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  1. Avatar von Zada
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    Stirnrunzeln Nachhilfe in der Grundschule

    Hallo in die Runde!

    Ich war schon ewig nicht mehr hier, aber da ich in der Vergangenheit oft gute Ratschläge bekommen habe, wende ich mich vertrauensvoll an Euch.

    Es geht um meine kleine Maus. Mittlerweile ist sie 8 Jahre alt und besucht die 3. Klasse der Grundschule.

    Sie kam 2010 6 Wochen zu früh zur im August zur Welt. Der eigentliche ET wäre Ende September gewesen. Wir leben in RLP. Somit wurde aus meinem "Kann-Kind" (09/10) ein "Muss-Kind" (08/10).

    Es gab auch eigentlich keinen Grund zum "Zurückstellen-Lassen", sie war aufgeweckt, wissbegierig und wollte auch mit ihren Freunden eingeschult werden.

    Jetzt sind wir in Klasse 3. Ende Klasse 2 tat hat sie sich schon etwas schwer getan, war "hintendran". Sie hat viele Freizeit-Aktivitäten (die SIE will, nicht wir) - die habe ich damals gekappt - es hat sich alles normalisiert (und dann wurden die Aktivitäten wieder aufgenommen).

    Die 3. Klasse lief super an, das Halbjahreszeugnis war toll. Elterngespräch war prima, die Lehrerin hatte nur Gutes zu berichten.

    So langsam fangen die Probleme an. Sie hat leichte Probleme in Deutsch (Rechtschreibung) und in Mathe geht es gerade richtig nach unten. Die letzte Arbeit war ne 3-, die letzte sogar nur eine 4-.
    Dabei hatte sie ein gutes Gefühl. Sie lernt fleißig und ist entsprechend traurig, wenn sich das Lernen nicht "auszahlt".

    Ich gestehe, dass ich aktuell nervlich an meine Grenzen gerate. Ich merke, dass mir die Ruhe fehlt mit ihr zu üben. Sie versteht die Sachen - nur habe ich das Gefühl, sie braucht etwas länger zum Verstehen. Und mir reißt leider der Geduldsfaden... ich bin als Mama wohl etwas zu Nah dran. (Der Papa lernt auch mit ihr, aber ihm geht es ähnlich.)

    Für ein Zurückstellen/Wiederholen lassen der Klasse 3 sind die Noten zu gut. Wir möchten Sie unterstützen.

    Daher denken wir gerade aktiv darüber nach, ihr Nachhilfe-Unterricht zu buchen. 2 x je 1,5 Stunden pro Woche, einmal Deutsch, einmal Mathe. Die Damen des Anbieters versprach, dass die Kinder beim aktuellen Wissensstand abgeholt werden, Lücken geschlossen und Inhalte vertieft/geübt werden, inkl. Vorbereitung auf Klassenarbeiten.

    Ich habe heute meinen Kolleginnen davon erzählt. Die verkaufen mich für verrückt, dass ich einem Grundschulkind Nachhilfe buchen möchte.

    Wie sind eure Erfahrungen?

    Viele Grüße
    Zada

    Hoffe nicht ohne Zweifel und zweifle nicht ohne Hoffnung.
    [Lucius Annaeus Seneca]

    Wer lebt, stört.
    [Tankred Dorst]
    In einer Familie, die nicht nur aus Mumien besteht, gehören Konflikte dazu.
    [Reinhard Mey]


  2. Registriert seit
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    AW: Nachhilfe in der Grundschule

    Zada, ich halte Dich nicht für verrückt. Ich würde zwar überlegen, ob bei "leichten Problemen in Deutsch" wirklich Nachhilfe in Mathe und Deutsch nötig ist. Aber ich habe es selbst erlebt, wie sehr einem Kind in Klasse 5 Lücken aus Klasse 3/4 auf die Füße fallen können.
    Außerdem weiß ich, dass je nachdem wo man in RLP wohnt, es knifflig werden kann, die Wunschschule für den Übertritt (egal welche Schulform) zu bekommen, wenn das Übertrittszeugnis (welches ist das bei euch? 1. Halbjahr 4. Klasse?) nicht so toll ist.

    Ich würde es versuchen - wenn es nicht den gewünschten Erfolg bringt, kann man ja wieder aufhören.

    Ich habe ein Kind mit LRS. Das hatte ab Mitte 2. Klasse entsprechende Förderung einmal wöchentlich. Auch eine Art Nachhilfe, auch schon in der Grundschule.
    In Mathe fehlen manchmal Strategien, die man gezielt üben muss bzw. manchmal haben die Kinder in den ersten beiden Schuljahren ungünstige Rechenstrategien verinnerlicht. Da kann das schon helfen.


  3. Registriert seit
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    AW: Nachhilfe in der Grundschule

    Es gibt viele Kinder, die in der Grundschule Nachhilfe bekommen.
    Es gibt auch viele Grundschulen, die bieten Förderstunden an. Gibt es das an Eurer Schule nicht? Ich kenne das gar nicht anders und ich kenne viele Kinder, die ab und zu Unterstützung zum Vertiefen benötigt haben. Hier wird auch gleich genau geschaut, ob evtl. eine Schwäche vorliegen könnte.

    Wenn Du das Gefühl hast, dass Du Unterstützung brauchst, dann hole sie Dir. Wobei ich 3 Std. in der Woche etwas viel finde.


  4. Registriert seit
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    AW: Nachhilfe in der Grundschule

    Zitat Zitat von Tigerente Beitrag anzeigen
    In Mathe fehlen manchmal Strategien, die man gezielt üben muss bzw. manchmal haben die Kinder in den ersten beiden Schuljahren ungünstige Rechenstrategien verinnerlicht. Da kann das schon helfen.
    Genau das. Hier sagen die Lehrkräfte auch offen, dass sie nicht mehr auf den Einzelnen eingehen können, weil es richtig fitte, richtig schwache und sehr viele Kinder gibt, die den Unterricht stören. Also ist eigenes Handeln angesagt und wenn ihr die Möglichkeit habt, dann nutzt sie doch.

  5. Avatar von TanteB
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    AW: Nachhilfe in der Grundschule

    Bei meinem Neffen war Nachhilfe in einem Schwächelfach förderlich für den Familienfrieden und die Note.
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    Nieder mit low-carb...es lebe die neolithische Revolution!!!


  6. Registriert seit
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    AW: Nachhilfe in der Grundschule

    Nachhilfe in der Grundschule wird besonders häufig wegen des Gymnasiumübertritts gebucht und das ist sehr kritisch.

    Was sagt denn die Lehrkraft zu Förderunterricht, Nachhilfe oder sonstige Maßnahmen?
    Die ist am nächsten am Lernfortschritt des Kindes und kann hier sehr sinnvollen Rat geben, wenn gefragt wird.

    Wenn das Lernen generell schwierig ist, könnte ein Kurs zum Thema "Lernen lernen" möglicherweise sinnvoll sein.

    Auch eine Testung bezüglich AD(H)S wäre zu erwägen.

    Grds. einfach Nachhilfe zu verordnen, in der Grundschule, ist kritisch, weil die Schule generell nicht einfacher wird. Fraglich ist da, wie es in den folgenden Jahren weitergehen soll.

    Ein Schuljahr zu wiederholen, um den Stoff eigenständig zu erlernen und nachzureifen, wäre die Option, welche mir sinnvoll erscheint. Es kann ja auch in der folgenden Klasse sein, falls der Knoten nicht bis dahin von selber platzen sollte.
    Cave: Beiträge können ggf. marginale Rückstände von Ironie und Sarkasmus aufweisen.
    Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie das Posting oder fressen Sie die Verfasserin.

  7. Avatar von Zada
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    AW: Nachhilfe in der Grundschule

    Ich sag es mal so - die Noten in Deutsch sind gut, allerdings überrascht mich die Tatsache. Daher würde es mich nicht wundern, wenn es da auch bald bergab geht. Nachholbedarf hat sie da auch definitiv.

    Ja, die Empfehlung für die weiterführende Schule kommt nach dem 1. Halbjahr. Da wir eher ländlich wohnen, ist das mit der Wunschschule eher schwierig. Wir haben sowohl ne Realschule Plus als auch ein Gymnasium in der Stadt und die sind auch fußläufig erreichbar.
    Hier gibt es einen Trend, die Kinder auf die weiterführenden Schulen in Nachbarstadt zu schicken, weil unsere Schulen unmöglich wären. Lustigerweise wohnt meine Kollegin in dieser Nachbarstadt und dort sagen sie das gleiche über ihre Schule vor Ort und schicken die Kinder wieder ne Stadt weiter...
    Ich weiß auch nicht, warum ich meinen Kids 1 Stunde Fahrzeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln zumuten soll, wenn sie zu Fuß in 10 Minuten in der Schule sind. Im Endeffekt steht und fällt es eh mit dem Lehrer und da kann man nur beten.

    Ich muss meine Tochter nicht unbedingt aufs Gymnasium pressen, mein Sohn geht dorthin (mit Empfehlung) und ich weiß leider, welchen Druck es dort bereits in Klasse 5 gibt, weil man die Schüler, die ohne Empfehlung angemeldet wurden, aussieben möchte. Aber ich möchte sie eben unterstützen, dass sie auch wirklich die Chance bekommt den Stoff zu begreifen und sich nicht nur von Arbeit zu Arbeit zu hangeln.
    In der Grundschule werden nun mal wichtige Grundlagen geschaffen und die sollte sie verstanden haben.

    LG
    Zada

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  8. Avatar von Zada
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    AW: Nachhilfe in der Grundschule

    Zitat Zitat von Venice Beitrag anzeigen
    Es gibt viele Kinder, die in der Grundschule Nachhilfe bekommen.
    Es gibt auch viele Grundschulen, die bieten Förderstunden an. Gibt es das an Eurer Schule nicht? Ich kenne das gar nicht anders und ich kenne viele Kinder, die ab und zu Unterstützung zum Vertiefen benötigt haben. Hier wird auch gleich genau geschaut, ob evtl. eine Schwäche vorliegen könnte.

    Wenn Du das Gefühl hast, dass Du Unterstützung brauchst, dann hole sie Dir. Wobei ich 3 Std. in der Woche etwas viel finde.
    Förderstunden gibt es nur für die wirklich ganz schlechten Kinder.

    3 Stunden ist viel, aber ich würde dann versuchen den übrigen "Lernaufwand" zu Hause auf ein absolutes Minimum zu reduzieren.
    Zada

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  9. Avatar von Zada
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    AW: Nachhilfe in der Grundschule

    Zitat Zitat von TanteB Beitrag anzeigen
    Bei meinem Neffen war Nachhilfe in einem Schwächelfach förderlich für den Familienfrieden und die Note.
    Familienfrieden - du sagst es. Mir tut es wirklich so leid, wenn wir an unsere Grenzen kommen und im Endeffekt beide weinen. Ich weil ich den Stoff nicht "rüberbringe" und sie, weil sie es nicht versteht.

    An der Stelle hoffe ich eben auf Profis (Grundschullehrer/angehende Grundschulehrer). Und das bei uns Ruhe reinkommt.
    Zada

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  10. Registriert seit
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    AW: Nachhilfe in der Grundschule

    Zitat Zitat von Zada Beitrag anzeigen
    Familienfrieden - du sagst es. Mir tut es wirklich so leid, wenn wir an unsere Grenzen kommen und im Endeffekt beide weinen. Ich weil ich den Stoff nicht "rüberbringe" und sie, weil sie es nicht versteht.

    An der Stelle hoffe ich eben auf Profis (Grundschullehrer/angehende Grundschulehrer). Und das bei uns Ruhe reinkommt.
    Stoffvermittlung findet in der Grundschule statt!

    Zu Hause wird geübt, gelernt und sonst nichts. Wie soll die Lehrkraft feststellen, wo das Kind steht, wenn Muttern Stoff vermittelt?

    Hast du mit der Lehrerin gesprochen, was die Nachhilfe betrifft?
    Was schlägt diese vor, wie dein Kind gefördert werden sollte?

    Ich kenne keine SuS, die in der Grundschule Nachhilfe (obendrein 3 Std/Woche!) hatten und danach in den weiterführenden Schule selbständig zurecht kamen.
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