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  1. Registriert seit
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    AW: Nachhilfe in der Grundschule

    Zitat Zitat von Sacrebleu Beitrag anzeigen
    Das war schon eine Hammeraufgabe.
    Ich bezweifle aber, daß das in der Grundschule überhaupt hinreichend gemacht wird...
    Ich empfand das prinzipiell nicht als Hammeraufgabe. Das wurde ja vorher geübt, gab es auch mal als Hausaufgabe - wobei ich gestehe, der Lehrer hat seltsame Märchen ausgesucht, wie ich fand. Aber egal, zu meiner Schulzeit wäre das nicht als Hammeraufgabe gesehen worden - weil man auf niedrigerem Niveau in der 4. Klasse sowas auch schon gemacht hatte.
    Nur den Sprung finde ich halt heftig, so wie Grundschule heute ist. Mal sehen, wie mein Kleiner das sehen wird - der ist halt der unangefochtene Deutsch-Held in seiner Klasse, hat ständig volle Punktzahl bei den Tests, aber beim Aufsätze schreiben eher faul - was aber in Klassenarbeiten nie geprüft wird. Oder liegt das nur an unserer seltsamen Grundschule?


  2. Registriert seit
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    AW: Nachhilfe in der Grundschule

    Zitat Zitat von Sacrebleu Beitrag anzeigen
    Ich bezweifle aber, daß das in der Grundschule überhaupt hinreichend gemacht wird...
    Tja, unser Föderalismus...

    Das ist je nach BL und sogar von Schule zu Schule unterschiedlich.
    Cave: Beiträge können ggf. marginale Rückstände von Ironie und Sarkasmus aufweisen.
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  3. Avatar von Zada
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    AW: Nachhilfe in der Grundschule

    Vielen Dank für eure Einschätzungen.

    Ich kenne das Nachhilfeinstitut nicht. Es gibt es aber seit vielen, vielen Jahren - auch schon zu meiner Zeit. Ich möchte ihnen daher nicht jegliche Fachkompetenz absprechen oder schnödes "auf die nächste Arbeit trimmen" unterstellen, bevor ich mir ein eigenes Bild gemacht habe. Sollten wir uns für die Nachhilfe entscheiden und sollten wir dieses Institut wählen, werden wir sicher kritisch verfolgen, was unsere Tochter dort lernt und wie man vorgeht.

    Das Schuljahr war gefühlt recht kurz, in RLP gab es erstmals Winterferien (und dadurch meiner Meinung nach damit auch wieder mehr Schulfrei), die 3. Klasse ist durch Einführung der Noten, Einführung in das Thema Aufsatz, unnötige VERA-Vergleichsarbeiten und die Fahrradprüfung eh recht anspruchsvoll. Der schulische Terminkalender meiner Tochter hat es in den letzten Wochen wirklich in sich. Vielleicht ist auch einfach die Luft raus und sie ist ferienreif. Wahrscheinlich sogar.

    Das Thema "Ruhe reinbringen". Leicht gesagt, schwer realisierbar. Mein 11 jähriger war schon immer anspruchsvoll und es gibt Gründe, warum ich dem Burnout nahe bin. Gesundheitlich war in den vergangenen Wochen einiges los, meine Oma wurde zum Schwerstpflegefall. Es gibt aktuell leider immer Dinge, die verhindern, dass man "Ruhe reinbringt". Und im kommenden Jahr wird es nicht besser, das weiß ich jetzt schon.

    Die Lehrerin meiner Tocher ist top und opfert sich wirklich für die Kinder auf. Von ihr kam wie gesagt noch nichts. Keine Warnung, keine bitte um ein Gespräch, kein "Bitte passen sie auf, bitte wiederholen sie". Wir selbst haben das Gefühl, dass es ihr aktuell nicht leicht fällt.

    Aufsatz, auch freies Schreiben, war schon Thema in diesem Jahr - auch als Klassenarbeit. Ein Rezept, eine Nacherzählung und einen Brief (bei dem nur Bruchstücke vorgegeben waren). Darüber hinaus Leseverständnis-Arbeiten mit Rechtschreib- und Grammatikteil sowie (geübte) Diktate.
    Wie gesagt, ich halte sehr sehr viel von der Lehrerin, mein Sohn hatte es da viel schlechter getroffen.
    Zada

    Hoffe nicht ohne Zweifel und zweifle nicht ohne Hoffnung.
    [Lucius Annaeus Seneca]

    Wer lebt, stört.
    [Tankred Dorst]
    In einer Familie, die nicht nur aus Mumien besteht, gehören Konflikte dazu.
    [Reinhard Mey]

  4. Avatar von Zada
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    AW: Nachhilfe in der Grundschule

    Zitat Zitat von Tigerente Beitrag anzeigen
    Mal sehen, wie mein Kleiner das sehen wird - der ist halt der unangefochtene Deutsch-Held in seiner Klasse, hat ständig volle Punktzahl bei den Tests, aber beim Aufsätze schreiben eher faul - was aber in Klassenarbeiten nie geprüft wird. Oder liegt das nur an unserer seltsamen Grundschule?
    Wie gesagt, bei uns sind die Aufsätze Klassenarbeiten. In der 3. Klasse werden sie von der Lehrerin benotet und mir Bemerkungen versehen. Dann dürfen die Kinder sie nochmal korrigieren und erst dann gibt es die Endnote.
    Ab der 4. Klasse entfällt die Korrekturmöglichkeit.

    Gab es bei uns damals nicht, hilft den Kindern aber ungemein. Die Noten meiner Tochter waren nach der Erstkorrektur 2 und im Anschluss eine 1. Die Rechtschreibung fließt aber nicht in die Note ein.
    Zada

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  5. Registriert seit
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    AW: Nachhilfe in der Grundschule

    Bevor du Maßnahmen einleitest, solltest du die Sprechstunde nutzen und genau deine Sorgen und die Probleme und auch die deinerseits angedachten Nachhilfestunden, incl. Umfang, thematisieren.

    Dafür sind die Sprechstunden gedacht.
    Dieses Lehrerfeedback sollte VOR jeglicher Realisierung stehen.
    Cave: Beiträge können ggf. marginale Rückstände von Ironie und Sarkasmus aufweisen.
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  6. Registriert seit
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    AW: Nachhilfe in der Grundschule

    Zitat Zitat von Carcasonne Beitrag anzeigen
    Bevor du Maßnahmen einleitest, solltest du die Sprechstunde nutzen und genau deine Sorgen und die Probleme und auch die deinerseits angedachten Nachhilfestunden, incl. Umfang, thematisieren.

    Dafür sind die Sprechstunden gedacht.
    Dieses Lehrerfeedback sollte VOR jeglicher Realisierung stehen.
    Das auf jeden Fall!


  7. Registriert seit
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    AW: Nachhilfe in der Grundschule

    Zitat Zitat von Zada Beitrag anzeigen

    Die Lehrerin meiner Tocher ist top und opfert sich wirklich für die Kinder auf. Von ihr kam wie gesagt noch nichts. Keine Warnung, keine bitte um ein Gespräch, kein "Bitte passen sie auf, bitte wiederholen sie". Wir selbst haben das Gefühl, dass es ihr aktuell nicht leicht fällt.

    .
    Ich glaube Dir, dass die Lehrerin gut ist. Es fallen aber immer wieder Kinder hinten runter, gerade unauffällige Kinder. Die Lehrkräfte sind mit ganz schwachen, auffallenden und mit den Kindern beschäftigt, deren Eltern ständig auf der Matte stehen.
    Deshalb würde ich die Lehrerin um ein Gespräch bitten. Sie kann Dir auch evtl. Lücken aufzeigen oder was ihr vielleicht sonst noch aufgefallen ist. Dann kannst Du, sollte es zur Nachhilfe kommen, diese Infos auch gezielt weiter geben.


  8. Registriert seit
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    AW: Nachhilfe in der Grundschule

    Zitat Zitat von Tigerente Beitrag anzeigen
    Oder liegt das nur an unserer seltsamen Grundschule?
    Ja!

  9. Moderation
    Registriert seit
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    AW: Nachhilfe in der Grundschule

    Ich denke, gerade in dem Alter ist es gut angelegt, daß die Hilfe kriegt, über die Hürden hinwegzukommen.

    Was sagen denn die Lehrer, haben die eine Idee, wo es hängt?
    Rechtschreibprobleme können methodisch sein, oder aus Wahrnehmunggschwächen (schlechte Ohren, schlechte Augen...) kommen, oder sonstwas. Matheprobleme können heißen "hat vergessen, das kleine Einmaleins auswendig zu lernen und blufft sich mit blitzschneller Addition durch" (schon gesehen) oder "hat eine Theorie, wie es geht und die paßt nicht", .... Oft genug sehen Lehrer diese Muster ziemlich genau, weil sie eine sehr große Menge an Daten "wie Schüler denken" haben. Die Eltern haben die Daten nicht.

    (Es kann auch sein, daß der Lehrer das Kind mental so einsortiert hat, daß er nichts merkt. Das ist dann schlecht. Vor allem, da die Einsortierung das Kind der Schublade anpaßt, in die es gesteckt wurde.)

    Ein Nachhilfelehrer kennt auch typische Fehlermuster, kann eine zusätzliche Perspektive und Ideen geben, den Stoff anders aufbereiten, und eine angstfreiere Lernumgebung herstellen.

    Daß bei euch gerade der Haussegen schiefhängt, und du am Rad drehst, hilft bestimmt auch nicht. Auch da könnte sich die Dynamik dadurch, daß jemand weiteres (Nachhilfelehrer) ins Spiel kommt, verbessern.

    Wobei, wenn es bei ihr schon mal gut angelaufen ist und am Ende des Schuljahres abgefallen -- vielleicht ist sie urlaubsreif? (Trotzdem sollte man gucken, daß keine Lücken in den Grundfertigkeiten entstehen.)

    Nach meiner Beobachtung (ok, älter, anderes Bundesland) sind Klassenwiederholungen sehr demoralisierend, markrieren das Kind als "kann nicht mithalten", und können die Fähigkeit zu lernen beschädigen, da das Kind das gleiche Futter nochmal auf den Tisch kriegt, und es ist nicht appetitlicher, nur fader. Bei einem Kind, das ein bißchen unreif für sein Alter ist, kann das gut gehen, aber ich denke man muß es trotzdem auffangen.
    ** Moderatorin in Sparforum, Freundschaftsforum, und "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **
    Geändert von wildwusel (13.06.2019 um 15:50 Uhr)


  10. Registriert seit
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    AW: Nachhilfe in der Grundschule

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Nach meiner Beobachtung (ok, älter, anderes Bundesland) sind Klassenwiederholungen sehr demoralisierend, markrieren das Kind als "kann nicht mithalten", ...
    Die Erfahrung habe ich auch gemacht. Bei uns in der Grundschule wurde das ja immer sehr verbrämt, weil es sich ja um jahrgangsübergreifende Klassen (1/2 und 3/4) handelte, und das Kind somit ja bei den gleichen Lehrern und der Hälfte der Mitschüler verblieb. Da hieß es, das wäre für die Kinder ja gar nicht schlimm. Trotzdem haben alle Kinder (auch die, bei denen es etwas geholfen zu haben scheint) massiv daran geknabbert.

    Mein Großer droht gerade in der 7. Klasse sitzenzubleiben. Ich habe lange gedacht, wahrscheinlich ist es besser so, er braucht die Zeit, um mal an seinen Lücken zu arbeiten, aber ich merke gerade, dass er sich jetzt wahnsinnig reinhängt, und habe das Gefühl, es wird ihn mehr stärken und zum Arbeiten motivieren, wenn er es noch schafft, als wenn er nun tatsächlich sitzen bleibt. Aber das ist wie bei wildwusel eben auch noch mal eine andere Altersklasse.

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