihre Kinder dort anmelden, haben oft ein durchschnittliches Einkommen und verzichten dafür auf manches, wobei das Schulgeld da auch nicht so hoch ist, dass. Ich habe da bislang auch nicht erlebt, dass sich jemand darauf etwas eingebildet hätte, weder die Kinder, noch die Eltern. Ich würde persönlich auch nicht ausschließen, unseren Sohn eines Tages ebenfalls auf einer der Privatschulen anzumelden, wobei er jetzt zu jung ist, als dass ich mir da konkrete Gedanken machen würde. Letzten Endes sind die Privatschhulen, von denen ich hier weiß, auch nicht soo besonders, wie das vielleicht bei den ganz teuren der Fall ist. Verlässlicher, weniger Unterrichtsausfall, gerade bei der konfessionellen Schule natürlich auch Lehrer mit entsprechender Überzeugung, also sicher auch insgesamt homogener als die staatlichen Schulen.
    Zugegebenermaßen kenne ich aus meiner Kindheit keine Privatschulen und hielt sie früher für extrem teure Eliteeinrichtungen. Die gibt es sicher auch, aber solche kenne ich hier nicht.

  8. Avatar von Antje3
    Registriert seit
    04.05.2002
    Beiträge
    13.372

    AW: Private Schulen

    Ich habe keine Kinder, aber aus meiner eigenen Erfahrung heraus und meiner Kenntnis der verschiedenen Schulen hier würde ich aus dem Angebot die wählen, die ich-was die Fächerkombi angeht- für die beste Schule für mein Kind hielte. Ob das nun eine der privaten oder eine städtische oder eine staatliche wäre, würde erstmal keine Rolle spielen.

    Was ich und auch meine Freunde nicht bezahlen könnten, wäre die internationale Schule mit 5stelligem Jahresschulgeld.

    Das Schulgeld z.B. an den Diözesan-Schulen beträgt monatlich 30€ und wird für 11 Monate erhoben. Fahrtkosten werden hier ab einer Schulweglänge von 3 km bezahlt, die Kinder bekommen dann eine Schülerjahreskarte für den ÖPNV gestellt von der Stadt.

    30 € sind sicher kein Zugangshindernis, es gibt aber auch da noch Härtefallregeln.
    Wer glaubt, daß Abteilungsleiter Abteilungen leiten, glaubt auch, daß Zitronenfalter Zitronen falten..

  9. Avatar von fritzi72
    Registriert seit
    20.09.2011
    Beiträge
    4.738

    AW: Private Schulen

    Zitat Zitat von NarilaK Beitrag anzeigen
    Verlässlicher, weniger Unterrichtsausfall
    Leider stimmt das in Zeiten des Lehrermangels so nicht.
    Meine Kinder besuchen eine konfessionelle Schule (evangelisch, davon gibt es in unserer Region übrigens mehr als katholische und Religions- oder Kirchenzugehörigkeit sind hier, da eher Diaspora, keine Aufnahmevoraussetzung) und es gab gerade im letzten Jahr viel Ausfall und Wechsel von Lehrern: die Bezahlung ist etwas schlechter, als an staatlichen Schulen und seit an diesen wieder eingestellt wird und damit auch Verbeamtungen winken, wandern etliche Lehrer ab. Was ich verstehen kann, reisst aber Lücken.
    Wenn mich die weltpolitische Lage deprimiert, denke ich an die Ankunftshalle in Heathrow. Es wird immer behauptet, wir leben in einer Welt von Hass und Habgier, aber das stimmt nicht. Mir scheint wir sind überall von Liebe umgeben. Oft ist sie weder besonders glanzvoll noch spektakulär, aber sie ist da. Väter&Söhne, Mütter&Töchter, Ehepaare, Verliebte, alte Freunde.
    Ich glaube, wer darauf achtet, wird feststellen können, dass Liebe tatsächlich überall zu finden ist

    Intro "Tatsächlich Liebe"

+ Antworten
Seite 4 von 4 ErsteErste ... 234

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •